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Entlötlitze
#1
Hallo analle,

mit diversen Entlötlitzen stehe ich scheinbar auf Kriegsfuß.
Egal welche ich nehme, sie nimmt kein oder kaum Lot auf.

Hab mir gerade erst wieder beim blauen C eine neue Rolle gekauft und wieder der gleiche Mist.
Grundsätzlich arbeite ich nur mit verbleitem Lot und Temperaturen zwischen 300 und 350 Grad max.

Kann das Eintauchen in reinen Alkohol oder vorheriges abreiben mit reinem Alkohol Abhilfe schaffen?
Möglicherweise verhindert Hautfett die Lotaufnahme, weshalb ich versuche zu verhindern, die Litze mit den Fingern zu berühren, aber irgendwie muss man sie ja auch aus der Rolle bekommen.

Das hier sind meine gesammelten Werke, sie taugen allesamt nichts oder ich bin zu blöd.

   

Na da bin ich auf Eure Erfahrungen und Tipps gespannt.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#2
Wofür braucht man sowas???

Hab ich noch nie gebraucht und nehme eine einfache Entlötpumpe, um (zuviel) Lözinn abzusaugen.
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#3
Hallo Peter 

Ich habe hier Entlötlitze von toolcraft und Felder in verschieden Grössen , beide funktionieren gut . 

Bei Lötzinn welches in alten Geräten verwendet wurde manchmal nicht , das liegt aber m.M. nach nicht an der Entlötlitze sondern am alten Lötzinn . 

Wenn das dann mal der Fall ist nehme ich die Entlötpumpe , wobei ich Entlötlitze der Entlötpumpe vorziehe wenn es geht . 

Das du eine ausreichend grosse Lötspitze verwendest wenn du Entlötlitze benutzt setze ich jetzt mal voraus .

Evtl. hilft es bei alten Lötzinn in den alten Geräten vor absaugen des alten Lötzinns mittel Entlötlitze Flussmittel aufzutragen , habe ich aber bisher nicht ausprobiert .
mit freundlichen Gruss

Uli

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)
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#4
Hallo Peter!

Das Problem kenne ich! Da mach dir mal eine Kolophoniumlösung und lege die Litze dort hinein! Dann auf einem Küchentuch abtrocknen lassen danach wieder aufwickeln. Ich mache das immer so! Funktioniert bestens!

Gruß Chris
Rettet den analogen Rundfunk!! Kauft UKW Radio's!!!
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#5
Ich benutze sehr viel Entlötlitze, hatte aber noch nie Probleme, gleich welches Fabrikat.
Deinen Bildern nach zu urteilen sieht mir das aber deutlich nach zu geringer Temperatur aus.
Das Kupfer leitet sehr viel Wärme ab. Es ist also weniger die Temperatur der Lötspitze entscheidend, als vielmehr ob sie den Temperaturabfall schnell genug ausgleichen, also genug Energie nachschieben kann.
Ist die Temperatur der Spitze zu hoch, dann verbrennt schlagartig das Flussmittel in der Litze, das Kupfer oxidiert und es geht gar nichts mehr.
Sollte dein Kolben zu schwach sein, schneid mal ein 2cm langes Stück Litze ab und positioniere es mit der Pinzette.
So ein kleines Stück nimmt viel weniger Energie aus der Lötstelle. Klappt es dann, dann ist dein Lötkolben zu schwach.
Wie alt ist deine Entlötlitze? Auf den Fotos sieht das Kupfer irgendwie stark oxidiert aus.
Ansonsten wie Chris schon sagte: Zusätzliches Kolophonium kann Wunder wirken. Ist das Kupfer aber erst mal oxidiert hilft nix mehr.

Gruß,
Achim
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#6
Bei empfindlichen Platinen nehme ich lieber die Litze - mit der Pumpe habe ich mir schon so manches Lötauge mit weggesaugt.........
Die Litze vorher (am Anfang) etwas auseinanderzwirln und dann leicht in Lötfett tauchen - dann klappt das auch mit dem "Aufsaugen".
Vor dem Neulöten das Ganze mit einem (alten) Zahnbürsterl und Isopropanol reinigen - Lötfett ist leitend !
Und: Zum Entlöten ist meist eine höhere Temp. notwendig, als beim Einlöten !
Viele Grüße
Tom
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#7
@Tom
Hier beißt sich was: "Empfindliche Platinen" und "Lötfett ist leitend"

Lötfett nimmt man für Klempnerarbeiten, auch zum Verlöten starker Querschnitte in der Starkstromtechnik.
So wie es der Chris in #4 genannt hat kenne ich das auch:
- Spiritus, darin Kolophonium auflösen
- mit dünnem Pinsel auf die Stelle auftragen
- Entlötlitze muss nicht gekauft werden, ein Stück abisoliertes Anschlusskabel vom alten Wasserkocher tut es auch.
- Starker und gut vorgeheizter Lötkolben und zügig arbeiten

Dann sollte es gut funktionieren.
Gruß Manfred
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#8
Das gebrauchte Ende nicht kurz abschneiden, sondern als Griff genutzen.
Dadurch verhindert man, daß Schweiß die Litze unbrauchbar macht.
Gruß Gerrit
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#9
Hallo Peter,
da ich in meinen Berufsleben auch sehr viel mit Entlötlitze gearbeitet habe,
würde ich empfehlen etwas Flussmittel auf die Litze zu machen.
Gute Entlötlitze enthält schon Flussmittel.
In den 70er / 80er haben wir bei Blaupunkt Kolophonium mit dem Pinsel auf
die Lötstellen gebracht, eingelötet und auch ausgelötet.
Als dann die ersten Autoradios mit SMD Bestückung kamen, haben wir mit
Entlötlize von Weller gearbeitet.

.jpg   P1060544.JPG (Größe: 162,5 KB / Downloads: 102)
Mit einer Lötpumpe von Intovac ( made in Sweden ) habe ich am liebsten gearbeitet

.jpg   P1060545.JPG (Größe: 155,5 KB / Downloads: 102)
Als dann Bleifrei eingeführt wurde, benutzten wir Flux Plus bei Blaupunkt im Musterbau.
Haltbarkeit 6 Monate, was nach Ablauf entsorgt wurde.

.jpg   P1060541.JPG (Größe: 173,5 KB / Downloads: 102)
2012 bei meinen neuen Arbeitgeber ( Treichel Elektronik ) wurde Ersa Flussmittelpaste und Ersa Entlötlizte benutzt.
Die Produkte von Ersa kann ich auch empfehlen.

.jpg   P1060540.JPG (Größe: 152 KB / Downloads: 102)
Bei meinen letzten Arbeitgeber ABC Tec ( Reparatur von Autoelektronik ) wurde erst billige China Flussmittelpaste und
Endlötlitze benutzt ( minderwertige Quatität ).   Auf meiner Empfehlung hin wurde dann Flux Plus und bessere Entlötlitze eingekauft. 
Damit kann man SMD ICs gut aus und einlöten.

.jpg   P1060543.JPG (Größe: 154 KB / Downloads: 102)
Diese Sorten Entlötlitze benutze ich ohne Probleme.

.jpg   P1060546.JPG (Größe: 153 KB / Downloads: 102)
Viele Grüße aus Peine
Detlef
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#10
"Soder Wick" Big Grin Da hat einer das L vergessen Smile

Ich habe jahrelang Swiss Stone benutzt, aber die gibt's leider nicht mehr.
Auf der Arbeit nehme ich die Litze von Felder.
Manche Billig-Litze kann man als Massekabel nehmen, aber für sonst nix.

Diese grüne Entlötpumpe habe ich auch - doppelt. Made in Sweden. Sehr gut gebaut, aber die haben beide eine derart hohe Betätigungskraft, dass einem nach fünfmaligem Drücken der Daumen abbricht.
Daher nehme ich fast nur die 2€ Dinger vom Versandhaus.
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