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Grundig Stereomeister 10
#1
Hallo zusammen,

ich kanns nicht lassen und finde immer einen "guten Grund" mir ein weiteres Radio vom Flohmarkt zuzulegen. Diesmal sah ich eigentlich nur ne graue verstaubte Kiste hinter einem Karton und vor einem anderen Röhrenradio, beim nähreren Hinsehen entpuppte es sich als Grundig Stereomeister 10. Grundig habe ich bislang ja eher gemieden, aber hier hatte ich einen Grund zuzugreifen....
   

In der unförmigen Kiste da hinten ist wohl der Stereodecoder?
   

ein Blick auf die Röhrenbestückung und ich war nicht zu bremsen.
   

Im Prinzip habe ich für zwei ECLL800 und eine ECC808 einen Betrag von 15 Euro hingelegt.
   

Ich werde das Radio erstmal reinigen, dann eine erste Inbetriebnahme an Regeltrenntrafo und Vorschaltlampe versuchen. Selbst wenns nicht geht und irrepparabel defekt wäre, habe ich hier noch nen Teilespender, die ECLL800 u ECC808 kriegt man normalerweise nicht so günstig und ist mir bislang auch nicht in Grabbelkisten auf dem Flohmarkt untergekommen.
Ich gehe mal auch ohne genaueres Hinsehen davon aus, das auch hier wie bei anderen Radios die alt bekannten Kohlemassewiderstände vorhanden sind.

Mal sehen wie es weiter geht.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#2
Servus,
Glückwunsch, ein sehr schöner Mittelklasse Grundig Stereo und mit Decoder und für den Preis- kein Thema!
Hauptsache der Decoder funktioniert, ansonsten Chip Decoder, auch kein Thema.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#3
So, weiter gehts...

- Sicherung T400mA war hin
- Gerät langsam angefahren, Vorschaltlampe 100W leuchtet, wirkt als Spannungsteiler, habe primär ca 179V am Netztrafo im Moment
- Radio spielt auf allen Wellenbereichen, Stereo geht auch, etwas dumpf, Höhen zu wenig, kein Brummen
- Tasten und Schalter krachen etwas, der Umschalter "Hall" sitzt fest, Skala für AM bewegt sich bei UKW mit.

Als nächtes werde ich mittels Amperemeter und bei vollen 220V testen.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#4
So, der zieht bei 230V rund 0,3A, 66W werden mir angezeigt. Das entspricht auch der Leistungsaufnahme ähnlicher Geräte.
Der wenig höhenreiche Klang ändert sich auch bei voller Netzspannung nicht.
   

dabei wollte ich doch nur die Röhren haben ;-)

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#5
Servus,
Wenn die Höhen nur bei Stereo zu dumpf sind liegt es an den Deemphasis Kondensatoren der beiden Stereokanäle.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#6
hallo Volker,
nöö, das liegt zum Teil an den Lautsprechern, wenn ich meine Großen anschließe sieht das schon wieder anders aus. Aber er klingt eben anders als mein Körting Steuergerät. jaja, der Klang wieder an meinen fast 50 Jahre alten Ohren ;-)

Habe inzwischen den Hallschalter gängig gemacht und mir die Kupplung genauer angesehen.

Unten drunter habe ich keinen von den bekannten Kohlemassewiderständen gesehen. Immer wieder erstaunlich, dass manche Geräte noch nach ca 50 Jahren im Prinzip gut funktionieren.

Jetzt habe ich allerdings noch anderes zu erledigen, schraube den erstmal wieder zu.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#7
Tja, "plug and play" nach 55 Jahren. "Grundig habe ich bislang ja eher gemieden" - vielleicht war das ein Fehler!? :-)

Gruß und viel Spaß damit

Stefan
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#8
"Plug und Play" hat man aber nicht bei allen Grundig-Geräten, ich habe mal für nen Trödler Radios getestet, darunter waren zwei Grundig, die eher käglich bis gar nicht liefen.

Ich werde bei nächster Gelegenheit trotzdem noch die Spannungen kontrollieren.

jetzt würde noch ein Telefunken Opus 2550 in meine Steuergerät-Sammlung passen, der Nachfolger 2650 ist ja schon ein Hybrid mit Transistorverstärker.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#9
Hallo Arnold,
das Chassis des Stereomeister 10 wurde auch in einigen Musiktruhen verwendet. Ich hatte die KS 450 vor einiger Zeit beschrieben und zwar hier:
http://www.dampfradioforum.de/viewtopic....32&t=26642
Nett finde ich das eloktromagnetische Schauzeichen für Stereoempfang, bei dem man auch noch gut die Stärke des Stereopilottones ablesen kann. Gab es nur kurz bei Grundig und wurde durch ein billigeres Lämpchen abgelöst.
Bei mir war der Stereodecoder 4 dabei (manuelle Umschaltung). Beim Stereomeister 10 dürfte der Automatic-Decoder 5 dabei sein. Dann dürfte das Relais bei jedem Senderwechsel laut klacken.
Nachfolger des Stereomeister 10 war der Stereomeister 15 in praktisch gleicher Optik. Den besitze ich auch incl. Boxen. Als ich ihn übernahm vor etwa einem Jahr, spielte auch er von Anfang an ohne Probleme. Er hat einige technische Verbesserungen gegenüber dem 10er:
-zusätlicher FM-Kreis verbessert etwas die Trennschärfe
-zusätzliche ECC 808 schafft mehr Verstärkungsreserven
-Netztrafo für 240V
-Decoder 5 ist ab Werk im Gehäuse eingebaut (Platz neben dem Netztrafo)

Viel Freude mit deinem alltagstauglichen Gerät, mit dem man noch voll in Röhrentechnik  UKW-Stereo geniessen kann. Die Geräte gab es ja nur kurze Zeit etwa von 1963-1966, dann hielt der Transistor Einzug bei den Stereo-Receivern.

Grüße
Frank
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#10
Hallo Frank,

danke für die Informationen.

ein Klackern beim Senderwechsel habe ich nun nicht gehört, aber die Stereoanzeige ist ganz nett und funktioniert bei meinem auch, je schwächer der Sender, desto weniger Ausschlag hat dieses Instrument.

Ich habe ja noch mehrere Vollstereo-Röhrenreceiver, angefangen vom Braun RCS9, den ich schon viele Jahre habe, nutzte ich eine Gelegenheit mir nen SABA Freiburg Studio A anzuschaffen, dann kam der Saba Stereo 1 SRI16 und der Körting 821/80.

Alles in allem ist der soweit ganz OK, die Kupplung für die Seilzüge macht noch Probleme.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#11
Guten morgen,

ich habe heute mal darauf geachtet, ob da was beim Senderwechsel klackert, habe nichts gehört. Eine Typbezeichnung des Decoders habe ich an den sichtbaren Seiten nicht gefunden, werden ihn aber auch nicht abschrauben.

Hier noch ein Bild der besagten Stereoanzeige, je stärker der Sender/das Stereosignal umso mehr rot wird die Scheibe (Drehspulinstrument).
   

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#12
Wenn man kein Relais klicken hört, ist es ein DECODER IV (4) ohneM/S Umschaltung
Mit M/S wäre es ein DECODER V (5)

Mfg mike
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#13
Deshalb hat das Radio ja auch noch eine Stereo-Umschalttaste, denke ich. Also eh nicht für automatische Umschaltung vorgesehen (gewesen).

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#14
Hallo Kalle,

ich kenne kein Radio oder Tuner zwischen 1960er und 2000er welches keinen Mono-Stereo-Umschalter hat. Der wirkt schliesslich auf die NF und wird auch für andere Zwecke benötigt.

Manche Empfänger haben noch "Stereo fern" , eine Art Rauschunterdrückung bei schwachen Sendern.

Freundliche Grüße,
Arnold
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#15
Hallo Kalle,
doch. Der normale Fall bei 99 % aller Stereo-Radios, Tuner und Receiver (von einst bis jetzt) ist: automatische Umschaltung mono/stereo abhängig vom Hf-Pegel (Stärke des Empfangssignals) und zusätzlich eine Mono-Stereo-Taste, mit der man das Gerät zwangsweise auf Mono-Betrieb stellen kann.

Das gilt auch für den Stereomeister 10 mit Decoder 5.
Wahlweise gab es ihn, wie Mike oben schon sagte, aber auch mit Decoder 4 - damit sparte man immerhin runde 30 Mark. Dieser Decoder 4 schaltet nicht automatisch um und ist daher auf die manuelle Umschaltung angewiesen.

Gruß
Stefan
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#16
Aha, die Stereo-Radios hatten also eine Stereo-Taste, egal ob Stereo-Dekoder mit automatischer Umschaltung oder nicht. Hab ja gerade mal jetzt ein Stereo-Radio aus der Zeit und auch sonst bisher keines zum Restaurieren bekommen. Mir schleppen Bekannte immer die Radios der 50er Jahre an. Bin da also nicht so „bewandert“, wie die Stereo-Radios damals ausgeführt wurden.

Danke für die Aufklärung.

Morgendliche Grüße

(Reflex-)Kalle
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#17
Guten morgen,

ich habe gestern noch festgestellt, dass diese Drehspul-Stereoanzeige in Stellung Mono am Schalter auch erhalten bleibt, mit einen einfachen Unterbrecherkontakt an der Umschalttaste hätte man diese Anzeige auch abschalten können.

Ich habe den Schaltplan für den Grundig nicht, kenne aber meine anderen Geräte ziemlich gut.
Der Saba Freiburg 11 (NF-Stereo) hat keinen Stereodecoder, war meines Wissens auch noch nicht dafür vorbereitet. Hier wird beim betätigen der Mono-Stereotaste in der Endstufe aus einer 2 x 5 Watt-Eintaktschaltung eine 10W-Gegentaktschaltung erzeugt.

Aber das ist eben nicht bei allen frühen Stereogeräten so, beim Saba Freudenstadt 125 wird beim Betätigen der Stereotaste die Anodenspannung abgeschaltet und der Lautsprecher vom Übertrager getrennt, soll als Zusatzlautsprecher mit beleuchteter Skala laufen. Es gab auch NF-Stereogeräte mit nur einem Lautsprecher im Gehäuse, aber einer einer zweiten Endstufe für den zweiten Kanal am einem externen Lautsprecher.

Grundsätzlich ist die NF-Stereo-Mono-Taste z.B. nützlich, wenn man eine externe Quelle mit nem Monoausgang und dreipoligen DIN-Stecker in die 5-Polige Buchse stecken will, dann wird nämlich das Signal auf beide Kanäle aufgeteilt.
Oder man hat eine Stereo-Tonbandaufnahme, die auf einem Kanal bei Stereo schlechter ist, dann wirds in Mono besser.
Oder Fehlersuche: Ein Kanal geht nicht, Ursache vor, in oder hinter dem Verstärker lässt sich schnell feststellen. Geht der Lautsprecher auch bei Mono nicht, könnte die Ursache auch hinter den Lautsprecherausgängen liegen, gehen bei Mono-Schaltung beide Kanäle ist die Zuleitung zum NF-Eingang unterbrochen oder ein falsches Kabel eingesteckt.
Nach der alten DIN-Norm war der Stereo-Eingang des Plattenspielers über ne dreipolige DIN-Buchse, da braucht man nämlich einen Adapter, von 5-Pol-DIN auf 3-Pol-DIN, oft ist das aber schon im fünfpoligen DIN-Plattenspielerstecker oder im externen Entzerrvorverstärker so gebrückt, aber nicht immer.

Alles Praxiserfahrungen ;o)

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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