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Leistungsmessung LSB / USB
#1
hallo alle,

ich wüßte gern folgendes:

Messaufbau:  KW Funkgerät Afu, über Kabel direkt an Dummyload mit Leistungsmesser.
Voreinstellungen: Plate, grob zum Band passend, dann fein auf max. Leistung (CW)

Betriebsart CW, getastet.  --> 120W zeigt es an, d.h. prima, die beiden Endröhren sind putzmunter.
Betriebsart LSB oder USB:  getastet und laut reingepfiffen; Frage? Welche Leistung wird mir das Dummy hier anzeigen??
Das sieht nach deutlich weniger aus.

danke.
lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#2
Hallo Martin,
vor einer Antwort noch eine Frage: Was verstehst Du unter "getastet"?

Ich unterstelle mal:
Betriebsart CW und Taste gedrückt ergibt Dauerstrich, also Sinus mit vollem Scheitelwert. 
Und das solange die Taste gedrückt bleibt.
Betriebsart SSB, dabei egal ob oberes oder unteres Seitenband, ergibt nur dann eine Hf am Ausgang der PA, wenn auch mit einer Nf moduliert wurde. PTT allein ergibt keine Hf. 
Und die Ausgangsleistung ist abhängig vom Pegel der Nf, also leise gesprochen ergibt wenig und hineingebrüllt ergibt viel HF, aber auf der Frequenz  der Summe oder der Differenz von Hf und Nf.
SSB wird deshalb für Messzwecke mit einem Zweitonsignal moduliert, damit definierte Verhältnisse für dem Messversuch herrschen.
Bei SSB liegt dann ein Frequenzgemisch oberhalb oder unterhalb des nicht mehr vorhandenen Trägers  von 250Hz bis ca. 3Khz am Ausgang der PA des TX oder am Eingang des RX an.

Gruß Manfred
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#3
Es ist gut wenn man auch weis ob die Endstufe auch Dauerstrich fest ist da gab es schon ein böses erwachen als früher Funker bei SSB einen HF-Clipper eingesetzt hatten und damit die Modulation auf 99% hochgehalten haben.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#4
Manfred hat es genau erklärt.
Zu zeiten wo ich noch gefunkt habe konnte man das gut am SWR meter beobachten. Keine ,oder nur leise modulation ergaben kleine oder gar keine aussteuerung des SWR instrumentes. Der Antennen tuner musste dann mit der noisebridge oder stöhrend auf CW mit dauerstrich eingestellt werden
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#5
Hallo Richard,
der Martin hat von einem Afu-Gerät geschrieben. 
Ich bin davon ausgegangen, daß es sich um ein industriemäßig hergestelltes Gerät handelt. 
Da sollten die Ingenieure doch vorher mal nachgerechnet haben und Materialien für den Einsatz festgelegt haben. Natürlich können sich später Fehler einschleichen, z.B. Mic defekt oder ähnlich. Darum ja auch für den Test das Zweitonsignal.
Bei einem Cw-Qso kann der Durchgang schon mal 2-3 Minuten dauern. Und das sollte die PA auch aushalten. 
Vorausgesetzt die Antenne (oder der Dummy) ist korrekt abgestimmt. Hat der Martin ja geschrieben.
SSB-Betrieb ist ja mehr wie  ein Gespräch am Stammtisch, da sagt jeder mal was und es gibt öfter mal Sendepausen.

Und die Umgebungsbedingungen fließen auch ein. Es gibt Endstufen, da ist ein Thermistor eingebaut, der regelt dann gnadenlos zurück, wenn es zu warm wird. Aber das ist umkehrbar, wenn wieder kalt, dann wieder volle Leistung. 

Gruß Manfred
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#6
Manfred da hast du recht er hat aber auch nicht geschrieben um was für ein Gerät es sich handelt.
Ist ja eigentlich auch wurscht er hat ja eine Erklärung bekommen.
Gruß Richard


Jeder kann die Welt verändern!
Er muss nur bei sich selbst anfangen.






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#7
hallo alle, herzl. Dank schonmal.

   

Mir ging es explizit darum welche Leistung das Powermeter anzeigt, wenn das Gerät voll ausgesteuert ist, also die maximal mögliche abgibt.
Das klingt jetzt etwas doof, aber ich versuch es selbst erstmal im Kopf nachzuvollziehen.

Testobjekt A war ein Kenwood TS520.
Der lieferte mir CW getastet (ja so meinte ich das, Dauerträger und vernünftigerweise nur für kurze Zeit! ) 120 Watt.
Gemessen mit einem RF W Meter mit integriertem Dummyload (Kuranishi Keisokuki).
Nach diesem Test hab ich umgeschaltet auf LSB, Das Mikro voll aufgedreht und laut reingepfiffen. Das sollte Voll- und Übersteuerung sein.
Aber der Zeiger kam nicht hoch hinauf, d.h. es zeigt da deutlich weniger Leistung an. Auch das wieder nur eine Sekunde oder so.
Mit den Grundlagen der Funkerei und schonendem Umgang mit Röhren bin ich vertraut, also keine Angst, ich verglüh hier keine Anodenbleche.
Ich möchte einfach mal wissen wie hoch das Messgerät ausschlagen muß (RF W) wenn das TS520 voll ausgesteuert auf einem Seitenband sendet, muß das genausohoch gehen wie der CW Träger oder - so wie geschehen - erheblich weniger ?

Kandidat 2 ist der Yaesu FT101E, auch der hat seine Restauration hinter sich.
Test, mit gleichem RF-W Meter,
diesmal AM:  Gelesen 125W, und abmodulierend bei Ton. (Hier scheint was faul zu sein, der müßte AM weniger als 120W liefern)
LSB: wieder tief darunter. Nun bin ich mistrauisch, wer viel misst, misst Mist :-)

Die 120 bzw. 125W belegen ja eindrucksvoll daß die Senderöhren in beiden Geräten in Bestform sind.
Wenn nun zuwenig HF geliefert wird bei Seitenbandbetrieb dann ist da (! Vermutung..) nichts defekt da es ja beide Geräte so machen,
aber was soll das RF-W Meter nun an Leistung anzeigen wenn ein Seitenband sol eines Gerätes hoch ausgesteuert wird, auch 120W, oder 60? oder 30?
Darum gehts mir.

dankeschön.
lG Martin
wenn die Welt untergeht sieht man es zuerst auf dem Oszilloskop
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#8
Hallo Martin jetzt kommen wir der Sache schon näher.
Du musst nun erst mal nachschauen (Bedienungsanleitung-Technische-Daten) was schreibt der Hersteller.

Es ist nicht unüblich, dass bei SSB die Leistung reduziert wird um die Endstufe zu schonen.
Gruß Richard


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#9
Anstat in das micro zu pfeifen kannst du auch ein konstantes NF signal über einen generator eingeben und dann mal messen.
Schwebungs Summer oder funktions generator.
Ich selbst habe diesen test nie gemacht, denn normalerweise wahr die sendung auf SSB immer gut, und weil das instrument dabei gezappelt hat habe ich mir keine gedanken gemacht. Auf CW wahr ja folle leistung vorhanden.

Das der aparat 120 stat der normal vorgesehenen 100w gibt könnte auch damit zu tuhen haben das sie für 220v betrieb ausgelegt wurden.
Heute sind es 230-235v
Das könnte natürlich etwas einfluss auf die heizung so wie auf die anodenspannung haben.
übrigenz ist das ein schöner aparat. Mein onkel hatte einen sommerkamp und ich habe als erstes vollwertiges fungerät dann eine Yaesu 767 gekauft. Fiele jahre gespart, denn der wahr seehr teuer. Eines tages wurde der ladenhüter aber stark reduziert weil der erste FT 1000 in den laden kam. Die modernen schwarzen geheuse.
Da habe ich sofort zugeschlagen.
Den aparat habe ich immer noch. Leider im moment keine sendeantennen mehr. Mahl sehen wann ich die selben sorgen wie Martin bekomme. Hoffentlich bald. Wahr eine schöhne zeit
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#10
ich hab mir grad mal techn. Daten kopiert und bin nun der ansicht bei dem Yaesu stimmt was nicht.

Power Output: SSB 260 watts PEP DC In (130 watts out), CW 180 watts PEP DC In (90 watts out), AM 80 watts PEP DC In (40 watts out).

Das bedarf einer genaueren Untersuchung, ich mach irgendwas verkehrt.
Der FT101E darf nur 40W rausdrücken auf AM. Mit Kulanz nach oben auch 50W, dann aber /..

ich mach nun eine Messreihe über alle Bänder.
lG Martin
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#11
Hallo, da melde ich mich noch einmal zu Wort. 
Ich habe in meinem vorherigen Beitrag nicht umsonst den Begriff "Zweitonsignal" verwendet. 
Das sind 2 unabhängige Signale. 
Im Modulator addieren sich die Werte von Signal 1 und Signal 2. 
Das ergibt doppelte Scheitelwerte das Nf-Signals. 

Und weil     P= U Quadrat /R     ergibt sich die 4-fache Leistung. 

Also reinpfeifen bleibt 1-Ton, also P/4, also nur ein Viertel. 

Dein Messgerät arbeitet richtig und zeigt auch richtig an. 

In Ermangelung eines Zweitongenerators  geht auch eine Tonsignalquelle mit einem Gesprächssignal, wird aber dann kein genauer Wert. 
Und langsam angehen, mit kleinem Signalpegel!

Das mit der Leistung ist auch der Grund warum CB-Funkgeräte in SSB 12 Watt statt der sonst üblichen 4 Watt haben.

Gruß Manfred
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#12
danke das hilft mir weiter :-)

Es könnte auch sein daß ich eine brutale Fehlanpassung gemacht habe am Pi Filter (einfach auf Maximum getrimmt)
Haltet ihr es für legitim wenn ich zwischen den Yaesu und das Dummymess ein Anpassgerät mit SWR Tester klemme ? Dann sitzen aber 2 Filter hintereinander, der Yaesu hat ja selbst einen der die ~3k runtertransformieren muß auf die 50 Ohm vom Dummy.
Theoretisch ist auch da wieder Murks möglich: zB daß der Yaesu dann mit 80 Ohm oder sowas rauskommt und der Leader den Rest umsetzt auf 50, überprüfbar wär das kleine Dilemma NICHT. Alles nicht so einfach für anfänger, aber da ist ein Weg richtig den finden wir !

hier verfügbar: Leader LAC895 Anpassgerät.

lG Martin

lG Martin
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#13
2 Ton:  Im Wellenkino ist ein Wandel + Golterman SPM11 zuhause der beherscht 2 Ton mit 200Hz Versatz.
Das Signal von dem sieht aus wie eine AM mit 100% Modulationstiefe:

   

Das wär eine mögliche Signalquelle für so einen Test.

lG Martin
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#14
puh. und noch ein Beitrag: Ich hab auchnoch ein reines SWR / Powermeter verfügbar, also ohne Antennenmatcher.
Zwar ein sehr dickes Exemplar, aber damit könnte man die SWR vom Yaesu direkt messen ohne sie nochmals anzupassen.

lG Martin
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#15
Da irrst Du gewaltig! Das ist eindeutig 2-Ton
AM würde oben und unten im Bild eine Sinuskurve als Rand haben. und 100% Modulation ist dann wenn die sich an der Nulllinie berühren. Übermodulation wäre dann teilweise nur Nulllinie.
In SSB geht das nicht. Da kannst du nur die Endstufen überlasten und es gibt gewaltige Verzerrungen.
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#16
Hallo Manfred,

Martin hat ja nur gesagt, dass es ihn daran erinnert.

Ich lese aufmerksam mit und lerne!

Viele Grüße

Wolfgang
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#17
Hallo Wolfgang, ich bin ja schon leise.
Gruß Manfred
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#18
Hallo Manfred,
das hoffe ich mal nicht. Du hast massive Ahnung. Gib uns mehr davon! Smiley43 Ich finde das hochspannend, was hier abgeht.

Viele Grüße

Wolfgang
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#19
Hallo Martin,

kannst Du mal ne FFT am Senderausgang machen? Dann siehst Du ja gleich was los ist.

Viele Grüße

Wolfgang
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#20
dann grillt er mir den Tastkopf, bei 100W ist Schluß mit lustig Smile
Der Dummy hat leider keinen -20dB ausgang.

lG Martin
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