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unbekanntes Bauteil in Röhrenform
#1
Hallo Radiobastler,

Ich habe heute aus dem Nachlass eines Siemensianers (so heißen hier die Leute, die ihr ganzes Arbeitsleben bei Siemens zugebracht haben) einen größeren Posten gebrauchter Röhren abholen können.
Wenigstens eine kann ich wegen fehlender Bezeichnung nicht zuordnen. Das Besondere ist eine Füllung mit einer klaren Flüssigkeit.

.jpg   IMG_1452.JPG (Größe: 111,11 KB / Downloads: 371)
.jpg   IMG_1453.JPG (Größe: 93,65 KB / Downloads: 371)
Die rechte Röhre ist eine VT-173 und damit eine Batterieröhre. Die linke lässt nur noch VT-1?? erkennen. Im ersten Bild ist eine Luftblase unter der Bezeichnung, im zweiten Bild in der Spitze zu sehen.
Falls dieses Bauteil kein Aprilscherz ist, ist es sicher keine Röhre sondern könnte ein Schalter oder ähnliches sein. Eine Manipulation des Glaskolbens ist auf Anhieb nicht zu erkennen (also ist unwahrscheinlich, dass es da reingeregnet hat).
Was könnte das also sein?

Heute etwas ratlos
Matthias
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#2
Das sieht wohl so aus, als wäre diese Röhre jahrelang unter Wasser gewesen. Unten am Glas und an den Stiften könnte Rost sein, das sich an der Röhre angesammelt hat.
Es ist ja auch bekannt, das Röhren an den Stiften unter Umständen Luft ziehen können. Wenn diese aber nun im Wasser liegt, eben Wasser. Der Rostansatz kommt zu Stande, das diese Röhre samt Metallchassis lange im Wasser gelegen hat. Wenn man bedenkt das diese Röhren doch ein gewaltiges Vakuum haben, das auch Wasser anstatt Luft nach innen ziehen kann.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
solchere Röhren gab schon in 2te WK, somit ist Theorie von Frank pausibel, dass Röhren mal unter Wasser lag und es reingesaugt hat.

Grüss
Matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#4
Ja das klingt plausibel. Dann werde ich mir das Teil mal als etwas Besonderes aufheben.

Gruß Matthias
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#5
Wasser hat einen extrem dünnen Kopf, rein chemisch sollte das Molekül sogar kleiner und leichter sein, als das Sauerstoff-Molekül. Ist also plausibel, dass Wasser schneller und eher in eine Röhre eindringt, als Luft.
Das nochmal als Klugschiss dazu.
Viele Grüße
Philipp


Ich sammle nicht, ich werfe nur nix weg.
"Lohnt es sich denn?" fragt das Hirn. "Nein aber es tut so gut!" antwortet das Herz.
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#6
Dafür spricht auch, dass der Getterspiegel weg ist !
Ich hatte mal eine unbekannte Röhre, da waren feine Wassertröpfchen innen. Erst dachte ich, die müssen im Betrieb verdampfen, aber leider war bereits die Heizung durch.

Gruß, Dieter
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#7
Hallo,
ich kenne nur eine Flüssigkeit die in Röhren sein kann. Und das ist Quecksilber.

Hier hast du einen schönen Wasserboiler Big Grin
Mitleid gibt es umsonst, Neid musste dir erst mal erarbeiten
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#8
Hallo,
ich würde mal die Heizung befeuern... Smiley20
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.
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#9
Interessehalber habe ich mal die vermeintlichen Heizanschlüsse geprüft. Aber die Heizung ist nicht mehr aktivierbar. Dafür haben die meisten Kontakte untereinander Übergangswiderstände im Ohmbereich. Das Wasser scheint möglicherweise Salzwasser zu sein oder lösliche Beschichtungen bilden jetzt eine leitende Brühe.
Ich nutze das Teil einfach als interessantes Novum auf meinem Schreibtisch.

Gruß Matthias
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#10
also in meiner Kinderzeit haben wir im Gymnasium eine alte Vakuum Glühlampe, welche aus sich auf nicht ganz koscheren Wegen vom Freiburger Münster über Meßdiener zu uns Gymnasiasten bewegt hatte, unter Wasser den oben befindlichen Nippel abgezwickt. Die dann mit Wasser gefüllte Birne haben wir im Klassenzimmer in die Lampe geschraubt und gewartet, bis die Lehrkraft das Licht eingeschaltet hatte. Ergebnis, das Wasser trat aus , die Lehrkraft fand das unschicklich und tobte.
Mangels weiterer Glühbirnen war das ein einmaliges Experiment, aus Sicht der Schule ein einmaliges Vorkommnis.
Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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#11
(25.10.2017, 08:52)Franz schrieb: also in meiner Kinderzeit haben wir im Gymnasium eine alte Vakuum Glühlampe, welche aus sich auf nicht ganz koscheren Wegen vom Freiburger Münster über Meßdiener zu uns Gymnasiasten bewegt hatte, unter Wasser den oben befindlichen Nippel abgezwickt. Die dann mit Wasser gefüllte Birne haben wir im Klassenzimmer in die Lampe geschraubt und gewartet, bis die Lehrkraft das Licht eingeschaltet hatte. Ergebnis, das Wasser trat aus , die Lehrkraft fand das unschicklich und tobte.
Mangels weiterer Glühbirnen war das ein einmaliges Experiment, aus Sicht der Schule ein einmaliges Vorkommnis.
Franz

wir hatten in Ausbildung das gleiche gemacht, allerdings die Röhre mit Kontakt60 geflutet. Da kamen nach dem Anheizen dann dichte Rauchwolken raus, und der Arbeitskollege hat verwundert aus der Wäsche geschaut. Man hat halt mit dem gearbeitet was greifbar war.
Gruß,
Jupp
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Verzweifle nicht, wenn du kein Profi bist. Ein Amateur hat die Arche gebaut, Profis die Titanic.
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#12
Cool, bin gespannt, ob es nochmehr solche inspirierenden Bastel~Empfehlungen gibt  Thumbs_up Big Grin

Interessierte Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#13
Ja Peter, ich habe auch von solchen Glühlampen-Experimenten gehört. Mit etwas Geschick Azethylengas einfüllen und weit weg gehen.
Heute wäre man damit schon terrorverdächtig. Aber jetzt schweifen wir tatsächlich vom Thema ab.

Gruß Matthias
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#14
Photo 
   
Neu-und-kaputt-in-Box


Nach Jahrzehnte langem herumliegen haben diese Röhren Luft gezogen, ohne jemals in Gebrauch gewesen zu sein. Smiley21  Hätte ich rechtzeitig bemerkt, dass diese Teile undicht werden und ich den Wassertrick gekannt hätte, dann hätte ich sie mit Wasser volllaufen lassen, das wäre wenigstens noch was originelles gewesen.
Von den GZ34 habe ich noch ein paar mehr in dieser Art, - Totalausfall einer ganzen Serie ! Garantieersatz wird kaum mehr möglich sein !?

Die Technik mit den Pressglasböden hatte man offensichtlich noch nicht perfekt beherrscht. Es scheint da sehr auf die gleichmäßige Abkühlung anzukommen, ansonsten bilden sich Spannungen im Glas, die dann irgendwann zum Bruch führen.

JR
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