Themabewertung:
  • 1 Bewertung(en) - 5 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Spektrumanalysatoren Gerätefehler
#21
hallö Dirk,
erstmal dickes Danke für den tollen Bericht, + daß sich mal jemand hier traut über derartiges zu schreiben.
Ich empfehle noch die Anschaffung von:

DC Block (bei einigen Herstellern wirds auch kapazitives Trennstück genannt), wenn ein Spec Gleichspannung bekommt ist der Eingang oft mausetot !
Bei den SMD Kisten kann das richtig ärgerlich sein, zumal es auch nicht unter Garantie fällt.
Desweiteren, eine Fet-Probe macht dann erst richtig Freude, man kann nicht mit einem 50 Ohm Input in den hochohmigen Kreisen alter Radios rumstochern, weist du ja.
Die extrem niedrige Lastkapazität solcher Tastköpfe verstimmt dann auch nicht die Kreise beim Messen. Atten haben solche Tastköpfe üblicherweise mit im Köfferchen.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
Zitieren
#22
Im Prinzip stimmt es schon, daß (fast) alles "nur" berechnet wird.
"Schaun wir mal" ein entsprechendes Blockschaltbild an (TRF371135):

     
  • Bei den Klemmen 6 & 7 kommt das Eingangs-Signal (symmetrisch) herein.
  • Es geht dann auf 2 Ringmischer. Auch als I/Q-Mischung bezeichnet.
  • Bei den Klemmen 30 & 31 kommt das Signal vom "Local Oscillator". Dieses hat die gleiche Frequenz wie das Eingangs-Signal.
  • Es wird also (in jedem der beiden Zweige) auf die ZF-Frequenz "0 Hz", also direkt in das Basisband, herunter gemischt.
  • Ein HF-Signal hat eine "Amplitude" und eine "Phase". Das entspricht einer polaren Darstellung. Durch die I/Q-Down-Mischung erhält man daraus ein "komplexes" Signal: Das I-Signal ist der "Real-Anteil" und das Q-Signal ist der "Imaginär-Anteil". Das ist die kartesische Darstellung. Tatsächlich sind das natürlich beides "reale" (nicht "reelle") Signale, aus denen der Verlauf der Amplitude und der Phase des HF-Signals (wieder) berechnet werden kann. Es geht also keine Information verloren.
  • Da die I- und Q-Signale im "Basisband" (0 Hz bis halbe Bandbreite des HF-Signals: B_HF/2) sind, haben sie eine geringere obere Grenzfrequenz als das HF Signal direkt.
  • Für eine digitale Signalverarbeitung, z.B. FFT, benötigt man gemäß Abtasttheorem (Shannon) eine Abtastfrequenz f_A, die größer als die höchste zu verarbeitende Frequenz ist.
    Bei einem Analyzer, der bis 1,3 GHz geht, ergäbe sich so f_A > 2,6 GHz. Der u-Prozessor muß dann aber auch noch rechnen, wozu er dann aber "keine Zeit" mehr hätte.
  • Durch die Heruntermischung in das "Basisband" reduziert sich die notwendige Abtastfrequenz auf B_HF. Damit ist noch "Luft" vorhanden für die notwendigen Berechnungen.

Damit keine "Übersteuerung" ("overflow" im digitalen Bereich) entsteht, erfolgt vor den A/D-Wandlern (ADC) eine Pegelregelung. (Bis dahin haben wir analoge Signale.)

Das Signal des "Local Oscillators" wird von einem DDS-Generator geliefert. (DDS: direct digital synthesis)

Also: FFT im "Basisband", nicht direkt in der HF-Ebene.

Der TRF371135, dessen Blockschaltbild hier beispielhaft vorgestellt wurde, arbeitet bis 6 GHz

Außer dem teilweise analogen I/Q Downmixer und dem DDS Generator ist der "Rest" des Analyzers praktisch nicht viel anderes als ein PC. Kein Wunder, daß diese Geräte heute verhältnismäßig preiswert sind - und leicht zu produzieren.

MfG DR
Zitieren
#23
Genau das Konzept hatte ich zumindest auch im Kopf....

Hier wird es auch noch ziemlich gut erklärt, leider aber in Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=-8fr_otW0q4
Grüße
Christoph
Zitieren
#24
Das youtube Video mit dem Vergleich des Rigol Analyzers mit dem von Siglent ist echt sehenswert.

Hierbei wird deutlich, daß es sich lohnt, (nur etwas) mehr zu investieren, wenn man sich einen Analyzer zulegen will.
Zitieren
#25
Hallo,
Kleiner Nachtrag zum Peaktech 4130. Wenn der angezeigte Pegel über den oberen Rand hinausgeht, kann man die Taste " Auto Scale " drücken, dann rückt er die Linie in einen optimalen Sichtbereich ein. Hatte ich anfangs bei meiner Gerätebeschreibung noch nicht so geschrieben, weil ich es im Moment des schreibens vergessen hatte. Gut, dann ist das auch geklährt.

Grüße aus Berlin
Dirk
Zitieren


Gehe zu: