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Wandel und Goltermann WS-6
#1
Hallo an alle interesierten bastler.
Ich bin seit geraumer zeit daran mir einen wechselspannungsstabilisator zu reparieren.
Dabei handelt es sich um den in der überschrift erwähnten WS-6 von Wandel und Goltermann

Eigentlich nichts kompliziertes da man an diesen aparat haubtsächlich nur die morschen MP kondensatoren von SAF austauschen muss.
Leider wurden die von Bosch hier nicht verwended. Die sind trotz der fielen jahre normalerweise immer noch gut.
Die von SAF werden mit der zeit hochohmig. Genau wie normale Papierkondensatoren aus Röhrenradios.

Ich habe gestern die meisten kondensatoren getauscht indem ich die alten gegen neue ausgemessene kondensatoren aus China
ersetzt habe.
Die originalwerte wurden dabei erhalten. in diesen fall sogar mit enger toleranz (5%).
Neues material hat ja wegen der neuen reihen leicht abweichende werte.

Hier gibt es Kondensatoren mit 2/ 4/ 8/ und 16uF 
die neuen werte wären  2,2 /  4,7 / 8,6 / und  15uF

Nachdem ich nun die moisten kondensatoren getauscht habe, die drei rören im gerät gemessen und für gut gefunden habe geht es an das einschalten.
Der zeiger für die ausgangsspannung geht langsam hoch, bleibt dann aber so bei 180V stehen

Die zwei varistoren hinten am geheuse werden warm, was sie bei betrieb wohl auch tuhen sollen , den sie sind stark überdimensioniert und mit kühlfahnen versehen.
Der varistor am Anodenkreis der EL34 blieb aber kalt, obwohl da spanning anliegt.

Ich habe das teil ausgebaut und auf mechanische fehler untersucht. Alles in ordnung. Also wieder zusammenbauen. Smiley47

da habe ich aber nicht drauf geachtet das die federkontackte auf beiden seiten an der selben stele auf die Varistor platen beanspruchen. Resultat, eine platte ist an mehreren stellen gebrochen Smiley26

Schaut euch das malör an.

   

Hat jemand so einen Varistor  als ersatz teil ? in der schaltung wird er lediglich als VDR19 angegeben.
Ich werde trotzdem mal versuchen ob ich das teil irgendwie flicken kann
eventuel mit etwas sekundenkleber fixiert und zwischen zwei Alu plätchen geklemmt.

Wäre aber trotzdem obtimal wenn jemand etwas genaueres zu dem bauteil sagen könnte, den ich weis nicht um was es sich hier genau handelt.
Der wert P246 wirft keine brauchbaren ergäbnisse raus. Auch weis ich nicht um welche art Varistor es sich hier handelt zink oxid oder silicon carbid.
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#2
Hallo Juan, vielleicht hilft das weiter.
https://www.yumpu.com/en/document/view/3...schmid-ohg
Dort ist ein Katalog zu sehen, weis aber nicht wie man da rankommt.
Zumindest sind dort diese Teile mit Daten beschrieben, leider nicht lesbar.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#3
Dieser Trafo den die EL34 da ansteuert ist ein Transduktor, also ein Stromgesteuerter Widerstand.
Das funktioniert in etwa so: Die Sekundärwicklung liegt als steuerbarer Widerstand in der Stromleitung. Der ist nun niederohmig, d.h. die Ausgangsspannung ist hoch. Wenn sie die gewünschte höhe erreicht fängt EL34 an zu leiten und bringt eine Gleichspannung an die Primärwicklung, dadurch erhöht sich der Widerstand des Transduktors und die Ausgangsspannung sinkt wieder. Diese Geschichte pendelt sich logischerweise ein auf die eingestellte Sollspannung. Das sollte soweit klar sein.
Ein unerwünschter aber unvermeidlicher Nebeneffekt eines Transduktors ist, daß der eigentlich ein Trafo ist, und die Steuerwicklung ist recht hochohmig da er nur relativ wenig Leistung zum regeln benötigt, viel weniger als die Energie die er wegbremsen kann. Was nichts anderes bedeutet als: der Transduktor liefert selbst an der Steuerwicklung eine sehr hohe Spannung an.
Wenn du das Gerät einschaltest ist die Röhre noch kalt, also kann sie nichts abregeln. Nun stürmt diese Hochspannung vom Transduktor auf die arme Anode zu und überschreitet die zulässigen Werte um einiges, hinzu kommt daß es eine Wechselspannung ist. Das beruhigt sich in dem Moment wo die Röhre warm ist und das Ganze unter Kontrolle bekommt.

Der Varistor ist dazu da, bei noch kalter EL34 diese Hochspannung auf ein erträgliches Maß zu begrenzen ! Die dabei abgebaute Leistung verwärmt er. Da das nur bei kalter EL34 der Fall ist bleibt er wenn sie warm ist - = kalt :-)
Die Leistung die der Varistor in der kurzen Zeit verwärmt ist abhängig von der Größe der Last die du angeschlossen hast vor dem Einschalten, hinzu kommen interne Verbraucher im Gerät. Ich schätze mal mit 25 Watt ist man da im grünen Bereich, wohlgemerkt für 10 Sekunden, danach fällt die auf Null.

alles klar?

lG Martin

Mögliche Lösung: Bei einem intakten WS6 die Spannung am Varistor (AC, 1kV, ERDFREI !) messen direkt nach dem Einschalten, das entspricht der Varistorenspannung die benötigt wird.
Übrigends ist die Birne im Gerät ein technischer Kaltleiter der extra für W+G hergestellt wurde. Behandel den wie ein rohes Ei ! er ist UNERSETZLICH.
Falls die obsolete Netzleuchte kaputt sein sollte, dieser sockel davon erlaubt das ablöten und Ersetzen durch eine Ersatzbirne. E5,5 mit Drähten funzt prima, siehe Bericht zum Radio E104

Verbastelungslösung bei unbeschaffbarem Varistor:
Ich denke eine Backofenbirne 230V 20W als Ersatz für den Varistor könnte das schaffen, nach 10 Sekunden ist die per Zeitrelais zu unterbrechen.

   
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#4
Die erklärung in rot habe ich tip top verstanden.
Der varistor ist jetzt aber erst mal wieder zusammengebaut. Als werkzeugmacher hat man da so seine möglichkeiten.
Ich habe versucht ob man das teil überhaubt kleben kann. Keine möglichkeit. Es ist porös und saugt den kleber sofort auf.
Kleben hätte hier sowieso nicht viel gebracht. das würde beim anziehen der schrauben wieder auseinander brechen. es waahr mer zum zusammenhang der teile gemeint.
Hat sich aber als nicht nötig erwiesen.
Also zwei genau gleiche bleche aus aluminium af der drehbank gefertigt, und diese dann in der mitte mit der zentrierspitze etwas eingedellt. ungefÄr 2mm
Dann wird alles zusammengebaut, mit je einem dieser bleche so das wenn man anfängt die schraube fest zu ziehen die gewöllbten bleche zuerst ausen auf den varistor drücken.
Beim anziehen der schraube bekommt man nach und nach den druck auf eine grösser werdende oberfläche.
Befor die bleche eng anliegen wird mit einem holz stückchen zum kaffeumrühren alle Varistor reste noch genau in die mitte gerrückt so das sie wie original alle zusammenpassen.
Dann wird fest angezogen. Bedingt durch die gewöllbte form der bleche wird eine spannung aufgebaut welche die euseren rand bereiche der so entstandenen scheiben nach oben vom Varistor wegbiegt.
Das gebilde ist 100% gut gelungen und ist jezt wieder solide und elecktrisch verbunden.

Martin,
Trozdem hat mir die idee mit der lampe auch gut gefallen. Ist ein guter tip.

apropo lampe. Meine ist noch drinn. Kennfarbe gelb. Nur der C teiler macht mir noch zu schaffen. Der ist etwas schwierig hinzubekommen. Ich mache morgen weiter.
Es geht ins Bett die nägsten schritte überlegen
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