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Musikschrank mit Radio und Schellackplattenspieler - suche Hilfe
#1
                        Hallo in die Runde!

Ich habe einen Konzertschrank von einem Onkel geschenkt bekommen. Faszinierend finde ich den Schellackplattenspieler.

Leider ist ihm kein Ton zu entlocken. 

Das größte Problem dürften die beiden fehlenden Röhren sein. Vielleicht kann mir hier jemand helfen herauszufinden, welche Röhren dort hinein müssen. Ich kann auch keine Marke des Radios (Chassis) erkennen. Die Truhe wurde vom Musikhaus Barth in Stuttgart (gibt es heute nicht mehr) so hergestellt. Vorn steht "elodifunk", Netzsuche ergab keinerlei Treffer...

Auch sind am Lautsprecher mehrere Drähte abgerissen. Dummerweise ist der Lautsprecher in die zu öffnende Möbeltür eingebaut (siehe Bild). Kann mir evtl. jemand einen Tip geben?

Ich bin Laie, was Radiobasteleien betrifft, physikalische Grundkenntnisse sind aber vorhanden ;-) 

Freundliche Grüße aus Bad Belzig
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#2
Hallo!

Eine interessante Truhe hast du da? Bei dem Radiochassis handelt es sich den Siemens Spitzensuper 906. Die beiden Röhren die da fehlen sind die AZ12 rechts und EL12 links. Schau mal bei Radiomuseum org.! Da findest du mehr über das Radio!

Ich kenne nur das Tisch Radio. Das dieses Chassis in eine Truhe eingebaut wurde sehe ich heute zum ersten Mal! Ich denke da hast du eine seltene Truhe ergattert!

Zu dem Plattenspieler kann dir unserer Plattenspielerexperte Anton mehr sagen!

Gruß Chris
Rettet den analogen Rundfunk!! Kauft UKW Radio's!!!
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#3
das Radio-Chassis gehört zum Siemens Spitzensuper 51 SH906W . Dann siehst du auch das eine EL12 und eine AZ12 fehlen.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#4
Danke sehr!
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#5
Chris war eine Sekunde schneller :-)
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#6
Hallo Rene,
willkommen im Forum
Da hast du dir eine wohl eher seltene Truhe an Land gezogen
Zwecks elektrotechnischer Aufarbeitung sollten, bevor es mit dem Netz Strom verbunden wird, alle Papierwickel Kondensatoren gewechselt und die Becherelkos formiert werden, denn sonst kann das Gerät in Rauch aufgehen und eine Gefahr für Leib und Leben sein.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#7
@radioharry

Danke fürs Willkommen - und für den lebenswichtigen Tip!
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#8
Hallo

Willkommen im Forum.
Bei dem Plattenwechsler handelt es sich wahrscheinlich um einen ELAC Miracord PW3,Baujahr um 1953.
Ein seltenes Gerät.
Elodifunk hab ich noch nie gehört.Das Korbgeflecht vor den Türen erinnert ein bischen an Ilse Tonmöbel.

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman

Die Zeit bleibt nicht stehen.
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#9
(01.12.2018, 22:16)radioharry schrieb: Hallo Rene,
willkommen im Forum
Da hast du dir eine wohl eher seltene Truhe an Land gezogen
Zwecks elektrotechnischer Aufarbeitung sollten, bevor es mit dem Netz Strom verbunden wird, alle Papierwickel Kondensatoren  gewechselt und die Becherelkos formiert werden, denn sonst kann das Gerät in Rauch aufgehen und eine Gefahr für Leib und Leben sein.

das wird ein abendfüllendes Programm werden. Ich hab ein solches Chassis hier stehen. Das ist definitiv kein Einsteigerobjekt.
Gruß,
Jupp
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Die Firnis der Zivilisation ist dünn. An manchen Tagen ist sie sogar durchsichtig und erlaubt einen Blick in die Unterwelt.
(Anpalagan)
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#10
(01.12.2018, 23:00)Valvotek schrieb: Bei dem Plattenwechsler handelt es sich wahrscheinlich um einen ELAC Miracord PW3,Baujahr um 1953

Nee, ist ein PW1 von 1950 für nur 78rpm, der PW3 hat 3 Laufgeschwindigkeiten!
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#11
.....elodifunk hab ich noch nie gehört........

ich auch nicht.
Aber mit ein bisschen Fantasie könnte ich mir denken, dass das "Melodiefunk" heissen soll und lediglich das M abgebrochen ist.

Nebenbei bemerkt:
Das "Radio- Musikhaus Barth" in Stuttgart war in den 50/60-er Jahren einer der grössten Einzelhändler für Radio, Fernsehen, Schallplatten und Musikinstrumente in Baden-Württemberg. Dort traf sich die gesamte Musikerszene aus dem Grossraum Stuttgart und darüber hinaus. Gibt es aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Gruss
Rudi
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#12
Danke!
Ja, er hat nur eine Geschwindigkeit.
Ich denke mal, man muss da nicht die Nadeln wechseln wie bei den älteren Grammophonen. Der Abtaster ist wohl ein Diamant...?

Mechanisch scheint alles in Ordnung zu sein. Plattenteller dreht sich, ob die Automatik richtig arbeitet, weiß ich noch nicht. Müßte mir auch erst eine Schellackplatte besorgen  - und das Radio müßte natürlich funktionieren... Aber Rom wurde auch nicht an einem Tage erbaut...
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#13
(02.12.2018, 10:28)Franz Liszt schrieb: .....elodifunk hab ich noch nie gehört........

ich auch nicht.
Aber mit ein bisschen Fantasie könnte ich mir denken, dass das "Melodiefunk" heissen soll und lediglich das M abgebrochen ist.

Nebenbei bemerkt:
Das "Radio- Musikhaus Barth" in Stuttgart war in den 50/60-er Jahren einer der grössten Einzelhändler für Radio, Fernsehen, Schallplatten und Musikinstrumente in Baden-Württemberg. Dort traf sich die gesamte Musikerszene aus dem Grossraum Stuttgart und darüber hinaus. Gibt es aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Gruss
Rudi
Der Gedanke mit dem abgebrochenen M kam mir auch, allerdings fehlt dann in der Mitte ein "e" - Melodiefunk... sei's drum..

Das nicht mehr existente Musikhaus war ein traditionsreiche Instrumentenbaubetrieb, sie betreiben heute noch eine FB-Seite. Smile
https://www.facebook.com/RadioMusikhausBarth/
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#14
Oh wow, ist das eine tolle Truhe! Toll, so ein frühes UKW Gerät zu haben, ein bisschen schade, daß dadurch ein Schellack-Dreher verbaut wurde, der zwar ein Traum ist, die universelle Verwendbarkeit aber natürlich deutlich einschränkt.

(01.12.2018, 23:00)Valvotek schrieb: Das Korbgeflecht vor den Türen erinnert ein bischen an Ilse Tonmöbel.

...Gab's aber zum Beispiel bei Kuba auch...
Gruß,
Uli
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#15
(02.12.2018, 12:36)René Jäck schrieb: Danke! Ja, er hat nur eine Geschwindigkeit.
Ich denke mal, man muss da nicht die Nadeln wechseln wie bei den älteren Grammophonen. Der Abtaster ist wohl ein Diamant...?

Eine Diamantnadel nun nicht gerade, aber eine Saphirnadel und es ist ein Kristall Tonabnehmersystem. Man braucht also keinen Nadelwechsel nach jeder Plattenseite. Aber dieser Plattenspieler hat eine recht komplizierte Mechanik. Ich glaube nicht, dass dessen Automatik auf Anhieb funktionieren wird, ohne entsprechende Überholung. Leider nimmt dieses Gerät auch Bedienfehler übel, also bitte recht vorsichtig und nicht weiterdrücken, wo es alleine nicht mehr läuft...

Hier kann man sehen, wie das Gerät arbeitet:

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