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Netzteil Hameg HM1007
#1
Hallo, ich habe hier wieder einen Patienten auf dem Tisch, dessen Netzteil mir Rätsel aufgibt. Könnt ihr mir bitte helfen? Und zwar habe ich inzwischen den zweiten Leistungs-N-MOS zerlegt und ich weiß nicht warum. Der erste ist sogar durchgeschlagen. Müsste laut Spezifikation des STHV52fi demzufolge deutlich > 4 kV gewesen sein, was nur durch Selbstinduktion möglich wäre, doch bei der Beschaltung von W1 eigentlich nicht möglich ist?????

Ich hatte vorsorglich bereits alle Elkos getauscht weil da schon jemand fleißig aus der Bastelkiste getauscht hatte und T441 und T442 aus der sec. Spannungsregelung auf Verdacht auch, weil ich nicht auf die erforderlichen 12V Versorgungsspannung des TDA4605 komme.

Hat von euch jemand Erfahrungen mit den PS-Platinen von Hameg und kann mir vielleicht noch einen Ansatz liefern? Die Platine war schon ziemlich verbastelt und so viel will ich demzufolge auch nicht mehr darauf herumlöten.

Ich danke euch schon mal!!

Grüße
Volker

   
Strom ist gefährlich..... der macht klein, schwarz und hässlich!
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#2
Hallo Volker,
hauptverdächtig sind vor allem die Bauelemente der SOAR- Beschaltung des MOSFET- Schalters. Das sind R430, R431, C430, C412 und vor allem die Diode
D430, die eine Fast Recovery- Diode sein muß. Schau mal, ob da der richtige Typ, oder ein Äquivalent drin ist. Funktioniert die Schutzbeschaltung mit diesen Bauelementen nicht richtig, wird der Schalttransistor mit einer wahnsinnig hohen inversen Rückschlagspannung, verursacht durch die Selbstinduktion der Wandlerspule beaufschlagt und gehimmelt.
Die von Dir gewechselten Transis haben mit der 12V- Spannung des IC's nichts zu tun. Die sind wirklich nur für die Rückführung des Meßsignales für die Überwachung der Sekundärspannungen zuständig.
Der IC wird beim Einschalten des Gerätes über R408, R 409 und R410 aus der Netzspannung gestartet und im weiteren Betrieb aus der Wicklung W2 des Wandlers über die Diode D421 weiter versorgt. Als Fehlerursache bei zu niedriger IC- Spannung ist der Elko C425 /47µF höchst verdächtig, weil er gern in dieser Schaltung an Kapazität verliert. Ich löte in solchen Schaltungen immer einen neuen Elko ein!
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#3
Hallo Volker,
ich habe mir heute Mittag die Schaltung auch angesehen und habe mir da die Bauteile D430; C412 und C430 notiert. Dann kam Besuch. Aber wie du siehst bin ich zu dem gleichen Ergebnis wie Wolfram gekommen. Wie du schreibst ist die Platine verbastelt da ist zu kontrollieren ob noch die Originalbauteile vorhanden sind. Ganz besonders die Diode D430 wie Wolfram schon schreibt handelt es sich um eine ULTRA FAST DIODE 1000V 50pF 75nS da traue ich auch keinem Vergleichstyp ohne die Datenblätter selbst verglichen zu haben. Wie kommst du auf die 12V für das IC ich finde keine Spannungsangaben und das IC hat ja einen Bereich von 8 – 14V.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#4
Hallo Wolfram,
Hallo Richard,

vielen Dank für eure Hilfe. Ich werde gleich mal recherchieren wo ich die passende Diode her bekomme und der Rest sollte aus dem Fundus aufzutreiben sein.

Die 12V habe ich aus einer Publikation im Netz (http://www.joretronik.de), was mich dann auch dazu gebracht hat, mich da mal etwas genauer zu belesen. Die etwa 12V sind notwendig, dass der IC sich überhaupt erst zur Mitarbeit bewegen lässt und seine internen Schaltungen weckt und den MOS ansteuert. Hat er sich aber einmal eingeklinkt, arbeitet er bis runter zu ca. 5V Versorgungsspannung.

Ich berichte wenn ich durch bin mit den Teilen. Bis dahin schon mal schöne Ostern!!
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#5
Volker laut Datenblatt ist IC=ON 8-14V ansonsten V6 = -0,3 bis 20V verlasse dich nicht was irgentwo beschrieben ist lese das Original-Datenblatt. Mache mal Bilder von der Platine.
Wenn du die Schaltung hast ich habe sie nicht gefunden aber ich hätte sie gerne.
Gruß Richard


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#6
Die BDA kannst du von mir haben Richard. Schaltung leider nicht.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#7
Dietmar die BDA habe ich die Schaltung fehlt.
Frohe Ostern
Gruß Richard


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#8
Hallo @all,

ich melde mich heute mit angenehmen Neuigkeiten zum HM-1007 zurück. Zuerst nehmt bitte meine Entschuldigung für mein langes Schweigen an. Ich war viel unterwegs und konnte mich nicht weiter um den Patienten kümmern. Inzwischen habe ich mir ein gebrauchtes Netzteil besorgt, weil die Löterei an der alten Platine nicht wirklich Spaß gemacht hat. Da war wohl jemand mit einem richtig dicken Lötkolben bei und hat die Elkos bearbeitet. Einige Leiterbahnen musste ich in der Folge mit Kupferdraht brücken. Smiley39

Allerdings ist bei dem neuen Netzteil immer nach dem Einschalten schon die Schutzschaltung gekommen und die ohne Verbraucher gemessenen Versorgungspannungen zeigten starke Abweichungen.

Da habe ich nach dem Tausch der Elkos auch step by step die Transistoren noch gewechselt und buchstäblich wurde es mit jedem besser. Inzwischen sieht er schon so aus:


   


Allerdings sind die Beams nicht stabil. Sie zappeln noch etwas auf der x-Achse, doch das kenn' ich von Hameg schon und glaube das bekomme ich noch hin.

@Richard: Du hattest Recht, aktuell läuft die Schaltung mit einer Spannung von 10V am TDA4605.

Tipp: Wenn SMDs zu löten sind, sollte man immer etwas Entlötlitze liegen haben. Mit Hilfe dieser Litze bekommt man die Lötpunkte super sauber und ein Glasfaserpinsel beseitigt Flussmittelrückstände, was das sichere Auflöten der neuen Bauteile deutlich erleichtert!

Ich werde mich nun um die ruhige Strahllage kümmern und melde mich.

Grüße
Volker

EDIT1: Mit hoher Wahrscheinlichkeit habe ich den Verursacher gefunden. Es ist der Poti 2 x 10k für die X-Position des Beams. Bei Rechtsanschlag ist Ruhe. Sobald ich Ihn aber Richtung links drehe, fängt der Strahl wieder an zu zappeln, wobei die Intensität nicht von der Stellung des Potis abhängig ist. Doch wo bekomme ich jetzt dieses Poti her: PTD12HT 10KA?
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#9
Und wieder einen Schritt weiter.....

       

Es war der Poti, der ehrlich gesagt wacklig wie ein Lämmerschwanz war. Ein netter Bekannter hat mir zum Austausch einen geschickt und somit war der Fehler gefixt.
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