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Messgerät Model M650
#1
Hallo, liebe Forumsmitglieder,
Ich liebe Analoggeräte, obwohl das Messen mit den Aufwendiger ist.
Heute habe ich schweres Herzens auf den Spandauer Flohmarkt für dieses Gerät stolze 2,00 Euro investiert. Es fehlt der Name des Herstellers.    
   
Das Gerät ist aber sehr schön und solide gebaut. Ich denke, jemand hat so eins. Es soll Spannungen bis 1,2 kV vertragen. Aber ich denke, ist doch “nur“ ein Strom- , Spannung- und Widerstandsmesser und kein Isolationsprüfer. Wie ist Ihre Meinung?
Gruß!
Ivan
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#2
Hallo Ivan, das ist ein Multimessgerät. Ein Isolationsprüfer hat eine Elektronik der die Batteriespannung auf höhere Prüfspannungen setzt. Schönes Gerät mit Spiegelskala. Analog ist bei schwankenden Werten besser als digital (meine Meinung).

Für 2 € hätte ich es auch mit genommen Wink
Mitleid gibt es umsonst, Neid musste dir erst mal erarbeiten
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#3
Hallo, Gery,
Kannst Du die Eingänge definieren? Unten sind klar, aber wozu steht rechts COM. Und DC 1,2 oben links.
Gruß!
Ivan
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#4
Hallo Ivan,
ich vermute das die 4. DC Skala für die Buchse für den Bereich 1,2 KV zuständig ist.
COM- da wird immer die schwarze Messleitung rein gesteckt.
Mitleid gibt es umsonst, Neid musste dir erst mal erarbeiten
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#5
Nicht COM sondern OUT, sorry
Gruß!
Ivan
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#6
Ich würde da sagen evtl. durchgeschleift für ein weiteres Messgerät? Einfach mal eine Prüfspannung anlegen und dort messen.
Nachtrag:
Tja durchgeschleift mit einem Kondenstor in Reihe.
https://www.radiomuseum.org/r/unknown_exacta_m_650.html
Mitleid gibt es umsonst, Neid musste dir erst mal erarbeiten
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#7
Anscheinend auch vom Monacor
Multimeter MONACOR Model MT-650
https://www.mikrocontroller.net/topic/366698
Viele Grüße,
Wolfgang
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#8
Monacor ist nur Handelsmarke..

Ursprung ist wohl japanische Hersteller.

Grüss
Matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#9
Matt hat recht. Wir hatten so ein Messinstrument in jedem Röhrenkoffer drin. Das hat für die Belange im Aussendienst vollkommen ausgereicht und war, wenn's kaputt gegangen ist oder verloren/bzw vergessen wurde, nicht so teuer. Hat damals so um die 20 DM gekostet. Gab natürlich trotzdem Ärger mit dem Chef, wenn einer das Gerät versiebt hatte .. aber war eben lange nicht so tragisch als wenn es ein wesentlich teuereres Instrument (Philips, Grundig, Metrix, BBC etc) betroffen hätte.
Um eine Anodenspannung in einem der Röhrenradios zu messen, dürfte dieses Instrument durchaus ausreichen, zumal dann, wenn auf dem Schaltplan des Radios draufsteht, daß die Spannungsangaben mittels eines Instrumentes mit 50 KiloOhm pro Volt gemessen/ermittelt worden sind. Da passt dieses Instrument dann schon. Nur im Ohmbereich sollte man tunlichst mit diesem Instrument keinerlei Spannung messen,- sowas nimmt dieses Gerätchen aber sofort sehr übel.
Grüße aus BL

Peter

Röhrenradios: das Gute daran ist das Gute darin
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#10
Ein solides Gerät und man beachte 50000 Ohm/V Eingangswiderstand bei DC.

Da waren die Goerz und ä. noch bei 20000 Ohm/V

Analoges messen ist m. M. Leben, ich sehe eine Tendenz und keine wilden Digits, wenn die Masse ab ist.
Oder auf AC Mist zählt...

Natürlich haben beide ihre Berechtigung....

Für 2 € hätte ich auch nicht überlegt
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.
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#11
Hallo Ivan,

falls ich es nicht überlesen habe, ist die Frage nach der "OUT"-Buchse noch nicht explizit beantwortet worden. Dann versuche ich es jetzt zu tun:

OUT bedeutet in diesem Fall Outputmeter. Bei Benutzung der Buchsen COM und OUT zeigt das Gerät nur ~Spannung an weil der DC-Anteil über einen Trennkondensator abgeriegelt wird. Man konnte daher in einem niedrigen AC-Bereich direkt an die Anode der Endröhre gehen. Diese Anwendung wurde für Abgleicharbeiten am AM-Empfängern genutzt - da stand dann in der Abgleichanleitung: "Schließen sie ein Outputmeter an..."

Heute sind die Voltmeter im AC-Bereich meistens von vornherein mit einem Trennkondensator ausgestattet, zeigen daher von Hause aus nur die ~Komponente des zugeführten Signals an.

Sonst ist das Gerät mit 50k/V auch heute noch gut nutzbar und hat, vor allem bei Abgleicharbeiten, erhebliche Vorteile gegenüber den heute gängigen DVM's.

Nebenbei nützt die schönste Spiegelskala nicht, wenn die Genauigkeitsklasse des Instrumentes die Nutzung dieses Vorteils nicht unterstützt. Bei dem vorliegenden Gerät kann man keine spezifizierte Güteklasse erkennen - sie ist in der Regel irgendwo in einer Ecke auf der Skala vermerkt.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#12
(16.10.2017, 19:26)sagnix schrieb: Man konnte daher in einem niedrigen AC-Bereich direkt an die Anode der Endröhre gehen. Diese Anwendung wurde für Abgleicharbeiten am AM-Empfängern genutzt - da stand dann in der Abgleichanleitung: "Schließen sie ein Outputmeter an..."

Danke, Peter,
Das erweitert für mich die Nutzung des Geräts.
Nur eine Frage -Was bedeutet hier "im niedrigen AC-Bereich" Meinst Du darunter niedrigen Strom? Denn die Spannung ist bei der Anode der Endröhre natürlich meistens nicht so wenig.

Übrigens, die Messkabel-Büchsen haben einen kleineren Durchmesser. Weiß jemand ob solche irgendwo angeboten werden?
Gruß!
Ivan
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#13
Hallo Ivan,

mit niedrigem Spannungsbereich meinte ich einen ~Spannungebereich (AC), welcher deutlich kleiner ist als die Anodengleichspannung (DC). Die Angaben in den Abgleichanleitungen beziehen sich meistens auf eine Ausgangsleistung von 50mW. Das würde z.B. konkret, bei einer EL84 mit einem Ra von 5k2, eine ~Spannung von ca. 16V bedeuten. Der Abgleichton lag meist zwischen 800Hz ... 1kHz.

Bei dem hier gezeigten Gerät wäre daher, bei Nutzung des "OUT" -Einganges, der 30V ACV-Bereich zu empfehlen.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#14
Hallo, Peter,
Manchmal bin zu schnell, bzw. Brauche länger, bitte um Verzeihung. Wir reden über die AC Spannung. Jetzt geht klar. Eigentlich verbinde ich in meiner Erinnerungen das Wort Outputmeter mit VU-Meter die wir früher an die Verstärker gebaut haben, um die Ausgangsleistung zu visualisieren. Im Grunde so verstehe ich Du meinst gerade das?
Gruß!
Ivan
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