Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
RFT Fernseher Colormat 4510A
#61
So hier nun das Endergebnis nach einstellen der Potis.
Soweit müsste es mir gelungen sein.
Mal sehen wie lange der Zeilentrafo durchhält Smile


   

Ich Danke allen für die aktive und schnelle Hilfe bei der Reparatur.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
Zitieren
#62
Meine Gratulation. Funktioniert doch bestens,- besser wie neu.
Die Diodensplit Trafos waren in jener Zeit immer ein Schwachpunkt bei diesen Geräten respektive diesen Schaltungskonzepten. Nicht ohne Grund hat seinerzeit Telefunken als Originalersatzteil dann das Diodensplitmodell eines Zulieferers/Nachbauers, nämlich entweder König oder HR Diemen als regulären Ersatz geliefert. Auch solchen Renomiermarken wie Loewe blieb der Ärger mit diesen Diodensplittrafos nicht erspart.

Dafür, daß der Fernseher schon so alt ist, hat der aber eine erstaunliche Bildqualität, soweit das anhand der Fotos beurteilt werden kann. Den würde ich auch behalten. Ist ein schönes Stück Fernsehgeschichte.

Grüße aus BL

Peter
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
Zitieren
#63
Hallo Frank,

gratuliere. Also bei diesem Gerät habe ich wieder Deine Ausdauer bewundert. Das Gerät hätte ich schon nach kurzer Zeit auf den "technischen Friedhof" geschafft. So hast Du mit viel Ausdauer einen schönen Zeitzeugen erhalten.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
Zitieren
#64
Morgen,

das Problem mit den Zeilentrafos bei DDR-Geräten ist etwas anders gelagert, als bei besagten Diodensplit-Trafos, ein wirklich typisches DDR-Problem. Es lag an der schlechten Isolierfolie, wie vorher beschrieben, die INNERE Isolationsfehler zwischen einzelnen Windungen verursachte. Bereits EINE kurzgeschlossene Windung reicht, um in meist kurzer Zeit den gesamten Wickel zu zerstören. Oft auch ohne äußere Anzeichen, meist aber mit Rissen und Aufbersten.

Hätte man ordentliche Isolier-Folie genommen (Polycarbonat? Müßte ich nochmal nachschauen... war ein Devisenproblem), hätten diese Trafos ewig gehalten, Beispiel aus der BRD: GRUNDIG-Zeilentrafos der 1984+ MONOLITH-Geräte (CUC2800-chassis).
Ansich ist das Konzept "normaler Zeilentrafo mit Kaskade" isoliertechnisch viel besser als Diodensplit: Das isoliertechnisch anspruchsvolle Bauteil Zeilentrafo erzeugt nur eine rel. kleine Hochspannung (5...8kV~) und diese wird dann hochkaskadiert.
Wenn solche Trafos mit ordentlicher Isolierfolie zwischen den Lagen versehen waren, konnten die ewig halten. Bei ca. 10 Geräten bei mir mit Alter >10...15 Jahre war noch nie ein solcher Zeilentrafo defekt (ist aber keine belastbare Statistik natürlich Wink.

Der Diodensplittrafo ist aber auch eine recht geniale Konstruktion, entstand aus dem Bemühen, die Kaskade "einzusparen", zusätzlich wird die Beherrschung schädlicher Kapazitäten einfacher durch die Splittung der Uh-Wicklung. Problem hierbei: Die 25kV= müssen direkt in der Wicklung isoliert werden, das ist zwar immer noch einfacher als 25kV~ zu isolieren (Rö-Geräte), aber trotzdem kritisch, wie die genannten Probleme mit ELDOR-Trafos bei allen teuren Markenherstellern (eigentlich waren viele Hersteller betroffen!) zeigen.
Bei diesen Trafos versagte die ÄUSSERE Isolation zwischen 25kV= und Zeilentrafokern (zum Teil Risse im Kunststoff, dort knallte es dann), weniger die innere Wicklungsisolation, was aber auch vorkam aber nicht als systematisches Problem.
Ich hatte Größenordnungsmäßg 10...20 solcher Kandidaten in der Mache, von einigen LOEWEN bis zu Vestel-Krücken.

Fairerweise muß man aber auch sagen, die Kaskaden waren zT auch noch so doll, die schlanken grünen Dinger in GRUNDIG-TVs (u.a.) waren ewig defekt. Die früheren mit dickerer Gießharzisolation waren unauffälliger (CHROMAT und auch die HSK103 kannten keine Risse und äußere Isolationsfehler!).

Gruß Ingo

p.s.: Die VK-Frequenz muß man bei VK-Modulen mit 555 nicht abgleichen (Verlackter Einsteller) aber auch beim Sperrschwinger ist das völlig unkritisch, wenn das Bild nach dem Umschalten sofort "einrastet".
Zitieren
#65
Wovon hätten auch sonst die ca 10000 Handwerksbetriebe (so viele sollen es mal zu Hochzeiten gewesen sein, ich weiß nicht, ob das stimmt) auch leben sollen, wenn nix kaputt geht? Der Niedergang kam ja dann auch sehr schnell und heute kann keiner mehr vom Reparaturgeschäft leben, abgesehen davon, daß vieles auch garnicht mehr repariert werden kann bzw soll. Schade eigentlich, es war eine schöne Zeit. Jede Marke hatte so ihre Schwachstellen, und das hat' s ja so interessant gemacht.

Unbestritten hat der Frank seine Kiste wieder zum Leben erweckt und das hat sich gelohnt.

Grüße aus BL

Peter
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
Zitieren
#66
Hallo Frank,
es freut mich, dass Du den Kasten wieder am Laufen hast.
Ich finde es Schade, Farbfernsehgeräte bis Anfang 90er zu entsorgen.
Am besten gefallen mir die Geräte bis Mitte/Ende der 80er Jahre.

Bei Loewe-TV mit dem C8-Chassis war der ZTR ja auch so eine Krankheit.
Genauso bei einigen Philips-Geräten der 80er Jahre.
Zitieren
#67
Ja nun steht er hier wieder in meiner Ausstellung und kann von Zeit zu Zeit eingeschalten werden.
Die Bildröhre ist noch sehr gut, das kann man auf einem Foto nicht darstellen. Schöne saubere grelle Farben bei einer etwas angedunkelten Bildröhre.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Universum - SK-993 - kleiner Schwarz-Weiß-Fernseher der frühen 70er Jare aus Fernost Siemens78 13 2.935 19.04.2017, 15:02
Letzter Beitrag: ingo
  Robotron Fernseher Fritz 116 15.333 05.06.2015, 19:57
Letzter Beitrag: Fritz
  Kleiner SW-Fernseher Opa.Wolle 15 2.623 31.01.2015, 11:11
Letzter Beitrag: Frankyman

Gehe zu: