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V125, the second life of Kölledaverstärker
#1
Nach dem Hinweis von Andrea habe ich meine persönl. Vorstellung entsprechend verschoben......

Hier komme ich mal zum eigentlichen Thema. Das Gerät hat mich gefunden, nachdem ich Andrea über die ebay-Kleinanzeigen kennengelernt hatte. Es schien in einem bedauernswerten Zustand zu sein, doch unter dem Staub der Jahrzehnte verbargen sich noch ganz passable Bauteile.

Ich hänge mal noch zwei vorher/nacher Bilder mit an (ich hoffe es klappt)

Fortsetzung folgt...

   
   
Strom ist gefährlich..... der macht klein, schwarz und hässlich!
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#2
Hallo Volker,
ja, diesen V125 kenne ich noch, es ist schön das er in so gute Hände gekommen ist und wieder benutzt wird.

Ich wünsche dir noch sehr viel Freude damit.
Viele Grüße,
Andrea
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#3
Vorab: böser Schnitzer! Es sollte nätürlich "life" stehen im Themen-Titel!

Doch nochmal zum Thema Restauration. Was mir etwas Kopfzerbrechen bereitet hat in Bezug auf die Originalität des Endzustandes, waren die Potis. Die Widerstandsbahnen sind ja über kleine Hohlnieten mit den Grundplatten und den Lötösen verbunden und diese waren bei fast allen Potis gerissen. Das war erst für mich ein Desaster, stellte sich dann aber auch als Initiator für eine Überholung der Potis heraus. Einen zu zerlegen, gründlich zu reinigen und neu zu montieren war also schon ein Muß. Mit Hilfe selbst hergestellter Kupfernieten aus normalem Kupferdraht, konnte ich bisher alle retten. Und wenn sie einmal zerlegt sind, lassen sie sich natürlich auch prima reinigen, so dass am Schluss wieder rausch- und kratzfreie Potis zur Verfügung standen.

Die zwei Bias-Regeler habe ich dann aber doch gegen neue getauscht, weil bei einem die Widerstandsbahn gebrochen war.

   
   
   
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#4
(21.09.2013, 11:26)Schemus schrieb: Vorab: böser Schnitzer! Es sollte nätürlich "life" stehen im Themen-Titel!

Hab ich geändert! Nun passt es.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#5
Hi Schemus,

Hab das Teil ja live erlebt.
Sehr solide und prima Klang.

Gruß von Andreas
Ich bin nicht doof.
Ich habe nur Pech beim Denken
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#6
(21.09.2013, 14:40)Anton schrieb:
(21.09.2013, 11:26)Schemus schrieb: Vorab: böser Schnitzer! Es sollte nätürlich "life" stehen im Themen-Titel!

Hab ich geändert! Nun passt es.

Danke!

@Andreas, schön das du mir gefolgt bist hierher Cool
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#7
Ja Volker,

sonst sind die V125 ja für die Ewigkeit gebaut, aber die Potis sind immer ein Problem, ich hatte schon einige zerlegt und retten können.
Klasse Bericht,
Viele Grüße,
Andrea
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#8
Da ich heute noch etwas Zeit habe, wollte ich ein paar Informationen in Form von Bildern zu dem von mir "bearbeiteten" V125 hier hinterlassen.
       
Nachdem ich ihn komplett zerlegt hatte, fing ich an die Einzelteile zu reinigen. Was in mein kleines Ultraschlallbad passte, kam auch dort hinein und allen größeren Brocken bin ich mir Spülmittel und Wasser zu Leibe gerückt.
           
Ah, siehe da, die Kabelbäume waren ausgesprochen farbenfroh bestückt. Harte Brocken waren z.B. die Oktal-Sockel der EL36. Die hatten mit den Jahren eine solche Patina angesetzt, die konnte ich dann nur noch mit dem Glasfaserpinsel beseitigen. Vorher hätte sich da nichts löten lassen.
   
Den oberflächlichen Rost auf dem Chassis habe ich auch nur oberflächlich beseitigt. Trotzdem das Chassis verkadmet wurde, hatte der Zahn der Zeit ein paar unschöne Flecken produziert.
   

Da das so nicht bleiben konnte, habe ich über ein Gehäuse nachgedacht....
   
Die Zuschnitte, ich habe gleich ein paar mehr machen lassen für die noch wartenden Einschübe, waren so dermaßen lachhaft günstig bei Toom, das geht garnicht!!! 18mm MDF, wer lang hat, kann lang hängen lassen...
   
Nuten fräsen, Leim drauf, Labellos rein und zum Abbinden zusammengesetzt. Ach ja, der im Hintergrund, dass ist mein Consul. Habe ich Mitte der 80er vom Vater eines Freundes geschenkt bekommen. War die Entlohnung für Reparatur eines alten Fernsehgerätes. Ausgesprochen erfreulich die Sache, noch heute!
   
Für die Montage ein paar Feinheiten eingesetzt und die Einzelteile mit der Oberfräse in Form gebracht.
   
Zu guter Letzt noch Kunstleder aufgezogen.
   
Rückansicht
   
Frontansicht... Meine Mutter möge es mir verzeihen, doch ich habe das Logo für eine Klinkenbuchse angebohrt. Wer die Chassis kennt weiß, dass sich dahinter ein Loch befindet, in dem der Kanalwahlschalter eines anderen Typs eingesetzt wurde. Optimal für meine Zwecke die Klinke von der Gitarre dort einzustöpseln.

Inzwischen habe ich noch ein paar "Aktualisierungen" vorgenommen. Einige Koppelkondensatoren wurden ausgetauscht gegen Ölpapier-Typen und auf der Klangregelplatine habe ihc Silver-Micas platziert. Das Austauschmaterial trägt kyrillische Buchstaben und wer die Bauteile aus Russland kennt, weiß, dass es durchaus zu Platzproblemen führen kann Confused

Ausser den Siebelkos, die ich neu formiert habe, wurden von mir auch alle anderen Elkos getauscht.

Abschließend kann ich sagen, dass ich in Verbindung mit einer Regent-Box 600/1000 (2Wege; 15" Bass und 4 Papphochtöner oval) plus einem ELA auf 8Ohm Übertrager einen recht passablen Klang hinbekomme.
   
Und ich staune immernoch, wie 25 Watt aus Röhren drücken können. Mein Nachbar staunt übrigens auch, wie er mir heute am Gartenzaun versichert hat!Undecided
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#9
Respekt, Volker Smile

Ich bin beeindruckt, echt cool, wie Du zum einen restauriert und zum anderen selbst gebaut hast Cool
Viel Spaß damit, und

Beste Grüße aus MV
von Peter

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

P.S. Nach dem Lesen Deines Beitrags kommt mir eine Ahnung
bezüglich Deines "Untertitels" unter Deinem Forums-Namen
Angel
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#10
Hallo

Ein schöner Bericht,und saubere Arbeit.
Gruß Helmut
-------------------
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#11
Sehr schön umgesetzt mit dem Gehäuse! Macht schon richtig was her.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#12
Schöner Bericht und schönes Gerät, und wenn der Nachbar zu frieden ist was will Mann mehr
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#13
Vielen Dank für die anerkennenenden Worte. Da ich weitere Modifikationen plane, werde ich hier immer wieder was zum Fortschritt schreiben. Hinzukommen soll eine weitere Vorstufe, die hoffentlich für etwas mehr "Röhrenzerre" sorgt. Ein über Fußschalter zuschaltbarer Booster sozusagen. Weiterhin ein FX-Loop, um weitere Bodentreter nach der Vorstufe einschleifen zu können und später vielleicht einen neuen Ausgangsübertrager, der auf 8 Ohm anstatt 100V endet. Mal sehen was mir da so über den Weg läuft.

Ach ja, da ich mir aus Russland ein paar 6P13S habe schicken lassen und die einen Innenwiderstand von 25 kOhm (anstatt die EL36 mit 5 kOhm) haben, werde ich dafür auch noch ein paar Anpassungen vornehmen müssen.

Hat vielleicht schon jemand Erfahrungen mit der 6P13S als Austauschtyp für die EL36?
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