Radio-Bastler-Forum (RBF)

Normale Version: Wichtiger Hinweis zur Benutzung von Schallplatten
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Vagabund

Letztens habe ich in Ebay eine Schallplatte bestellt, welche sehr gut verpackt war.
Offensichtlich hat der Verkäufer sehr viele Schlager- und, in seinen Augen, Schund-Platten, denn er hat meine bestellte Platte mit einigen Covern und Inlets "gepolstert", welche aber leer waren.
Darunter war auch folgendes Inlet mit aufgedrucktem Hinweis.

Smiley43

[attachment=42149]
Nun,

das ist nichts besonderes, der VEB deutsche Schallplatten hatte diese Innencover mit diesem Hinweis vor allem für Kinder- und Klassikplatten.
Derselbe Hinweis war auch auf der Rückseite der Außencover jeder Platte immer aufgedruckt.

Thommi
Hallo Thommi,

ich sehe darin auch lediglich eine sachliche Anweisung zur Behandlung von Schallplatten.
Welchen Hintergedanken hat der TO damit ?

Dieter
Komische Reaktionen auf ein Stück Historie zum Thema Schallplatten, was Philipp hier mit uns teilt.

Danke fürs Zeigen Philipp! Wir hatten hier auch schon öfter die Diskussion, ob man mit Monosaphiren auch Stereoplatten abspielen sollte und umgekehrt. Hier sehen wir, was die damaligen Hersteller dazu geschrieben haben.

Vagabund

Leute, es ist einfach nur ein Bild von einem Inlet, welches kurz danach ins Altpapier gewandert ist.

Und bevor gewisse Leute hier noch anfangen zu diskutieren, ob es wirklich ins Altpapier gehört, ja, es war ein Inlet ohne antistatischer Folie.

Vielleicht kann sich an meinem Beitrag noch jemand erfreuen, der es noch nicht kannte, ohne gleich eine Diskussion anzetteln zu müssen.

Viel Spaß daran.
Danke Philipp,
nach wie vor erscheint es mir nicht plausibel dass auf vielen zeitgenössischen Stereoplatten der Hinweis zu finden ist "Auch mono abspielbar"

Gruß,
Achim
(11.09.2017, 09:29)achim schrieb: [ -> ]nach wie vor erscheint es mir nicht plausibel dass auf vielen zeitgenössischen Stereoplatten der Hinweis zu finden ist "Auch mono abspielbar"

Das bezieht sich meines Erachtens darauf, dass es im Übergang von Mono zu Stereo zwar bereits stereotaugliche Plattenspieler mit Stereonadel gab, die aber oft in nicht stereotaugliche Geräte eingebaut waren. Die noch unwissende Käuferschaft befürchtete bestimmt, Stereoplatten nicht auf einer Musiktruhe mit nur Mono Wiedergabe hören zu können.
Das kann gut sein, allerdings frage ich mich was die vielen Besitzer von Truhen und Drehern mit Monosystemen gemacht haben. Schwer vorstellbar dass die alle die Systeme getauscht haben - sofern das überhaupt in allen Fällen möglich war.

Ich vertrete ja nach wie vor die Meinung, dass das Abspielen von Stereoplatten mit einem Monosystem zweifellos die Platten schädigt, das Ausmaß der Schädigung aber viel geringer ist als meist angenommen wird und von den allermeisten "Normalhörern" auch niemals bemerkt wurde.

Bei meinem Test konnte ich auch nach 400x Abspielen einer Stereoplatte aus den frühen 70ern keinen Unterschied zu einer fabrikneuen Platte bemerken. System war ein KST 9.

Gruß,
Achim
Also mir gefällt der Hinweis, ist ein Stück Zeitgeist. Einfach so. Danke fürs Zeigen.
(11.09.2017, 13:44)achim schrieb: [ -> ]Das kann gut sein, allerdings frage ich mich was die vielen Besitzer von Truhen und Drehern mit Monosystemen gemacht haben. Schwer vorstellbar dass die alle die Systeme getauscht haben - sofern das überhaupt in allen Fällen möglich war. Ich vertrete ja nach wie vor die Meinung, dass das Abspielen von Stereoplatten mit einem Monosystem zweifellos die Platten schädigt, das Ausmaß der Schädigung aber viel geringer ist als meist angenommen wird und von den allermeisten "Normalhörern" auch niemals bemerkt wurde.

Genauso wird es die damalige Kundschaft auch gehalten haben. Da wurden die Platten in den Musikschränken auch eher nicht ständig rauf-und-runter genudelt. Ich bin da mit meinen alten Singles und LP´s auch arglos und spiele auch die Monoplatten auf Stereoplattenspieler und umgekehrt. Nur die LP´s ab den 90er Jahren spiele ich nur auf Stereogeräten der moderneren Art. Ich habe aber auch soviele Platten und Geräte, dass es mir wohl nicht gelingen würde, die Platten oder die Nadeln merklich zu schädigen.
Nochmal zum Ursprung des Themas. Ich habe etliche DDR-Schallplatten, die in solchen Inlets stecken. Einige haben nur auf einer Seite ein Loch, andere beidseitig. Ein paar haben auch keines. Der Hinweis zur Pflege und Behandlung war fast immer vorhanden. Ältere Platten steckten in Foliebeuteln, die auf der Hälfte der Rundung der Platte angepaßt waren. Diese dann ohne den Vermerk.

Solche Hinweise gab es auch auf den Verpackungen für Tonbänder. Entweder als Beipackzettel oder auf den Foliebeuteln mit denen sie in den Bandkartons geliefert wurden

Gruß Gerald
Nun um das kurz aufzuklären:

"Auch Mono abspielbar" - wird natürlich zu den Reaktionen der Käufer geführt haben.
Letztlich bedeutete das aber, so wie es auch draufsteht, dass man einen Stereoabnehmer verwenden MUSS, allerdings die Kanäle nach dem Abnehmer problemlos zusammenschalten kann, da Schallplatten im xy-Stereoverfahren geschnitten werden und auch die Aufnahmen dafür so gemacht werden, wenn das draufsteht.

Bei anderen Stereoverfahren, z.B. MS Stereofonie, oder groß bzw. klein AB können die Signale NICHT einfach zusammengeschaltet werden, da es dann zu Auslöschungen kommt.

Thommi