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Philips 836A Dirk (Hilti)
#1
Hallo Freunde,

diesen Thread muss ich zunächst mal ohne Bilder eröffnen. Der Dirk war am Freitag bei mir. Schon im Vorfeld deutete er an, dass er sich einen Philips 836 A gekauft hat. Der VK versicherte ihm zwar, das Radio funktioniert. Tut es auch. Aber leider nicht richtig. Der Verkäufer scheint das Gerät völlig demontiert zu haben, um die Bauteile zu reinigen etc.. Nun ist der Dirk sehr angetan von dem Radio. Aber verständlicherweise auch etwas enttäuscht. Also ließ ich mich darauf ein, das Gerät mal näher unter die Lupe zu nehmen.

Nun möchte ich Euch noch nicht sofort die Macken von dem Radio aufzählen. Vielmehr hoffe ich, dass Ihr mir etwas zu den Besonderheiten im Schaltbild sagen könnt. Das Radio hat es nämlich in der Beziehung in sich.

Natürlich habe ich zunächst das Schaltbild geladen, damit Ihr wißt, von was ich rede.

Das Gerät ist übrigens wieder solch ein "Inductance" Gerät. Es ist ein Zweikreiser ohne Rückkopplung. Ich habe auch solch ein Gerät. Das ist hochempfindlich und gibt auch prima wieder.

Das Gerät wurde in mehreren Ländern vertrieben. Die Röhrenbezeichnungen sind hier unterschiedlich, weil jeder Röhrenhersteller eigene Bezeichnungen benutzt hatte. Eine Vereinheitlichung der Röhrenbezeichnungen kam erst später. Ich habe aber die Röhren gleich umgeschlüsselt.

Das Gerät besitzt: 2 x H 4080D    -   RENS1204
                          1 x A4110        -   REN904
                           L 496D            -   RES964

Die G 1064 entspricht der RGN1064

Hier mal das Schaltbild:

   

Was fällt an dem Schaltbild auf? Die Lautstärke wird über einen Drahtregler hochfrequent beeinflußt. Hier kommt schon meine erste Frage: Warum wird denn der Drahtregler mittig mit einem 160 Ohm-Widerstand gegen Masse geschaltet? Insgesamt wird ja der Mittelanzapf vom Anodenwickel der Gleichrichterröhre über die beiden Widerstände an Masse gelegt.

Kurios ist ja nun, das die 2. Röhre 1284 mit der Kathode nicht an Masse liegt, sondern über einen 640 Ohm Widerstand und einen 64 K.-Ohm Widerstand an das Schirmgitter der 1. Röhre 1284 geht. Also die Kathode ist nicht, wie wir das gewohnt sind, an der Masse. Der Sinn dieser Schaltung ist mir unverständlich. Um dieses Gerät zum Laufen zu bringen, muss ich zunächst mal die Schaltung verstehen.

Dirk - falls Du vorher schon Bilder von dem Gerät gemacht hast, stelle sie bitte hier ein. Sonst muss ich das Gerät zunächst für die Bilder zusammen bauen.  Ich hoffe auf alle Fälle, Dir das Gerät zuverlässig zum Laufen zu bringen.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#2
Hallo Andreas,
von diesem Radio gibt es wohl mehrere Schaltbilder und meines aus dem GFGF zeigt die Kathode der zweiten Röhre über R10= 640 Ohm an Masse.
Der Lautstärkeregler ist hier, wie du schon schriebst, eigenartig angeordnet und beeinflusst die negative Steuergitterspannung der ersten HF-Röhre, gewonnen als Spannungsabfall an der Mittelanzapfung der Anodenspannungspannungswicklung, die Anzapfung des Lautstärkereglers dient wohl dem Massebezug auch des Ladeelkos
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#3
Hi,

die RES 964 ist eine direkt geheizte Endpenthode. Ich vermisse da eine Verbindung von der Heizwicklung nach Masse. So wie ich das sehe wird die Endstufe nicht arbeiten, da die Kathode zwar geheizt wird aber in der Luft hängt. Wie ist diese Verbindung im Gerät realisiert ?
Aufgrund der Angabe '26kOhm' denke ich, dass der Kathodenstrom der RES964 nicht über den Massebus fließt da der Spannungsfall ansonsten sehr hoch wäre. Ich denke vielmehr, dass nur die Kathoodenströme der 3 Vostufenröhren über das Lautstärkepoti fließen. Der Kathodenstrom der RES964 muss anderweitig fließen.

Dann das hier:

"Kurios ist ja nun, das die 2. Röhre 1284 mit der Kathode nicht an Masse liegt, sondern über einen 640 Ohm Widerstand und einen 64 K.-Ohm Widerstand an das Schirmgitter der 1. Röhre 1284 geht. "

Ich versuche mich mal an einer Erklärung:
Ich denke das ist Teil der Lautstärkrereglung. Dreht man den Lautstärkeregler zu, dann wird die Röhre 1 gesperrt weil die Gitterspannung unterhalb der Kathodenspannung liegt. Hierdurch sinkt der Anodenstrom und der Schirmgitterstrom sinkt auch. Durch sinkenden Schirmgitterstrom steigt die Spannung am Schirmgitter und auch an der Kathode der 2. Röhre.
Die Kathode der 2. Röhre wird also Positiver gegenüber dem Gitter 1 und hierdurch wird auch diese Röhre zugeregelt.
Wechselspannungsmäßig liegt die Kathode der 2. Röhre über den 0,1µF auf Masse. Hier hat das Ganze also keinen Einfluss.


Gruß
Oliver
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#4
Hallo zusammen,

hier ein Bild vom Gerät - da ich in der Annahme war, dass das Radio (wie vom Anbieter zugesichert) läuft, habe ich seinerzeit keine große Foto-Aktion gestartet.

   

Eine große Hilfe wird das nun nicht sein. Nach Andreas Bericht bin ich schon kurz davor, dem Ding den Namen "Die taube Nuss" zu geben. Aber nun hat ihn wohl der Ehrgeiz gepackt, was ich verstehen kann, denn bis auf diesen seltsamen Fehler wurde das Gerät durchaus gut bearbeitet. Sollte absolut gar nichts machbar sein, ist das vielleicht auch ein Projekt für einen UKW-Umbau? Bei diesem Radio hätte ich da kein schlechtes Gewissen. Aber warten wir mal ab....
---
Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet...Dirk
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#5
Hallo zusammen,
dieses Gerät habe ich auch, ich denke mal, noch originalem Zustand, im Regal stehen.
Falls Ihr irgendwelche Detailfotos benötigt, immer zu, dann nehme ich die Kiste auseinander.
Die Schaltpläne, die ich von diesem Gerät kenne, weichen etwas, vom oben gezeigten, ab.
Z.B.:
http://museum.vintageelectronics.nl/_scr...r=%5CRadio

http://museum.vintageelectronics.nl/_scr...dir=\Radio
Viele Grüße,
Rolf
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#6
auf den Werksunterlagen, die Rolf zeigt, sieht man das die Katode der Endröhre ihr Potential symmetriert über die Mittelanzapfung der Heizwicklung bezieht. Das sind auf der oberen Schaltung diese typischen Fehler in Lange-Plänen.
Die Lautstärkereglung durch ein Drahtpoti auf den Arbeitspunkt der Eingangsstufe findet man auch bei Mende. Bei Anodengleichrichtung ist das okay. Ausser daß man bei Einspeisung eines TA-Signales keine Einstellmöglichkeit am Radio hat.
Gruß,
Jupp
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das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

I love making things and I believe that anyone can make things, anyone can become a maker (educ8s)
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#7
Hallo Freunde,

ich freue mich sehr, dass Ihr mit helft, das Radio wieder in den Griff zu bekommen. Gewöhnlich ist bei mir Montag nichts mit Radios. Trotzdem werde ich mir morgen Abend das Radio noch mal genau vornehmen. Wenn ich mir das Schaltbild ansehe, auf das Rolf verlinkt, bekomme ich tatsächlich Zweifel, ob da nicht wieder in den Lange-Plänen irgendein Fehler ins Spiel gekommen ist.

Nun könnte man hier weiter spekulieren. Das Radio war auseinander. Der Vorbesitzer hatte so einiges zerlegt. Danach hat er vielleicht die Schaltung mit dem vermutlichen Fehler übernommen. Alles ist möglich.

Na, Dirk, nun warte mal ab. Mit so viel Hilfe von den netten und hilfsbereiten Kollegen wird es doch noch möglich sein, das Radio zum Spielen zu bekommen, auch wenn es im Moment wirklich eine taube Nuss ist.

Rolf danke für Dein Angebot, Dein Gerät zu zerlegen. Ich habe auch dieses Radio und werde es morgen Abend mit an meinen Arbeitstisch nehmen.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#8
Das klingt spannend! Mal sehen wie es mit dem schönen Radio weiter geht!
Gruß aus Bremen

Enno
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#9
Hallo zusammen,


Zitat:Gewöhnlich ist bei mir Montag nichts mit Radios. Trotzdem werde ich mir morgen Abend das Radio noch mal genau vornehmen. Wenn ich mir das Schaltbild ansehe, auf das Rolf verlinkt, bekomme ich tatsächlich Zweifel, ob da nicht wieder in den Lange-Plänen irgendein Fehler ins Spiel gekommen ist. 
 
Mach' Dir keinen Stress. Bei dem Radio kommt es auf einen Tag nicht an und ich habe daheim genug Geräte-Auswahl. Wenn es tatsächlich an einem Fehler im Schaltplan liegt, so kann die Aktion immerhin noch anderen Sammlern helfen. Das wäre toll.



Zitat:Na, Dirk, nun warte mal ab. Mit so viel Hilfe von den netten und hilfsbereiten Kollegen wird es doch noch möglich sein, das Radio zum Spielen zu bekommen, auch wenn es im Moment wirklich eine taube Nuss ist. 

Ich bin genauso gespannt wie alle Mitleser Zum Glück ist es vom Chassis her keine Ruine - ganz im Gegenteil. So bin ich wenigstes beruhigt, dass Du Doch nicht erst noch durch Siff&Co. wühlen musst.

Viele Grüße
Dirk
---
Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet...Dirk
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#10
Hallo Dirk,

nein, da mache Dir keine Sorgen. Meine Neugier ist geweckt. Ich möchte dem Fehler jetzt erst Recht den Garaus machen. Ich muss das heute machen. Ich habe letzte Nacht ständig das Radio vor Augen gehabt. Du weißt doch, als wir geprüft haben, war ausgerechnet in der 2. Röhre (mit der besagten Schaltung) kein Leben. Also hier muss der Fehler zu finden sein. Warte mal ab.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#11
Hallo Freunde,

ich melde mich zu späterer Stunde noch mal mit unserem Problemradio. Gefunden habe ich ja den Fehler. Das ist das lachende Auge. Smile
Auch steckte der Fehler n i c h t wie vermutet in der Verdrahtung der Kathode der 2. Röhre. Ich muss aber sagen, dass das 1. Schaltbild wirklich falsch ist. Die Anschlüsse sind wie in dem vom Rolf verlinkten Schaltbild. Also in Zukunft werde ich da auch etwas skeptischer sein, wenn mir etwas unlogisch erscheint.

Es blieb mir nach der Kontrolle der Anschlüsse der Röhre 2 nur übrig, mein Gerät aus der Sammlung zu holen und dann wirklich mal alle verdächtigen Verschaltungen zu prüfen. Alles verlief auch hier negativ. Ich habe auch den Doppeldrehko von seinen Anschlüssen entfernt und die beiden Plattenpakete auf Kurzschluß geprüft. Negativ.

Jetzt kommt das weinende Auge: Das Gerät hat seinen Fehler im Drahtregler für die Lautstärke. Und ich war schon über das Ding gestolpert. Hatte es mir Dirk sogar ausgebaut. Mir kam es ganz verdächtig vor, dass der Widerstandsdraht sehr lückenhaft auf der Schleifbahn verteilt ist. Die Erklärung ist folgende: Der Vorbesitzer hatte wohl gesehen, dass die Drahtbahn vom Drahtpoti gerissen ist. Wahrscheinlich an mehreren Stellen. Also hat er einfach den intakten Draht etwas auf der Bahn verteilt und die defekten Stücke entfernt. Ich habe gemessen: Das Poti hat zwischen den 2 äußeren Enden (Widerstände wurden entfernt!) nur noch einen Gesamtwiderstand von 380 Ohm. Das ist natürlich ein großes Manko!

Jetzt hebe ich jedes Drahtpoti auf. Nehme alles mit, wenn ich mal welche angeboten bekomme. Aber das würde eh nicht funktionieren. Der Drahtregler für die Lautstärke ist ein Spezialteil. Nicht genug, dass es aus zwei äußeren Enden besteht und einem Abgriff. Nein es hat nach einem Viertel der Strecke sogar noch einen Abgriff. Dann - haltet Euch fest - ist da noch der Netzschalter. Und die Ohmwerte müssen so etwas von eingehalten werden.

Ich hatte ein 2,5 Kiloohm Drahtpoti genommen. Ein Abgriff wurde provisorisch gemacht. Wenn ich nun das Eingangsbandfilter mit dem Chassis brücke, fängt das Gerät an wunderbar laut zu spielen. So wie mein gezeigter Philips 836 wenn er denn weit aufgedreht ist. Ich wage gar nicht in den "Gesuchen" nach solch einem Spezialpoti zu fragen, tue es aber trotzdem.

Irgendwie möchte ich das Radio ja für Dirk spielklar bekommen. Aber ich fürchte ohne solch ein Originalteil wird das schwierig. Das wird auch der Grund gewesen sein, warum der Vorbesitzer sich von dem Gerät getrennt hat. Wahrscheinlich hat er ewig nach einem Fehler gesucht. Ist aber nicht darauf gekommen, dass die Ursache der geänderte Lautstärkenregler ist.

   

So sieht Dirk's Radio von hinten aus. An sich wie geleckt.

   

Hier fehlt der spezielle Anodendeckel aus Kupfer. Na, ich habe jetzt erst mal eine Öse an den Anschluß gelötet.

Verglichen habe ich mit meinem vor Jahren überholten 836

   

Hier könnt Ihr das Drahtpoti von meinem Philips sehen. Der dünne Widerstandsdraht wurde absolut eng gewickelt.

   

Hier das ohmmäßig unterbesetzte Poti vom Dirk. Schaut mal, wie weit die einzelnen Windungen auseinander sind.

   

Ich habe viele Drahtpotis. Natürlich paßt nichts. Die Ohmwerte, 2,5 Kiloohm, stimmen auch nicht mit unserem Poti überein. Alles Mist. Am schlimmsten die fehlende Anzapfung!

   

Das ist mal mein provisorischer Poti-Ersatz. Als Lösung funktioniert der aber auch nicht.

   

Ja soweit erst mal mein Report zum Philips 836 vom Dirk. Wenn wir jetzt natürlich solch ein Originalpoti bekämen, dann wäre das ein Glücksgriff.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#12
Hallo Andreas,

die L496 D hängt, wie gesagt, Kathodenseitig in der Luft.
Das ist aber auch eine direkt geheizte Röhre und wie in anderen Schaltungen
braucht sie bei Wechselspannungsheizung einen Entbrummer !
Der ist im Schaltplan eigentlich am Trafo eingezeichnet, aber hier wohl vergessen
worden. Bei meinem Siemens 51W habe ich eine RE134 drin, Wechsel-
spannungsheizung und Entbrummer am Trafo eingezeichnet.


Gruß,
RE 084

Nachtrag:
Andreas war mal wieder schneller !
In den verlinkten Schaltbildern liegt der Mittelpunkt der Heizwicklung auf Masse,
das Ganze also ohne Entbrummer.

Widerstandsbahn (Pappe) ausbauen, Abmessungen aufschreiben und nachbauen, nachwickeln !
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#13
(05.06.2018, 01:09)RE 084 schrieb: Widerstandsbahn (Pappe) ausbauen, Abmessungen aufschreiben und nachbauen, nachwickeln !

Das wird wohl ohne Lotto-Sechser die einzige Lösung sein...
Viel Glück!
Gruß,
Uli
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#14
Diese Drahtpotis bei Philips sind im Reparaturfall wirklich ein Kreuz. Bei meinem 834 A lag der Fall ähnlich, ich bin dann in Sachen Lautstärkeregelung einen völlig anderen Weg gegangen (nicht original, daher hier nicht weiter erläutert).

Vielleicht liefert ja folgende Seite Denkanstöße zur Reparatur:

http://www.cfp-radio.com/realisations/re...d-834.html

Ich habe diese Lösung nicht selbst ausprobiert, insofern kann ich nicht für den Erfolg des Gezeigten sprechen, wollte Euch diese sicherlich nicht Jedem bekannte Seite aber nicht vorenthalten.


k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#15
Hallo Klaus,

ja da sieht man doch mal wieder, dass diese Teile öfter defekt werden. Dein Link als Denkanstoß ist sehr interessant. Vielen Dank dafür! Zweierlei spricht dagegen. Ich bin leider mechanisch eine absolute Niete. Das sind schon wieder komplizierte, feinmechanische Arbeiten. Ein 100 Kiloohm-Drahtpoti erhält man im Moment nur vom Chinamann. Da stört mich mal wieder die lange Lieferzeit.

Klaus, bitte teile mir doch mal mit, wie Du das Problem gelöst hast. Ich vermute auf dem niederfrequenten Weg? Eine Halteplatte anfertigen und dann ein normales Poti mit Schalter dran. So würde ich das lösen. Dann die REN 904 vom Steuergitter her regelbar machen. Hätte für Dirk den Vorteil, dass er dann sogar seine Musik über die TA-Buchse einspeisen könnte und die Lautstärke auch hier regelbar wäre. Daß das an diesem Gerät nicht so ohne Weiteres geht, hatte ihn nämlich etwas enttäuscht.

Dirk schreibe doch mal, ob Du mit dieser Lösung leben könntest. Allemal besser, als das Gerät mit UKW zu versehen. Das geht nicht an.

Also die Entscheidung das Gerät wieder fit zu machen war schon wieder gut. Das wird eine interessante Aktion.

Lieber Dirk, das Gerät muss eh etwas länger in Behandlung bleiben. Ich habe mir gestern noch mal eingehend das Gehäuse angesehen. Da wurde irgendwie mit einem etwas dunkleren Holzöl gearbeitet und kreuz und quer gestrichen. Solche Mittel verstreicht man an sich in die Maserrichtung des Holzes.

Ich würde mit feiner Stahlwolle das Gehäuse etwas aufrauen. Dann mit Bimsmehl und Schellackpolitur das Gehäuse zum Glänzen bringen. Dann würde das richtig gut aussehen und das Gehäuse wäre nicht so stumpf. Aber nur, wenn Du das möchtest. Einige Radiogehäuse verlassen mich ja bald in Richtung Siegen und meine eigenen werden nach und nach wieder komplettiert. Also Platz wäre da.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#16
Hallo Andreas,
Du benötigst, beim Ersatzgebilde, nur ein normales 100 K Poti,
denn der Strom, der durch das Poti fließt, ist keine 0,5mA groß.
Viele Grüße,
Rolf
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#17
Hallo Rolf,

ach so ist das. Ja da sieht die Sache natürlich schon wieder anders aus. Danke für den Hinweis.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#18
Hi,

das Poti dient einmal dazu die Kathoden mot Masse zu verbinden. Das kann mit einem entsprechenden Festwiderstand gemacht werden. Für die veränderbare Gitterspannung sollte ein einfaches Poti reichen was dem Festwiderstand parallel liegt. Dann fließt nur ei kleiner Strom dur h das Poti und man benötigt kein Drahtpoti mehr. Die Lösung habe ich bei meiner Schatulle angewendet. Dort gibt es ein Drahtpoti 4k was defekt war. Das Poti dort stellt ebenfalls nur eine Gitterspannung zur Verfügung und dient gleichzeitig als Siebwiderstand für die Zf.

Gruß
Oliver
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#19
(05.06.2018, 09:26)Andreas_P schrieb: Klaus, bitte teile mir doch mal mit, wie Du das Problem gelöst hast. Ich vermute auf dem niederfrequenten Weg? Eine Halteplatte anfertigen und dann ein normales Poti mit Schalter dran. So würde ich das lösen. Dann die REN 904 vom Steuergitter her regelbar machen.  Hätte für Dirk den Vorteil, dass er dann sogar seine Musik über die TA-Buchse einspeisen könnte und die Lautstärke auch hier regelbar wäre. Daß das an diesem Gerät nicht so ohne Weiteres geht, hatte ihn nämlich etwas enttäuscht.

Hallo Andreas,

da Du nachfragst will ich kurz (um diesen Reparatur-Thread nicht zu zerbolzen) aus der Erinnerung meine damalige Vorgehensweise schildern.
Mein 834 A und der hier gezeigte 836 A sind technisch eng verwandt. So weit ich das übersehe, haben beide Geräte im Eingang eine regelbare HF-Röhre. Ich hatte bei meinem 834 A damals auf gängige HF-seitige Lautstärkeregelung umgebaut, inspiriert durch ein Bastelbüchlein aus den 50ern (H. Sutaner, Zweikreisempfänger, 1959, Franzis Verlag).

Vereinfacht geschildert: Das defekte Originalpoti mit Einschalter fliegt ersatzlos raus und wird verwahrt. Anhand dieses Potis und des Schaltplans wurden sodann Festwiderstände in die Schaltung eingesetzt, so dass "größte Lautstärke" realisiert ist. An den Platz des defekten Potis kommt nun ein Poti von etwa 10 k mit Schalter. Dieses wird elektrisch in den Kathodenzweig der Eingangstetrode / pentode (E455 o. E 447) geschaltet.

Nachteil: Der TA-Eingang ist (wie bisher) nicht regelbar.


p.s.: die "REN904" sollte original eigentlich eine REN914 sein


Gruß
k.



late edit: Quelle eingefügt
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#20
Hallo zusammen - und insbesondere Andreas,

ich bin heute etwas kurz angebunden und möchte den Thread nicht großartig "zerlabern". 
Kurzum: Ich gebe das Radio gerne frei für weitere Versuche der Optimierung optischer/technischer Natur. Das liest sich hier schon fast wie ein Technik-Krimi  Smile
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Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet...Dirk
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