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Dreiröhren Empfänger Meteor 33 von Schneider Opel/Roland Brandt
#1
Hallo, liebe Freunde,
Es ist dieses Radio hier, das mir die Woche+ende retten sollte. Stattdessen zerbricht es mir den Kopf. Ich kann nicht bestimmen, wer es produziert hat. Es steht ein Logo, dass bekannt aussieht und Model 33.
Die eingebauten Röhren dürfen nicht original sein - GL4/060d, A4110, A4110, RS241. Das ist eigentlich eine unmögliche Kombination von direkt und indirekt geheizten Röhren, wobei die Endröhre eine Senderöhre ist, die 3,8V Heizspannung braucht. Offensichtlich eine Notlösung. Sehr Wahrscheinlich hängen die Gleichrichter- und Endröhre an eine Heizwicklung und die A4110 Röhren an eine andere. Heute hatte ich keine Zeit mehr die Verdrahtung zu prüfen.

So sieht das ganze aus:
   
   
Vorn sind die Knöpfe für Sendersuchlauf - Luftdrehkondensator, links vermuttlich Induktive Abstimmung, rechts vermuttlich kapazitive Rückkopplung. Der Luftkondensator ist an die Frontwand befestigt. Klar, der Knopf sitzt bombenfest und ich kann ihn nicht lösen. Außerdem das freie Loch in detr Mitte und unsymetrische Befestigung des Drehkondensators sprechen auch für eine Notlösung und nicht Original. Ein/Ausschalter und Wellenschalter. An der Seite ist eine weitere kapazitive Abstimmung.
Die Rückwand ist nicht original. Die Skala ist für zwei Wellenbereiche.
   
   
   
Die Skala mit Zeiger direkt mit dem Drehko dekoppelt. Ein Öl-Blockkondensator, Öl ist ausgelaufen.
   
Das Chassis von unten zeigt eine sparsame saubere Schaltung mit Antenneneingänge, und vermutlich Ausgänge für  Zusatzlautsprecher in
und Input.
   
Eigentlich sieht nach Schaltung aus den frühen 30ern. Nur der Luftdrehkondensator ist viel junger. Ist er original?
Was ist Original und was nicht? Der einzige Hinweis befindet sich unter dem Gehäuse:
   
Da steht Model 33. Und ein Logo - SO oder OS? Ein Österreicher?
Ehrlich gesagt, bin ich mir sicher die alten Hasen unter euch werden gleich sagen welches Radio ist das und was da nicht original ist.
Wie bekannt, bei mir sollen die Radios singen. Klar, ich kann es anhand der Verdrahtung instandsetzen. Aber wenn jemand den Schaltplan hat ist besser.
Die Röhren habe ich noch nicht geprüft.
Gruß!
Ivan
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#2
hier ist schon mal das Modell. Mal sehen was ich noch so finde:

Roland Brandt Sieger-Meteor 33WL
Gruß,
Jupp
-----------------------------
wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
--------
Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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#3
Du hast Recht, Jupp,
Siehe den Blockkondensator.
   

PS Hast Du meine Post für Пионер gelesen?
Gruß!
Ivan
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#4
das dürfte dann die Schaltung sein

   
Gruß,
Jupp
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wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
--------
Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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#5
Das ist ziemlich plausibel, sollten die zwei 250p als Drehkondensator ausgeführt werden. Ich vergleiche die Schaltung morgen.
Gruß!
Ivan
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#6
Sieht ja sehr übersichtlich aus, da bist schnell durch mit vergleichen Wink
Jupp ist mal wieder der Knaller, der findet alles!

Hübsches Ding Smiley20
Gruß,
Uli
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#7
Sehr kuriose Angelegenheit. Auf dem Typschild steht so verschlungen SO - Schneider-Opel
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#8
Hallo
Eine gewisse Ähnlichkeit in der Anordnung der Bedienelemente besteht schon...
https://www.radiomuseum.org/r/schneidero...i_dlw.html

Grüße
Cris
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#9
Beim ersten Anblick des Geräts schoss mir auch "Schneider-Opel" durch den Sinn. Also vermute ich, dieses Gerät unter der Herstellerbezeichnung schon einmal gesehen zu haben; möglicherweise helfen die zeitgenössischen Radiokataloge weiter. Das "SO" auf dem Typenschild verstärkt diesen Eindruck.

Zweifellos ist das Gerät erheblich verbastelt, es wurde offenbar lange in Betrieb gehalten. Neben den erwähnten Röhren und dem Drehko ist auch der Lsp. mit Sicherheit nicht original ("VE").

Größtes Manko dürfte die fehlende Rückwand sein. Trotzdem: ein schöner Fund !



k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#10
Hallo Ivan,
Glückwunsch zu dem schönen und wahrscheinlich recht seltenem Empfänger.
Das Gehäuse wird man wieder hinbekommen und die Schaltung ist recht übersichtlich.
Ich denke mal, dass Du dem Gerät bald wieder Töne entlocken kannst...

Viele Grüße,
Rolf
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#11
Hallo, Freunde,
danke an alle, die sich hier Kopf gemacht haben. Klaus, ich frage mich auch, wie soll der VE Lautsprecher heile geblieben - die RE 134 ist zu stark, da steckt aber momentan eine 15 W Senderöhre RS 241. Zwar bestimmt auch der Arbeitspunkt die Leistung, aber auch die Impedanz. Und der LS sieht wie neu aus!
Mit verleimen einiger Fehlstellen habe ich gestern sofort begonnen, wird heute fortgesetzt. Die Schaltung wird heute überprüft. Ich bin auf alle weiteren Informationen über das Gerät inkl. Bilder, Beschreibung etc. sehr dankbar.
Das Typenschild von Schneider Opel hat mich zu Irre geführt. Aber das Gehäuse als Roland Brandt glaube ich irgendwo gesehen zu haben. Die Rückwand ist sehr professionell gemacht - über eine Originalwand kann ich nicht träumen. - wäre unrealistisch. Vorne, seitlich und inhaltlich ist mir wichtiger als die Rückseite.
Wie die echten Damen in einer bestimmten Stellung sagen "was hinter meinen Rücken passiert, interessiert mich nicht".
Gruß!
Ivan
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#12
Hallo Ivan,

da ist Dir aber ein Fehler unterlaufen. Mit der RE 134 kann man diesen VE-Lautsprecher betreiben. Mit der RS241 geht das nicht lange gut. Smile
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#13
Servus,
Das wollte ich auch noch anmerken, aber du bist mir zuvor gekommen, selbst die RES164 funktioniert noch problemlos mit dem VE Lautsprecher.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#14
Da habt ihr Recht,
mein Siemens 31a hat auch eine RE 134 und den betreibe ich auch mit einem solchen LS problemlos.
Dann eine Preisfrage:
In RMO steht in der Beschreibung des Radios dass der Lautsprecher Induktordynamisch ist. Was soll den dass für Begriff sein?
Gruß!
Ivan
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#15
Guten Abend, Freunde.
Ich möchte hier einige Überlegungen und Vermutungen mitteilen.
Während der Schallstoff im Waschbecken mit der tödlichen Mischung aus Fettlöser, Fleckenentferner, Waschmittel und kleine Zugabe aktiv Chlor ruhte, habe ich die Blende und die Knöpfe (ohne den festen Abstimmungsknopf, der noch an die “Fassade“ hängt), in das Ultraschall-Bad in die fast gleiche Mischung, ohne das Bleichmittel, gelegt. Das Chassis wurde gewaschen.
Das Gehäuse, ja ich verstehe nicht wieso immer wieder jemand sollte die Vase, den Blummentopf oder in diesem Falle die schwarze Tinte aufstellen als es keine  bessere Plätze dafür gab. Meine Versuche mit Universalverdünner die Lackschicht zu entfernen scheiterten chancenlos. Zum ersten Mal kann der Universalvedünner in mei n er Arbeit nichts bewirken. Nur Azethon konnte den Lack wischen, die Tinte oben aber nicht. Am Wochenende  wird abgeschliffen. Dazu gibt es paar Ausbrüche des Furniers. Und Abplatzungen, die ergänzt werden auch.

Jetzt zur Technik. Leider passt der Plan von Jupp von Vorne und von Hinten nicht. Im Gegensatz zu n dem hat das Gerät nicht nur die Antennenspile mit Anzapfungen - sondern dann kommt ein Wellenschalter mit 2 x 4 Kontakte. Dann induktive Feinabstimmung - zwei Spulen drehen um fünf weiteren herum. Oder Rückkopplung. Dann dazu zwei weitere Drehkondensatoren - all das fehlt in dem Schaltplan. Ich bemühe mich am WE ein Schaltbild zu entnehmen.
Hier paar Bilder von dem Zwischenstand:
1. Gehäuse:
   
2. Wellenschalter und Eingände Antenne-links, TA - Mitte, Lautsprecher extern, rechts
   
3. Abstimmspulen und Kondensatoren(Ohne den Drehkondensator Sendersuchlauf, der an die “Fassade“ hängt)
   
   

Also, ein Plan wird weiterhin gesucht.

Zu allem Letzt möchte ich eine Vermutung aussprechen.
Das Typenschild zeigt definitiv das Logo von Schneider-Opel. Der Front entspricht definitiv des Roland Brandt. Ich vermute folgendes:
Gemäß Firmengeschichte Schneider-Opel(Franfurkt am Main) hat die Produktion 1931 eingestellt und 1932 hat Konkurs angemeldet. Die Gerätenhmen der letzten zwei Jahren tragen immer den Namen Meteor. In 1932 - bis zur Pleite hatte die Firma nur einen Vertriebshändler - im Berliner Raum.
Die Fa.Roland Brandt (Berlin) hat mit der Produktion von den Meteor-Radios 1933 angefangen und 1934 diese eingestellt. 1933 - 34 war diese Röhrenbestückung eigentlich bereits veraltet.
Alles deutet darauf hin, dass das Rolands Meteor aus der Konkursmasse der Schneider-Opel entstanden ist. Im übrigen - Roland Brandt hat mit Ausnahme dieser zwei Jahren nie ein Model namens Meteor gehabt.
Natürlich sind das Spekulationen - ich war damals viel zu jung. Wink
Danke und schönen Abend,
Gruß!
Ivan
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#16
(12.09.2018, 22:15)navi schrieb: ....
Zu allem Letzt möchte ich eine Vermutung aussprechen.
Das Typenschild zeigt definitiv das Logo von Schneider-Opel. Der Front entspricht definitiv des Roland Brandt. Ich vermute folgendes:
Gemäß Firmengeschichte Schneider-Opel(Franfurkt am Main) hat die Produktion 1931 eingestellt und 1932 hat Konkurs angemeldet. Die Gerätenhmen der letzten zwei Jahren tragen immer den Namen Meteor. In 1932 - bis zur Pleite hatte die Firma nur einen Vertriebshändler - im Berliner Raum.
Die Fa.Roland Brandt (Berlin)  hat mit der Produktion von den Meteor-Radios 1933 angefangen und 1934 diese eingestellt. 1933 - 34 war diese  Röhrenbestückung eigentlich bereits veraltet.
Alles deutet darauf hin, dass das Rolands Meteor aus der Konkursmasse der Schneider-Opel entstanden ist. Im übrigen - Roland Brandt hat mit Ausnahme dieser zwei Jahren nie ein Model namens Meteor gehabt.
Natürlich sind das Spekulationen - ich war damals viel zu jung.
Wink

Hallo Ivan.
Chapeau, möchte ich da sagen. Ich bin gestern Abend, nachdem ich alle meine Radiokataloge aus der Zeit durchforstet hatte, zur gleichen Schlussfolgerung gekommen (!). Das beweist natürlich noch nichts, aber da Chassis und Gehäuse Deines Radios offenbar zusammenpassen und das SO-Typenschild authentisch wirkt, liegt für mich derzeit kein anderer Lösungsansatz auf dem Tisch.

Hier ein link zu einem weiteren Radio, das als "Schneider-Opel" identifiziert wurde. Wenn ich mich nicht völlig täusche, dann wurde auch dieses Modell (bzw. ein sehr ähnlich anmutendes) im Jahrgang 1933/34 als "Roland-Brandt" verkauft (Radiokatalog Prohaska 1933/34):

https://www.dampfradioforum.de/viewtopic...=2&t=25695


Zum induktordynamischen Lautsprecher habe ich Dir hier einen link beigefügt (im Dokument etwas nach unten scrollen):

https://www.radiomuseum.org/forumdata/up...ichter.pdf

Was die Schaltung Deines Geräts betrifft: Da wäre nun zu prüfen, wo sich erkennbar Umbauten technischer Natur befinden. Dazu selbst einen Schaltplan zeichnen (wie Du es ja vorhast) und diesen über den Schaltplan von Jupp legen. Bezüglich der Abweichungen dann prüfen, wo gebastelt wurde.
Das heißt natürlich nicht, dass Dein Radio so gebaut wurde, wie es der hier veröffentlichte Schaltplan ausweist.

Zum Tintenfleck auf Deinem Gehäuse: Ich fürchte, dass dieser bis aufs Kernholz durchgeht. Da bin ich wirklich neugierig, da ich einen ebensolchen Fleck auf einem Grundig Heinzelmann-Gehäuse habe, der sich bislang allen Entfernungversuchen widersetzte.

Insgesamt wünsche ich Dir viel Freude bei der Instandsetzung. Ich werde auf jedn Fall mitlesen und freue mich auf Deine Beiträge !

k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#17
Guten Tag,
Es ist endlich Wochenende und es wird Zeit fürs Hobby.
Erstmals, Klaus, Danke insbesondere für die LS Beschreibung. Wurde sofort archiviert. Thumbs_up

Gestern Abend wurde die Schaltung aufgenommen - es gibt paar Kleinigkeiten. Ich bringe alles bald auf Papier und poste zur Kontrolle und Info.

Klaus, Du hast Recht, der Tintenfleck ist bis ins Holz hineingedrungen. Ich habe versucht ihn mit Bleichmittel zu waschen. Natürlich gemäßigt. Manchmal funktioniert es so. Diesmal nicht. Entweder soll man neu furnieren oder damit leben. Ich mache noch ein Versuch mit Chlor und wenn nicht geht, werde es so belassen.
Jetzt kommt die Frage, was macht man mit dem Gehäuse. Der Untergrund ist Acetonlack. Ja, nicht pauschal Nitro, sondern Aceton. Auf Universalverdünner reagiert die Beschichtung nicht, nur auf Aceton. Das ist das Beste - Azeton verträgt alles - Nitro, Alkyd, Dispersion, Schellack.

Die Technik tüte ich hoffentlich morgen ein. Von dieser Schaltung ist viel nicht zu erwarten. Aber ich mag dieses 30 Jahren Design.

Gerade habe ich Schwarzarbeit gehabt - den Blockkondensator entleert. Es sind 4µ, 2µ, 1µ,1µ, 0,25µ, 0,25µ zusammen.
Übrigens, vielleicht ändert ein Moderator das Thema in “Dreiröhren Empfänger Meteor 33 von Schneider Opel/ Rolland Brandt“ oder ähnliches - mir fehlt gerade nichts besseres ein
Danke!
Gruß!
Ivan
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#18
Ivan, Auftrag ausgeführt....
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#19
ich hab inzwischen recherchiert wo die Schaltung herkommt die ich hier gezeigt habe. Sie gehört zu dem Modell Roland Brandt LW33. Trotz der Ähnlichkeit im Namen ist dies ein früheres Gerät von 1931 mit ganz anderem Aufbau. Sie hilft dir damit leider nicht weiter, Ivan.
Gruß,
Jupp
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wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
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Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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#20
(14.09.2018, 18:33)Andreas_P schrieb: Ivan, Auftrag ausgeführt....

inkl. dem Tippfehler in "Roland" :-)
Gruß,
Jupp
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Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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