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Aktiver Empfangsdipol
#21
Wer misst, misst Mist.

Wie hoch ist die primärseitige Impedanz des Dipols und die sekundärseitige Impedanz der FET-Eingangsstufe des Verstärkers. Wurde das beim Ausmessen des Ringkernübertragers berücksichtig???
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#22
Hallo mit einer kleinen Ergänzung
Zum 1 Megaohm Widerstand zwischen Source und Gate 1 :
Habe die Schaltung gerade auf dem Messplatz. Wenn der Widerstand zwischen Gate 1 und Source liegt, ist eine Regelung der Verstärkung erst möglich. Liegt er hingegen an Masse, ist die Regelung nur sehr eingeschränkt möglich. Also ist das so schon in Ordnung, wenn er direkt am Source liegt. Schalte ich eine weitere Diode dazu, verringert sich die maximale Verstärkung auf -10 %.
Alles noch im Rahmen, da ich die Verstärkung nie auf Endanschlag drehe, weil es keinen Sinn macht.
Ich habe nun den HF Trafo wieder eingelötet und symmetrisch eingekoppelt. Das Ergebnis war nun wieder 10 % mehr an Leistung und die hohen Frequenzen ab 22 MHz werden nun wieder etwas angehoben.
Grüße
          Dirk
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#23
So, nun kommen zwei neue interessante Fotos.
Die Fotos zeigen das Spektrum von 1 MHz bis 30 MHz. Interessant daran ist, wie sich durch den Symmetriewandler das Spektrum ändert. Auf Bild 1 sehen wir das Spektrum nur von der Schaltung. Auf Bild zwei mit Symmetriewandler. Im unteren Bereich wurde es etwas weniger und im oberen Bereich etwas mehr. Die Rampe in der Mitte macht nur 4 dB auf meinem Messempfänger aus. Das ist fast nichts, wenn man bedenkt, das eine S - Stufe 6 dB hat. Das das Gesamtspektrum so seltsam aussieht, liegt nach meinen Erfahrungen alleine am eingesetzten Transistor. Andere Transistoren sehen dann wieder anders aus. Wenn man einen normalen Rundfunkempfänger mit dieser Aktivantenne benutzt, der ja eine Regelung besitzt, sollte man überhaupt keinen Unterschied hören.
Mehr kann ich an dieser Schaltung nicht mehr optimieren. Sie ist einsatzbereit. Nun muss ich die Schaltung nur noch in ein HF gerechtest Gehäuse einbauen. Die Aktivantenne arbeitet wunderbar.
Bis dahin erstmal.

Grüße aus Berlin

Dirk


.jpg   BF 981 ohne Symmetriewandler 02.jpg (Größe: 117,32 KB / Downloads: 604)
.jpg   BF 981 mit Symmetriewandler 02.jpg (Größe: 111,34 KB / Downloads: 603)

PS. Wer sich diese Schaltung mal aufbauen möchte, dem stelle ich gerne das Platinenlayout zur verfügung. Vorraussetzung ist, das Sprint Layout installiert ist, da ich es damit entwickelt habe.

Nochwas zur Spannungsfestigkeit des BF 981 : Der BF 981 verkraftet HF Eingangsspannungen von 2,5 V Us. Erst ab da geht er in die Sättigung. Ein J 310 schafft es gerade mal auf 480 mV Us. Ein KP 902 a schafft ebenfalls nur 500 mV. Eine Erhöhung auf 1 V bewirkt dann eine einseitige Begrentzung der Sinusspannung. Also, was die Spannungsfestigkeit des BF 981 angeht, ist er sehr gut geeignet.
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#24
Hallo nochmal,
Ich hatte mir jetzt nochmal die Endstufe angesehen und einiges versucht, aber ohne viel Erfolg. Der Austausch gegen BD 135 und BD 136 brachte absolut nichts. Ein unverändertes Spektrum. Die Linearität kann man etwas verbessern, indem man statt der 33 nF Kondensatoren je 1 nF einsetzt, davor aber noch 100 pF im Eingang. Am Ausgang die 15 nF können bleiben, weil mehr hier auch nicht mehr bringt. Irgendwie mag diese Art Endstufe nur bis 40 MHz gut zu funktionieren. Für höhere Frequenzen scheinen dann doch andere Schaltungskonzepte notwendig zu sein. Der 100 nF Abblockkondensator am Kolektor des oberen Transistors zur Ferritperle muss drinne bleiben, da man ansonsten zwischen 8 und 10 MHz eine Treppe im Spektrum hat. Also, meine Meinung zu diesem Impedanzwandler ist, das man sie bis 40 MHz gut einsetzten kann. aber perfekt ist sie nicht. Aber wer nur Radiohören will, für den ist sie gut geeignet. Auf den Bildern sehen wir zuerst diese Treppe ohne Abblockkondensator und das dritte mit. Der Unterschied ist sichtbar.
Zum Strom noch etwas. Liegt der Strom der Endstufe unter 35 mA, hat man bei 1 MHz einen Dip. Liegt man oberhalb von 38 mA, ist der Dip, also die Spitze weg. Das hatte ich mal vor Jahren beim messen ermittelt und darum den Ruhestrom nun immer auf 40 mA eingestellt. Haben die Dioden wenigstens was zu tun. Denn die halten dann den Ruhestrom schön konstant, wenn sie die Wärme des Transistors aufnehmen. Der höhere Ruhestrom bringt auch einen ganz geringen Anstieg der Leistung.
Noch etwas zum Empfang mit diesem Dipol : Nach meinen Beobachtungen liegt das Empfangsgebiet, wo sie besser hört als Vertikal bei etwas über 1600 Km. Also Griechenland empfange ich mit dem Dipol immer besser. Es hatte aber auch schon bei einer Station bei 7500 Km Entfernung sehr gut funktioniert. Vertikal war sie kaum noch zu erahnen und horizontal konnte ich sie dann gut empfangen. Auch so etwas ist möglich. Es ist ein interessantes Gebiet, wenn man sich näher damit befasst. Grundvorraussetzung ist natürlich, das beide Aktivantennen exakt den gleichen Pegel am Ausgang abliefern.

Bis dahin erstmal

Grüße Dirk


.jpg   Komplementärendstufe ohne Abbklockkondensator am Kollektor 01.jpg (Größe: 230,41 KB / Downloads: 555)
.jpg   Komplementärendstufe ohne Abbklockkondensator am Kollektor 02.jpg (Größe: 230,61 KB / Downloads: 562)
.jpg   KE mit Abblockkondensator 07.jpg (Größe: 230,18 KB / Downloads: 548)
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#25
Hallo,
Ich stelle jetzt mal die Bild von der Komplementätendstufe mit BD 135 und BD 136 ein. Wir sehen kaum einen Unterschied. Es ist eben nicht so einfach, einfach Transistoren mit höherer Transitfrequenz einzusetzen, um die Bandbreite zu erhöhen. Ich werde, da ich die Schaltung derzeit noch auf dem Tisch habe, nun noch mal die KT 363 und KT 368 einsetzen und schauen, wie sich das auswirkt.

Hier nun zwei Bilder vom Spektrum mit BD 135 und BD 136.

Grüße aus Berln
Dirk

       
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#26
Hier noch eine weitere Aufnahme der Komplementärendstufe, aber diesmal mit KT 363 AM und KT 368 A. Sieht eigentlich am besten aus. Hinter den 60 MHz geht es steil bergab. Bei 101 MHz ist eine enorme Spitze und danach dümpelt das so bis 200 MHz vor sich hin. Eine Berg und Talfahrt also. Weiter habe ich nicht geschaut. Wird dann auch schwierig mit den Messkabeln. Hier läuft die Endstufe mit 15 mA. Besser ist 13,2 mA. Der Nachteil ist aber, das ich die Dioden zur Wärmekontrolle schlecht an diese anbringen kann. Es ist sicherlich machbar, aber schwierig. Dient dann aber zur automatischen Arbeitspunktstabilisierung. Diese beiden Typen haben eine Transitfrequenz von ca. 1 GHz. Andere Pärchen kenne ich nicht, die so hoch gehen. Alles nicht so leicht.
Gut, aber nun haben wir wenigstens erstmal die Grundlagen, was welche Stufe so leistet in ihrem Frequenzspektrum.

Hier nun der Frequenzverlauf dieser Komplementärendstufe mit KT 363 AM und KT 368 A.

Grüße aus Berlin

Dirk

   
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#27
Ich hatte vorhin mal SF 137 d und KT 345 b probiert, was aber grausam aussah. Deswegen hatte ich auch keine Bilder davon gemacht. Aber, SF 137 d und KT 3107  passen gut zusammen. Der SF 137 wird dabei aber sehr heiß, was mir nicht passt. Also, die beiden gehen auch, aber das vorige Pärchen liegt mir mehr. Deshalb hatte ich gerade nochmal 20 Stück KT 363 B in Russland bestellt. Die sind dann wie die KT 368 A im Metallgehäuse und lassen sich auch besser kühlen. Man kann noch, zur Absicherung, zwei Dioden parallel zu den 20 Ohm Emitterwiderständen schalten.

Aber gut, hier nun das Spektrum des SF 137  und KT 3107 B. Wieder 1,5 bis 60 MHz

Grüße aus Berlin

Dirk

   
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#28
Den Sinn des Komplemantär-Treibers für das weiterführende Koaxkabel seh ich (immer noch) nicht, wie auch andere Details der Schaltung und ihres Verhaltens (starke Abhängigkeit von Spannungs- und Stromverhältnissen). Andere Breiband-Antennenverstärker, die auch wirklich von wenigen kHz bis viele 100MHz stabil arbeiten, sind da sehr viel einfacher aufgebaut und haben als Treiber nur einen Emitterfolger in Kollektorschaltung für das Koaxkabel zum Empfänger.
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#29
Es ist doch mal interessant zu analysieren, wie sich verschiedene Transistortypen auf die Bandbreite des Arbeitsbereichs auswirken und welche hier nutzbar sind. Darüber findet man ja leider nirgends Informationen. Geschweige angezeigte Spektren. Schreiben kann man ja viel, aber wie der wahre Arbeitsbereich aussieht, bleibt meistens ein Geheimnis.
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#30
Interessant ist es schon, aber wirklich bedeutsame Unterschiede, die von den Transistorparametern bestimmt werden (außer bei den SF128/SF018, die für den Schaltungszweck denkbar ungeeignet sind), sehe ich nicht. Die kleinen Unterschiede sind eher der insgesamt wenig geeigneten Schaltung, der verwendeten Bauteile und ihrem Aufbau zu suchen. Schon die 1mH Drosseln in Reihe mit den Basiswiderständen führen mit den Schaltkapazitäten und Sperrschichtkapazitäten der Transistoren zu unüberschaubaren Resonanzen, denke ich. Bei HF-Technik ist das typisches Verhalten.
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#31
Bevor ich jetzt weiter darauf antworte, stelle dich bitte erstmal vor. Ich schreibe ungern mit Leuten, die nicht mal Guten Tag kennen und einfach so aus dem nichts herraus irgendwelche Sachen schreiben.
Ist das in Ordnung oder bist du damit völlig überfordert ?
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#32
Guten Morgen Dirk!

Muss ich mich entschuldigen, schreib die kurzen Bemerkungen immer auf dem Weg zur Arbeit in öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem SmartPhone.

Bin der Kalle (Karl-Heinz) und bastle seit Mitte der 60er Jahre gerade auch im HF-Bereich (ursprünglich für den KW-Amateurfunk).

Meine Anmerkungen waren nicht böse gemeint, sollten nur zur Überlegung anregen.

Schönen (Bastel-)Tag

(Reflex-)Kalle
(den es mittlerweile Reflex-Schaltungen für Röhrenradios angetan haben)
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#33
Hallo Karl-Heinz,
gebe doch dein Namen in die Signatur ein, dann wird es automatisch an den Beitrag angehangen.
Langsam kommt man durcheinander bei den vielen Mitgliedern.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#34
Hallo Karl Heinz,
Danke erstmal für deine Antwort. So etwas schreibt man nicht im Bus, sondern in aller Ruhe zu Hause am Heimrechner. Nochmal zu den SF 128e und SF 018. Warum sollten diese ungeeignet sein ? Es sind HF Transistoren für breitbadige Anwendungen bis 60 MHz. Ich benutze diese schon seit Jahren sehr erfolgreich. Und wie du auf den ersten Bildern sehen kannst, machen die sich sehr gut, um noch die beiden Dioden oben drauf zu kleben, welche ja die Temperatur überwachen, damit der Arbeitspunkt stabil gehalten werden kann. Für mich, als Rundfunkhörer, machen diese ein gutes Bild auf meinem Messempfänger. Nachdem ich aber nun selber die Spektren der unterschiedlichen Pärchen gemacht hatte, werde ich am besten die KT 363 und KT 368, in einer Weiterentwicklung einsetzen. Es wird aber etwas schwierig werden, dort Temperaturfühlerdioden anzubringen. Aber das erst, wenn meine KT 363 aus Tomsk in Sibirien eingetroffen sind. Dann müsste ich aber noch ein gutes Tiefpassfilter, am Ausgang, zuschalten. Was ich oberhalb von 60 MHz gesehen hatte, sah etwas wild aus.
Ansonsten würde ich auch mal eine Gegentaktendstufe mit KT 610 a oder KT 606 a aufbauen, So richtig schön aufwendig.
Und SMD ist mir zu klein, sodas wir das hier gleich mal vergessen können. Es geht auch im Normalmodus. Vor allem kommen die meisten mit den bedrahteten Bauelementen besser zurecht als die Industrielöter mit Mikroskop.
Gut, bis dahin.

Grüße aus Berlin

Dirk
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#35
Hallo Dirk,
mal eine ganz banale Frage.
Warum verwendest du Transistoren die uralt und eigentlich nicht mehr zu beschaffen sind.
Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
Wirklich interessant ist doch so ein Teil wenn ich es auch nachbauen kann und nicht schon an der Bauteilsuche verzweifle.
Gruß Richard

Liebe Freiheit Menschlichkeit "und wir werden viele sein."
Es gibt nur eine Rasse die Menschen und was als Rassismus im Medialen Sprachgebrauch bezeichnet wird ist die schändliche Diskriminierung einzelner Menschen.










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#36
Hallo Richard,
Sind Röhren noch Modern und leicht beschaffbar ? Ich denke nicht. Es wird aber weiterhin eifrig damit gebastelt. Zweitens : SMD fällt in meinem Fall aus, da zu winzig. ( BF 862 im 1 mm Raster ). Drittens : Ich kenne keine modernen Transistoren, wo ich komplementäre Pärchen finde, die auch kühlbar sind. Viertens : BF 981 wird immer noch bei Eb....y angeboten und ist auch, für den normalen Bastler mit Lötkolben, zu händeln. Und : Früher ging`s auch.
Wenn ich bevorzugt auf ostdeutsche und russische Transistoren zurückgreife, liegt es daran, das ich mit denen eher vertraut bin. Ich versuche, das beste aus dem, was da ist, zu machen.
Das ist ein Bastler.

Abendgrüße aus Berlin

Dirk
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#37
Hi Dirk,

bastle ruhig weiter so, Erkenntnisse bringt es ja und das ist das Wichtigste beim Basteln.

Gruß

Kalle

P.S.: Abends setz ich mich nicht mehr an den PC, vor sowas Sitz ich auf Arbeit schon fast den ganzen Tag. Eigentlich könnte ich schon meinen Ruhestand genießen, aber ich bin nett und erfülle den Wunsch meines Arbeitgebers, doch bis zur Einführung der Telematik-Infrastruktur noch weiterzuarbeiten. Das hat sich alles sehr verzögert und hätte längst vor meinem Ruhestand erledigt sein sollen. Gibt aber bis heute keine ausreichende Menge vom BSI zugelassener Technik. Die Telematik-Infrastruktur der Gematik ist bisher nur ein geldverschlingendes IT-Projekt der Regierung(sparteien) Deutschlands und eben Lobbyismus, der damit geldverdienenden Unternehmen der Gematik.
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#38
Hallo Kalle,
Also, ich mache das hier alles zu Hause in aller Ruhe. Im Bus habe ich keinen Kopf für so etwas. Ich versuche, mit dem was ich kenne, was zu machen. Ich beschäftige mich ja nun schon einige Jahre mit diesem Thema und Erkentnisse gewinne ich genügend. Seitdem ich aber den P 4130 hier habe, kann ich noch viel tiefer in das Thema eindringen. Das ist eine feine Sache. Und wenn es heutzutage nichts neues an komplementären Transistoren gibt, muss ich eben auf altbewärtes zurück greifen. Muss man eben mechanisch etwas kreativ sein, um das Ziel zu erreichen.
Gut, das dazu.

Grüße aus Berlin

Dirk
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#39
Dirk,

frag mich immer noch, warum es eine Komplementär-(End)Stufe sein muss. Schließlich handelt man sich da schonmal zwei wechselspannungsmäßig parallelgeschaltete Sperrschichtkapazitäten ein, die die obere Frequenzgrenze begrenzen.

Aber egal, einfach weitermachen. Bin schon auf neue Ergebnisse gespannt.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#40
Vielleicht auch mal ein Blick auf MMICs (MSA0686 o.ä.) oder (Video-)OpAmps werfen. Die sind doch noch wirklich lötbar, letztere gibts ja auch im DIP-Format. Viele dieser ICs bekommt man vom Hersteller auch kostenlos als Testmuster zugeschickt. Alles also sehr bastlerfreundlich.

73 de
Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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