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Radiowecker Saba Pro RC11 H
#1
Heute mal eine kleine Reise in die "bunten" 70er Jahre in welchen Gerätegehäuse gerne in auffälligen Farben gehalten wurden. Hier ist es ein Radiowecker von Saba mit einem roten Gehäuse.

Hersteller: Saba
Typ: Pro RC11 H
Baujahr: 1975
Wellenbereiche: UKW, MW
Transistoren/Halbleiter: 12
Bereichsabstimmung: Über Dioden auf MW und auf UKW, 3 Stationstasten für MW und 4 Stationstasten für UKW, jeweils einzeln abstimmbar
Stromversorgung: Wechselstrom, 220V
Lautsprecher: 1 permanentdynamischer LS mit innenliegendem Magneten, strahlt nach hinten ab
Gehäuse: Komplett durchgefärbtes Thermoplast in rot
Besonderheiten:
- Weckmöglichkeit mit Radio oder Summer
- getrennte Lautstärke und Klangregelung
- Kopfhöreranschluss über kleine Klinke an der Rückseite, schaltet
eingebauten Lautsprecher beim Einstecken aus, im Weckbetrieb wird
der Lautsprecher trotz gestecktem Kopfhörer wieder eingeschaltet!
- Digitale Zeitanzeige über Klappzahlen
- Optische Kontrolle ob der Synchronmotor als Antrieb für die Uhr läuft
- Eingebaute Ferritantenne für AM, FM über Netzantenne mit 220pF
Kondensator als Berührungsschutz
- Sleeptimer 1 bis 60 Minuten

Das Gerät wurde leider vom Vorbesitzer mit Goldbronze "verziert", was ich zum Glück ohne Beschädigung der Oberfläche mit Terpentin entfernen konnte. Einige Aufkleber jedoch hinterließen leichte Ausblühungen im Kunststoff, sind aber nicht sehr auffällig.

   

   

Insgesamt gefällt mir das Radio vom Design her sehr gut und ist auch in der Farbgebung ein klassischer Vertreter der 70er Jahre. Der Klang ist für ein Transistorgerät dieser Größe recht gut, wobei der Lautsprecher an der Gehäuserückseite angebracht ist und somit nach hinten strahlt. Um die Einbautiefe zu reduzieren wurde der Magnet im Lautsprecherkonus auf der Vorderseite untergebracht.

   

   

   

   

An der Gehäuseoberseite befindet sich ein Drehknopf für die Einstellung des Sleeptimers (fehlt bei meinem Gerät noch). An der rechten Seite befinden sich 2 ineinanliegende Drehknöpfe für die Uhr- und Weckzeiteinstellung. An der Front liegen die Einzeln abstimmbaren Sendespeicherknöpfe, die Drucknöpfe für Radiobetrieb, Netzschalter, Weckradio und Wecksummer und als Schieberegler ausgeführt, je ein Lautstärkeregler und ein Klangregler.

   

Die Uhranzeige wird über einen Synchronmotor mit Zahnradübersetzung angetrieben und ist in Klappzahlen ausgeführt. Die Uhranzeige wird mit einer Glimmlampe dauerhaft beleuchtet.

   

   

   

   

   

Bis auf die optische Aufarbeitung des Gehäuses, habe ich an dem Gerät noch nichts gemacht. Später werde ich das Gehäuse noch mit Kunststoffpolitur behandeln und die Uhr wieder zum Laufen bringen. Wahrscheinlich ist der Motor verharzt und läuft deshalb nicht.
Im Radiobetrieb macht sich ein leichter Brumm bemerkbar. Das muss ich dann auch später noch in Angriff nehmen. Erstmal kann das Gerät jetzt in die Vitrine Smile

Hier noch ein Artikel aus der Funkschau 5/1972 für Technikinteressierte:

   

   

   
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#2
Da haste wieder ein schnuggelisches Gerätchen ergattert Anton. Fein Fein. Diese Klappzahlen sind für mich immer sehenswert.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#3
Wunderschönes Gerät .... ich habe es mal in weiß von Anton anlässlich eines Sammlertreffens beim Dietmar erhalten.

Bei meinem Gerät war auch ein leichter Brumm vorhanden; dies lag am 2200 uF Ladeelko. Eine Taste des Preomats spinnt ein bisschen, aber insgesamt ein Augenschmaus. Steht bei meinen 70er-Geräten .... die immer mehr werden.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner
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#4
Hier gibt es gerade die weiße Variante für eine guten Preis.
Habe ich die Tage mal entdeckt, vielleicht hat jemand Interesse.
klick
Klanglich sollen die Geräte nicht schlecht sein.

Gruß
Frank
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#5
Ja gefällt mir, hätte ich in Rot auch genommen. Passt zur Küche von Karin.
Habe da auch Klappzahlenwecker und eins mit Radio. Ist immer schön zu sehen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#6
Danke für den Tip Frank, ich hab das Radio mal angefragt Smile
RICHTIG gut gefällt mir von dem Anbieter das Küchen-Buffet. Wenn ich beim Küche einrichten etwas zu melden hätte, dann wäre das meins Wink
Gruß,
Uli
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#7
(27.07.2014, 08:20)Werner schrieb: Wunderschönes Gerät .... ich habe es mal in weiß von Anton anlässlich eines Sammlertreffens beim Dietmar erhalten.

Bei meinem Gerät war auch ein leichter Brumm vorhanden; dies lag am 2200 uF Ladeelko. Eine Taste des Preomats spinnt ein bisschen, aber insgesamt ein Augenschmaus. Steht bei meinen 70er-Geräten .... die immer mehr werden.

Ja Stimmt Werner, das weiße Radio hatte ich Dir damals geschenkt, weil mein Wunsch immer ein Rotes war. Nun hab ich Eines bekommen, wenn auch in einem nicht so schönen Zustand. Danke für den Tipp mit dem Ladeelko, denn werd ich meinem Radio prüfen, wenn ich es auf der Werkbank habe.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#8
Vielen Dank für den schönen Bericht, Anton Smile

Das ist wirklich mal ein besonderer Radio~Wecker, und sogar mit Klapp~Zahlen Thumbs_up
Ich drück Dir die Daumen, daß Du die kleinen Mängel noch wegbekommst.
Viel Freude an dem schönen Gerät,

und beste Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#9
Dank dem super Tip von Frank hab ich jetzt auch einen - halt in weiss Smile
Der VK meinte zusenden ok, es käme aber noch jemand, der den Wecker evtl abholen wollte. Da hab ich ihn natürlich schon abgeschrieben.
Aber am Tag danach kam die Message, der Typ wäre da gewesen, der Wecker hätte aber nicht mehr funktioniert, weswegen der Interessent ihn nicht mehr wollte. Wenn ich ihn trotzdem haben wollte, würde ich ihn gegen Versandkosten bekommen. Da hab ich natürlich nicht lange überlegt.
Heute hab ich mir zwischendurch mal kurz die Zeit genommen, nach dem Ding zu schaun. Fehler war schnell gefunden: Kabelbruch im Netzkabel. Also eins aus der Krabbelkiste gewühlt - in weiß, passend zum Gerät, angelötet und schon geht das Ding wieder. Vor dem zusammenbau Motor und Zahnräder schnell noch in WD40 gebadet, dem Motor "Starthilfe" in Form von paarmal anschubsen gegeben und siehe da - er fing gaaaanz langsam an zu drehen. Nach 15min ist aus dem "langsamen drehen" ein "rennen" geworden und dabei ist's jetzt geblieben. Er rennt und rennt. Und fabriziert dabei bisher plausible Uhrzeiten Smiley34

Danke an Anton für die Vorstellung, an Frank für den Tip und an den netten Mensch, der an einen Fremden das Gerät zum Selbstkostenpreis verschickt statt es wegzuwerfen.

   
Gruß,
Uli
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#10
... und wenn noch Jemand Interesse an einen roten RC11 hat:

http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s-...ref=search
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#11
Auch für dieses Gerät habe ich jetzt eine Bedienungsanleitung bekommen. Die Anleitung ist im Heft in mehreren Sprachen ausgeführt, gescannt habe ich nur die deutschprachigen Seiten. Wie immer gilt: Die Bilder werden erst durch 2maliges Anklicken richtig scharf und groß:

   

   

   

   

   

   

Im Trödelmarkt biete ich gerade diese Anleitung an, da ich sie doppelt habe.
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#12
Mir reicht das so, drucken kann ich selbst - danke Smile
Gruß,
Uli
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#13
Laufen bei euren Exemplaren eigentlich die Uhren? Ich hatte das Modell uweimal auf dem Tisch (im Auftrag, ich selber mag es nicht), bei beiden waren je zwei Probleme vorhanden: erstens Motor verharzt (gut, kann man baden) und vor allem: die schnelllaufenden Kunststoffzahnräder waren völlig abgewetzt. Also keine Chance.

Gruß
Stefan
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#14
Ja, meine Uhren laufen bei diesen Geräten. 1 Schlachtgerät habe ich, bei dem der Motor zwar läuft, aber die Zahnradübersetzung auch ein mindestens ein abgewetztes Zahnrad hat.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#15
Ich weiß das ehrlich gesagt nicht mehr, ob da Zahnräder angegammelt sind - glaube aber nicht.
Ich hab das Gerät einmal "entseucht" und seit dem macht's mir den Käfer (läuft und läuft und läuft....) - toitoitoi Smile
Gruß,
Uli
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#16
Guten Abend,

Ich habe mir früher bei diesen Klappzahlenuhrwerken mit Teilen aus alten Waschmaschinen - Schaltwerken beholfen. Die Motoren da drin und zum großrn Teil auch die Zahnräder sind identisch. Aber heutzutage gibt es ja diese Schaltwerke nicht mehr so oft, was diese Form der Ersatzteilgewinnung erschwert. In den Schaltwerken waren teilweise sogar metallene Zahnräder drin wegen der Kraftübertragung auf die Schaltnocken der Leistungsschalter. Ist zumindest einen Versuch wert, falls man sowas sieht/in die Hände bekommt.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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