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Allwellenempfänger Dabendorf 1340.15A11
#1
Hallo liebe Freunde,

so quasi aus dem "Off" (die Classic-Rock-Band und alles, was dazugehört, wie Proben, Neuformierung mit drei neuen Leuten, Arrangements neu, instrumentale Besetzung und Sound neu bzw. wiederausrichten, Gigs organisieren bzw. auch leider absagen, usw. - das fordert mich bis zur - nichtsdestotrotz schönen - Erschöpfung) möchte ich dennoch die Gelegenheit nicht versäumen und Euch meine Neuerwerbung vorstellen.

Es war der pure Zufall. Smiley53

   

Gestatten: Ich bin der 1340.1xA11. Wieso das X? Nun, vorn auf dem Schildchen ist 1340.14A11 zu lesen, während auf einem seitlich am Gehäuse angebrachten Schild 1340.15A11 zu lesen ist. Die Seriennummer sagt, dass der RX von 1961 stammt. Es ist also schon fast einer der letzten seiner Art, wenn man dem www Glauben schenken darf.

Der RX war annonciert und für nahezu "Geschenkt" wechselte er quasi im Vorübergehen so schnell den Besitzer, dass ich erst wach wurde, als ich ihn schleppen durfte. Smile

   

Der äußerliche Zustand zeigt Rost, sowie den Staub und Schmutz und möglicherweise nachträglich ans Gehäuse gepinselte Farbe - das ist aber alles kein Problem. Ich erinnere an meinen RX hier.

Der Dabendorf ist vollständig, nichts fehlt.

Innen? Kein Rost, guter bis sehr guter Zustand. Der Antrieb für die Skala funktioniert federleicht und das Antriebsband ist in bestem Zustand. Der Wellenschalter schaltet die Trommel sauber und ohne Spiel sehr gut rastend um. Der untere Trockengleichrichter ist zum Teil weggekokelt (verschmort). Den, sowie den oberen Trockengleichrichter, hat schon damals jemand stillgelegt und durch vier Si-Dioden nebst Vorwiderstand ersetzt. Ich mache demnächst dazu ein paar Fotos. Die Skalen, bei diesem RX ist die Beschriftung direkt aufs Aluminium aufgebracht, sind alle in bestem Erhaltungszustand:

   

Vorsichtig habe ich den Dabendorf am Trenntrafo hochgefahren. Der Netzschalter am Lautstärkeregler schaltet nicht oder nur manchmal aus - offenbar ist er verharzt (?). Die Sakalenlampen leuchten nicht - unwesentlicher Kleinkram, Ersatz ist zur Hand. Der Empfänger brummt (vermutlich Siebung im Netzteil) und er empfängt erst einmal mehr oder weniger auf allen Wellenbereichen. Die übrigen Funktionen, wie BFO, Regelung, Anzeigeinstrument etc. tun mehr oder weniger hör- und sichtbar ihren Dienst. 

   

Da die Schaltkontakte der Wellenbereichssegmente dieses RX vergleichsweise zu denen meines Vorgängers deutlich lang ausgelegt sind, gibt es schon jetzt keine Kontaktprobleme bzw. Aussetzer beim Umschalten des Revolvers.

Ja, soviel erst einmal zur Vorstellung! Schon wieder so ein "Kanonenofen"! Smile

Gruß Michael
Penthode?
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#2
Guten Morgen,
ja...leider, ich war da zu spät. zumal bis Potsdam ist es ja nicht weit ^^
und für 30 € ist der Gerschenkt.
Ich wünsche Dir viel spass mit dem Gerät.

mfg Bernd
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#3
...tolles Teil,
könnte mir auch gefallen...
viele Grüße,
Rolf
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#4
Guten Morgen Bernd,

(22.04.2017, 10:54)klammi schrieb: ...zumal bis Potsdam ist es ja nicht weit...

naja, für mich von Stuttgart aus eigentlich schon. Aber es passte alles einfach wie n' A***h auf n' Eimer. Nicht nur, dass ich rein zufällig, mehr oder weniger spaßenshalber, mal wieder in die Annoncen geschaut hatte. Wir hatten ohnehin einen Schwiegerelternbesuch in Genthin und nicht nur das: Sohnemann macht zur Zeit sein studentisches Praktikum in Berlin. Ihn haben wir besucht und auf der Rückfahrt von Berlin nach Genthin ging's über die B1 sozusagen direkt am netten Anbieter vorbei, der sinngemäß schon "Bereit zur Übergabe" am Straßenrand stand.

Smile

LG MM
Penthode?
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#5
Ein schöner "Brummer". Da könnte ja hier schon ein "Dabendorf-Fan-Club" eröffnet werden. Es gibt ja diverse Besitzer.
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#6
Meinen Glückwünsch,
so ein Teil zu haben und für den Bakschisch.
Wir hatten bis Ende der Siebziger auf jedem Tower und in den Werkstätten solche Teile.
Damit wurde hauptsächlich die NDB auf Funktion geprüft, vor den Anflügen,

Ich konnte damals einen "weg finden", er war auch bei den Amateuren sehr beliebt
Als das Grundstück vakant wurde, habe ich ihn gut versilbert.
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.
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#7
Na dann kannst du ja jetzt einen für Rechts und einen für Links nehmen.
Bilder von innen würden mich mal interessieren.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#8
Hallo Frank,

jau, wenn ich am kommenden WE dazu komme, dann folgen die Bilder. Benötigst Du bestimmte Ansichten?

Gruß Michael
Penthode?
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#9
Nichts bestimmtes, es dürfte ja der mit den Noval Röhren sein.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#10
Hi Michael,

hier fehlt ja auch die Skalenabdeckung.

Edit, hab mich wohl verguckt.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.
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#11
Hallo liebe Freunde,

ich versprach entsprechende Fotos.

   

   

Der verkokelte Trockengleichrichter nebst drangebastelter, freifliegender Ersatzschaltung ist gut zu erkennen.

Ob der Lautsprecher ausgetauscht wurde oder bei diesem Gerät bereits ab Werk drin war, kann ich nicht beurteilen. Ich könnte mir aber gut Letzteres vorstellen, da der RX ja möglicherweise zu Serienende hergestellt  wurde. Allerdings spricht der alte Pressler-Stabi wieder dagegen.

   

   

   

   

   

Im folgenden Foto sind schön die langen Schaltkontakte auf den schwarzen Segmenten zu erkennen, die im Gegensatz zum Vorgänger mit seinen Kugelkontakten auf den hellen Porzellansegmenten hier deutlich besseren Kontakt geben:

   

Hier dazu nochmal das Foto mit einem Segmentausschnitt des Vorgängers und dessen unsichere Kugelkontakte:

   

Last but not least noch ein Schnappschuß der Unterseite des "neuen Kanonenofens":

   

Gruß Michael
Penthode?
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#12
ein herrliches Radio, Kompliment.
Der ist auch schön kompakt aufgebaut und besitzt eine wertige Mechanik.
Diese Geräte machen einfach nur Freude wenn sie ihre Kur hinter sich haben.
Ich schätze aber der braucht eine halbe Stunde bis er seine Wohlfühltemperatur erreicht hat und alles schön stabil steht.

Ist das Holzbrett (Abstandshalter für den Lautsprecher wegen dem vorgesetzten Instrument) original so da drin?
Und wie kommt das zu µA? Da hätte ich eher µV erwartet, oder einfach 0-100 oder eine S Skalierung
lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#13
(18.06.2017, 09:27)Martin schrieb: ...Ich schätze aber der braucht eine halbe Stunde bis er seine Wohlfühltemperatur erreicht hat und alles schön stabil steht.

Ist das Holzbrett (Abstandshalter für den Lautsprecher wegen dem vorgesetzten Instrument) original so da drin?
Und wie kommt das zu µA?  Da hätte ich eher µV erwartet, oder einfach 0-100 oder eine S Skalierung
lG Martin

Hallo Martin,

ja, diese Kisten brauchen vergleichsweise ewig, bis sie stabil laufen... Man muss bedenken, dass der Aufwand, die Temperaturdrift zu kompensieren, schon sehr gering ist. Ich habe leider kein Foto davon, aber wenn ich mir seinerzeit die regelrechten "Rohrbündelübertrager" z.B. in einem Telefunken E127 / Kw4 dagegen angeschaut habe, sprich: die Masse von driftkompensierenden Keramikkondensatoren im Oszillator...

Das Holzbrett ist die typische Bauplatte gewesen, gut auch nachzuschauen in meinem restaurierten Dabendorf, den ich hier vorgestellt habe (ab #20).

Bzgl. des µA bin ich überfragt. Vielleicht ging es seinerzeit einfach nur um eine Kontrolle / Beurteilung der Feldstärke anhand der Skalenteilung?

Gruß Michael
Penthode?
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