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Telefunken Opus 2430
#1
Im Thread Gerätevorstellungen hatte ich das Gerät schon vorgestellt.

Seit einigen Tagen habe ich es aus dem Gehäuse befreit und schon einige Messungen durchgeführt.

Als defekt wurden von mir erkannt:

Der 4-fach Becherelko 4 x 100 µF / 385V,
der Seelengleichrichter B250/C250,
ein Widerstand 5W 220 Ohm,
ein Widerstand 5W 390 Ohm.

Alle oben genannten Bauteile sitzen auf dem Netzteilblock.

Vorhin habe ich die Röhren 4 x EL 95 und 2 x ECC 83 vorsichtig gezogen und die Platine , auf denen sie gesockelt sind, vorsichtig etwas herausgezogen.

Auf dieser Platine befinden sich vier Kondis je 1nF, welche ebenfalls dringend getauscht werden müssen, da bei keinem der Wert mehr stimmt.
Hier der Schaltplanauszug, leider etwas unscharf.

   

Die beiden Widerstände habe ich bereits gewechselt.

   

Und das hier ist der defekte Becherelko.

   

Erbeutet habe ich nun von diesem Elko 4 Stück:

   

Jetzt meine Fragen an die Profis:

Darf ich die ehemals 4 x 100 µF gegen nun 4 x 470 µF bedenkenlos austauschen?
Zwei der 100 µF waren parallel geschaltet, sollte ich nun 2 x 470 µF ebenfalls parallel schalten?

Den Gleichrichter ersetze ich gegen einen Rundgleichrichter W10G, 1,5 A, 1000V, wie von Radio Volker vorgeschlagen und empfohlen.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#2
Servus,
Irgendwo hatte ich bereits geschrieben, das diese 1nf zu tauschen sind, was die Elkos angeht, ist zwar mit Kanonen auf Spatzen geschossen, aber wenn du sie unter bekommst, geht es schon. Bei mir werkeln da auch 330uf, 220uf und 150uf/400V auf einer Platine, die genau an Stelle des alten 4-fach Elkos hineinpasste.
Rechts im letzten Bild sieht man die demontierte GK-Platine, darauf sind auch alle Kondensatoren zu wechseln, bei mir waren die alle total faul.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#3
Hallo Volker,

Du hattest es in Deinem Bericht über die Telefunken Concerto geschrieben und ich habe es dort auch gelesen.
Soll ich, Deiner Meinung nach, zwei 470µ F parallel schalten?

Die beiden 22 nF Kondis auf der GK-Platine sind ebenfalls hinüber.
Auch die werde ich tauschen, bevor ich mich an das eigentliche Chassis heranbegebe.

Danke Dir für Deine Antwort.

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#4
Servus,
Ich meine ein 470uf reicht völlig aus für die Siebung der Anoden, ein weiterer 470uf ist für die Siebung der G2 und ein dritter ist für die Siebung der Vorstufe lt. Schaltplan. Diese drei Stück müsstest du anstatt des 4-fach Elkos in dem leeren Raum dort einschieben können mit etwas Geschick. Bei meinen printelkos waren die Anschlusspins zu lang,die habe ich abgeknipst, damit sie am Trafwickel vorbei kamen, die Elkos habe ich auf einen Pertinaxstreifen aufgeklebt und dann von hinten eingeschoben, nachdem ich vorher die Kabel angelötet hatte.
Du kannst beruhigt davon ausgehen, das alle Kondensatoren und Kleinelkos hinüber sind. Auf deine PN habe ich bereits geantwortet.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#5
Danke für deine Einschätzung, ich werde sie umsetzen und dann weiter berichten.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#6
Servus,
Hier noch 2 Bilder, wie ich bei der Concertino 2500 Endstufe die neuen Elkos montiert habe. Nicht vergessen, den Trafo auf 240 V einzustellen!

   

   
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#7
Toll umgesetzt Volker.

Du machst Dir richtig viele Gedanken, auch um die Optik.
Meine neuen Elkos sind so dick, dass noch nicht mal einer an den alten Platz gesteckt werden kann.
Also werde iich neben dem Netzteil einen Platz finden und sie außerhalb des Netzteils verkabeln und entsprechend anschließen.

Zum Thema Netzeingangsspannung:

Den Wählschalter habe ich bereits auf 240V umgestellt, danke für den Hinweis.
Jedoch habe ich bei www.magischesAuge.de nachstehenden Text gefunden, der mich nun doch etwas irritiert:

230 Volt sind kein Problem für 220 Volt-Geräte
Vor einiger Zeit wurde die Netzspannung von 220 auf 230 Volt erhöht. Dies hat erfahrungsgemäß keinen Einfluß auf die Funktion bzw. Lebenserwartung bei Röhrengeräten. Die Anhebung liegt mit knapp 5% ohnehin in der Toleranz der Netzteile. Bei machen Röhrengeräten ist eine Umstellung des Netzspannungswählers auf 240 Volt möglich. Man sollte dabei jedoch sicherstellen, dass die Heizspannung nicht unterschritten wird, da ein "Unterheizen" sich negativ auf die Lebensdauer der Kathode auswirken kann, während ein leichtes "Überheizen" der Kathode nicht schadet. Die Heizfäden könnten beim "Überheizen" theoretisch eine geringere Lebenserwartung haben. Erfahrungsgemäß ist dies aber nicht relevant, da zuvor praktisch immer die Emissions-Leistung der Kathode nachlässt. Wenn die Röhren schon etwas verbraucht sind (geringere Emission der Kathoden), dann wirkt sich ein leichtes Überheizen sogar positiv aus. Normalerweise schadet den Röhren auch eine 10% "Überheizen" nicht. Bei D-Röhren (Batterie-Röhren) sollte man darauf achten, dass die Heizspannung möglichst genau stimmt.

Fazit: Lasse den Netzspannungswähler auf 220 Volt. Bei Röhrenfernsehern hat meine Erfahrung gezeigt, dass eine Netzspannung von 227 Volt optimal wäre.

Quelle:

http://www.magischesauge.de/
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#8
Servus,
Ich betrachte diese Aussage zur Netzspannung mit Vorsicht. Das hängt von deinem Netzbetreiber ab. Wie stabil ist dein Netz? Bei uns schwankt die Netzspannung zwischen 225 bis 237 V pro Tag. Damit sind auch bei euch die Netzbetreiber in der Norm. Es geht auch nicht um die Heizspannung, bei 240V Einstellung geht die auf 6,0 bis 6,1 V bei niedriger Netzspannung zurück. Was den Röhren aber nicht viel ausmacht, wichtiger ist die Ua und die G2 Spannung, die du bei der 240v Einstellung aber einigermassen damit in den Griff bekommst. Die EL95 sind da empfindlicher als EL84, vor allem was die G2 Spannung angeht.  Ok, wenn du 20 EL95 im Keller hast, kann man das Bratofix Argument schon kontrollieren, hängt davon ab wie du das Radio betreibst, dauernd, oder nur von Fall zu Fall.
Ich rate gerade bei den kleinen Endröhren sich auf die sichere Seite zu schlagen
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#9
Aktuell liegt mein Projekt für einige Tage auf Eis.
Den neuen Gleichrichter habe ich auf eine kleine Lochrasterplatine aufgesteckt und verdrahtet.
Den alten habe ich im Gerät an seinem Platz belassen und den neuen, bzw. die Platine mit einer Schraube auf den alten fixiert.
Bilder folgen.

Nun warte ich meine Großbestellung Kondensatoren ab, dann gehts weiter.
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#10
Nun geht es weiter, die Kondensatoren sind eingetroffen.

Vom Schaltplan und den tatsächlich eingesetzten Werten gibt es minimale Abweichungen.

Gezeichnet ist ein Kondensator mit 0,13 µF, eingesetzt aber ein 0,15 µF, also 130 nF und 150 nF.

Vorrätig habe ich nun 100 nF und 220 nF.

Macht es Sinn, grundsätzlich zum nächsthöheren Wert zu greifen, sofern der geforderte nicht vorliegt?

Dann gibt es einen Wert von 6,8 nF, vorrätig habe ich als nächste Größe 10 nF.

Die beiden Kandidaten habe ich auf dem Schaltplan unten rechts rot eingekreist.

Meine nächste Frage betrifft den Gleichrichter.

Habe ja den Seelengleichrichter gegen einen Siliziumgleichrichter ausgetauscht.
Der Silizium stellt aber eine höhere Ausgangsspannung zur Verfügung, welche ich mit einem entsprechenden Widerstand nun wieder reduzieren muss.
Jetzt müsste ich wissen, welche Spannung vernichtet werden muss.
Gibt es Erfahrungswerte hinsichtlich der höheren Spannung und somit dieses Widerstandes?

Viele Grüße

Peter



   
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#11
Servus,
Die Kondensatoren liegen im Gegenkopplungszweig, musst du dann hören, wie sich das auswirkt. Hinsichtlich Gleichrichter taste die mal mit 150-330 Ohm heran um auf die ungefähren Spannungen zu kommen. Aber 4-5W sollte der Widerstand schon haben.
Besorge dir aber mal zur Vorsicht einen 6,8nf, reicht 100V Spannungsfestigkeit.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#12
Hallo
Die gehören zur Gegenkopplung und sind keinen höheren Spannungen ausgesetzt.
Eine Änderung der Werte könnte den Klang verändern.
Wenn sie gut Aussehen und Werthaltig sind würde ich sie im Gerät lassen .
Gruß
Cris


Edit: volker war schneller
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#13
Servus,
Diese Kondensatoren sind auf einer steckbaren Zusatzplatine eingelötet und bei meinem Concertino 2500 waren die alle total faul. Den 6,8nf würde ich original ersetzen, der Unterschied zwischen 13nf und 15nf könnte vertretbar sein.
Bei meiner Platine waren da 15nf drin.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#14
Hallo Ihr zwei,

danke für Eure Tipps.

Hier ein Bild der steckbaren Zusatzplatine (Gegenkopplung).

Die beiden silbernen Kondensatoren habe ich belassen, weil ihre Werte kaum abweichen.
Im Bild mit den blauen Pfeilen gekennzeichnet.

Die goldfarbenen (grüne Pfeile) haben den aufgedruckten Wert 0,15 / 125-. Daher gehe ich davon aus, so auch im Schaltplan gesehen, dass es sich um 0,15 µF Typen handelt.
Den oberen der beiden habe ich gegen einen 220 nF ausgetauscht, den unteren werde ich ebenfalls gegen einen 220 nF tauschen, das dürfte unkritisch sein.

Die beiden mit den roten Pfeilen sind die 6800 pF Typen.
Beide habe ich einseitig abgelötet und gemessen. Der Wert des einen ist 5880 und der des anderen ist 6000 pF.
Da ich hier keinen Ersatz habe, lasse ich sie zunächst in der Schaltung, bevor ich Murks einbaue.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Peter

   
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#15
Servus,
Mal abgesehen von den Werten, mein Isotest zeigte mir bei diesen Kondensatoren einen Vogel, sowohl bei den Goldenen als auch bei den Roten.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#16
Wie schon jemand gesagt hat, die Werte der Bauteile auf dieser Steckplatine beeinflussen alle massiv den Klang des Verstärkers. Wie man da falsche Werte einbauen kann, um dreißig Cent zu sparen, ist mir schleierhaft. Aber bitte. Ist ja nicht mein Radio.

Gruß
Stefan
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#17
Es geht nicht darum, 30 Cent zu sparen.

Vielmehr geht es aktuell darum, dass ich die geforderten Werte nicht exakt vorliegen habe.

Niemand schrieb vom sparen, warum implizierst Du mir sowas?
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#18
Servus,
0,15uf und 6,8nf für 125V sind leicht beschaffbare Normwerte, bei mir waren auch 6,8nf drin in meiner Gk Platine.
Wie gesagt, bei mir waren die alle faul, hier noch einmal ein Bild mit den Leichen und der Neubestückung. Bei einer Prüfspannung von 100V ging der Isotest mal so eben auf 1-2 Megohm und das gefiel mir nicht.

   
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

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#19
(23.07.2018, 17:43)Pitterchen schrieb: Es geht nicht darum, 30 Cent zu sparen.

Vielmehr geht es aktuell darum, dass ich die geforderten Werte nicht exakt vorliegen habe.

Niemand schrieb vom sparen, warum implizierst Du mir sowas?

Diese C kann man doch bei den üblichen Dealern problemlos bestellen. Sind doch ruckzuck da.
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#20
Hallo Peter,

6n8, 15n und 150n hätte ich vorrätig.

Wenn Du welche haben möchtest, schreibe mir eine PN.


Grüße

Martin
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