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Spektrumanalysatoren Gerätefehler
#21
hallö Dirk,
erstmal dickes Danke für den tollen Bericht, + daß sich mal jemand hier traut über derartiges zu schreiben.
Ich empfehle noch die Anschaffung von:

DC Block (bei einigen Herstellern wirds auch kapazitives Trennstück genannt), wenn ein Spec Gleichspannung bekommt ist der Eingang oft mausetot !
Bei den SMD Kisten kann das richtig ärgerlich sein, zumal es auch nicht unter Garantie fällt.
Desweiteren, eine Fet-Probe macht dann erst richtig Freude, man kann nicht mit einem 50 Ohm Input in den hochohmigen Kreisen alter Radios rumstochern, weist du ja.
Die extrem niedrige Lastkapazität solcher Tastköpfe verstimmt dann auch nicht die Kreise beim Messen. Atten haben solche Tastköpfe üblicherweise mit im Köfferchen.

lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#22
Im Prinzip stimmt es schon, daß (fast) alles "nur" berechnet wird.
"Schaun wir mal" ein entsprechendes Blockschaltbild an (TRF371135):

     
  • Bei den Klemmen 6 & 7 kommt das Eingangs-Signal (symmetrisch) herein.
  • Es geht dann auf 2 Ringmischer. Auch als I/Q-Mischung bezeichnet.
  • Bei den Klemmen 30 & 31 kommt das Signal vom "Local Oscillator". Dieses hat die gleiche Frequenz wie das Eingangs-Signal.
  • Es wird also (in jedem der beiden Zweige) auf die ZF-Frequenz "0 Hz", also direkt in das Basisband, herunter gemischt.
  • Ein HF-Signal hat eine "Amplitude" und eine "Phase". Das entspricht einer polaren Darstellung. Durch die I/Q-Down-Mischung erhält man daraus ein "komplexes" Signal: Das I-Signal ist der "Real-Anteil" und das Q-Signal ist der "Imaginär-Anteil". Das ist die kartesische Darstellung. Tatsächlich sind das natürlich beides "reale" (nicht "reelle") Signale, aus denen der Verlauf der Amplitude und der Phase des HF-Signals (wieder) berechnet werden kann. Es geht also keine Information verloren.
  • Da die I- und Q-Signale im "Basisband" (0 Hz bis halbe Bandbreite des HF-Signals: B_HF/2) sind, haben sie eine geringere obere Grenzfrequenz als das HF Signal direkt.
  • Für eine digitale Signalverarbeitung, z.B. FFT, benötigt man gemäß Abtasttheorem (Shannon) eine Abtastfrequenz f_A, die größer als die höchste zu verarbeitende Frequenz ist.
    Bei einem Analyzer, der bis 1,3 GHz geht, ergäbe sich so f_A > 2,6 GHz. Der u-Prozessor muß dann aber auch noch rechnen, wozu er dann aber "keine Zeit" mehr hätte.
  • Durch die Heruntermischung in das "Basisband" reduziert sich die notwendige Abtastfrequenz auf B_HF. Damit ist noch "Luft" vorhanden für die notwendigen Berechnungen.

Damit keine "Übersteuerung" ("overflow" im digitalen Bereich) entsteht, erfolgt vor den A/D-Wandlern (ADC) eine Pegelregelung. (Bis dahin haben wir analoge Signale.)

Das Signal des "Local Oscillators" wird von einem DDS-Generator geliefert. (DDS: direct digital synthesis)

Also: FFT im "Basisband", nicht direkt in der HF-Ebene.

Der TRF371135, dessen Blockschaltbild hier beispielhaft vorgestellt wurde, arbeitet bis 6 GHz

Außer dem teilweise analogen I/Q Downmixer und dem DDS Generator ist der "Rest" des Analyzers praktisch nicht viel anderes als ein PC. Kein Wunder, daß diese Geräte heute verhältnismäßig preiswert sind - und leicht zu produzieren.

MfG DR
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#23
Genau das Konzept hatte ich zumindest auch im Kopf....

Hier wird es auch noch ziemlich gut erklärt, leider aber in Englisch:
https://www.youtube.com/watch?v=-8fr_otW0q4
Grüße
Christoph
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#24
Das youtube Video mit dem Vergleich des Rigol Analyzers mit dem von Siglent ist echt sehenswert.

Hierbei wird deutlich, daß es sich lohnt, (nur etwas) mehr zu investieren, wenn man sich einen Analyzer zulegen will.
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#25
Hallo,
Kleiner Nachtrag zum Peaktech 4130. Wenn der angezeigte Pegel über den oberen Rand hinausgeht, kann man die Taste " Auto Scale " drücken, dann rückt er die Linie in einen optimalen Sichtbereich ein. Hatte ich anfangs bei meiner Gerätebeschreibung noch nicht so geschrieben, weil ich es im Moment des schreibens vergessen hatte. Gut, dann ist das auch geklährt.

Grüße aus Berlin
Dirk
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#26
Ich habe jetzt nochmal an einer Komplementärendstufe rumgedoktort. Egal, was ich mache, bis 2 MHz habe ich immer diese Verzerrungen am linken Rand. Oberhalb ist alles sauber. Da ich im Bereich darunter ein Signal Fremdeinspeisen kann und es wird sogar analysiert, wird bei dieser Serie der Generator `ne Macke haben. Ich hatte mir das mal am Oszi angeschaut. Und siehe da, nichts auswertbares. Ein unsauberer, naja Sinus kann man das nicht mehr bezeichnen. Dabei viel mir auch auf, das die Bandbreiteneinstellung nur die Abtastgeschwindigkeit verändert. Höhere Bandbreite, schnellere Abtastung des Bereiches. Und da ich unter 2 MHz nichts sehe, denke ich, wird hier die Macke sein. Der Sägezahngenerator wobbelt in diesem Bereich gar nichts. Unfassbar, das die das bei Peaktech nicht erkannt haben. Und trotzdem werben sie dafür, das dieses Gerät ab 9 KHz voll funktionsfähig ist. Eine Mogelpackung. Genau das gleiche mit dem AM/FM Demodulator, der nicht funktioniert. Eine Frage dazu an die, die sich hier etwas besser mit der Thematik auskennen. Könnte man das über ein Softwareupdate lösen oder sind größere Eingriffe notwendig ? Bis dahin erstmal.

Grüße aus Berlin
Dirk
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#27
Hallo,
Ich habe jetzt mal ein Foto mit einem Frendeingespeisten 9 KHz Signal gemacht. Also, detektieren macht er so ab 5 KHz, aber der Trackinggenerator läuft hier noch nicht. Zumindest konnte ich das am Oszi feststellen. Ich denke mal, das er hier nicht eingespeist wird, der Eingang offen ist und daher vielleicht dieses Rauschen anzeigt. So richtig nutzbar ist er erst ab 1,2 MHz, wie wir ja schon gesehen haben. Wundern tut mich, das sich die Herrn Ingenieure hier kein Bein ausgerissen haben, um das Problem zu lösen. Auch wenn ich den Trackingpegel anhebe, passiert nichts. Schwache Leistung, sage ich mal. Hat hier jemand eine Idee ?

Grüße aus Berlin

Dirk


.jpg   Spektrum 9 KHz detektion.jpg (Größe: 246,9 KB / Downloads: 145)
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#28
Hallo,
so ein ähnliches Problem habe ich mit meinem SPA auch. Bemerkenswert sind im ersten Bild die Oberwellen.
Im UKW-Bereich alles wieder in Ordnung.
So wie Dietmar es beschreibt sind es die internen Prozessoren die sich störend auswirken?
   

UKW Senderkette:

   

Ansonsten sehr zufrieden.
Maach der Freud sulang et jeiht, dat Levve duurt kein Iwichkeit.
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#29
Das kann man nicht direkt vergleichen.
Gery, dein Analsyer dürfte noch komplett analog arbeiten (bist auf den Frequenzzähler natürlich).
Ich vermute mal, dass du in dem ersten Bild (fast) 0Hz als Mittenfrequenz eingestellt hast. Diesen Peak bei 0Hz haben alle Analyser mehr oder weniger stark.
Bei dem anderen Signal wäre die Frage ob es vom Analyser kommt oder ob es die Antenne einfängt. Soweit ich das abzählen konnte sollte das etwas über 6MHz sein. Der linke Peak ist "nur" die Spiegelung des rechten bei sozusagen -6Mhz. Das verhalten ist normal.
Bei kleiner Bandbreite und kleiner Span sollte der Peak bei sozusagen 0Hz schmäler und kleiner werden.

Irgendwie sieht mir das ganze nach einem Nachbau von Hameg aus, vielleicht lässt sich davon noch eine Serviceanleitung beschaffen in der die Funktion genauer beschrieben ist.
Grüße
Christoph
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#30
Hallo Christoph,
ja ich denke auch das es eine Kopie vom Hameg ist. Dieses habe ich vor einigen Jahren in China geordert. Bisher hat es für wenig Geld gute Dienste geleistet. Die Signale kann man mittels Klinkenbuchse mit einem Kopfhörer abhören. So kann man damit auch Radio hören.

Ja du hast Recht das Signal im ersten Bild liegt bei fast 0Hz. Ab und zu läuft mir die Frequenz weg was nach einiger Aufwärmzeit völlig verschwindet. Bis auf die Frequenzanzeige ist alles analog. Man kann auch einen Marker setzen das war es auch schon mit den Extras.
Maach der Freud sulang et jeiht, dat Levve duurt kein Iwichkeit.
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#31
Hallo,
Nochmal zum Problem mit dem P 4130.
Ich hatte gestern nochmal mit jemanden aus der Entwicklung gesprochen. Dabei hat er mich an den Eintrag " Trackinggenerator gebracht. Da steht dann unter " Ausgangsflachheit " 20 MHz bis 1,5 GHz = +- 2 dB. Bei einigen anderen Firmen soll da schon ab 100 KHz stehen. Könnte es sein, das hier das Problem liegt ? Müsste ja dann mit einem der Mischer was nicht stimmen. Ich werde hier gleich nochmal vier Bilder veröffentlichen, die ich vor der Normalisierung gemacht hatte.

Grüße Dirk


.jpg   P 4130 - Ohne Normalisieren 01.jpg (Größe: 232,43 KB / Downloads: 39)
.jpg   P 4130 - Ohne Normalisieren 02.jpg (Größe: 270,69 KB / Downloads: 38)
.jpg   P 4130 - Ohne Normalisieren 03.jpg (Größe: 260,18 KB / Downloads: 39)
.jpg   P 4130 - Ohne Normalisieren 04.jpg (Größe: 254,02 KB / Downloads: 39)

Nach der Normalisierung ist alles geradlinig. Der Bereich unter 50 MHz sieht grausam aus. Diese Spitze bei 44,44 MHz gefällt mir nicht.
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