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Geschrieben von: stoffzge - Vor 49 Minuten - Forum: Reparaturen und Restaurierungen - Antworten (1)

Hallo miteinander,
ich habe eine Frage zu meinem Radio. Es spielt ganz gut und sauber. Aber eins stört mich doch: Die Lautstärke lässt sich im unteren Bereich nicht gut einstellen.
Den LS-Regler kaum aufgedreht, schon habe ich mehr als Zimmerlautstärke. Ich hatte von diesem Gerät schon 3 Exemplare. Bei allen das Gleiche Phänomen.
Das das so vom Werk aus normal sein soll kann ich nicht glauben.
Die Kondensatoren habe ich schon gewechselt. Bis auf den Ratioelko. Da komme ich nicht so leicht ran. Der Ratiobecher ist gekapselt.
Hat jemand eine Idee?
Gruß
Christof

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  Modifikation eines Euratele Röhrenprüfgerätes RPG 2
Geschrieben von: Valvotek - Vor 1 Stunde - Forum: Selbstbaugeräte - Konzepte, Aufbau, Reparaturen und Restaurierungen von Geräten und Baugruppen - Keine Antworten

Hallo zusammen

Ich bin seit langem im Besitz eines Euratele RPG 2 mit einem selbstgebauten Meßwerk (welches ich bereits einmal in einem anderen
Beitrag vorgestellt hatte).Nun ärgert es mich immer wieder,das man mit diesem RPG viele Röhrentypen nicht prüfen kann,weil es nicht über die entsprechenden Fassungen verfügt.Einen Adapter von Oktal auf Stahl-und Außenkontaktsockel habe ich angefertigt ,aber die 10adrige
Verbindungsleitung ist sehr starr.

Jetzt habe ich kürzlich auf dem Trödel noch ein RPG 2 Schlachtchassis erstanden ( für 5 Euro!,der Verkäufer wußte nicht ,was er da hat),
Es fehlt das Gehäuse und ein Knopf von den Stellhebeln,sonst alles komplett.Kurzer Probelauf und Fehlerdiagnose: Der Netzschalter ist
defekt und die drei verbauten Kohlemassewiderstände haben zu hohe Werte.Nach deren Ersatz ist die Funktion schon mal gegeben.

Aus einem ehemaligen Schulbestand habe ich noch einen leeren Kasten mit Klappdeckel und Schnappverschlüssen,in dem sich früher mal
ein Diaprojektor befand.Dieser Kasten brachte mich nun auf die Idee , dort das RPG mit Anzeigeinstument und diversen Röhrenfassungen
fest einzubauen.So quasi ein RPG 2.2.low budget version.

   

   
Die Beschädigungen in der Kiste sind von den ehemals verbauten Halterungen für den Projektor.

   
Ein Einbaurahmen für das Chassis wurde aus Restbeständen von Alu-Winkelleisten zurechtgeschnitten und ins Gehäuse eingepaßt.

Fortsetzung  folgt

Grüße
Roman

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  Grundig 87A - Fragen zur Sicherheit
Geschrieben von: wolfer1952 - Vor 4 Stunden - Forum: Reparaturen und Restaurierungen - Antworten (3)

Grundig 87A
 
Meine Schwägerin kam mit diesem kleinen Radio, es stammt aus 1961, ihrem Geburtsjahr, weshalb Sie mich bat, dieses „süße kleine Gerät doch bitte wieder zum Spielen zu bringen“.
 
Schaltplan: https://nvhrbiblio.nl/schema/Grundig_87a.pdf
 
Nun bin ich nicht der ausgewiesene Fachmann, aber generell traute ich mir das zu.
 
Die Besondere an der Reflexschaltung wird nachfolgend sehr ausführlich beschrieben:

   
 
Das Gerät, hier schon mehrfach behandelt, wies die üblichen Fehler auf:
 
Ero-Teer-Papierkondensatoren mit völlig überhöhten Werten (alle getauscht, die sonstigen sind noch OK).
 
Die Tonblende saß derart fest, dass kein Benzin, Caramba oder WD40 über Nacht etwas bewirkten. Aus meiner Erfahrung mit festsitzenden Drehkos an Transistor-Telefunken-Bajazzos wusste ich um die Wirkung von Wärme.
Das wird auch hier im RBF von Norbert  sehr gut beschrieben und führte zum Erfolg.
Zum Aufweichen der Verharzungen verwende ich, nachdem sich die Welle bewegen lässt, mehrfach Feuerzeugbenzin (verdunstet wieder), falls es danach wieder schwergängiger wird, harzfreies und relativ dünnflüssiges ÖL.
 
--
 
Die wahrscheinliche Ursache des völlig fehlenden UKW-Empfangs (nicht einmal ein Rauschen) wird im RM.org sehr gut beschrieben und von mir entsprechend durch reinigen und leichtes verbiegen der Kontakte wieder hergestellt.
Vorher habe ich das Arbeiten des FM-Oszilators mit einem Kleinradio überprüft.


.jpg   FM-Zwischenfrequenz.jpg (Größe: 95,94 KB / Downloads: 79)

--
 
Dass es sich um einen Spartrafo handelt, habe ich anhand des Schaltbildes erkannt.
Grundsätzlich arbeite ich an jedem Radio erst einmal an einem Regeltrenntrafo (Kondensatortest usw.), später auch direkt am Netz. Aber erst, wenn am Stecker eindeutig markiert ist, welcher Stift Durchgang zum Chassis hat. Selbstverständlich sind auch die Steckdosen nach Phase und Null gekennzeichnet.
 
Jetzt zu meinen Arbeiten:
 
Auf der Rückseite des Geräts befand sich ein Umschalter von Radio auf TA, an den ein dreipoliger DIN-Stecker angelötet war. Der hat auch prima funktioniert, denn nachdem ich auf FM NICHTS, nicht einmal ein Rauschen, erhielt, habe ich an den TA ein Fremdsignal eingespeist: Guter Empfang = NF-Teil ist in Ordnung.
 
Erst später habe ich entdeckt, dass dieser Umschalter beim 87A nicht vorgesehen ist.  Da ich bei anderen Kleinradios von Grundig schon einen derartigen TA-Schalter auf der Rückseite sah, habe ich nicht so genau hingesehen. Es hätte mir aber sofort anhand des Schaltplans auffallen müssen, dass dieser Umschalter nicht original ist.

   

Warum es mir auffiel? Es ist ein Spar-Radio, auf günstigen Preis getrimmt, und beim Schalter handelt es sich um einen mit vier Kontakten auf jeder Seite. Das hat mich misstrauisch gemacht, da auf jeder Seite nur zwei Kontakte gebraucht wurden. Bei einem Sparradio hätte Grundig nie einen Schalter mit mehr Kontakten als notwendig eingebaut.
 
Im Vergleich mit anderen Bildern des 87A konnte ich diesen Schalter an der Rückwand nicht finden … alles andere ergab sich von allein. Schalter ist entfernt.
 
Zumal er direkt mit dem Chassis verbunden war und sogar der Schalthebel (aus Metall!!) je nach Steckrichtung unter Spannung stand!
 
Derjenige, der diesen Schalter anbrachte, hat so oder so nicht bedacht, dass es sich hier um ein Radio mit Spartrafo handelt! Also beim Einstecken des Netzschalters am Chassis die volle Netzspannung anliegen kann. Der Schalter war zum Chassis nicht isoliert.
 
--
 
Was mich jetzt beschäftigt, ist die Sicherheit!
 
 
Ich habe absichtlich den Netzstecker so eingesteckt, dass die Netzspannung am Chassis liegt.Danach habe ich mit einem Phasenprüfer überprüft, wo Spannung anliegt.
 
-          Beim entfernten TA-Umschalter – soweit also erledigt, da entfernt !!
-          Bei beiden AM-Antenneneingängen (Erdung und Antenne !!)
 
-     FM-Antenneneingänge sind spannungsfrei!
 
Ich habe Kondensatoren der Klasse Y2 bestellt!
 
Fragen:
 
Welche Kondensatoren muss ich gegen die Y2-Typen ersetzen, um auf der sicheren Seite zu sein?

   

Ich vermute, den im Bild gezeigten 4,7nF 1000V=. Der wird auf jeden Fall getauscht, da ein Papierkondensator mit gemessenem Wert von 9,6nF. Den will ich gegen einen Y2-Klasse austauschen. Der Tausch unterblieb bisher, weil ich den Spannungsbereich 1000V= nicht habe.
 
Mit diesem Kondensator von 9,6 statt 4,7 nF habe ich jeweils gegen das Chassis folgende ~Spannungen messen können!
 
 
Phase liegt am Chassis:          AM:    71 mV            Erde : 70 mV
Phase nicht am Chassis:                 10,7 mV                   10,2 mV
 
Mich verblüfft das Ansprechen der Phasenprüfer bei 70mV, der eine geeignet von 150 bis 250V~, der andere von 100 bis 500V~. Bei 10mV glüht nichts, was ich erwartete.
---
 
Einschätzung: Der Kondensator, trotz des von 4,7 auf 9,6 nF ausgeweiteten Wertes, tut noch seinen Sicherungsdienst.
 
Ich bin gespannt, welche Spannungen mich erwarten, wenn der Austausch gegen einen neuen 4,7nF y2 Kondensator erfolgt ist.
 
--
 
Nächste Frage: Wie ist das mit der Netzantenne?
 
Ganz überwiegend wird aus Gründen der Sicherheit davon abgeraten, die Netzantenne im Gerät zu lassen, da die Sicherheit nur durch einen Kondensator gewährleistet wird, und wenn der durchschlägt an der Antennenleitung die Netzspannung liegen kann …
 
Es wird auch immer behauptet, dass mit diesen Netzantennen heutzutage kein guter Empfang mehr möglich ist. Bei mir im Keller bekomme ich allerdings mit der Netzantenne am Arbeitsplatz einen besseren Empfang als mit Behelfsantennen (Wurfantennen).
 
Beim Grundig 87A wird die Sicherheit aber nicht durch einen Kondensator, sondern induktiv ala Volltrafo und damit mit galvanischer Trennung erzeugt.

   
 
Bei Messungen mit dem Voltmeter konnte ich an den PINS des FM-Steckers gegen das Chassis folgende Spannungen messen.
                                                           Pin1                            Pin2
Phase liegt am Chassis:                      12,46V~                    12,54V~
Phase nicht am Chassis:                     2,62V~                      2,64V~
 
Das sieht auch sehr ordentlich aus, Fingerprobe habe ich gewagt und ja, nichts gemerkt.
 
Ich sehe bei dieser galvanischen Trennung - eigentlich - kein Sicherheitsproblem.
 
--
 
Ergänzende Frage: Eigentlich sollte es bei einem „Trafo“ egal sein, auf welcher Seite der Primärwicklung die Phase eingespeist wird. Dementsprechend sollte sich nach meinem Verständnis an der bei der Sekundärwicklung jeweils die gleiche Spannung erzeugt werden. Dem ist aber nicht so, es gibt einen Unterschied von 10 Volt, bei maximal 12,5 Volt ist das ein riesiger Wert!
 
Warum ist das hier anders?

--

Ich bedanke mich schon jetzt für die Hilfeleistung und wünsche Allen noch einen schönen Abend,


Wolfgang

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  Loewe-Opta Amigo 57U Type 9043
Geschrieben von: Pitterchen - Vor 9 Stunden - Forum: Reparaturen und Restaurierungen - Antworten (3)

So, nachdem ich gestern meinen kleinen Freund vorgestellt habe, habe ich ihn heute Morgen in meine Werkstatt mitgenommen und die ersten Bilder angefertigt.

Wie gestern schon erwähnt, fehlt ja die Glasscheibe über der Skala und beim Einschalten spielte er sofort auf UKW, jedoch mit einem deutlichen Brummen im Hintergrund.

Als sehr positiv habe ich es empfunden, dass es nach Einschalten ca. 2 Sekunden dauert und das Gerät schon spielt.

Als erstes habe ich die beiden Elkos 2x16 µF/250V ausgewechselt. Diese beiden Elkos sitzen in einem Gehäuse mit einem gemeinsamen Masseanschluss. Nun sitzen im Gerät zwei einzelne Elkos mit je 22µF/450V.

Als Ersatz für die Glasscheibe habe an Acryl gedacht. In der Scheibe braucht es zwei Aussparungen für den Senderwahlknopf rechts und den kombinierten Ein/aus/Lautstärkeregler.

Der Skalenzeiger sollte dann aber im unteren Bereich geführt werden, weil er sonst über die Acrylscheibe schabt.

Ideen zum Gerät, sowie Tipps und Anregungen sind willkommen.

Viele Grüße

Peter

Hier die ersten Bilder des Gerätes:

   
 
   

   

   

   

   

   

   

   

   

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  iTV auf Basis eines italienischen Porti
Geschrieben von: saarfranzose - 19.05.2019, 22:22 - Forum: Portable TV Geräte in s/w und Farbe - Antworten (7)

der Flohmarkthändler hätte wohl nie gedacht das jemand für das zerbeulte, vergammelte Fernsehgerät 25 Euro ausgibt. Und ich hätte nicht gedacht das ich mehr als den herrlichen massiven Messingrahmen von dem Fernseher gebrauchen kann. Das sind so Spontankäufe. Nicht viel überlegt, nicht verhandelt. Mein Gedanke: irgendwas werde ich schon draus machen.

   

   

   

   

   

ich habe es dann auch umfangreich geschlachtet. Einen passenden 12" HDMI-Monitor bei ebay geschossen, eine Steckdosenleiste mit USB-Netzteil im Bauhaus gekauft (in dem Gehäuse ist ja Platz genug). Für die Bodenplatte und die Rückseite hatte ich mich alter Techniken zurückerinnert, als ich statt mit 3D-Druck mit Laminatplatten gebastelt habe.

Als Empfänger genügt ein älterer Raspi 2B+ , das NF-Teil ist etwas kräftiger ausgelegt.

   

   

   

   

   

   

   

   

der aktuelle Stand ist das ich die Seitenverkleidung von Stoff und vergammeltem Schaumstoff befreit habe, entrostet, grundiert und goldfarben lackiert habe. Das Bedienteil will ich noch etwas schöner ausbauen und die offenen Schlitze über und unter dem Display verblenden. Und vielleicht bekomme ich die Blechteile noch besser gerichtet.

   

   

   

   

   

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  Restaurierung einer SABA Meersburg Automatic 6
Geschrieben von: Chingachgook - 19.05.2019, 20:54 - Forum: Reparaturen und Restaurierungen - Antworten (5)

Da in letzter zeit einige Automatic geräte hier im Forum vorgestellt wurden, und es auch eingige restaurations berichte gibt (einige noch am laufen)  möchte ich hier nun auch meine restaurierung vorstellen.
Der beitrag ist recht lang, weshalb ich um ein dazwischenschreiben zu verhindern, erst mal nur die texte eingestellt habe. Die bilder werde ich nach und nach einfügen.

Der text hat einige stellen welche noch abgeändert werden müssen. Ich werde bescheid sagen wenn das fertig ist. Sollte irgend jemand einen gravierenden fehler endecken, dann bitte ich das man mir das über PN melded um es im original text abzuändern.


Kondensator wechsel und betriebssicherheit an einem Röhrenradio (Saba Meersburg Automatic 6-3D)
 
Ich wollte einen beitrag schreiben  wie man ein altes Röhrenradio in einen betriebssicheren Zustand versetzt.
Einige werden meinen das sie es schon dutzend mal an verschiedenen Geräten gesehen und auch selbst durchgeführt haben.

Also ein eher nicht gerade spannendes Thema.
Aber man muss auch bedenken das so eine Instandsetzung bestimmte Randbedingungen erfüllen muss die nicht jeden bewusst sind.
Ist das Radio hinterher zu verkaufen oder zu verschenken kann es sein das der Nachbesitzer Probleme mit dem Gerät bekommt.
Probleme welche uns als erfahrenen Bastler nicht weiter stören, und wir am liebsten gleich selbst beseitigen werden.
Das Problem könnte spätestens dann ärgerlich werden wenn man die Versicherung anrufen muss ,weil was unangenehmes passiert ist.
Schlimmer noch wenn der Anruf von der Versicherung des vermeintlichen Käufers oder Beschenkten kommt, welcher über Verluste klagt..........

Ich habe mir gedacht, warum nicht einen Beitrag schreiben um Probleme vorzubeugen und gleichzeitig auch zu zeigen wie man einen kompletten Kondensatoren Wechsel durchführt.

Es wurde schon viel geschrieben, aber es ist auf viele Beiträge verteilt und man müsste lange suchen um alle zu finden.
Mit der Voraussetzung das man weiß das sie existieren.......

Da der Beitrag eher für Einsteiger und Neulinge gedacht ist werde ich auf jede Kleinigkeit so gut es geht eingehen.
So können  auch die weniger erfahrenen Bastler die Sachen besser verstehen.
Deswegen bitte ich jetzt schon die Spezialisten unter uns, um etwas Geduld beim Lesen.

Bevor wir allerdings anfangen, muss ich auf die Sicherheitsregeln hinweisen welche man als Radiobastler befolgen muss.
Diese stehen  im bereich SICHERHEIT zum Nachschlagen zur Verfügung.
Diese regeln und hinweise sind
UNBEDINGT
zu befolgen.
Ich und die Forumsbetreiber übernehme keinerlei Verantwortung für Schäden welche durch Manipulation in den alten Geräten zustande kommen könnten.

Jeder ist für sich selbst ,seiner ,und der anderen Sicherheit verantwortlich.

Punkt eins.

Ein neu erhaltenes Radio gehört erstmals NICHT an die Steckdose.

Auch wenn es noch so gut aussehen mag.  

Auch sollte man auf keine Verkäufer hören welche meinen:

Das Radio kann Problemlos betrieben werden, oder wahr bis zuletzt noch in Betrieb.
Ein Hausbrand könnte die folge sein.

Ein unüberlegtes und überstürztes Handeln kann auch eine große Zahl an Bauteilen ruinieren.
Diese könnten  hinterher nur mit viel Aufwand und eventuell erst mit noch viel mehr Geld wieder aufzutreiben sein.

Sollte das Radio bereits kein Netzkabel mehr haben oder ist der Stecker abgeschnitten - entfernt worden, bedeutet das für uns, das äußerste Vorsicht geboten ist.
Es ist ein Hinweis das schon der Vorbesitzer Probleme mit dem Radio gehabt haben könnte.
Oder er brauchte mal eben einen Stecker.  
Weil wir es nicht wissen, werden wir  immer höchst misstrauisch dem neuem Radio entgegentreten.

Punkt zwei.

Wir öffnen den Apparat von hinten und schauen ob das Radio noch im Originalzustand ist. 
Angelegenheit die oft mit viel Staub zu tun hat.
Bei der Gelegenheit schauen wir ob alle Röhren vorhanden sind und diese an der richtigen Stelle eingesteckt wurden.

Danach schauen wir ob sich sonst keine Auffälligkeiten bemerkbar machen.
Zum Beispiel  fehlende Lautsprecher Verbindungen, tote Nager, durchgeschnittene Kabel etc.

Spinnen samt Behausung und Staub sind dagegen keine Seltenheit und stellen auch generell kein großes Problem dar.
Wir sollten aber auf Holzwurm Schäden achten, denn diese können das Radio in kurzer Zeit zerstören.
Eventuell auch andere Geräte und Möbel in unserem Haus befallen.

Den Holzwurm bemerkt man an den kleinen Sägemehl Haufen nahe den Löchern wo diese aktiv sind.
Wie man sie bekämpft, kann man woanders im Forum nachsehen.
Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Es muss nicht immer Chemie sein.

Unter dem Radio ist oft auch noch ein Deckel oder Abdeckung vorhanden.
Darunter verbirgt sich das eigentliche Innenleben des Radios.

Wir sollten auf moderne Bauteile achten welche uns verraten das schon mal jemand am Apparat gebastelt hat.
Das ist ärgerlich weil dieser jemand eventuell keine Ahnung hatte was er da genau macht, und das Gerät unter Umständen kaputt-repariert wurde.

Für einen Leihen ist es schwierig den Originalzustand wieder herzustellen. Vor allem wenn man keine Schaltung zu dem gerät hat. Manchmal hat man aber auch das Glück und es ist statt einer über großen Menge Staub sogar ein seltener originaler Schaltplan vorhanden. 

(oder man fragt hier im Forum danach)
 
Die Positionen wo welche Röhren hin gehören ist meistens auf der Rückwand vermerkt.
Man muss das kontrolieren. Es ist nicht das erste mal das ein Radio mit vertauschten Röhren verkauft wurde.

Oft fehlen auch die teuren Röhren und an ihrer stelle steckt irgend eine andere billige Variante als Platzhalter.
Auch das gibt es. Ein komplettes Radio verkauft sich eben besser.
Habe diese Situation selbst schon ein paar mal gehabt. Gekauft wie gesehen.

Wir achten auch besonders auf die berühmte Alufolie da wo eigentlich eine Sicherung  stecken sollte.
Und wo wir schon dabei sind...    ¿¿¿ Ist denn eigentlich auch die richtige Sicherung eingebaut ??? Eine andere, falsche Sicherung kann uns verraten das schon früher mit dem Radio was nicht in Ordnung war.
Eins ist schon mal klar, Sicherungen gehen nicht ohne Grund kaputt.
In dem Radio welches ich für diesen bericht verwenden werde ist noch die richtige Sicherung drin, weshalb ich davon ausgehe das der Trafo noch in Ordnung ist.

Das ist wichtig um überhaupt mit den ganzen Arbeiten anzufangen.
Ist der Trafo kaputt lohnt es sich eventuell nicht die ganze Arbeit anzufangen.

Ja, Trafos gehen auch mal kaputt.
Vor allem wenn man die falschen Sicherungen einbaut weil die richtigen immer durchbrennen.
 
Gründe gibt es viele, aber fast immer sind es gealterte Kondensatoren , welche wir ALLE kompromisslos austauschen werden.

Den Grund werden wir nachher während dem Austausch sehen können, weil ich jeden der alten Kondensator noch einmal einzeln nachmessen werde. Auch wenn diese eigentlich wie neu aussehen. 
Das richtige Messgerät verrät uns stets das Gegenteil.

Ich verwende ein Spezialgerät welches die Kondensatoren unter ihrer maximalen Betriebsspannung testet.      
Dieses gerät ist für das Kondensator austauschen zwar nicht erforderlich, denn ich benutze es nur um zu zeigen das wir die Kondensatoren in alten Radios bedingungslos unter schlecht bis gefährlich  einstufen können. 
Die Messergebnisse sind oft erschreckend und sprechen für sich selbst.............

Auf diesem link kommen wir auf einen beitrag welcher die problematic etwas genauer betrachtet.
 
Link: Alte Papierkondensatoren müssen ausgetauscht werden
 
Nachdem wir nun das wichtigste über Papier Kondensatoren wissen geht es jetzt weiter mit einer kompleten Kondensator kur an einem Röhrenradio
 
 
Ich will euch meinen Patienten vorstellen, welchen ich betriebs sicher machen will indem ich seine alten unbrauchbaren und teilweise gefärlichen kondensatren gegen neue austausche.

Es handelt sich  um eine SABA Meersburg Automatic 6-3D Export 
Dieses Modell war für den Schweizer Markt bestimmt.
Das verrät uns das helle Holz und vor allem die grüne Skala welche auf 
Deutsch beschriftet ist.

Dieses gerät ist nicht unbedingt für Anfänger geeignet, aber es ermöglicht mir verschiedene Sachen zu zeigen.
 
So haben auch die etwas fortgeschrittenen ihren Spaß.

Hier ein paar Bilder des Radios.
Wie man sehen kann noch nicht gereinigt und vom lagern etwas verstaubt.
Das Chassis dagegen erfreulich staubfrei.
 
     
     


Es fehlen die Kappen an den Knöpfen und ein paar Macken am Gehäuse sind leider auch vorhanden.
Ich gebe dem Gerät deshalb eine Note 3
Ich kaufte dieses Radio für wenig Geld , dafür aber ohne Lautsprecher . Wenigstens wahren die original Röhren noch alle im Gerät.

Für die Experten unter uns sei erwähnt das die zwei großen Lautsprecher welche da halbwegs zu sehen sind aus einer Freudenstadt 7 stammen.
Also aus dem folgenden Produktionsjahr.
Diese Freudenstadt wahr eine Transportleiche.  Da wahr nichts mehr zu retten. 
Glücklicherweise blieben die Lautsprecher ganz und wurden natürlich aufgehoben.
                    
Der Rest endete als Teilespender.........

Die Lautsprecher der beiden Geräte unterscheiden sich eigentlich nur am Magnet Durchmesser.  Hier sind diese jetzt etwas kleiner.
Das macht aber nichts aus, denn wer spielt sein Radio heutzutage schon auf voller Lautstärke.

 
 
Ab jetzt wird es interessant, denn wir fangen mit den Vorbereitungen zum Kondensatorwechsel an.
Wie schon weiter oben angedeutet, werde ich alles schrittweise dokumentieren.  
Also nicht wundern wenn hier wirklich bis auf die letzte Kleinigkeit eingegangen wird:

1)
Das Radio kommt auf die Tischkante wo die halte schrauben vom Chassis von unten zugänglich sind.
Diese werden jetzt abgeschraubt. Sie kommen komplett raus, denn sie müssen gleich wieder verwendet werden.
Wehrend wir die schrauben nach unten entfernen, bleibt das Radio  in seiner normalen Position stehen.


   
 
Würden wir den Apparat  für diese Arbeit umdrehen oder auf eine Seite legen, um besser an die schrauben zu kommen,würde sich das Chassis  bei der letzten Schraube vom Gehäuse lösen und runter krachen. Game over.
Die Ferrit-Antenne ist gebrochen,die Skala hat einen Sprung, der Arbeitstisch eine Delle.....

2)
Nachdem wir auf die richtige weise alle schrauben entfernt haben, können  wir das Chassis samt Skala nach hinten aus dem Gehäuse raus ziehen.
Die Lautsprecher können bei SABA sehr praktisch mit einen kleinen Steckeranschluss abgeklemmt werden.
Bei anderen Radios muss man die Kabel dazu ablöten.
Man muss sich allerdings vorher eine Markierung machen wo welches Kabel nachher wieder angelötet werden muss.
Sonst klingt es später nicht wie es soll. Vor allem wenn mehrere Lautsprecher im spiel sind.

Warum das so ist ist einfach erklärt.
Ein Lautsprecher schwingt nach vorne und nach hinten um den Ton zu erzeugen.
Sind es zwei Lautsprecher müssen sie gleichzeitig in die selbe Richtung schwingen.
Wurde ein Kabel vertauscht swingt beim selben Ton ein Lautsprecher immer in die entgegengesetzte Richtung des anderen.
Das wäre wie als wenn beim Tauziehen beide Mannschaften in die selbe Richtung ziehen würden...........so wird das nichts

Die Lautsprecher verbleiben im Radiogehäuse angeschraubt wo sie uns nicht weiter stören oder kaputt gehen können

Jetzt kann man auch gut das Produktionsjahr des Gerätes feststellen.
Mein Gehäuse wurde am 29- nov-1955 fertig gestellt . Der Motor wurde am 2- Dezember abgestempelt.
Also wahr dieses Radio höchstwahrscheinlich um die Weinachtzeit verkauft worden.



Wir haben es also mit einem Schweizer Weihnachts-Radio zu tun.
Und schon ist durch die neue Erkenntnis der Apparat eine Nummer interessanter geworden.

Die Note 3 wird zur  3+
 
     
      

 
3)
Jetzt kommt das Bastelgestell ins Spiel. Ich verwende immer noch mein sehr bewährtes erstes Muster.
Es ist aus Holz, leitet keinen Strom, ist billig in der Material Beschaffung und Herstellung.
Wenn man es nicht mehr braucht verschwindet es im Handumdrehen in irgend einer ecke und stört dann nicht mehr.

Hier der link zum beitrag mit dem bastelgestell sollte sich jemand so ein teil nachbauen wollen.
Link: zum bastel gestell

Das ausgebaute Chassis wird nun mit seinen eigenen Schrauben darauf befestigt.
 
             
                             
Bis hier muss man es schaffen um die nächsten Arbeitsschritte anzugehen.
Als nägstes
  geht es um die Bestimmung der einzelnen Bauteile welche wir wechseln müssen.


Für einen Kondensator Wechsel muss man sich als erstes alle Bauteile aufschreiben damit man eine bestell liste erstellen kann.
Das gilt für diejenigen die über kein gut sortiertes Kondensator Lager verfügen, und die teile erst mal bestellen müssen.

Ich verfüge zwar über ein gut sortiertes Lager, aber für das was ich hier vor habe werde ich es genau so machen wie einer der es nicht hat.
Ich werde dann alle teile in Deutschland bestellen.
Da wo sie auch jeder andere in der selben Bauform Farbe und Größe bekommt.
So gibt es nachher beim vergleichen der eingelöteten teile keine Fehler weil diese vollkommen gleich aussehen werden.

Ich habe vorgesorgt und mir vor langen die gesamte Service Dokumentation zu diesem Radio besorgt.
 
         

 
Normalerweise sind diese bei einem Leihen nur selten bis gar nicht  vorhanden...
Man kann aber hier im forum sämtliche Dokumentation zu dem gerät anfragen welches man gerade reparieren will.

Die liste aus der Saba Kundendienstschrift ist zwar komplett was die Ersatzteile angeht, sie gibt uns aber keine Auskunft darüber wie fiele Kondensatoren von jedem einzelnen  Typ verbaut wurden.
Also muss man sich jeden einzelnen Kondensatore im Radio ansehen und die werte dann aufschreiben.

Zum Glück hatte ich einen Helfer welcher mir die Sache etwas erleichtert hat.
 
     

 
Schaut euch die Lösung mit dem Lämpchen an. Das ist die beste Lösung um sich die Arbeit zu beleuchten.
So was gibt es in jeden gut sortierten Lampengeschäft zu haben. Netzteil und Schalter gehören mit dazu.
Mit ein paar Handgriffen sogar regelbar damit das licht nicht zu grell wird und bei der Arbeit blendet.
Die Lösung mit der klammer ist wie für mein Bastelgestell geschaffen.
Weil das gesamte teil aus Metall ist kann auch nichts passieren sollten wir mal unvorsichtig mit den Lötkolben da dran kommen

zurück zu den Kondensatoren.
Mein Helfer und ich  haben bei diesem Radio 8 Elektrolyt und 24 Papierkondensatoren ausfindig gemacht.
Den großen 50+50 Elko nicht mit eingerechnet.
Das ist schon mal ein ganzer Haufen teile die wir da brauchen werden. Einige werte wiederholen sich dabei bis zu 5 mal.

Normalerweise ist es schon genug die Bauteile einzeln aufzuschreiben, aber um ein verwechseln oder verzählen zu verhindern habe ich ein Bild vom der unterseite des Chassis gemacht und dieses dann in Felder unterteilt. 1,2,3,4 - A,B,C,D,E

Auf diese weise erhält man einen Art Lageplan und kann die einzelnen Bauteile dort ohne Fehler zu begehen eintragen und später zuordnen.
  Bei Saba wurde in der schaltung  nur der wert eingetragen. Andere hersteller verwendeten aber die selbe nomenklatur  wie wir auf unseren  lageplan.

Also gut aufpassen und diese nummern nicht verwechseln.
Ich habe mir eine Kopie der Schaltung gemacht und dort die nummern aus meinem Lageplan mit rotem Schreiber neu markiert. Die originalen schaltungs unterlagen vom Hersteller habe ich dann wieder gut aufbewahrt. Ich arbeite dann nur noch mit der kopie. Da kann ihr nichts pasieren.

Hier das Chassis auf dem Bastelgestell von unten fotografiert.

Daneben das selbe Bild, aber schon in Felder unterteilt.
Die einzelnen Kondensatoren wurde alle mit nummern versehen.
 
         

  
 

Jeder Kondensator trägt jetzt seine Nummer, und die Farbe unterscheidet Papier von Elektrolyt Kondensatoren
in ORANGE die Papierkondensatoren, in GRÜN die Elektrolyt Kondensatoren.

Diese letzten sind nicht unbedingt kaputt. Vor allem nicht diese vom Hersteller Siemens-Halske.
Diese wahren damals schon vom besten, und mit heutiger Militärqualität vergleichbar.

Weil diese Bauteile heutzutage aber spott billig sind, habe ich mir gedacht das wir die auch gleich mit austauschen.
Es sind ja nicht so fiele und wir sparen uns die Transportkosten wenn wir alles auf einmal bestellen.
So gehen wir auf Nummer sicher, denn es gibt auch hier manchmal Überraschungen.

Auf dem Lageplan fehlen einige Kondensatoren weil sie nicht direkt unter dem Chassis zu sehen sind.


Wie zum Beispiel die berüchtigten Motorkondensatoren.  C-21 und C-22. Zwei ganz schön dicke Brummer.

Es handelt sich auch in diesen Fall um Papierkondensatoren welche wir in dieser form  bei einem Automatick Radio IMMER austauschen sollten.
Daneben kann man noch das Bild vom Lautstärke-Motor Kondensator sehen. Es ist der Kondensator C-23
Dieser wird nur geringer Spannung ausgesetzt.
Ich bin schon auf seine Messwerte  gespannt.....
Er wurde ja nie einer starken Spannung ausgesetzt.
 
         

 
Zuletzt noch der Kondensator C-24 direkt auf der Ausgangs Seite des Haupt Trafos.
Dieser wahr schon so hinüber das es dazu geführt hat das die Teeverschlüsse geschmolzen und komplet ausgelaufen sind.
Er liegt direkt am Trafo Ausgang, noch vor dem Gleichrichter.
Sollte dieser einen Kurzschluss bekommen wäre es das sichere ende für den Trafo.
Vor allem wenn jemand eine falsche Sicherung eingebaut hätte.
  
 
     

 
Auf der folgenden Tabelle welche mit den Positionen auf dem Lageplan übereinstimmt, kann man die original werte der einzelnen Kondensatoren in diesem Radio und die dazugehörigen nummern finden.

Die Positionen  A bis E und 1 bis 4 stimmen mit dem Raster auf dem Lageplan  überein.
 
     

 
Es war schwierig alle werte aufzuschreiben, Einige der teile waren sehr unzugänglich und mussten mit einen Zahnarzt Spiegel spiegelbildlich abgelesen warden.

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  Philips Radiorecorder RR517
Geschrieben von: Karo 200 - 19.05.2019, 18:14 - Forum: Transistorgeräte - Gerätevorstellungen - Antworten (5)

Hersteller: Philips
Typ: 22RR517/19R
Jahr: 1972/1973
Transistorbestückung: 21
Stromversorgung: Batterie 6 x 1,5V; Netz 220/110V
Wellenbereiche: UKW; MW; KW
Abmessungen: 340 x 210 x 100 mm
Gewicht: 3,5 kg

Diesen Radiorecorder habe ich mir während meiner Lehrzeit 1972 zugelegt.
In der Firma, in der ich gelernt habe ( 1. Lehrjahr 120,-  2. 150,- und 3. 180,- DM )
wurde das Gerät in Zahlung genommen. Dem Kunden war das Gerät während der Fahrt vom Gepäckträger
seines Fahrrades gefallen. Und da er das Gerät vor 3 Wochen bei uns im Laden gekauft hatte,
nahm mein Chef es in Zahlung.
Es war ziemlich ramponiert, aber spielte noch.
So kam ich günstig zu meinen ersten Radiorecorder. Das Geld war knapp, ich war gerade dabei meinen Führerschein zu machen.
Ich klebte die abgebrochenden Schraubdome im Gehäuse und wechselte die nicht mehr zu rettenden Gehäuseseitenteile.
Dieses Gerät begleitete mich eine lange Zeit und landete dann in den 80ern abgerockt im Keller.

.jpg   P1060996.JPG (Größe: 170,5 KB / Downloads: 196)

.jpg   P1060901.JPG (Größe: 158,5 KB / Downloads: 195)

.jpg   P1060902.JPG (Größe: 162 KB / Downloads: 194)
Nun fand ich in der Bucht das gleiche Gerät. Äußerlich in einem guten Zustand, aber teilzerlegt ohne Knöpfe, Batteriedeckel und
den Deckel für das Netzkabelfach.

.jpg   P1060903.JPG (Größe: 163,5 KB / Downloads: 192)
Es wurden beide Geräte zerlegt ( aus zwei mach eins )

.jpg   P1060904.JPG (Größe: 158,5 KB / Downloads: 191)
Vom Radioteil funktionieren beide Geräte,

.jpg   P1060905.JPG (Größe: 160,5 KB / Downloads: 191)
aber das Kassettenteil war bei beiden ohne Funktion.

.jpg   P1060906.JPG (Größe: 164 KB / Downloads: 192)
Von den Antriebsriemen ( 2 Stück ) war nur noch ein schwarzer Brei übrig.

.jpg   P1060907.JPG (Größe: 165 KB / Downloads: 192)
So sieht das Gerät nach einigen Stunden Arbeit voll funktionstüchtig aus.

.jpg   P1060896.JPG (Größe: 149,5 KB / Downloads: 193)

.jpg   P1060897.JPG (Größe: 156,5 KB / Downloads: 191)

.jpg   P1060899.JPG (Größe: 163,5 KB / Downloads: 191)

.jpg   P1060900.JPG (Größe: 149,5 KB / Downloads: 182)

Viele Grüße aus Peine
Detlef

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  Schaub-Lorenz Amigo 57 U, Type 9043
Geschrieben von: Pitterchen - 19.05.2019, 16:12 - Forum: Gerätevorstellungen - Keine Antworten

Hallo Bastlerfreunde,

heute stelle ich Euch meinen Speicherfund vor.
Im Jahre 2000 haben wir unser Fertighaus gebaut, bzw. komplett selbst ausgebaut.
Radiogeräte, die sich damals schon in meinem Bestz befanden, wurden auf den Speicher verbannt.
Darunter auch mein Grundig 2030 3D, der Kolster & Brandes, der an Jürgen (Daniel) weitergegeben wurde, ein riesiges Sonneberg Radio usw.
Darunter befand sich aber auch das Schaub-Lorenz Gerät und ja, es geriet in Vergessenheit.

Heute habe ich es ausgegraben und mutig einfach ans Netz angeschlossen.
Nach einigen Sekunden spielte es bereits.

Alles weitere zum genauen ersten Befund schreibe ich morgen in die passende Rubrik.
Nur eines vorab, dem Gerät fehlt das Glas über der Skala.

Bestückt ist das Gerät mit den Röhren:

3 x DF 96
1 x DK 96
1 x DC 90
1 x DAF 96
und 1 x DL 94.
Gebaut wurde es in den Jahren 1956/57 und kostete damals stolze 299.-DM.


Hier der Link zum Radiomuseum:

https://www.radiomuseum.org/r/schaub_amigo_57u.html

Viele Grüße

Peter

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  Reparaturhilfe zu Klappzahlenwecker ELAC RD 200
Geschrieben von: Ebi96 - 18.05.2019, 13:21 - Forum: Transistorgeräte - Reparaturen und Restaurierungen - Keine Antworten

Hallo Leute,

aktuell bin ich mit der Reparatur eines ELAC RD 200 Klappzahlenweckers beschäftigt.
Die Uhr und auch die Datumsanzeige funktioniert bereits einwandfrei, deswegen frage ich hier im Radiobereich.

Der Radioteil bereitet mir noch ein paar Probleme.

Deshalb suche ich hier jemanden, der schon mal einen ELAC RD 200 repariert und vielleicht sogar weitgehend auseinandergebaut hat.
Das Radio hat höchstwahrscheinlich einen Wackelkontakt.
An die Platine an der ich eine oder mehrere kalte Lötstellen vermute ist aber kein drankommen.
Außerdem funktioniert die Netzausfall-Anzeige nicht. 
Vielleicht gibt es hier jemanden, der sich damit schon mal beschäftigt hat.
Da die Netzausfall-Anzeige bisher ein einziges Mal funktioniert hat, aber meist durchgehend aus oder  aber manchmal auch durchgehend an ist, auf die Rückstelltaste zu reagieren, vermute ich auch dort eine kalte Lötstelle.
Aber auch da komme ich nicht dran. Diese Platine ist zwar nur gesteckt, aber nach fast 50 Jahren habe ich eher das Gefühl, dass die Platine abreißt/abbricht, anstatt sich auch nur eine Millimeter zu lösen.

AM funktioniert aktuell auch noch gar nicht, aber danach suche ich erst, wenn das Radio keinen Wackler mehr hat.

Kurz zusammengefasst suche ich jemanden, der sich speziell mit diesem Gerät schon mal ausgiebig beschäftigt hat und ein paar „gewusst wie“ Tipps geben kann. 

Hier noch ein Link zum Radiomuseum:

https://www.radiomuseum.org/r/elac_rd200rd_20.html

Ja, ich habe die Beiträge zur Netzausfall-Anzeige gelesen.
Allerdings komme ich ja nicht dran, an die betreffende Platine.

Ich hoffe jemand hat hilfreiche Tipps für mich.

Freundliche Grüße 
Tim

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  Heimsender LW-MW-KW
Geschrieben von: Bastelbube - 18.05.2019, 13:16 - Forum: Selbstbaugeräte - Gerätevorstellungen von fertiggestellten Geräten - Antworten (10)

Hallo zusammen,
in den vergangenen Tagen, habe ich mir noch einen kleinen Heimsender gebaut.
Jetzt wird der ein oder andere sagen:
"Der hat doch schon einen"
https://radio-bastler.de/forum/showthrea...37&page=15
Das stimmt, der funktioniert auch vorzüglich, nur vermisse ich bei ihm den Kurzwellenbereich
und den soll mein neuer Heimsender nun mit abdecken.

Als Kernstück habe ich folgende Platine eingesetzt, einen "DDS AM LW/MW/SW TRANSMITTER"
   

und hier die technischen Daten des Moduls, das es im Internet fertig aufgebaut,
für etwa 75 Euronen, zu kaufen gibt:

DDS 100 kHz … 30 MHz (Transmitter) Mess-/Prüfsender AM-CW
   DDS = direkte digitale Synthese, bedeutet jitterarmer frequenzstabiler Sinusgenerator
   flacher Amplitudenverlauf von 100 kHz bis 30 MHz (breitbandige Schaltung,
   keine abgestimmten Schwingkreise)
   Abstimmschritte: 1 Hz,10 Hz,100 Hz,1 kHz, 10 kHz, 100 kHz, 1 MHz
   HF Leistung +11dBm PEP an 50 Ohm (2.5Vss einstellbar)
   siebenpoliges elliptisches Tiefpassfilter für 30 MHz am Ausgang
   Oberwellenunterdrückung > 70dB oder besser
   AM Modulation
   Audioqualität (Klirrfaktor kleiner als 0.009 % bei 1.0 kHz)
   Audiobandbreite maximal 20 Hz … 50000 Hz
   PTT Mode / Tastfunk möglich, wenn statt des Jumpers eine Taste angeschlossen wird
   Einknopfbedienung mit inkrementalem Winkelgeber (Drehknopf mit Tastenfunktion) für alle  
   Funktionen: "Drehen zum Anwählen der zu ändernden Stelle (Digit)
   =>  Tasten  => Drehen zum Ändern des Digitwertes"
   2 x 16 Zeichen LCD Display
   Speicherung der letzten eingestellten Frequenz nach Ausschalten
   Reichweite ca. 10m....100m
   Stromversorgung: Gleichspannung 12 V / 500 mA
   Leiterplattenabmaße: 13,8 x 4,6 cm

hier das Modul mit Peripherie:
Als Stromversorgung dient ein Lithium Ionen Akku (12V / 6800mA),
als NF-Quelle das bekannte China-Modul.
Leider war der Ausgangspegel nicht hoch genug, so habe ich noch einen kleinen NF-Verstärker spendiert.
   


Diese Teile platzierte ich in einer kleinen Holzbox (16cm x 12cm x 8cm)
   

   

Leider passte der Knopf des Encoders nicht ganz in die Kiste, ein Loch im Deckel brachte Abhilfe.
Hier der Heimsender mit Ladegerät und kleiner Stabantenne
   

Gerade bei Frequenzen im KW-Bereich, muss man vorsichtig mit der Länge der Antenne sein,
sonst ist die Reichweite zu groß und man bekommt unerwarteten "Besuch".
Solange ich die oben abgebildete Stabantenne benutze, ist nach wenigen Metern, kein Empfang mehr möglich.

Mit Hilfe des China-Moduls ist es nun möglich, meine Radios bis in den Kurzwellenbereich,
mit UKW, bzw. MP3 vom USB-Stick oder SD-Karte, zu versorgen.

Viele Grüße,
Rolf

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