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Radiola RA 7024
#1
Hallo,
ich konnte mich nicht zurückhalten und habe mir wieder Arbeit zugelegt.
Es handelt sich um einen französischen Röhren - Kofferplattenspieler von
Radiola Type RA7024 ( ein 117 V Gerät )

.jpg   P1060299.JPG (Größe: 152,5 KB / Downloads: 434)
Ob der Philips Schriftzug original daran gehört?

.jpg   P1060300.JPG (Größe: 150,5 KB / Downloads: 434)

.jpg   P1060301.JPG (Größe: 146 KB / Downloads: 434)
Leider hat das Gerät den Transport nicht überstanden.
Das Bakelit - Chassis ist gebrochen. Ich werde versuchen es mit
Sekundenkleber zu kleben.

.jpg   P1060302.JPG (Größe: 152 KB / Downloads: 434)
Beim Radiomuseum unter Mallette Électrophone zu finden.

.jpg   P1060303.JPG (Größe: 146 KB / Downloads: 431)
Vielleicht ein Philips Lizenzbau.

.jpg   P1060304.JPG (Größe: 146 KB / Downloads: 432)

.jpg   P1060305.JPG (Größe: 148,5 KB / Downloads: 432)

.jpg   P1060306.JPG (Größe: 144,5 KB / Downloads: 435)

.jpg   P1060307.JPG (Größe: 150 KB / Downloads: 436)

.jpg   P1060308.JPG (Größe: 155 KB / Downloads: 433)

.jpg   P1060309.JPG (Größe: 154,5 KB / Downloads: 432)

.jpg   P1060310.JPG (Größe: 145 KB / Downloads: 432)

.jpg   P1060311.JPG (Größe: 149 KB / Downloads: 430)
Ist das eine Sicherung ?
Habe so ein Teil bisher noch nie gesehen.

.jpg   P1060312.JPG (Größe: 140 KB / Downloads: 431)

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#2
Hallo,
Chassis ist mit Sekundenkleber geklebt und ich hoffe es hält.

.jpg   P1060318.JPG (Größe: 141,5 KB / Downloads: 335)
Dann habe die Schaltunterlagen im Netz gesucht und gefunden.

.jpg   P1060313.JPG (Größe: 146,28 KB / Downloads: 336)

.jpg   P1060314.JPG (Größe: 146,06 KB / Downloads: 335)

.jpg   P1060315.JPG (Größe: 150,14 KB / Downloads: 335)

.jpg   P1060316.JPG (Größe: 143,9 KB / Downloads: 335)
Das unbekannte Bauteil ist eine Sicherung und defekt.
Es steht bloß kein Wert drauf.
Was für einen Wert würdet ihr nehmen?

.jpg   P1060317.JPG (Größe: 145,5 KB / Downloads: 334)
Einen Spannungswandler 230V auf 120V muß ich mir auch noch zulegen.

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#3
Hallo Detlef,

ich würde es mal mit 200mA Träge versuchen, das sollte reichen.

Was den Spannungswandler betrifft, bei Reichelt gibt es Trenntrafos in verschiedenen Leistungsklassen, die sind sekundär für 2x 115V gewickelt.
Die wären also für solche Zwecke verwendbar.


Grüße

Martin
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#4
Ich habe den selben/ähnlichen Plattenspieler in meinen Philips Jubiter Phono Super.
Ist da als Philips AG 3004 ausgeschrieben.
Wer da jetzt von wem die Lizenz hat weiß ich aber nicht.
Grüße vom Marco aus Oberbayern.
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#5
Hallo,

Radiola war der Markenname der französischen Firma Radiotechnique. Die hatten von 1931 bis 1939 ein Joint Venture mit Philips und wurden 1947 von Philips übernommen. (Quelle: englisch Wikipedia unter Radiotechnique).
Da wurde wohl für den französischen Markt nur ein anderes Label aufgeklebt.

Viele Grüße
Reinhard
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#6
Hallo,
ich habe mit der Reparatur begonnen.
Zuerst wurde ein Sicherungshalter eingebaut.

.jpg   P1060319.JPG (Größe: 148,5 KB / Downloads: 258)
Eine 400 mA Sicherung eingesetzt. Das müsste ausreichen.
In den Unterlagen steht 270 mA Stromaufnahme bei laufendem Motor.
Allerdings auf französisch.

.jpg   P1060320.JPG (Größe: 148,5 KB / Downloads: 259)
Danach wurden die Kondensatoren überprüft
Alle müssen erneuert werden. Teilweise falsche Werte oder defekt.
Die axialen Elkos werden morgen bei Reichelt bestellt und dann gehts weiter.

.jpg   P1060321.JPG (Größe: 137 KB / Downloads: 258)
In meinem Fundus habe ich noch einen alten Leitz Wetzlar
Projektionslampen - Trafo der von 100 bis 130 Volt regelbar ist gefunden.
Den werde ich für die Inbetriebnahme des Plattenspielers nehmen.

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#7
Eine 400 mA Sicherung eingesetzt. Das müsste ausreichen.
 In den Unterlagen steht 270 mA Stromaufnahme bei laufendem Motor.
 Allerdings auf französisch. Smiley53



Ja Detlef, diese Franzosen und ihre angewohnheit auf Französisch zu schreiben...............
Aber auch in Paris sind 270mA das selbe wie in Berlin.

Eine etwas kleinere sicherung hätte es auch getan.
Steht den nichts genaues auf der anleitung? Leider kann ich die bilder nicht vergrösern.

Wegen der verklebung mit sekundenkleber, das kannst du von hinten verstärken.
1.) mit ein par pertinax streifen (resten von leiterplattenmaterial)
2.) du verwendest Natronpulver (brause- backpulver) welches du auf eine dicke klebenat sekundenkleber Aufträgst . Das sieht hinterher wie eine schweisnaht aus und hällt bomben fest

es gibt noch ein anderes klebe mitelchen, aber da muss man erst auf den schrottplatz gehen sich was besorgen.
Da mach ich aber einen anderen tread auf.
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#8
Für Kunststoffverklebungen benutze ich grundsätzlich Loctite 406.

Der ist in der 20 g Flasche deutlich günstiger als Sekundenkleber 2 g und verklebt auch PP-Kunststoffe, was der Sekundenkleber nicht kann.
Unter dem Fläschchen ist das MHD angegeben. Man sollte immer auf ca. 1 Jahr MHD achten,


https://www.ebay.de/itm/2-Stuck-a-20-g-L...:rk:7:pf:0
„Segelnd auf weindunklem Meer hin zu Menschen anderer Sprache“

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#9
Hallo,
weiter gehts mit der Reparatur.
Gestern sind die axialen Elkos angekommen.
Die alten Elkos (von 1957) habe ich aus der Papphülle gezogen und neu bestückt.
Die anderen Kondensatoren (Glasröhrchen) wurden auch neu bestückt.


.jpg   P1060347.JPG (Größe: 148 KB / Downloads: 170)

.jpg   P1060348.JPG (Größe: 138 KB / Downloads: 169)
Da die UY85 defekt war, wurde als Ersatz ein 75 Ohm in Reihe mit einer 1N 1004 eingebaut.

.jpg   P1060350.JPG (Größe: 154,5 KB / Downloads: 169)
Alle Kondensatoren sind jetzt neu.   

.jpg   P1060351.JPG (Größe: 156 KB / Downloads: 169)
Nachdem kam die Inbetriebnahme mit neubestückten System am 110V Regeltrafo.
Das Gerät funktioniert einwandfrei, bis auf die automatische Abschaltung am Plattenende.
Ich habe schon einiges versucht aber finde den Fehler nicht.
Wenn ich den Tonarm mit der Hand zum Plattenende bewege funktioniert die Abschaltung.
Vielleicht kann mir weiterhelfen.
Die weiteren Bilder zeigen die Mechanik der An- und Abschaltung.

.jpg   P1060352.JPG (Größe: 146 KB / Downloads: 169)

.jpg   P1060353.JPG (Größe: 149,5 KB / Downloads: 169)

.jpg   P1060354.JPG (Größe: 160,5 KB / Downloads: 168)

.jpg   P1060355.JPG (Größe: 145,5 KB / Downloads: 168)

.jpg   P1060356.JPG (Größe: 148 KB / Downloads: 168)

.jpg   P1060357.JPG (Größe: 156 KB / Downloads: 168)

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#10
Wenn Du das Chassis ohne Plattenteller von oben betrachtest und dabei den Tonarm nach langsam nach links schwenkst (nicht bis zum Anschlag), sollte der Alu-Fühler zum Pin in der Mitte dés (nicht aufgelegten-) Tellers wandern. Die Nocke an der Unterseite des Tellers sollte dann den Alu-Fühler greifen und den Schalter betätigen. Wenn Du den Tonarm von Hand bis zur Tellermitte und bis zum Anschlag durchdrückst, wird der Schalter auch betätigt, aber auf direktem Wege und nicht über den Umweg des Alu-Fühlers.

Diese Aluteile sind oft leicht verbogen und die Funktion ist dann nicht mehr gegeben. Versuche mal das Teil auf dem Foto etwas gerade zu biegen, nicht gleich komplett gerade, sondern erstmal ein bischen und dann testen, ob der Alufühler sich dann eher in Richtung Mitte bewegt:

   
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#11
Hallo Anton,
vielen Dank für Deine Antwort.
Ich habe an dem Teil, welches Du beschrieben hast, ein wenig gebogen,
erst in die eine Richtung, dann in die andere, leider ohne Erfolg.
Kann es sein, daß das Kunststoff - Teil auf dem Alu - Fühler abgenutzt ist,
so daß die Nocke ihn nicht mehr richtig greifen kann?

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#12
Hier ein paar Bilder von einem Gerät mit funktionierender, automatischer Endabschaltung. Auf dem ersten Bild siehst Du, wie die Blechlasche anliegen sollte, wenn der Tonarm zum Einschalten nach außen geschwenkt wird.

   

Das zweite Bild zeigt eine mittlere Stellung, vor Allem jedoch, wie die Form korrekt aussehen sollte.

   

Das dritte Bild zeigt die Blechlasche wie sie am Fühlhebel anliegt, wenn der Tonarm langsam nach innen schwenkt. Hier wird der Fühlhebel (der übrigens absolut leichtgängig schwenken muss) zur Tellermitte hin bewegt.

   

Das vierte Bild zeigt den Fühlhebel. Du siehst, der sieht genau aus wie Deiner. Demnach ist Dein Fühlhebel also optisch in Ordnung.

   

Vielleicht hilft das weiter.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#13
Schau dir nochmal den Hebel genauer an.
Hier ihn mal mit Hilfslinien dargestellt, der Plasteeinsatz hat sich wahrscheinlich etwas gedreht.


.jpg   1hebel.jpg (Größe: 30,23 KB / Downloads: 105)
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#14
Ja Frank, das muss sich Detlef mal genauer anschauen. Fotos können auch tauschen, je nach Blickwinkel der Aufnahme.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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#15
Ja kann sein, wenn man aber genauer hinschaut, sieht man wie schief das Plasteteil bei Detlef ist. bei deinem Gerät ist es fast parallel.
Der Noppen bei Detlef seinem Gerät schiebt das Ende des Hebels am Alublech soweit zur Seite, das der Noppen, durch den kleinen Radius bedingt, nicht mehr am Plasteteil ankommt, sondern vorbei rutscht.

Das Problem hatte ich auch bei einem RFT Plattenspieler gehabt. hatte auch fast zwei Wochen gebraucht, eh ich darauf gekommen bin.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#16
Hallo,
vielen Dank für die Tips.
Anton ich habe die Blechlasche so wie auf deinen Fotos abgebildet justiert.
Es brachte aber keinen Erfolg.
Ich habe noch ein paar Bilder gemacht.
Gerät eingeschaltet Fühlhebel vorne.


.jpg   P1060364.JPG (Größe: 145,5 KB / Downloads: 69)
Gerät ausgeschaltet Fühlhebel hinten.


.jpg   P1060366.JPG (Größe: 143 KB / Downloads: 69)
Fühlhebel mit Tonarm in die Abschaltstellung gebracht.

.jpg   P1060372.JPG (Größe: 143,5 KB / Downloads: 69)
Abstand Plasteteil zur Achse

.jpg   P1060374.JPG (Größe: 151,5 KB / Downloads: 69)
Das Plasteteil ist auf dem Fühlhebel fest und nicht beweglich.
Ich könnte höchstens die Niete aufbohren, wenn ich die Stellung
des Plasteteil verändern muß.

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#17
An dem Plaste Teil sind vorn und hinten zwei Laschen, dann kann man das Teil ohne Bohren drehen

obs daran liegt Huh

   
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#18
Hallo Dietmar,
ich habe mir das Plasteteil nochmal mit einer Uhrmacherlupe angesehen.
Was da auf dem Foto zu sehen ist sind Schatten (mein schlechtes Foto).

.jpg   P1060378.JPG (Größe: 146,5 KB / Downloads: 33)
Hier ein neues Foto. Auf dem Zahnarzt - Spiegel kann man sehen,
warum das Plasteteil nicht drehbar ist.

Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#19
Dann weiß ich jetzt auch keinen Rat mehr, ohne in noch mehr Spekulation zu verfallen. Aber ich kann Dir anbieten das Philips Chassis zuzusenden, von dem ich die Fotos gemacht habe. Es ist, bis auf das Radiola Logo und einige Zierstreifen baugleich. Das gäbe es geschenkt, ich brauche es nicht mehr. Sei es zur Teilegewinnung, zum Komplettersatz, oder einfach nur zum Vergleichen der Mechanik.
~~~Es gibt nichts Gutes, außer man tut es (Erich Kästner)~~~
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