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Stereoverstärker mit 6N1P und 4P1L
#1
Hi,

bevor ich mit dem Bau anfange, möchte ich Euch den Schaltplan zeigen:

   

Gefunden habe ich ihn hier:

http://www.single-ended.com/4P1L-SE.htm

Er macht m.E. einen guten Eindruck.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#2
Die 4p1l als Triode geschaltet wird kaum mehr als 1W Sprechleistung liefern.

Als Pentode mit ca. 80 kOhm Schirmgittervorwiderstand ist sie aber ein direkter Ersatz für die RES164d (z.B. im VE301), ohne Änderung der Schaltung.

MfG DR
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#3
Hallo Wolfgang,
ich vermisse in der Schaltung (auch im Original!) den Anschluß für die Heizung der 6N1P.

Edit:
Ich habe die 2. 6,3V- Wicklung übersehen, da wo die Leuchtdiode dran ist. Ich schätze mal, die ist für die Heizung der 6N1P, steht aber nur "6,3V" dran.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#4
vielleicht sehe ich das falsch, die 4 P1L ist doch als Penthode geschaltet. In dieser Schaltung wird sie mit geregelter 4 V DC versorgt, was die Voraussetzung für brummfreies Arbeiten ist. In VE s führt sie deshalb immer zu verstärktem Brumm, wenn sie mit der 4 V AC Heizspannung betrieben wird.
Franz
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#5
"vielleicht sehe ich das falsch, die 4 P1L ist doch als Penthode geschaltet"

Das Schirmgitter ist über 100 Ohm mit der Anode zusammen geschaltet. Die 100 Ohm sind nur ein "Schutzwiderstand", im Prinzip könnte man auch das Schirmgitter direkt mit der Anode zusammen schalten. Der Schirmgitter-Strom ergibt an den 100 Ohm ja kaum einen Spannungsfall.
Folglich: 4p1l ist de facto als Triode geschaltet.

MfG DR
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#6
Hi, wie würde das denn als Penthode aussehen.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#7
Hi Wolfgang,

bei einer Penthode die auch als solche arbeiten soll ist das Schirmgitter entweder direkt oder aber über einen Schutzwiderstand mit der Anodenspannung verbunden (z.B am Siebelko angeschlossen), nicht direkt mit der Anode der Röhre, denn das macht wie schon erklärt wurde die Penthode dann zur Triode.
Grüße aus Ingelheim am Rhein,
Norbert (DF8PI)
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#8
Hi Norbert,

dann sieht das also -wie bei Jogi beschrieben- so aus: (Um vieviel würde sich dann die Ausgangsleistung gegenüber der Triode erhöhen?)


.jpg   Pentode.jpg (Größe: 16,18 KB / Downloads: 867)
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#9
Hallo Wolfgang,
ich hatte damals meine "4P1L-Endstufe", in einem VE-Umbau, so beschaltet,
diese funktioniert gut:
http://radio-bastler.de/forum/attachment.php?aid=36432
Viele Grüße,
Rolf
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#10
Na prima,

jetzt habe ich wieder einmal die Qual der Wahl!
Aber gut, im Probeaufbau kann ich ja experimentieren.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#11
Die 4П1Л ist ein Nachbau der RL4,2P6 (NF-Endstufe bzw. Sende-Röhre). Folglich sind die Parameter vergleichbar.

Die 4П1Л hat das Bremsgitter separat herausgeführt. In "Trioden-Schaltung" wäre es nur konsequent, g3 dann über einen (etwas höheren) Widerstand ebenfalls mit der Anode zu verbinden.

Für die 4П1Л gibt es keine Daten für die Sprechleistung als Triode.
Das Verhältnis von Sprechleistung als Penthode / Sprechleistung als Triode dürfte ähnlich zu dem sein, was TFK für die EL34 angibt: 11W / 6W , also etwa 2:1. Allerdings ist die Betriebsspannung bei der EL34 als Triode wesentlich höher als wenn sie als Penthode arbeitet.

Den geeigneten Arbeitspunkt für die 4П1Л heraus zu finden, ist somit eine spannende Aufgabe.

MfG DR
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#12
Siehst Du DiRu, das mit dem 2:1 wußte ich als Bastler nicht.
Für mich bleibt dann nur das Probieren über, aber auch das macht Spaß.
Mich reizt der reine Triodenklang und nicht unbedingt eine hohe Ausgangsleistung.
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#13
Hier noch ein Vergleich zwischen AD1 und AL4, der ein ähnliches Verhältnis zeigt.

   

Bild stammt aus dem "Ratheiser".

MfG DR
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#14
(05.02.2018, 13:40)Opa.Wolle schrieb: Siehst Du DiRu, das mit dem 2:1 wußte ich als Bastler nicht.

Es gibt kein festes Verhältnis der Sprechleistungen, wenn eine Endpentode als Triode geschaltet wird, das ist individuell verschieden.
Eine EL84 kann als Pentode 5,7W, in Triodenschaltung aber nur 1,95W, also ist der Leistungsabfall hier rund 1:3.

Die RL4,2P6 darf übrigens nur maximal 150V Schirmgitterspannung haben.

Grüße,
Jacob
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#15
"Eine EL84 kann als Pentode 5,7W, in Triodenschaltung aber nur 1,95W, also ist der Leistungsabfall hier rund 1:3."

Diese Information hatte ich auch gesucht, aber nicht gefunden.

Also kann man wohl als Daumenformel für die Sprechleistungen sagen:
  • Penthode / Triode wie 2:1 bis 3:1

Beim Umdimensionieren als "Triode" in jedem Fall darauf achten, daß die Verlustleistung an der Anode (7,5W) und am Gitter 2 (1,5W) nicht überschritten wird. [Gitter 3 mit 0,5W annehmen.] Mit dieser Vorsichtsmaßnahme kann die Spannung auch 150V übersteigen. Überschläge in der Röhre gibt es keine. Aber Ströme dann reduzieren durch entsprechend hohe negative Vorspannung am Steuergitter.

Bei Überschreitung der Verlustleistung glüht die Anode, was gut erkennbar ist. Aber die Drähte von g2 glühen dann auch, was weniger gut zu sehen ist. Und wenn die zu hell glühen bilden sich aus den Drähten "kleine Kügelchen". "Das war's dann."

Penthoden im "Trioden-Modus" zu betreiben ist nicht ganz trival.
Wir sind gespannt auf die erzielten Ergebnisse!

Grüße, Dietmar
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#16
(05.02.2018, 17:31)DiRu schrieb: "Eine EL84 kann als Pentode 5,7W, in Triodenschaltung aber nur 1,95W, also ist der Leistungsabfall hier rund 1:3."

Diese Information hatte ich auch gesucht, aber nicht gefunden.

Diese Angaben habe ich in der Franzis Röhren- Taschen- Tabelle gefunden.

Um mit Endtrioden eine möglichst hohe Sprechleistung zu erzielen, müssen diese bei niederer Anodenspannung noch einen möglichst hohen Anodenstrom erreichen. Dies erreicht man mittels einem niederen Verstärkungsfaktor µ, (wodurch sich allerdings der Bedarf an Steuerspannung erhöht). Die AD1 hat einen µ = 4.

Schaltet man Endpentoden als Triode, so wirkt hier der µ g2/g1 entsprechend. Bei der EL84 ist µ g2/g1 = 19, daher ist die Sprechleistung mit 1,95W als Triode nur relativ gering im Vergleich zur AD1 mit 4,2W bei sonst ähnlichen Betriebsverhältnissen.

Bei den Röhren 6V6 und EL90 ist µ g2/g1 = 10, daher wäre hier in Triodenschaltung mehr Sprechleistung zu erwarten als bei der EL84. Leider schweigen sich jedoch die Datenblätter hierzu aus.

Allgemein kann man sagen, dass als Triode geschaltete Endpentoden deutlich geringere Sprechleistungen erzielen als gleich starke echte Endtrioden.

M. f. G.
J. R.
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#17
So,

die -THELKO- Radiowerke - in diesem Fall aber die Verstärkerwerke - haben etwas vorgemuckt.
Ich habe in alter Manie wieder aus Lochblech ein Chassis angefertigt und die vorhandenen Teile eingesetzt.
Natürlich muß ich noch biegen, das aber werde ich einer Schlosserei im Nachbarort durchführen, es wird dann genauer.

Die Verdrahtung kommt dann später drann, wenn alles montiert ist, dann läßt es sich leichter experimentieren.

   
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#18
Hall Wolfgang,
das sieht schon mal gut aus. Diese Lochblech Konstrukte machen was her und sind sehr praktisch
Gruß Franz
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#19
Hi,

ja Franz, das läßt sich sehr gut bearbeiten und sieht auch m.E. noch gut aus.
Ich kam doch nicht zur Schlosserei und habe das Chassis (Gehäuse) doch wieder zu Hause gebogen.
Ein paar passende Hölzer, zwei Schraubzwingen, ein kleiner Hammer und ein Anschlagwinkel reichen vollkommen aus.
Natürlich mußten noch ein paar Befestigungslöcher und die beiden Lautsprecheranschlußbuchsen nachgearbeitet werden.

   
Viele Grüße aus Loccum, Wolfgang

Wer niemals fragt, bekommt nicht einmal ein Nein zur Antwort.

In Memorandum 2018
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#20
...mal wieder eine tolle Arbeit Wolfgang,
damit kannst Du auch in Serie gehen...
Viele Grüße,
Rolf
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