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Die DAB+Röhre
#1
Hallo zusammen.

Ich habe eben etwas in FB gestöbert du bin dabei auf diesen Link gestoßen.

http://hse-radio.privat.t-online.de/dab.htm

Mir fehlen die technischen Kenntnisse, um beurteilen zu können, ob das wirklich wie beschrieben, funktionieren kann.
Aber wenn ja, dann sind unsere alten Röhrenradios gerettet und können nach einer UKW-Abschaltung (ich habe das Jahr 2025 dafür gefunden) weiter betrieben werden.
Es wäre schön, wenn die Spezialisten unter Euch sich die Seite mal genauer ansehen und Ihre Meinung hier kundtun.
Wenn das Teil so funktioniert, dann wäre das toll. Und leider hat es auch seinen Preis.

Bin gespannt auf Eure Reaktionen.

Grüße aus Bornheim
Werner
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#2
das ist interssant. Mal sehen vielleicht schaffe ich mir das an.
Gruß Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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#3
Hallo Werner  Smile

Interessante Sache, davon hab ich noch nichts gehört bisher. Allerdings wird UKW in Deutschland nicht
abgeschaltet, auch nicht 2025. Der früher mal geplante Abschaltungstermin wurde letztlich nach massivem
Druck dagegen und mehreren Verschiebungen letztlich durch den Deutschen Bundestag ersatzlos gestrichen.

Trotzdem ist es spannend zu erfahren, ob man prinzipiell mit Röhre auch DAB+ empfangen könnte.
Will ich zwar nicht haben (solange es UKW gibt), aber eine weitere Option ist nie verkehrt. Ob man sie
allerdings braucht, ist natürlich eine ganz andere Frage Blush

Viele Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#4
Zum Teil schon recht interessant, was es da so im Angebot gibt. Bei dem DAB+ Umrüstsatz wird die Mischröhre wie beschrieben ausgebaut und an deren Stelle kommt der DAB+ Einbaukit zum Einsatz. Es geht also entweder nur DAB+ oder UKW / AM; eine Wahl-/Umschaltmöglichkeit zwischen beiden ist nicht vorgesehen. Doch das läßt sich bestimmt auch bewerkstelligen. 132 € soll dieser Einbaukit kosten; angesichts dieses Preises wäre noch interessant zu wissen, wie das mit den erforderlichen Softwareupdates bei diesem Empfänger gehandhabt wird, wenn sich die Senderlandschaft ändert?
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#5
Naja Freunde
der Herr Schmidt hat da ja wieder schön gebastelt mit dem DAB+ Empfänger, aller ehren Wert. 132€ sind ja auch mal eben so kein Schnäppchen. Also wenn ich mir die Tabelle (25 Sender) so anschaue in meiner Region

   

da sind Sender bei die ich gar nicht höre, aber das ist ja beim normalen UKW Programm auch so.

Für das Geld würde ich mir aber lieber ein Internetradio (10000ende Sender) kaufen und an die vorhandenen Röhrengeräte einspeisen, über den TA Eingang. Aber das Thema haben wir auch schon durchgekaut.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#6
Danke Dietmar Rose

Genauso sehe ich das auch Smile

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#7
Hallo zusammen,

Für 130+€ kann man sich ein feines DAB+/UKW/Internetradio kaufen und dies über Kabel oder einen FM-Modulator wunderbar als Quelle für die Radios nutzen. So arbeite ich bei mir in der Bude.
Damit kann ich die ganze Wohnung versorgen und auch mal MP3s vom Rechner abspielen oder eben Webradio oder DAB+.

Diese Lösung als Röhrenersatz ist ja technisch schon interessant, aber damit ließe sich nur ein Radio umrüsten und für den Normalbetrieb müsste man das Teil wieder umstecken.
Abgesehen davon, bräuchte ich mit dieser Lösung kein komplettes Radio, sondern nur einen entsprechenden Röhrenverstärker.
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#8
also ich höre schon auch auf oder mit DAB Plus und wenn es alte MW radios beflügelt warum nicht
Gruß Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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#9
Volumio mit Rasberry PI mit Transmitter für UKW oder Mittelwelle und ein wenig Bastelspaß wäre eine weitere Alternative.
Viele Grüße

Franz Bernhard

... und die Radios laufen nicht weg!

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#10
Technisch eine interessante Lösung, die aber nicht komplett durchdacht wurde.

Ich empfange hier bereits mit einer mittelprächtigen Antennenlösung mehrere Muxe, auch aus dem Nachbarbundesländern.
Das ergibt ungefähr 120 - 130 Programme (je nach HF-Wetter), der noch kommende 2. Bundesmux ist gar nicht mitgerechnet.


Der Röhrenempfänger will diese Programme, so wie ich es verstanden habe, gleichmäßig über den Empfangsbereich MW oder UKW verteilen, auch wenn nur auf der ZF (?) gesendet wird, aber dennoch:
Das wird im Bereich 87.5 - 108 MHz nichts! Und wenn ich davon ausgehe das die wenigsten Dampfradios bis 108 MHz gehen, eher bis 100 oder 102 MHz sieht die Sache noch viel schlechter aus.

Und auch auf dem Mittelwellenband passen die DAB-Sender nicht. Entweder dämpft man den DAB-Empfänger in der Röhrenlösung stark ein oder greift auf eine andere Lösung zurück.
Aber der Versuch ist ein Lob wert.

Gruß Bernhard
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#11
Also wenn das wirklich funktioniert wäre ich da sofort dabei. Die 132 Euro wäre es mir in jedem Fall wert. Was mir dabei gefällt wäre die Tatsache dass das Radio völlig unverändert bleibt und kein extern angeschlossenes, modernes Zusatzgerät die Umgebung des Röhrenradios verschandelt.

Überhaupt finde ich die Preise relativ günstig.
Reibräder neu belegen für 23,50
Kristalltonabnehmer neu bestücken für 59.-

Wenn das wirklich so funktioniert, er die Kristalle selbst züchtet, schneidet, bedampft, ect. und die Tonabnehmer einwandfreien Klang haben, dann ziehe ich meinen Hut vor dem Mann. Mir ein Rätsel wie er das wirtschaftlich zu diesen Preisen macht.
Gleiches gilt für die Reibräder. Für jeden Typ braucht man eine mehrteilige Form, das Material ist teuer und auf Rundlauf geschliffen muss auch noch werden.

Ich werde mal ein defektes Elac System hinschicken und danach zerlegen. Bin echt gespannt wie der Mann das macht.

Gruß,
Achim
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#12
132 EURO sind in der Tat für eine Kleinserie niedrig. Gut die Bauteile (Prozessor, DAB-Platine) gibt es viel günstiger, auch das Kleinteile drumherum, aber die Entwicklungsleistung die da drin steckt wird hier sicher unterpreisig gehandelt. Wie groß mag die Stückzahl sein? Wie die Nachfrage?

Das "moderne Zusatzgerät" kannst Du auch verstecken Achim, so das die Umgebung des Röhrenradios nicht verschandelt wird. Schwieriger ist es da die Platine neben der abgeschnittenen Mischerröhre zu platzieren. Viele Röhrenradios haben nicht den nötigen Platz und die im Radio vorherrschenden Betriebstemperaturen sind nochmal ein ganz anderes nachteiliges Thema für die DAB+ und Prozessorplatine.

Wenn man volle Kontrolle über den DAB-Signalprozessor hätte, könnte man auch eine Vorzugsliste mit eigenen Sendern programmieren, dann braucht man nicht 100+x Sender in den schmalen Frequenzbereich quetschen. Wahrscheinlicher ist es aber, das hier nur ein "geschlachtetes" DAB-Gerät herhält und ein kleiner Minicontroller die Tastatur (Kanal hoch/runter) ersetzt. Die meisten DAB Radios machen einen Suchlauf ja automatisch wenn sie vorher stromlos waren.
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#13
Bei mir mit 100 Dingen kommt nur der Modulator in Frage.
Aber für Kundschaft die ein Radio aus Nostalgie oder wieso auch immer betreibt, ist es eine Supersache, sehr schön gelöst. Von daher finde ich auch die 130 EUR für angemessen. Die Zielgruppe ist halt andere. Für uns als Bastelidee interessant. So sehe ich es.
Gruß!
Ivan
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#14
Ich hatte bereits vor zwei Jahren die in der Funktion ähnliche Baugruppe UKW Erweiterung für AM Empfänger erworben und kann nur bestätigen, dass die handwerkliche Ausführung Top ist. Ich kann diese Baugruppe in diversen AM Radios statt Mischröhre einsetzen und UKW (in AM Qualität) empfangen.
Das nicht in erster Linie auf Riesengewinn ausgerichtete Konzept kann ich nur bewundern. Das trifft auch auf die angebotenen Kristalltonabnehmer - Reparaturen zu. Hoffentlich bietet er das noch an, wenn ich mal neue benötige.

Gruß Matthias
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#15
Hallo,
soviel verstehe ich jetzt nicht von digital!

Es bleibt aber immer noch die Frage, ist das DAB+ Signal so eingerichtet, dass es nach dem Durchlauf des ZF Verstärkers einfach gleichgerichtet werden kann?
Oder macht das alles dieser Adapter und moduliert es für AM neu. Dann ist es wirklich ein guter Preis.
Huh
MfG Heiner

Man lernt nie aus!
Smiley53
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#16
Hallo zusammen,

das ist schon eine nette Lösung, die es ermöglicht, die Bedienelemente des Radios auch wirklich zu nutzen.

Ich selbst träume schon lange von einer anderen Lösung:

Ein kleiner (Linux-)Computer "empfängt" eine Reihe von Internetsendern (die ich in eine Liste/Datenbank eintrage) GLEICHZEITIG. Die dekodierten Daten jedes Signals werden multipliziert mit errechneten Daten je einer eigenen Mittelwellen-Sinusschwingung, so daß für jedes Signal rein rechnerisch ein amplitudenmoduliertes Signal vorliegt. Alle Signale werden aufsummiert und das Ergebnis wird über einen schnellen hochauflösenden D/A-Wandler ausgegeben. Am D/A-Wandler-Ausgang liegt dann ein Mittelwellen-Antennen-Signal an, das eine Reihe von synthetisch erzeugten AM-Sendern enthält, deren Modulation dem Internet entstammt. Möglich kann das Ganze werden, weil es inzwischen bezahlbar genügend schnelle Prozessoren und D/A-Wandler gibt. Hauptaufgabe, die zu lösen ist, ist die Erstellung der anspruchsvollen Echtzeitsoftware. Finanzierbar wäre es durch ein Crowdfounding-Projekt. Potentielle Abnehmer könnten neben Sammlern auch Museen sein.

Neben den beschriebenen Eigenschaften könnten alle denkbaren zusätzlichen Effekte wie Fading, Intruder oder Festtexte auf fixen Frequenzen  (z.B. permanent wiederholte Ansagen der Frequenz auf definierten Frequenzen wie Bandanfang, -mitte und -ende) usw. programmiert werden.

Das Signal kann per Kabel oder ggf. in geschützten Räumen drahtlos an die Empfänger übertragen werden. Das Prinzip sollte bezahlbar in den Bereichen Mittel- und Langwelle funktionieren. Für 150 Euro wäre die Lösung sicher nicht zu haben aber für eine derart komfortable Lösung wäre ich (und vielleicht weitere potentielle Nutzer) durchaus bereit, mehr Geld auszugeben.

Viele Grüße

Ingo.
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#17
Hallo, 
wie oben schon gesagt wird es bei der DAB Röhre schnell Probleme geben wenn man versucht alle empfangbaren DAB Programme über ein MW oder UKW-Band verteilen zu wollen. Vierzig DAB- Programme sind keine Seltenheit mehr, in einigen Ballungsgebieten bekommt man heute schon 60-70 Programme, mit größerem Antennenaufwand auch mehr als 100. Die passen gar nicht alle aufs MW oder UKW Band wie es der Erbauer sich denkt. Und der 2. Bundesmux ist auch schon in Planung. 
Eine solche Lösung wie Du es dir vorstellst Ingo habe ich schon im Netz gesehen. Ich glaube es war sogar bei Wumpus im Forum? Wenn man bloß ein Radio mit einer Vielzahl von zu simulierenden Stationen versorgen will, der schaue mal nach meinem ARDUINO-DDS-Generator (hier und bei Wumpus). Der Arduino misst die Frequenz des Oszillators im Radio und schaltet je nach anliegender Frequenz auf eine andere Modulationsquelle. Damit kann man mit einem HF-Generator sehr gut mehrere Stationen vortäuschen. 
Allerdings wirst Du bei dieser wie auch bei deiner angedachten Lösung kaum soviel Geld zusammentreiben das sich eine Serie lohnt. Meine Erfahrung, wenn die meisten Radioliebhaber etwas von Mikrokontroller, DDS oder Linux hören, schalten Sie ab. Es scheint einfach für viele Bastler noch zu hohe Einstiegshürden zu geben, oder es fehlt die Lust oder Zeit sich im fortgeschrittenem Alter noch mit etwas Neuem zu beschäftigen. Dabei überschätzen viele den Aufwand und somit kommt die Sache nie über Einzelaufbauten und Prototypen hinaus.
Gruß aus FFM
Bernhard
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#18
Hallo Bernhard,

die Lösungsidee ist bekannt. Das so etwas tatsächlich realisiert wurde, wäre mir neu.

Der Nutzer würde im Übrigen nichts von Linux oder Microcontrollern o.ä. mitbekommen. Im TV-Bereich gibt es eine vergleichbar aufwendige Lösung mit dem World-Converter, der heute übliche Videoformate live umsetzt in alle möglichen veralteten Formate inklusive NBTV also das von Nipkowscheiben-Fernsehern. Das Teil ist vollgestopft mit Microcontroller, Signalprozessor und mehr, wovon der Nutzer aber nichts mitbekommt. Es kostet ab 1000 Euro und ist häufig ausverkauft.

Daß die Finanzierung möglich ist, halte ich für denkbar. Es würde trotzdem ein engagiertes uneigennütziges Entwicklerteam gebraucht. Vielleicht bleibt es bei einem Traum...

Viele Grüße

Ingo.
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#19
Hallo Ingo,

Ja das wurde bei Euch im Forum schon mal als Machbarkeitsbeweis gezeigt, aber leider nur als Prototyp.
Ansonsten lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben, sprich fange doch mal an so etwas auf einem DSP umzusetzen! Und Ausreden wie ich bin zu alt lassen wir nicht gelten!  Smiley58
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#20
Hallo Bernhard,
meine Jugend erlaubt es mir ohne weiteres, solche Projekte umzusetzen. Smiley58 
Die nötige Zeit für die Umsetzung fehlt mir als vollzeitbeschäftigtem Familienvater und -koch leider aber momentan. Es sollte schon ein Softwareprofi ran, der sich nicht erst im Rahmen eines solchen Projektes einarbeiten muß in die Materie, wie ich das müßte...

Ich nutze zur Zeit drei AM-Generatoren (1 x mit PLL, 2 x DDS), um tagsüber ab und zu Mittel- und Langwelle zu erleben. Abends geht ja noch ein wenig Fernempfang, wenn mein Plasmafernseher schweigt. Für die hier beschriebene DAB+ Lösung bräuchte ich selbst im gut versorgten Potsdam eine bessere Antenne. Die bisher getesteten kommerziellen DAB+ Empfänger mit Teleskopantenne oder Wurfdraht bringen innerhalb meiner Wohnung häufig Aussetzer (z.B. wenn sich jemand durch die Wohnung bewegt) - UKW geht am gleichen Standort gut.

Viele Grüße

Ingo.
Antworten


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