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Die Wartungsklappe
#1
Hallo zusammen,

vorhin mal am Bahnhof etwas gesehen, was ich noch nie gesehen habe, die Wartungsklappe der Bahnhofsuhr war gegen 12.00 Uhr auf.
   

Zeiger und Ziffernblatt sind mit Leuchtstoffröhren beleuchtet, die Zeiger waren schon ne ganze Weile dunkel. Nachher mal schauen, obs repariert wurde.

Die Uhr selbst ist eine Tochteruhr, ferngesteuert, war auch schon mal ausgefallen, solllte stillgelegt werden, es gab aber öffentlichen Widerstand und einen Uhrmacher, der die Uhr wieder in Betrieb nehmen konnte. Inbetriebnahme um 1960, als der neue Hauptbahnhof eröffnet wurde.

Solche Großuhren/Turmuhren fallen mangels Pflege und Wartung vermehrt aus und werden leider nicht mehr repariert, weil es kaum noch Uhrmacher dafür gibt und die Eigentümer Kosten scheuen. Außerdem meint man im Zeitalter, wo jeder mit dem Schmarrnfon rumrennt, sind solche Uhren überholt. Ich persönlich schaue lieber im Vorbeifahren auf so eine Uhr, als auf das Schmarrnfon.

Freundliche Grüße,
Arnold
Eine ECC83 und zwei EL84 reichen vollkommen aus für einen gewaltigen Stereo-Röhrenverstärker Smiley34
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#2
Das Ziffernblatt und Zeigerwerk unserer Museumsturmuhr wird gerade restauriert.
Kostenpunkt: Ca. 50.000€
Das Uhrwerk selbst wird von uns gereinigt und neu abgeschmiert.
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#3
ja ja , so ist das . Zeit ist geld.
Hier kann man das sehr schön verstehen.

Denkt mahl, wenn das Restaurieren von einem ziffernblat so teuer ist,
wie fiel hat damals der gesamte aufwand für die neue Uhr die gemeinde gekostet?
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#4
Jou...

Aus Unterlagen geht hervor dass unsere Museumsturmuhr damals 1938 gekauft worden ist un 10.000 RM gekostet hatte.
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#5
Wie viel €uro sind 10.000 RM im Jahr 1938? Wenn ich mal wieder im Technikmuseum in München bin (ein Tag reicht da absolut nicht aus) dann lasse ich mir mal die Uhrenschmankerl von dir erklären.
Seit mich der Peter MV mit der 1. Automatik Armbanduhr (Aeromatik) infiziert hat und mir mein Vater seine Automatik Uhrensammlung vererbt hatte habe ich ein ganz anderes Verständnis zu den Meisterwerken der Mechanik.

Quarzuhren und Funkuhren sind davon allerdings ausgeschlossen.

Nachtrag: 1 Reichsmark 1937-1938 = 3,58 €
10.000 Reichsmark * 3,58€ = 35.800 €uro
wau das ist schon ne Hausnummer
Maach der Freud sulang et jeiht, dat Levve duurt kein Iwichkeit.
Gruß aus der Pfalz
Gery



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#6
(01.11.2018, 18:58)Gery schrieb: Nachtrag: 1 Reichsmark 1937-1938 = 3,58 €
              10.000 Reichsmark * 3,58€ =  35.800 €uro
              wau das ist schon ne Hausnummer

Das ist nicht mehr aktuelle Umrechnungsfaktor. Lt. Wikipedia wären es mit Stand 2017 41.000€ gewesen.

"Die Kaufkraftäquivalent einer Reichsmark wird von der Deutschen Bundesbank bezogen auf die Kaufkraft des Euro zum Stand Januar 2017 wie folgt angegeben:

   1 Reichsmark 1924 = € 3,90
   1 Reichsmark 1937 = € 4,10"
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#7
Bei dem damaligen Lohn-Verhältnis eines Arbeiters war das dennoch sehr viel Geld.
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