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Nordmende Spectra Portable 4201 Chassis F IV90 läuft nicht mehr an
#1
Hallo beisammen.

Vor einiger Zeit erhielt ich oben genannten Portable. Es ist ein Farbfernseh-Gerät mit 42er Bildröhre und dem Chassis F VI 90.
Das Gerät bekam ich von einem befreundeten Sammler, zu einem eher symbolischen Preis und der Info, dass der Fernseher funktioniert.

In der Werkstatt hab ich den Apparat an den Trenntrafo angeschlossen und eingeschaltet. Der Fernseher funktionierte sofort ohne Probleme.
Nach fünf Minuten stieg Qualm aus dem Gerät und ich trennte es vom Netz.

Im Innern konnte ich zunächst keine Brandstellen oder defekte Bauteile finden, und da der Apparat völlig störungsfrei lief, hab ich ihn nochmals kurz eingeschaltet um die Rauchquelle zu lokalisieren, was mir auch gleich gelang. Gerade als ich den Stecker ziehen wollte (nach 10 Sekunden Betrieb) ging der Apparat von selbst aus.
Der Fernseher hat keine Fernbedienung und keine Standby-Funktion.
Rauchverursacher war ein Kondensator, der direkt hinter der Netzdrossel als Entstörer zwischen L und N geschaltet ist. Ich tauschte die beiden gleichartigen Kondensatoren auf der Netzanschluss-Platte und prüfte sämtliche Sicherungen im Gerät. Der Fernseher bleibt aus, lediglich die Entmagnetisierung arbeitet und die dicken Elkos laden sich auf. Aber kein Bild, kein Ton, kein Sirren - nix.
Daraufhin nahm ich mir den Schaltplan vor um den Fehler, den ich im Bereich der Stromversorgung vermute, zu finden - bisher leider ohne Erfolg.

Anbei hab ich einen Schaltplan, in den 90% meiner bisherigen Ermittlungen eingetragen sind.
   
CR04 war defekt und CR03 hab ich dann gleich mit getauscht gegen MKS.
Den Gleichrichter DR02 hab ich vorsorglich gegen einen stärkeren getauscht - einfach um das Auszuschließen, obwohl alle Meßergebnisse vorher gegen einen Defekt sprachen.
Der Kondensator CA06 (220µF unten mittig) wird geladen, dort liegt eine Spannung mit Sägezahn an. Der Kondensator hält seine Ladung und verliert lediglich 5-10V/s, nach Abschalten der Betriebsspannung.
Alle Bauteile, dich ich bisher geprüft habe, sind mit grüner Schrift und "OK" gekennzeichnet.
Gemessene Spannungen sind magentafarben eingetragen.

Die Pfade der Spannungen, die ganz rechts im Bild eingetragen sind, führen zum Zeilentrafo.

Ich hoffe nun, dass jemand von Euch noch einen Ansatz für eine erfolgreiche Fehlersuche hat...

Bis dahin schonmal vielen Dank!

Gruß,
Daniel
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#2
Guten Abend,
Ich möchte nicht der Überbringer der schlechten Botschaft sein,
aber da sollte doch eine Spannung aus der Zeilenendstufe gleich-
gerichtet werden, liegt aber leider bei 0 Volt.
Ich hab keine Lust bei den Temperaturen auf den Dachboden zu gehen,
aber es sieht nicht gut aus.
Folge mal der Schaltung rückwärts wie es zu den 0 Volt kommt.
Nach meinem Vergrößerungsversuch war beim Rückschalten der Text weg.
Nochmal möchte ich den Text nicht tippen.

Gute Nacht.......Smiley7

Fernseheumel Bat
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#3
Daniel, du wirst lachen, aber das Gleiche Problem hatte ich ja mehrmals beim meinen Robotron Fernseher.
Ich verstehe jetzt nicht, wenn nach der Graetzbrücke alles i.O ist und dann an der horizontal Endstufe 0 Volt anliegen.
Hast du da irgendwo im Gerät eine Sicherheitsschaltung oder eine Sicherung die ggf. eingelötet ist. ?
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#4
Morningstar: Daniel, du wirst lachen, .....

Ich glaube das Lachen ist dem Daniel schon vergangen.....Smiley19
Mein Komputer hat keine Grafikkarte, deshalb kann ich die Abbildung
nur schlecht lesen, den Schaltplan möchte ich wegen der Hitze auch
nicht auf dem Dachboden konsultieren.Smiley21
Bitte schau mal wo die Spannungen U-2 und U-5 entstehen.
Beide kommen wohl aus Richtung Zeilentrafo.Smiley39
Nordmende Zeilentrafos - wer hat die wohl konstruiert? Smiley18
Bei bestimmten Baureihen mußte ich früher mehr als 50% wechseln.Smiley7

Mein Tip: Cup

Gruß,
Fernseheumel Bat
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#5
wäääh Smiley19 ! Immer diese Hiobsbotschaften!

Ich werde die Pläne mal studieren und den passenden Ausschnitt hier einstellen...

Danke schonmal für die Hinweise!
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#6
Stimmt leider! Nordmende-Zeilentrafos gingen oft kaputt ... vielleicht ist es aber hier doch was anderes.

Willst du Kummer ohne Ende - kauf Nordmende.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner
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#7
Den Plan habe ich inzwischen aus mehreren Seiten zusammengebastelt und in Schwarz-Weiß umgewandelt.
Ich hoffe, man kann noch genug drauf erkennen:

EDIT: ich habe den Plan in einer weniger verkleinerten Form auf zwei Teile getrennt und nochmals hochgeladen

   
   
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#8
Wenn ich das richtig verstehe, dann entsteht U2 auf der Horizontalplatine. Dafür muss aber an Kontakt 22 eine Spannung anliegen, was nicht der Fall ist. Kontakt 22 wird als "Zentr. Pkt. 8" bezeichnet.

U5 wird auch auf der Horizontalplatine erzeugt, wird aber auch von außerhalb über Kontakt 15 versorgt, der auch Stromlos ist und aus der Kombi-Drossel gespeist wird.
100% blicke ich da nicht durch, aber auf die Schnelle würde ich interpretieren, dass von den Thyristoren DA12 und DA14 nix kommt. Die könnten entweder nicht angesteuert werden, oder hinüber sein.
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#9
Wer richtig lesen kann ist klar im Vorteil!

Ich schrieb was von Zentr. Pkt.8 - das war falsch gelesen. Es heißt natürlich richtig Ztr. Punkt 8 - das deutet wohl auf Kontakt 8 des Zeilentrafos hin.
Antworten
#10
Ja, ja, Du hast keine Lust die Oszillogramme zu prüfen....Smiley21
Ich kann das Schaltbild auf meinem virusverseuchten Komputer immer
noch nicht lesen.
Auch mit der Lupe kann ich nichts lesen.
Mit einem Hameg O-graf kann man über die Funktion "Komponententest"
sehr gut Halbleiter und ELKOS testen.

Wenn man "meint", es sei eigentlich alles in Ordnung, es "tut" sich aber trotzdem
nichts, sollte man mal die Kaskade abklemmen.
Oft ist dann eine gesunde Funkenstrecke zwischen dem Hochspannungsausgang
des Zeilentrafos und dem Kaskadenanschluß zu sehen.
(Distanz etwa 2 cm)

Im ungünstigsten Fall ist aber auch schon eine kakaoähnliche Flüssigkeit
aus dem ZTR ausgetreten!Present

Gruß,
Fernseheumel Bat
Antworten
#11
Moin!
Für viele der Spannungen muß die Zeile laufen.
Solange die nicht läuft, sind fehlende Spannung normal.
Dafür muß die Versorgungsspannung der Zeile und der Ansteuerimpuls da sein.
Der Ansteuerimpuls kommt vom Zeilenoszillator.
Das ist der TDA2590 auf dem Modul Z.
Da muß die Betriebsspannung U4 am IC vorhanden sein.
Außerdem wird der Impuls über den Ablenkstecker geführt.
Der muß also eingesteckt sein.
Gruß Gerrit
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#12
Hallo Gerrit.
Vielen Dank für Deinen Hinweis. Und Fernseheumel, ich hab alle gemessenen Spannungen parallel mit dem Oszilloskop beobachtet. Da wo 0 V. war, war auch auf dem Hameg ein Strich.
Die Elkos habe ich auf C R ESR geprüft. Die Transistoren auf ihren Verstärkungsfaktor. Auch die Drosseln habe ich auf Widerstand und Induktivität gemessen.
Morgen komme ich wieder zur Fehlersuche. Dann werde ich mich um Eure Hinweise bemühen und messen, messen messen...

Wink

Ach! Und für die, die es (noch) nicht wissen und Firefox verwenden:
Bei Rechtsklick auf die Schaltbilder kann man wählen "Grafik anzeigen", dann wird das Bild direkt dargestellt und der Mauszeiger verwandelt sich in eine Lupe in der ein "+" abgebildet ist - damit kann man den Schaltplan deutlich vergrößern.
Oder man wählt "Grafik speichern" dann hat man das Bild auf der Platte und kann mit einem Bildbetrachter o.ä. reinschauen.

Danke und Gruß,
Daniel
Antworten
#13
Man kann die hier angezeigten Bilder auch im Forum 2mal vergrößern:

1. Mit Linksklick auf das Bild:

   

2. Mit Klick auf das viereckige Symbol in der Bildnavigation:

   

Dieses, 2x vergrößerte Bild kann man dann mit der Linksklick (Taste festhalten) im Bildschirm in alle Richtungen bewegen, so dass man den ganzen Plan durch verschieben im Monitior sehen kann.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
Antworten
#14
Leider bin ich immernoch nicht weitergekommen.
Das verflixte Netzteil bringt mich noch zum Wahnsinn.
Ich weiß einfach nicht, wo soll ich mit der Fehlersuche anfangen...

HILFEEE! Wink
Antworten
#15
Ah jetzt ja! Danke Anton Smile
Gruß aus der Pfalz
Gery


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#16
Hallo Siemens 78
Guten Abend und viele Grüße in die Runde. Ich möchte nicht altklug erscheinen, habe aber in meinen etwa 44 Jahren im Beruf eines (ehemals Fernsehtechniker) Radio-und Fernsehschlossers
eine ganze Reihe dieser unter der Regie des franz. Konzerns Thomson gefertigten Geräte repariert. Schlimmer als die waren nur noch die Nokia-Chassis (nach Finnlux). Doch in medias res:

Ich würde zunächst die Spannungen messen, die erforderlich sind, damit das Gerät überhaupt anlaufen kann. Das sind die 5 Volt für den Prozessor und die Fernbedienung und die (je nach Chassistyp) unterschiedlich 12-20 Volt für den Vertikalablenker und den Zeilengenerator;- hier also die 19V am TDA 2590. Der und der Vertikalablenk-IC haben uns in früheren Zeiten des öfteren das Leben erheblich schwer gamacht.
Außerdem würde ich die Kaskade am Hochspannungsanschluß des Zeilentrafos ablöten, um zu verhindern, das sich ein Einbrennfleck (=Strich) auf dem Bildschirm einnistet bei evtl. fehlender Ablenkung aber vorhandener Hochspannung. Im übrigen ist auch das Vertikal-IC für einen Totalausfall wie beschrieben gut.

Grüße aus BL
Peter (inzwischen Rentner)

Nur ein E32 ist ein bandscheibenschonendes Fahrzeug
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#17
Hallo Peter, vielen Dank für Deine Tipps.

Ich werde mich die Tage mal drum kümmern. Derzeit bin ich leider ausgelastet und komme nicht dazu.
Die Kiste ist ja von 1977 und dürfte noch eine echte Nordmende-Eigenkonstruktion sein.

Gruß,
Daniel
Antworten
#18
Der Tip mit dem TDA2590 (in diesem Gerät steckt bereits der verbesserte und kompatible TDA2593) war zwar (noch) nicht der Volltreffer, führte mich aber zufällig beim Messen am IC auf ein defektes Poti - beim RZ83 hing der Schleifer nur noch lose am Pertinax und hatte gar keine Berührung mehr mit der Schleifbahn.
Ein Austausch durch ein 10k Poti (was passenderes hatte ich auf die Schnelle nicht da) brachte leider nicht die erhoffte Genesung.

Daraufhin habe ich mal stur die Spannungen an allen Pins des TDA2593 gemessen.
   

Leider hatte ich beim Zeichenprogramm nicht berücksichtigt, dass das Bild nur in Graustufen eingestellt ist, aber ich denke man kann die Werte so schon gut lesen.
Wie man sieht stimmt da so gut wie keine Spannung.

Wirklich weiter hilft mir das leider noch nicht - da brauche ich "Anschub-Hilfe" beim Weitersuchen.

Danke schon mal im Voraus,

Gruß,
Daniel
Antworten
#19
Hallo Daniel,
schaue mal im Plan, welchen Bezug die Spannungen haben, im SNT Netzteilen ist es oft die SNT-Masse ( Vorsicht, denn hier ist je nach Steckerdrehung Potenzial auf der Masse)
M.f.G.
harry
Antworten
#20
Wo befindet sich auf deinem beigefügten Schaltplan eigentlich das Poti beim RZ83??
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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