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HMK D100 Kassettendeck von RFT
#1
Bin seit Tagen am suchen, der Tonwellenmotor geht nicht.
Festgestellt habe ich, das der Motor selbst einen Regelfehler hat.
Der eingebaute Poti ist defekt, das ist aber bei den Motoren bekannt.
Repariert und eingebaut. Blöderweise verkehrt herum angeschlossen.
Bei der Herstellung nahm man es mit den Kabelfarben nicht so genau, Rot war minus und Blau eben plus.
Es Qualmte natürlich auf der Steuerplatine des Kassettenlaufwerkes.
Mist, alles ausbauen, leider nicht alles gesteckt sondern einiges gelötet.
Lies sich aber machen. Mich wunderte nur, das ein Widerstand durchgebrannt war, wo eigentlich eine Diode ( V5207 ) hätte sein sollen.
Schaut mal die Bilder an, warum wurde es so gemacht?

   

   

   

Die Spannung des Motor, der eine interne Elektronik hat, ist 12 Volt.
Die Spannung an der zweiten Diode ist 12,45 Volt.
Wie groß der Widerstand war, kann ich nicht sagen, der ist komplett schwarz geworden.
hat jemand eine Erklärung, warum die Schaltung auf der Platine so geändert worden ist?
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#2
Evtl. ist ein (Leistungs) Widerstand teurer als 3 Univ. Dioden
M.f.G.
harry
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#3
Nee kein Leistungswiderstand.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#4
Frank, warum kein Leistungswiderstand ? Ein DC Motor benötigt bei diesem Drehmoment sicherlich mehr als 100 mA
M.f.G.
harry
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#5
Es ist ein kleiner " Drehstrommotor " ohne Schleifer. Der Rotor ist der Rundmagnet.
Im Leerlauf hat der so ca. 40 mA. Bei Last habe ich noch nicht gemessen.
Ich mache morgen mal ein Bild vom Motor und durchgebrannten Widerstand.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#6
Der Widerstand könnte als Art Sicherung verbaut worden sein. Dann reicht ein kleiner Widerstand 10 Ohm oder weniger mit 1/8 Watt.

Gruß Ingo.
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#7
Ein paar Farben sind noch erkennbar 56 und ein Goldring am Ende.
Wären dann 56 Ohm aber  1/10 Watt Widerstand von der Bauform her. Sieht aus wie ein Metallfilm Widerstand.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#8
Hallo Frank,

das wird wohl eher 5,6 Ohm gewesen sein - siehe hier:
?mage

Bei 56 Ohm würden 100 mA Strom schon 5,6V Spannungsabfall verursachen, was mit Sicherheit zu hoch wäre.

Viele Grüße

Ingo.
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#9
Würde ich auch vermuten, doch der Widerstand zeigt was anderes.


.jpg   Widerstand.jpg (Größe: 18,2 KB / Downloads: 153)

Hier noch die anderen Bilder zum Gerät.

   

   

Die Platine scheint noch unberührt zu sein. Das Loch, um die Motordrehzahl ein zu stellen ist auf der Platine noch zu gelötet.
Also muss die Motordrehzahl vor Einbau des Motors schon eingestellt worden sein.
Der Motor ist hier auf dem Bildern nicht eingebaut !

   

Hier nun der Motor im Aufbau, also Teils zerlegt. Es ist nicht der aus dem Gerät, aber so einer ist in verschiedenen Geräten von RFT verbaut worden.

   

   

Schön zu erkennen, die vier hauch dünnen Drähtchen der Wicklungen.
In den meisten fällen ist der Einstell- Widerstand defekt. Durch Oxidation gib es keinen kontakt mehr vom Lötanschluß zur Kohleleiterbahn des Widerstandes. Den gegen einen neuen ausgetauscht und schon geht alles wieder.
Feststellbar ist diese das der Motor ( Kassettenband ) meistens zu schnell läuft.
Der Motor selbst ist noch in einer Kompletten Eisenblech Hülle eingebaut.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#10
Ein Widerstand, mit der Farbfolge grün-blau-gold hat, vorausgesetzt, dass kein Ring weggebrannt ist, 5,6Ohm. Bei solchen Wackelkandidaten versuche ich, von einer der Kappen ein gewisses Stückchen der Widerstandsbahn zu messen. Ich habe dazu zwei in Telefonbuchsen, in die die Meßleitungen des DMM passen, kräftige Nähnadelspitzen eingelötet. So gelingt eine sichere Verbindung zur Bahn. Auch bei lackierten Leiterplatten kann man so das DMM sicher kontaktieren.
Man kann so eine gewisse Teilstrecke der Widerstandsbahn beurteilen. Der Idealfall wäre bis zur Mitte des Widerstands, also Hälfte des Wertes. Aus diesem Teilstück kann man auf die Potenz schließen.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#11
Das werde ich mal das versuchen.
So habe es mal so gemacht wie scotty geschrieben hat.
Gemessener Wert bei ca. die hälfte der noch verbliebenen Widerstandsbahn 2,6 Ohm.
Auf das einfachste kommt man eben nicht, danke scotty.
Jetzt habe ich mal in meinen alten DDR Widerständen nachgeschaut.
Die Farbringe könnten Grün, Blau, Gold, Gold gewesen sein.
Solche habe ich, aber mit 3,5 Ohm.
Ich werde nun einen 5,1 Ohm einsetzen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#12
Soviel ich noch weiß, war doch der Einstellregler für die Motordrehzahl bei den elektronisch kommutierten Tonwellenmotoren auf der Platine im Motor selbst (Frequenzeinsteller). Der Regler auf der großen Steuerplatine betrifft die Drehmomenteinstellung für den Wickelbandzug des Gleichstrom- Wickelmotors.
Die Motorbetriebsspannung wurde durch Reihenschaltung von Diodenstrecken auf die gewünschte Spannung entsprechend verringert, vielleicht hat man durch den eingesetzten Widerstand den Einschaltstromstoß etwas "abgefedert"?

Bernd
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#13
Ja Bernd das vermute ich auch, das der Einschaltstromstoß herunter kommt.
Der andere Motor hat ja auch einen 120 Ohm Widerstand in der plus Leitung.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#14
Der vollständigkeitshalber hier mal einige Daten zum Gerät.
Besser konnte ich es nicht kopieren.


   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#15
Hallo Frank,

ich kenne die Geräte gut. Habe immer noch 3 Stück davon (eins (silber) zu Ostzeiten im An- und Verkauf für viel Geld erstanden und zwei (silber und schwarz) geschenkt bekommen). Waren die gut eingemessen, dann konnte ich über die Aufnahmequalität nicht meckern. Ich habe sie erst am Eingebauradio und dann am Radio Rema Tonica betrieben. Im Garten betreibe ich im Sommer immer noch eines davon. Auch die Bedienbarkeit läßt wenig WÜnsche offen.

Viele Grüße

Ingo.
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#16
So nun zum Abschluss noch ein Bild, wie ich die richtige Drehzahl des Tonwellenmotors eingestellt habe.
Manch ein Profi wird sicherlich schmunzeln und sagen das geht doch einfacher. Ich weis es eben nicht anders.
Zuerst habe ich auf einem Intakten Gerät, hier ein Doppel- Kassettendeck von Sony den 1 khz Ton von einem
RC-Generator aufgenommen. Der macht einen sehr genauen Sinus.
Die aufgenommene Kassette dann in das Kassettendeck HMK D100 eingelegt und grob nach Gehör eingestellt.
Anschließend den Zweikanal- Oszi an den RC Generator und den zweiten Eingang an das Kassettendeck angeschlossen.
Es stimmte fast, auch wenn ich schwer höre, die Tonhöhe kann ich noch gut hören Smile
Nun die Geschwindigkeit des Motorreglers solange gedreht, bis beide Spitzen der Sinuskurve den gleichen Abstand haben.
Dann habe ich noch mal die Frequenz gemessen, beide haben 1000 Hz.
Die des Kassettendeck schwankt ein wenig, aber das ist nicht von Bedeutung. das hört wohl kaum einer.
Hier nun mal ein Bild vom Messaufbau. Die untere Kurve auf dem Oszi ist von RC Generator, oben die vom Kassettendeck.

Ich denke so kann ich es lassen.

   
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#17
Respekt Frank was du so alles einstellst. Klasse gemacht.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#18
Hallo Frank,

hast Du gut gemacht und fein dokumentiert.

Da der Mensch konstante Geschwindigkeitsabweichungen nicht so genau hören kann ist nach der HiFi- Norm eine Abweichung von 1,5% gerade noch zulässig, das entspräche bei einer Bezugsfrequenz von 1000Hz einem Bereich zwischen 985...1015 Hz.

Im einfachsten Falle wird die Bandgeschwindigkeit bei Kassettengeräten mit Stroboskopscheiben eingestellt, wobei hier mittels Helligkeitsmodulation einer elektrischen Lichtquelle und der drehenden Stroboskopscheibe eine Schwebung erzeugt wird, welche beim Erreichen der Sollgeschwindigkeit minimiert wird.

Bessere Methoden verwenden ein Bezugsband mit definierter Frequenz 1kHz bzw. 333Hz, welche bei Wiedergabe mit einem digitalen Frequenzmesser gemessen wird.
Im Service gibt es hierfür auch spezielle Messgeräte mit denen Geschwindigkeit und Gleichlauf bestimmt werden können.

Wichtiger für hohe Wiedergabequalität sind die Langzeit- bzw. Kurzzeit- Instabilitäten der Bandgeschwindigkeit (Gleichlaufschwankungen / Wow and Flutter), sie sollten immer kleiner als 0,2% sein.

Bernd
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#19
Ja so ähnlich hatte ich es auch gemacht. Das Bezugsband hatte ich mit dem Sinus bespielt. Das werde ich mir noch beschriften und dunkel und Kühl lagern, für das nächste mal.
Den Oszi hatte ich nur als Sichtgerät um zu sehen wie groß die Abweichungen des Signals vom Original ist.
Die Kurvenform ist von der Form her identisch. Also arbeitet auch der Verstärker ganz sauber ohne Verzerrungen.

Anschließend die Frequenz gemessen. Ganz oben im Bild, wo die 1000 zu sehen ist.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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