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Sicherungsbestückung Regeltrafo Thalheim RT 250
#1
Hallo Gemeinde,

habe mir einen Regeltrafo Thalheim zugelegt. Stammt aus einem Nachlass. Der Verkäufer konnte zum Zustand nichts wertbringendes sagen. Eckdaten für Primär- und Sekundär / V / A habe ich als Bild beigefügt. Nun habe ich das Gerät gesichtet und gereinigt, die Regelmechanik in Ordnung gebracht. Beim Herausdrehen der Sicherungen kam mir an der Steckersicherung ein Stahlstift entgegen, die andere Netzsicherung (s. Front) ist geschmolzen. Leider kann ich den Aufdruck nicht mehr erkennen; zu sehr zerkratzt. Kann mir jemand sagen, was da für Schmelzsicherungen reinkommen? Bei der Durchsicht sind mir keinerlei Beschädigungen aufgefallen. Sollte noch jemand den einen oder anderen Tip für die erstmalige Inbetriebnahme für mich haben, nehme ich das dankend an.

   
   
   
   
   
   
   

Danke für Eure Tips und Empfehlungen.

Beste Grüße
Sven-Olaf
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#2
Moin moin,
um Folgeschäden abzuwegen, würde ich dort max. einen T6,3A einschrauben.

Bedenke bitte das es sich bei diesem Stelltrafo lt. Radiomuseum.org., um keinen Trenntrafo handelt.
M.f.G.
harry
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#3
Tag,

Jo, so ist es 6 - 6,3A. Übrigens ist das nicht nur lt. rm.org so, sondern auch lt. Aufschrift auf dem Gerät selber SpT steht für Spartrafo (also nur EINE  Wicklung, ähnlich einem Drahtpoti), Trennregeltrafos aus den TPW Thalheim heißen TRT.

Thommi
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#4
Hallo Harry und Thommy,

danke für die korrekte Sicherungsgröße und den Hinweis, dass es kein Trenn- sondern nur ein Regel- oder besser Spartrafo ist. Einen extra Trenntrafo habe ich mir heute noch besorgt.

Kurze Nachfrage: Gibt es vor der ersten Inbetriebnahme noch etwas zu beachten, außer die Sicherungen einzuschrauben?

Danke für einen kurzen Hinweis.

Beste Grüße
Sven-Olaf
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#5
I.d.R. gibt,s nichts beachtenswertes, als die Regler Null Stellung bei Anschluß von elektr. unbekanntem Zustand des Gerätes, dann zuerst das Amperemeter beobachten und mit der max. Stromaufnahme/Wattzahl aus dem Typenschild vergleichen und erst bei Übereinstimmung dieser Werte, Spannungserhöhend weiterdrehen.
M.f.G.
harry
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#6
Hallo Harry,

danke für den Tipp. 

Beste Grüße
Sven-Olaf
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#7
Hallo Sven-Olaf,

ja, mit diesem Gerät habe ich auch viele Jahre gearbeitet. Es ist sehr schön robust und zuverlässig. Bei vielen Geräten, so auch bei meinem sind die Skalen der Anzeigeinstrumente abgeblättert. Das scheint hier nicht der Fall zu sein.

Der Sicherungsersatz ist natürlich ein starkes Stück. Mach das mal mit dem Ersatz so, wie Thommi und Harry Dir das beschrieben haben, dann paßt das schon.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#8
Uuuhhh, was für eine wunderbar erhaltene antike träge 1700A Sicherung Smiley34
Gruß,
Uli
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#9
Dieser Beitrag steht hier im falschen Forum. Wenn bitte ein Moderator das Thema mal ins passende Forum verschieben könnte:

http://radio-bastler.de/forum/forumdisplay.php?fid=8
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#10
Hallo Andreas und Uli,

ja, das mit der Sicherung hat mich auch überrascht. Aber vielleicht ist das nur wieder ein stummer Zeitzeuge der DDR-Mangelwirtschaft. Passende Sicherungen gab es nicht oder nur unter der Hand und der Stahlstift war gerade zur Hand... Über den Zustand des Regeltrafos war ich bei der Abholung recht angetan. Viel zu machen war ja nicht. Nur Staub und Spinnweben entfernen, die quietschende Regelmechanik gängig machen, bissel innerre/ äußerliche Optik vom leichten Flugrost befreien; das war's für's erste. Stimmt, die Anzeigen sind nur etwas gelblich, sonst unversehrt. Wahrscheinlich stand das Gerät, nachdem sich die Sicherung verabschiedet hatte, ungenutzt aber trocken irgend wo rum. Wer weiß, der Stift könnte es bestimmt erzählen....

Die empfohlenen "T6 3A" habe ich bereits bestellt und dann freue ich mich schon darauf, das Gerät auszuprobieren.

Bis demnächst und
beste Grüße
Sven-Olaf
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#11
Nee nee Sven- Olaf, Sicherungen gab es damals auch genügend, das kann ich soooooo nicht stehen lassen.

Ich weis zwar nicht wie du auf T6 3A kommst, gemeint ist T, wie träge 6,3 Ampere.
Die Primär Sicherung kannst du aber auch ermitteln. Eine Last an den Ausgang und anstatt die Primärsicherung ein Amperemeter dranhängen. Davor sicherheitshalber eine 100 Watt Glühbirne als Schutz in Reihe schalten.
Dann sieht du erst einmal was für ein Strom am Trafo fließt.
Da es hier aber ein Regeltrafo ist, dürfte die Sicherung etwas kleiner ausfallen wie der Ausgang.
Wenn ein Radio dranhängt sind selbst 3 Ampere doch etwas zu viel an Strom.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#12
Hallo Sven-Olad

Es gab in der DDR bestimmt vieles nicht oder selten, aber Sicherungen gab es immer. Das war einfach nur Faulheit und Dummheit so etwas einzusetzen.
Gruß Helmut
----------------
Zur Information,
Wenn ich (Fett Gedruckt und in grün) Schreibe, dann schreibe ich als Administrator.
Wenn ich nicht fett gedruckt schreibe, dann ist das meine Private Meinung !!
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#13
Oho, Sven-Olaf,
Du hast Dich richtig infiziert. Das freut mich sehr!!!
Gruß!
Ivan
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#14
Hallo Frank, Helmut und Ivan,

jaaa, ich bade in Demut und behaupte das Gegenteil. Wenigstens Sicherungen soll es "bei uns" ausreichend gegeben haben. Kleine Anekdote: Als ich Anfang der 80iger Jahre in der Lehre zum Tischler war, sollten wir zwei Stifte mit dem Transporter, irgend so eine rumänische Printe, Bauholz vom Güterbahnhof Warschauer Straße holen. Der Transporter war kaputt. Er stand still, weil eine Vergaserdüse hätte erneut werden müssen. Die war aber kurzfristig nicht zu beschaffen und im "Fünf-Jahresplan nicht vorgesehen"; so zumindest der Kraftfahrer. Da kam der Meister ums Eck und trötete uns an, was wir denn hier noch herumstünden? Auf Nachfrage, wie denn bitteschön das Holz sonst zur Firma gelangen solle meinte er: "Ihr blöden Heinis, na mit der S-Bahn, womit denn sonst!" Ich habe erst mal köstlich gelacht. Als ich mit Lachen fertig war war mir klar, der meinte das ernst. Ich muss noch erwähnen, dass bei der Berliner S-Bahn an den Triebwagen so genannte "Fahrrad-Abteile" waren. Da passte einiges rein.... 

Zum Feierabend fuhr der Transporter immer noch nicht, aber das Holz war in der Werkstatt.

@Frank: danke für den Hinweis mit der Lesart der Sicherung Träge 6,3Ampere und den Hinweis, wie die Primärsicherung noch ermittelt werden kann. 

@ Ivan: Ja, mit der Restaurierung des "Meiningen" hat sich mir ein sehr interessantes Thema eröffnet. Röhrenradios. Im Moment bin ich mit den "Grundlagen der Elektrotechnik" beschäftigt und besorge mir ein wenig Grundausstattung. Insoweit ist das alles ziemliches Neuland für mich, auch wenn ich schon an den E-Anlagen von Motorrädern erfolgreich herum gewerkelt habe. Insoweit bitte ich schon mal vorsorglich um etwas Nachsicht, wenn mir als blutiger Anfänger die "Basics" und Begrifflichkeiten noch nicht so routiniert in die Forenbeiträge fließen. Aber da bin ich zuversichtlich.

Beste Grüße
Sven-Olaf
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#15
Thumbs_up Thumbs_up Thumbs_up
Es wird schon.
Gruß!
Ivan
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#16
Die Thalheimer machen echt gute Regeltrenntrafos deswegen vor Jahren auch einen gekauft.
http://www.smartfernsehen.de/viewtopic.php?f=11&t=57
Gruß aus der Pfalz
Gery


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#17
Faszinierend, eine Talheim Sammlungsecke im RBF Big Grin

   

rechts der ist ein Nichttrenn und Niederspannungstrenntrafo, auch von denen...
der echte Trenntrafo steht daneben, is der graue.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#18
(09.10.2017, 21:41)Sven-Olaf schrieb: Hallo Andreas und Uli,

ja, das mit der Sicherung hat mich auch überrascht. Aber vielleicht ist das nur wieder ein stummer Zeitzeuge der DDR-Mangelwirtschaft. Passende Sicherungen gab es nicht oder nur unter der Hand und der Stahlstift war gerade zur Hand...
Das seh ich etwas anders. Diese Geräte wurden scheinbar gern für das regeln von Handbohrmaschinen und dergleichen verwendet.
Die haben konstruktionsbedingt einen böse hohen Anlaufstrom. Wenn man nun eine hat die ein klein wenig mehr will als die 6A (in der ersten Sekunde, wenn sie erstmal dreht normalisiert sich das), dann kann man sich richtig ärhern über den Sicherungsverbrauch.
Zumindest steht im Manual von meinem sowas drin, der ist für Handmaschinen, zum Batterienladen usw.. deswegen hat er auch keinen Siebelko hinter dem Gleichrichter.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#19
In einem Nachbar-Radioforum habe ich mal eine Anleitung zum Anfertigen von Skalen mit MS-Word veröffentlicht.
Der Hintergrund war, weil bei meinem Thalheimer TRT 280/1 die Skalen der beiden Meßinstrumente stark gelitten hatten.

So schaut's immer noch (die Restauration ist schon Jahre her) aus:

   

Gruß Michael
Penthode?
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#20
Hallo

einfach genial der Thalheimer UHS 401.

Solche hatte ich seinerzeit u. a. in unseren Werkstätten.

Das Sicherungsproblem, bzw. das sehr grauslige Wechseln dieser hat mich später bewogen eine elektronische Sicherung

nachzurüsten.
Damit konnte man zuverlässig arbeiten und bei einem Schluß Knöpchen drücken und gut.

Der UHS war ein guter Helfer, als ich später den 3217 und den TG 30/1 erwarb, habe ich ihn verschenkt, wo er heute noch seinen Dienst versieht.
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.
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