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Klemt Echolette M100
#21
Hallo Harald.
Zitat: vielen Dank für Deine Kommentare in diesem Forum. Ich weiss das zu schätzen, denn Du gehörst ja nicht zu den  Radiobastlern, sondern zu den Musikern - also einer Gruppe die in unserem Forum eher weniger vertreten ist ... wenn man mal von der Beate und dem MichaelM absieht.

Es muss ja hier nicht jeder die Hose runterlassen.

Aber Stille Nacht bring ich damit auch noch hin.  Smiley53  



mike


   
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#22
Hallo Hans,

ich bin beeindruckt. In Dir schlummern ja ungeahnte Talente. Ich wüsste nicht einmal, mit welchem Knopf man dieses Ungeheuer anschaltet, geschweige denn wie man darauf spielt.

Die Orgel sieht ja aus wie frisch aus dem Schaufenster ... nach 60 Jahren? Oder ist das ein späteres Modell?
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#23
(05.12.2017, 02:47)beate schrieb: Aber das müsste doch etwas sein, was bei alten Radios regelmäßig auftritt.

Hallo beate,

ich kenne die Tweed Disease zum Glück nur von alten 7ender-Amps eines bestimmten Jahrgang-Zeitraumes. Offenbar ist ab Werk ein Boardmaterial verbaut, welches mit der Zeit beginnt, schlicht und einfach leitend zu werden.

Bei mir war es ein 67er BF Super Reverb, der Kunde beanstandete diverse Knister- und Knackgeräusche, sowie Fehlfunktionen des Amps. Die Spannungsmessung brachte augenscheinlich die traurige Gewißheit: Gegen Masse gemessen, d.h. Voltmeter gegen Masse und mit dem Meßtip einfach auf einen x-beliebigen Punkt des Boards tippen und es wurde eine verschieden hohe Gleichspannung "mitten auf der Pappe" meßbar angezeigt - egal, wohin man tippte.

Das führte unweigerlich zum Totalaustausch mit Neuaufbau (dann mit Orange Drops). Seitdem läuft der Amp wieder störungsfrei.


Zur Hammondorgel: Wunderschönes Ungetüm! Smile

Vor kurzem hätte ich eine für 50,- kriegen können. Der Verkäufer wäre gottfroh gewesen, wenn sie ihm einer aus dem Haus geschleppt hätte... Habe es abgelehnt und das Angebot an uns' Mukker weitergegeben. Das Ergebnis war ein freundliches, aber dankendes und bestimmtes Abwinken mit Hinweis auf Bandscheiben und so... Big Grin

Wie sich die Zeiten geändert haben!


Gruß Michael
Penthode?
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#24
Hallo zusammen,

ich könnte mir vorstellen, dass diese Geräte im rauhen Band- und Open-Air-Betrieb auch, mal feucht oder nass geworden sind, was man nicht immer sieht.

Ich erinnere mich da an Veranstaltungen mit Wolkenbrüchen, wo es Bindfäden geregnet hat und die Luftfeuchtigkeit anschließend extrem hoch war. Den größten Fehler, den man machen kann ist in dem Fall die Geräte abzuschalten! Einfach nur Lautstärke runter, eingeschaltet lassen, damit das Kondenswasser sich garnicht erst ablagert und die Geräte abdecken, damits nicht von oben reintröpfelt.
---- oh und dann tröpfelte es im FoH-Zelt (Platz der Licht- und Tontechniker) auch noch ins Mischpult, nach einigen Minuten war das Geknister jedoch zum Glück weg ----

Auch indoor kippt schon mal das eine oder andere Glas mit Getränken um und läuft ins Gerät.

Ich hatte mal nen Klark DN 370 Equalizer aus der Firma, der knisterte fürchterlich. Hab damals die Regler und Platine mit Kontakt 61 oder ähnlichen bearbeitet bzw. gewaschen und einfach mal tagelang laufen lassen. Irgendwann war das Knistern weg und er war wieder professionell einsetzbar.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#25
(30.01.2018, 17:01)MichaelM schrieb: Das führte unweigerlich zum Totalaustausch mit Neuaufbau (dann mit Orange Drops). Seitdem läuft der Amp wieder störungsfrei.
Habe ich das jetzt richtig verstanden? Du hast ein Ersatz - Board gekauft und von Grund auf neu bestückt?
Du hebst hervor, dass Du Orange Drops verwendet hast. Wegen des originaleren Aussehens? Warum nicht Oil-Paper oder MKT/MKP oder MUNDORF MCaps?
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#26
Hallo Harald,

ja. Ersatzboards gibt es zu kaufen. Die Orange Drops sind insofern passabel, weil sie zu dem etwas (schwer zu beschreiben!) "schmierigen" Klang des Super Reverbs hervorragend passen, der kommt, sobald man ihn auf den Bühne etwas weiter ausfährt. Sie klingen nicht so analytisch genau, wie es z.B. Mullards in einem JTM45 sind. TAD Worms verwendet sie in seinen entsprechenden Bausätzen auch (wobei das natürlich kein Kriterium zur Auswahl ist).

Hinzu kam, dass zweie der Originalkondensatoren ("Blue Molded" - siehe Bild. Quelle: www)


.jpg   index.jpg (Größe: 10,85 KB / Downloads: 157)

ohnehin defekt waren und zusammen auch mit den Netzteilelkos ausgetauscht werden mussten. Der Optokoppler (die Glimmlampe) war ebenfalls hinüber... Das passiert halt schnell, wenn jemand ein ein angeblich sagenhaft günstiges Schnäppchen solcher alten Amps ersteigert... Dazu neue Röhren, darunter ein Luftzieher, dann verschlissene Endröhren... Da sind zusätzlich eben mal 400,- schnell ausgegeben und den Kunden wundert's... Wink

Seinerzeit waren die Blue Molded nur für Mondpreise zu haben und da waren die Orange Drops der beste Ersatz, den es gab.

Gruß Michael
Penthode?
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#27
@Michael: Danke für die ausführlich Antwort. Ja, ich glaube gehört oder gelesen zu haben, dass es Ersatzboards aus einem anderen Material gab, das dann keinen Tweed- Effekt mehr zeigte. Was für eine Arbeit, das alles wieder neu aufzubauen!

Beim Betrachten des Bildes fielen mir die Widerstände auf. Fabrikat Allen Bradley. Wie so viele andere Komposit-Widerstände, so zeigen auch manche der hoch angesehenen Allen Bradleys in fortgeschrittenem Alter durchaus signifikante Wertveränderungen und eine messbare Erhöhung des Stromrauschens. Jochen Bauer und Dietmar Rudolph hatten über diese Problematik in RMorg einen sehr schönen Beitrag geschrieben. Ein bisschen schmunzeln musste ich deshalb über diese Anzeige.

Inzwischen hat unser Schwiegersohn, dem ich die Echolette M100 zu Weihnachten geschenkt hatte, auch noch eine Echolette S NG51 (das dazugehörige Nachhallgerät) ergattert. Das Glück ist vollkommen.
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#28
(31.01.2018, 18:24)radioljub01 schrieb: Beim Betrachten des Bildes fielen mir die Widerstände auf...

Hallo Harald,

tja, die Kohlepresslinge... Big Grin

Carbon Composit und deren Widerstandsänderungsvermögen, verbunden mit dem Widerstandsrauschen bei entsprechenden Eingangsstufen...
Das ist ein "heißes Thema" - übrigens ebenso wie die unterschiedlichen Klangveränderungen bei Kondensatoren. Über beides wird in vielen Foren zum Teil heftigst gestritten, Stichwort "der Physiker/Ingenieur versus Voodoo und denen, die das Gras wachsen hören".

Übrigens ist ein Neuaufbau so eines Boards nicht wirklich schlimm. Die Totalrestauration eines VOX AC30 mit seinen 'zig Lötleisten - die ist schlimm!  Smile

Gruß Michael
Penthode?
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#29
(04.12.2017, 21:04)radioljub01 schrieb: 2. Ich vermisse an den unzähligen Musik-Foren, dass sich mehr Leute hinsetzen, und für die anderen ganz genau beschreiben, welchen Fehlern sie bei der Reparatur eines bestimmten Gerätes begegnet sind, um den anderen einen Reparaturleitfaden zu geben oder sogar eine Anleitung für Verbesserungen. Diese Art der Dokumentation macht viel Arbeit - schon klar - und ich als Pensionär habe gut reden.

Übrigens:

Die Admins werden es sicherlich dulden, aber es gibt da schon das eine oder andere Forum. Zumindest mich findest Du u.a. hier.
Dort habe ich zum Beispiel erst kürzlich auf einen Fehler hingewiesen, der u.U. bei gebrauchten Hughes & Kettner EDT20-Amps auftreten kann (gebrochene Platine als ungewollte "Sollbruchstelle")...

Gruß Michael
Penthode?
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#30
Wer bist Du da? Meikel?

(Ach ja, das Avatar ist ja eindeutig...)
LG

Beate

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#31
(02.02.2018, 01:13)beate schrieb: Wer bist Du da? Meikel?

(Ach ja, das Avatar ist ja eindeutig...)

Japp. Aber es geht dabei weniger um MICH. Wichtig ist mir, hier aufzuzeigen, dass es dort ein spezielles Technik-Forum hat, wo man u.a. auch durch Aufzeigen seiner eigenen Gedankengänge / Irrungen / Wirrungen Hilfe von anderen erwarten kann und bekommt - eben, wenn es sich um ziemlich spezielle Fragen zu Amps bzw. der Technik handelt.

Allerdings muss man generell und unabhängig vom Forum dazu auch wissen, dass die Ampreparatur oftmals auch eine Art wohlgehütetes Geheimnis ist, um es einfach mal so zu schreiben. Das spezielle Fachwissen dazu geht immer mehr verloren. Viele Anwender sind mit der Technik nicht mehr großgeworden; Fachwissen dazu wird lange schon nicht mehr gelehrt. Also häufen sich Mythen und Voodo insbesondere mit der Verbreitung durch das www dazu immer mehr an und einige (zum Glück nur!) ganz wenige, die das Fachwissen noch beherrschen... Mit der Reparatur von "Legenden" wird leider eben auch Schindluder betrieben; wenn man einem Kunden viel Voodoo und magische NOS-Röhren um seine heißgeliebtes, legendäres Schätzchen aufschwatzen kann, da ist oftmals mehr Geld im Spiel, als eigentlich erforderlich wäre. Es gibt leider überall immer mal ein paar schwarze Schafe. Die Konkurrenz ist gewaltig, die erzielbaren Gewinnspannen gering... Aber gerade im Gitarren- und Röhrenampgeschäft wird viel Mystik und Wahrheit vermischt - davon lebt ein ganzer Markt (!) - und der wird wieder grad geflutet mit neuen, noch besseren, noch tolleren Produkten und alles Vorherige ist nun selbstverständlich nur Müll... Wink

In diesem Sinne kritisch die Augen auf und viel Spaß beim Reinlesen!  Smile

Gruß Michael
Penthode?
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