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Telefunken Opus 2430
#21
Hallo Peter,

ich habe das mit den 30 Cent ohne böse Absicht vermutet, weil mir die andere Möglichkeit, also dass du falsche Werte einbauen könntest weil du die richtigen nicht vorrätig hast, zu unwahrscheinlich vorkam.

Gruß
Stefan
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#22
@ Martin,

vielen Dank für Dein Angebot.
Ich werde die noch fehlenden Bauteile in größeren Stückzahlen bestellen und habe sie dann ausreichend vorrätig.

Mir war einfach nicht bewußt, dass diese kleinen Werte noch fehlen.

@Stefan,

alles gut, reagiere nur allergisch, wenn man mir etwas wider besseren Wissens unterstellt.
Da aktuell die kleinen Werte fehlen, hatte ich ja auch angefragt, ob ich auf den nächsthöheren Typ ausweichen kann.

Mit der Radiotechnik beschäftige ich mich ja erst ernsthaft seit Anfang des Jahres, da kann ich noch nicht alles wissen, muss mich durchfragen und bin dankbar für jeden Tipp, den ich immer auch umsetzen werde.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#23
Servus,
Ist alles kein Problem, nur sind Änderungen der Werte in der Gegenkopplung nicht sinnvoll bis unbefriedigend, schlimmstenfalls führen sie zu wilden Schwingungen der Endstufe, oder sie verändern völlig das Klangbild des Verstärkers, bzw. setzen auch die Verstärkung der Stufen herunter. Deswegen wurde von den Herstellern die Gk auch immer optimiert und auf das Gerät sprich Aü hin optimiert.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#24
Hier nun ein weiterer Bericht zu meinem Bastelobjekt.

Nachdem nun die bestellten Bauteile eingetrudelt sind, die letzten zum Wochenende, habe ich den Würfel, der die Endstufe und das Netzteil beeinhaltet, modifiziert.

Da ich erst im Januar des Jahres angefangen habe, mich um meine alten Schätzchen zu kümmern, besitze ich leider noch nicht das ganz große Fachwissen.
Daher gilt mein ganz großer Dank allen hier, die mir mit Rat und Tat zur Seite standen/stehen, mein ganz besonderer Dank geht nach Triest zum Volker.
 
Zunächst habe ich mich an den Austausch des Seelengleichrichters gemacht.
Den alten Gleichrichter habe ich abgelötet und ihn an seinem Platz belassen. Den neuen Silizium Gleichrichter habe ich auf eine kleine Lochrasterplatine gelötet, diese mit einer Schraube des alten Gleichrichter befestigt und die Verbindungen hergestellt.
 
Da der neue Gleichrichter eine höhere Gleichspannung erzeugt, soll diese mit einem 5 Watt Zementwiderstand angepasst werden, weshalb ich die Plusleitung zwecks Testen des folgenden Widerstandes zunächst etwas länger gelassen.
 
Als ersten Widerstandswert hat Volker mir zu 150 Ohm geraten, es folgen dann 180, 220, 270 und 330 Ohm zum Testen.
Den Widerstand habe ich mit einer kleinen Schelle aus dem Baumarkt befestigt. Die Anschluss Drähte werden beim passenden dann gekürzt und mit Schrumpfschlauch überzogen.
Die beiden Elkos auf dem Bild sind ebenfalls bereits neue, die Spannung habe ich vorsichtshalber auf 240V eingestellt.

   

Der 4-fach Elko.
Hier war ein 4x100 µF/385V Typ eingebaut. Drei ließen sich formieren, einer war hinüber. Die Elkos habe ich entladen und den Trümmer ausgebaut.
 
Mit einem Dremel habe ich an der Seite ohne die Befestigungslaschen ca. 2cm vom Ende her eine Kappe abgedremmelt und das ganze Gewurschtel herausgezogen, das Gehäuse gereinigt und die untere Kappe aufgebohrt.
 
   
 
Als nächstes habe ich eine Lochrasterplatine auf den inneren Durchmesser des Elkobechers gesägt und zwei der vier neuen Elkos auf diese Platine aufgelötet sowie die Anschluss Beinchen herausgeführt.
Leider passten nicht 4 Elkos ins Gehäuse.
Der Deckel wurde abschließend aufgesetzt und mit grünem Gewebeband verklebt.

   
 
Die weiteren zwei habe ich ebenfalls auf eine Lochrasterplatine aufgelötet und die Anschluss Drähtchen herausgeführt.
 
 
.jpg   k-k-DSCN2660.JPG (Größe: 483,45 KB / Downloads: 301)

 
Diese kleine Elkozusatzplatine hat auch ihren Platz gefunden. Zwei 3mm Löcher gebohrt und mit Selbsthaltemuttern dort verschraubt.
Auf dem Bild sieht man auch die beiden neuen 220 und 390 Ohm Widerstände, da die alten verbrannt waren.
 
   
 
Auf der Gegenkopplungsplatine habe ich alle Kondis gewechselt und mich exakt an die vorgegebenen Werte gehalten.
 

.jpg   k-DSCN2678.JPG (Größe: 478,74 KB / Downloads: 296)

 
Auch wurden alle Kondis auf der Hauptplatine gewechselt. Einige Bauteile sind hochkant eingebaut worden. Daher habe ich anschließend versucht, sie so weit wie möglich von den Röhren wegzudrücken.
 

.jpg   k-DSCN2679.JPG (Größe: 487,92 KB / Downloads: 295)


   
 
Dann machte ich mich an das eigentliche Chassis.
Hier wurden ebenfalls alle Kondis gewechselt. Auf Volkers anraten hin auch alle Kleinkondis.
 
Anschließend habe ich versucht, die Bedienknöpfe zu entfernen, denn hinter der Skalenscheibe, im Bereich des Höhen/Tiefen und Balanceregler sitzen weitere Kondis.
Die Knöpfe abzuziehen war eine heikle Angelegenheit, auch mit WD40 über Nacht einwirken lassen ließen sie sich nicht abziehen, eine jeweils seitliche Madenschraube gibt es nicht.
 
Schließlich gelang es mir doch, indem ich mit zwei Fingern der rechten und zwei der linken Hand unter die Regler gefahren bin und sie mit Druck gegen die Skalenscheibe abziehen konnte.
 

.jpg   k-DSCN2681.JPG (Größe: 487,2 KB / Downloads: 288)

 

.jpg   k-DSCN2685.JPG (Größe: 185,31 KB / Downloads: 290)

 
Am Stererohöhenregler fehlte auf der oberen Ebene der kleine Graphitkopf, welcher beim Drehen über die Kohlebahn schleift.
 
Hier bin ich dem Rat von Detlef (Radionar) gefolgt und habe von einem angespitzten Bleistift ein Stück Mine abgebrochen, das untere Ende etwas rundgeschliffen und die Spitze in den dafür vorgesehenen Halter eingesetzt. Der Wert (voll aufgedreht) des unteren Potis beträgt 1M Ohm, der des oberen mit der Bleistiftspitze 1,2M Ohm.
 
Diesen Regler werde ich aber noch nicht einsetzen, da Detlef ein komplettes und passendes Poti vorrätig hat und es mir freundlicherweise überlässt.
 
Nun warte ich nur noch auf das Poti, reinige unterdessen die Skalenscheibe und setze die neuen Leuchtmittel ein.
Nach Einbau des Potis starte ich einen ersten Probelauf des Gerätes an meinem Trenntrafo, indem ich die Spannung langsam auf 230V hochfahre.
 
Viele Grüße
 
Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#25
Pitterchen schrieb:Die beiden Elkos auf dem Bild sind ebenfalls bereits neue, die Spannung habe ich vorsichtshalber auf 240V eingestellt.

nur ein Hinweis. Kontrolliere auf jeden Fall ob durch die Spannungseinstellung keine Unterheizung der Röhren stattfindet. Bis 10% Überheizung ist okay, aber unter 6,3V darf die Heizspannung nicht fallen.
Gruß,
Jupp
-----------------------------
das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

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#26
Danke für den Tipp Jupp, ich achte drauf.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#27
Hallo ihr beiden,

"aber unter 6,3V darf die Heizspannung nicht fallen."

Das ist falsch, egal wie oft man derartige Aussagen im Internet findet. Plus/minus 7 Prozent erlaubte z.B. Marktführer Valvo für indirekt geheizte Röhren, hinzu (!) dann noch Netzspannungsschwankungen von plus/minus 10 Prozent.

Quelle: Röhrendatenbücher, z.B. Valvo Handbuch 1961/62, Seite 22

Grüße
Stefan

PS: Pitterchen, prima Arbeit machst du da. Da wird was draus.
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#28
Servus,
Stefan hat da recht, die Toleranzangaben der Röhrenheizung schwanken von Hersteller zu Hersteller etwas.
6,3V AC ist der Normwert der Heizung für E-Röhren. Die Spannung der Heizung darf laut Herstellerangaben maximal um + - 5% schwanken, also um bummelig + - 0,3 V, also zwischen 6,0 min und 6,6V max (Angaben nach Telefunken Laborbuch 1966).
Die E-Röhren dienten auch in alten Autoradios mit 6V Bordnetz, bei den damaligen Dynamo-Ladern und den mechanischen Ladereglern schwankte die Ladespannung zwischen 6V (rote Lampe glimmte auf=keine Ladung der Batterie) und 6,5V bis 6,8V.
Wenn der Trafo primär eine echte 240V Einstellung hat, liegen bei 230V Netzspannung ca. 6,2V-6,25V Heizung an den Röhren als Mittelwert.
Sollte er diese echte Einstellung nicht haben ( es gibt Trafos, wo die 220V Wicklung einfach auch auf 240V geschaltet wird) ist beim Netztrafo seines Telefunken Gerätes entweder ein 47 Ohm oder 2x22Ohm vorzuschalten in der Netzleitung. Unter Last sollten sich dann an der Primärwicklung 219-224V einstellen.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#29
ich muss das erstmal so stehen lassen. Grundsätzlich finde ich es richtig auch Dinge zu hinterfragen "die jeder so macht" oder "die schon immer so waren".
Gruß,
Jupp
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#30
Hatte das Teil mangels Zeit zur Seite geschoben und nun gehts weiter.

Der Netz Ein/Ausschalter ist defekt. Ein findiger Mensch hat ihn abklemmt und die beiden Leitungen an die Taste mit dem Briefumschlagsymbol angeschlossen.
Vemutlich ist das Gerät ein verkappter Postbeamter und stand in den 60er Jahren bei der Deutschen Bundespost.

Hier der alte Schalter


.jpg   k-DSCN2725.JPG (Größe: 351,49 KB / Downloads: 209)

   

In die Klaue, so nenne ich das Biest mal, ragte die Schaltzunge der Tastatur. Mit EIN wurde sie nach oben und mit AUS nach unten bewegt.

Hier meine neue Konstruktion, nachdem der olle Schalter nicht mehr zu retten war.
Die Schaltrolle des neuen Schalters ruht nun auf der Schaltzunge der Tastatur.

   

Herr Schlau hatte die beiden Schaltleitungen ja an den Briefumschlag angeschlossen. In direkter Nähe dort befindet sich ein weißer Draht, welcher am Drehko für UKW an Klemme 8 aufgelötet ist.

So siehts am Drehko aus.

   


...und so direkt am Briefumschlagschalter.

   

Von der Länge her war der weiße Draht wohl mal am Briefumschlag angeschlossen.
Der Briefumschlagschalter ist ein Wechsler, aber an einem der weiteren Anschlüsse muss dann auch ein weiterer Draht angeschlossen gewesen sein.

Kann da jemand weiterhelfen?

Ich möchte das Postmännchen gerne wieder ins Gehäuse deuen.

Viele Grüße

Peter
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#31
Servus,
bei Bedarf kann ich dir das anbieten:


.jpg   DSCN2745.JPG (Größe: 113,7 KB / Downloads: 194)

   

Mussu halt vorsichtig abfeilen den Halter vom Drehko.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#32
Der passt ganz bestimmt Volker, vielen Dank für Dein Angebot.

Ich muss gestehen, dass ich nicht so sehr der Originalitätsfreak bin.
Meinen Neubau finde ich so klasse, dass er jetzt so bleibt. Dadurch wird mein Opus ein Unikum.


Was meinst Du mit "am Drehko den Halter abfeilen?"

Weißt Du, was es mit diesem Briefumschlagschalter auf sich hat?

Ist das so eine Art Antennenumschalter Nah/Fern?

Viele Grüße

Peter
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#33
Servud,
Das ist ein alter Rückkopplungs-Drehkondensator, mit dem auch das Radio eingeschaltet wurde. Dieser Schalter hat einen Blechwinkel, der mit 2 Nieten auf dem Drehko festgenietet ist.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#34
Der ist bei mir aber nicht am Drehko aufgenietet.

Hier nochmal das Chassis komplett.

   

und hier die beiden Schalter, von denen ich schreibe.
Rot = Neu
Grün, hier war die Schaltleitung der Zuleitung bisher angeschlossen.
Gelb = der weiße Draht, von dem ich nicht sicher bin, wo er hingehört.
Nicht, dass wir aneinander vorbei schreiben.

   
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#35
Hallo,
eine denkbare Lösung wäre es doch, die originale Verdrahtung gemäß Schaltbild wieder herzustellen ?

Viele Grüße Michael
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#36
Servus,
Nein Pitter, das kleine Winkelblech verbleibt am Schalter nach den trennen vom Drehko und wird dann an den Originalbefestigungen am Tastenchassis wieder angeschraubt. Deine Schaltklaue greift in den Ausschnitt des Schalters und betätigt diesen, wie im original.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#37
Hallo,

hatte ja von diesem Briefumschlagsschalter geschrieben, aber vergessen, ein Bild einzustellen. Hier ist es.
Skalenscheibe komplett

   

Das amonynöse Symbol.

   

Vielleicht weiß jemand, was es bedeutet. Als ich das Gerät übernommen hatte, diente dieser Schalter als Netzschalter. Der Schalter arbeitet autark, ist also vom Tastenblock elektrisch wie auch mechanisch komplett getrennt. Er rastest bei Tastendruck nach unten ein und beim nächsten Tastendruck wieder nach oben.

Dann noch eine Frage zu den Keramikkondensatoren.
Sollten die auch alle pauschal gewechselt werden?

   

Viele Grüße

Peter
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#38
Servus,
Nein die braucht man pauschal nicht zu wechseln.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#39
(31.08.2018, 16:36)Pitterchen schrieb: Weißt Du, was es mit diesem Briefumschlagschalter auf sich hat?

Ist das so eine Art Antennenumschalter Nah/Fern?

Hallo Peter,

das ist die AFC Abschaltung.


.jpg   2430.JPG (Größe: 17,87 KB / Downloads: 95)
Gruß,
Jupp
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das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

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#40
Supie Jupp, ich danke Dir.

Viele Grüße

Peter
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