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6L6 Verstärker
#1
Hallo!

Ich hatte mir jetzt mal die Zeit genommen mein 6L6 Gegentakt- Projekt weiterzubauen.
Das Chassis- Layout war ja schon im letzten Winter fertig.
Es fehlt dann nur noch das Anschlusspanel und die Holzzarge ( wird aus Kirsche)
Der Verstärker ist für OSW/ DDR Oktalröhren gerdacht.
Je Kanal 6SK7, 6J5, 2x6L6, die DDR 6L6 finde ich einfach am schönsten...
Die Endröhren laufen mit 360V Anoden- und 250V Schirmgitterspannung 50MA Kathodenstrom.
Feste Gittervorspannung, die 6J5 ist als Kathodynstufe geschaltet.
Das Chassis ist aus 3 mm Edelstahlblech handgefertigt und poliert (ist aus dem Gehäuse einer alten 
Wurstmaschine)
Die Ausgangstrafos sind von TBT, der Netztrafo ist Selbstanfertigung.
Ich werde demnächst Mal den Schaltplan aufnehmen... das ganze ist ziemlich spontan aus Kopf und Versuch entstanden...
Er klingt Klasse und hat auch ziemlich "Dampf"...

Gruß, chromo

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#2
Hallo Namenloser,

sehr schöne Arbeit, sieht sehr gut aus und doch schreibe ich lieber jemanden mit seinem Vornamen an.
Machne Leute sind so anonym, dass sie selbst ihren Vornamen nicht kennen.
„Segelnd auf weindunklem Meer hin zu Menschen anderer Sprache“

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#3
Hallo,

alle meine Freunde sagen chromo zu mir...
Ich habe jetzt mal das Netzteil aufgekritzelt, der Rest folgt noch.

Gruß vom chromo 

(die "ERNSTE" Welt ruft mich Frank)

.jpg   DSCN0337.jpg (Größe: 122,09 KB / Downloads: 251)
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#4
Huhu!

So, hier ist der Rest...
Der Gegekopplungs- R hat 270 ohm, und ich war zu faul die Loundness einzuzeichnen.
Achso, bei den Chinainstrumenten kann man den eingebauten Shunt rauspopeln (1ohm).
Dann zwei 1ohm in die Kathodenleitung, und schon kann man das Messgerät umschalten...

Gruß, chromo


.jpg   DSCN0338.jpg (Größe: 123,62 KB / Downloads: 238)
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#5
Servus,
Du solltest in die Anodenzuleitung der Phasenumkehrröhre noch einen 1,4 K Widerstand zum 110k einlöten, dann wird das Signal gleichphasiger an den Endröhren.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#6
Hallo chromo,

aufbaumäßig soweit ganz OK !

Nur ein paar Bemerkungen: das Eingangs- Poti hast Du verkehrt rum angeschlossen, damit wird das Eingangs- Signal kurzgeschlossen = nicht gut !

Die 6SK7 ist eine Regelpentode - diese haben krumme Kennlinien. Da es die einzige Vorstufen- Röhre ist, die hier verstärkt, kann das schon was ausmachen. (Die 6J5 als Phasenumkehr- Kathodynstufe hat keine Verstärkung). Statt der 6SK7 wäre hier die 6SJ7 besser !

Da Du hier verschiedene Heizwicklungen hast, könntest Du eine dieser Wicklungen extra für die 6J5 vorsehen und diese etwa auf Katodenpotential mittels Spannungsteiler anheben. Allgemein sollte man die Faden / Katoden- Spannung von Röhren immer so gering wie möglich halten, auch wenn eine Röhre mehr aushält.

radio-volker  schrieb:
Du solltest in die Anodenzuleitung der Phasenumkehrröhre noch einen 1,4 K Widerstand zum 110k einlöten, dann wird das Signal gleichphasiger an den Endröhren.

Das wäre nur dann notwendig, wenn das Signal an der 6J5- Katode abgegriffen würde, - ist es aber nicht, - bleibt also so, wie es ist.
Die beiden 110 kΩ- Widerstände sollten natürlich exakt gleich groß sein.

Ein Luxus wäre, z. B. auf der Anoden- Seite der 6J5 statt den 110 kΩ einen 100 kΩ- Widerstand + ein 20 kΩ Trimmpoti einzusetzen, damit könntest Du die Endstufe auf volle Symmetrie abgleichen.


Grüße,
Jacob
Die Sockel sind (schon) an den Röhren !


°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°

I'm a face without a book !



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#7
Hallo, Jacob!

Das Eingangspoti habe ich verkehrt gezeichnet...
6SJ7 sind jetzt drinn, habe gerade noch 2 gehabt aber neue.
Der Heizungsumbau ist eine gute Idee, das werde ich so angehen.
Das Symmetriepoti werde ich auch einbauen.
Sollte ich die Symmetrie mit Tongenerator und Zweistrahl- Oszi abgleichen?
Da könnte man die Bilder schön übereinander legen.

Danke für die Tipps, chromo
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#8
Servus,
Ach ja, er greift nach dem Rk ab, dann passt das. Abgleichen soltest du schon, es sei denn du hast 1% Widerstände drin.
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#9
(12.02.2019, 10:28)J.R. schrieb:
...
Die beiden 110 kΩ- Widerstände sollten natürlich exakt gleich groß sein.

Ein Luxus wäre, z. B. auf der Anoden- Seite der 6J5 statt den 110 kΩ einen 100 kΩ- Widerstand + ein 20 kΩ Trimmpoti einzusetzen, damit könntest Du die Endstufe auf volle Symmetrie abgleichen.
...

Wenn man die unterschiedlichen Impedanzverhältnisse der beiden Kathodyn-Ausgänge berücksichtigt/berücksichtigen will, um möglichst vollständige Symmetrie der Ansteuerung der Gegentakt-Endstufe zu erzielen, müssen der Kathoden- und der Anodenarbeitswiderstand einer Kathodyn-Schaltung unterschiedlich sein. Also ist eine Abgleichmöglichkeit sehr hilfreich dabei.

Mir gefällt die Dimensionierung der Kathodyn-Arbeitswiderstände mit 100k im Bezug zu den 100k Gitterableitwiderständen der Gegentakt-Endstufenschaltung nich besonder überlegt. Dies auch, weil die Gittervorspannungeinstellung der Endstufen-Röhren im Verhältnis zu den Gitterableitwiderständen auch noch eine deutlich variable Impedanzbelastung der Kathodyn-Stufe einbringt. Entweder müssten die Arbeitswiderstände der Kathodyn-Stufe deutlich niederohmiger sein oder eben die Widerstände der Gittervorspannungseinstellung, damit dies vermieden wird.

Warum man unbedingt die fest einstellbare Gittervorsspannungen in der Endstufe statt automatischer Gittervorspannung mit Kathoden-Widerständen konzipiert, erschließt sich mir nicht (wirklich), außer man will das letzte „Quäntchen“ mit ständig neuem Abgleich aus dem Verstärker herausquetschen. Sowas wie ein simpler NF-Verstärker sollte eigentlich gar keinen Abgleich benötigen, wenn man ihn ordentlich dimensioniert hat. Nur so wird das dann „alltagstauglich“ oder man will eben was zum „Spielen“ im wahrsten Sinn des Wortes. Jedem wie es ihm gefällt.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#10
Hallo!

Die Widerstände haben eine Toleranz von 0,5%.
Ich habe jetzt die Gitterableitwiderstände auf 240k erhöht, sollte das reichen?
Oder die Arbeitswiderstände der Kathodynstufe auch noch kleiner?
Zu hören ist kein Unterschied.
Ja, und ich will basteln- und dabei lernen...
Ich habe schon einige Verstärker mit automatischer Gittervorspannung gebaut,
hier will ich es halt mal so realisieren.
Bin aber für Kritik und Änderungsvorschläge offen!

Gruß, chromo
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#11
Hi chromo,

hören wird man kaum Unterschiede, das ist mehr technisch zu sehen, insbesondere beim Frequenzgang.

Ich rechne aus der Erfahrung mit einem Gitterableitwiderstans-/Kathodyn-Arbeitswiderstandsverhältnis von 10:1 ... 5:1, wenn es die vorgesehenen Röhren erlauben. Wenn nicht, ist es mir auch egal, solange es sich gut anhört, weil ich kein „HiFi-Fetischist“ bin, keine Ausstellungsstücke oder Messobjekte baue, sondern Pragmatiker bin.

Aussehen tut dein Verstärker gut. Auch sowas gefällt mir natürlich, auch weil man die Liebe zum Detail würdigen sollte.

Was mir noch „verbesserungswürdig“ bei deiner Schaltung erscheint, sind Abblockkondensatoren direkt am kalten Ende der Gitterableitwiderstände nach Masse, ehe es zur einstellbaren Gittervorspannung weitergeht, insbesondere wenn es längere Verbindungen dahin sind. Kapazität dieser Abblockkondensatoren wie bei den NF-Koppelkondensatoren wählen/berechnen.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#12
Sorry, auf die 100 kΩ Gitterableitwiderstände der 6L6 habe ich leider nicht geachtet. Normalerweise erwartet man hier 0,5...1 MΩ, da sind 110 kΩ Arbeitswiderstände OK.
Allerdings ist die 6L6 ein Sonderfall, für die ist 100 kΩ vorgeschrieben bei fester Gittervorspannung ! Keine Ahnung, wie ernst man das nehmen muss !

Andererseits ist die 6J5 als Vorstufen- Röhre ein echtes Arbeitstier, für die ist 2 * 110 kΩ fast Leerlauf !
Da kannst Du gerne auf 2 * 22 kΩ 1W runter gehen, oder unten 22 k + oben 18 k + 10 k Poti, Katoden- Widerstand = 1,8 kΩ.
Die Betriebsspannung (über dem 20 µF Elko) sollte aber mindestens 250 V sein, also den 9,5 kΩ dann verringern.

Grüße,
Jacob
Die Sockel sind (schon) an den Röhren !


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I'm a face without a book !



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#13
Hallo, Kalle!

Ich bin auch kein HIFI- Fetischist...
Aus "Schrott" etwas schönes Kreieren macht aber Spaß. 
Das hat richtig Arbeit gemacht bei diesem garstigem Material.
Bleibt nur Lochkreise bohren, Stege rausdrehmeln, dann feilen und schleifen...

Ich habe jetzt noch die Arbeitswiderstände auf 65K runtergenommen
und Abblockkondensatoren 100n eingefügt.
Was auch noch zu bemerken ist:
Laut Röhrentabelle geht die Metallisierung der 6J5 an einen extra Stift.
Bei den DDR Teilen aber an Kathode, da ist dann schön das hochgelegte Potenzial drauf...
 Habe jetzt welche ohne Metallisierung drauf.

Wenn es Interessiert, Ich habe noch andere "Eyecatcher" gebastelt.

Gruß, chromo
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#14
(13.02.2019, 11:58)J.R. schrieb: Sorry, auf die 100 kΩ Gitterableitwiderstände der 6L6 habe ich leider nicht geachtet. Normalerweise erwartet man hier 0,5...1 MΩ, da sind 110 kΩ Arbeitswiderstände OK.
Allerdings ist die 6L6 ein Sonderfall, für die ist 100 kΩ vorgeschrieben bei fester Gittervorspannung ! Keine Ahnung, wie ernst man das nehmen muss !
...

Wenn es so im Datenblatt steht, hat es schon seinen Grund und sollte man auch so ernst nehmen.

Wenn man sich die Daten und Kennlinien der 6L6 ansieht (hätte ich bisher noch nie machen müssen), dann weiß man, dass die 6L6 auch für Betriebsarten mit Gitterstrom bei positiven Gitterspannungen betrieben werden darf. Hat sie von der 807 geerbt. Solche Röhren verlangen fast immer niedrige Gitterableitwiderstände bei fester Gittervorspannung, auch wenn noch keine positive Gitterspannung bei Aussteuerung erreicht wird. Wahrscheinlich gibt es einen frühzeitigen Gitterstromeinsatz, auch schon bei  Gitterspannungen noch unterhalb von 0V. Deshalb dann wahrscheinlich der niedrige Gitterableitwiderstand in dem Datenblatt.
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#15
Hallo chromo,


die DDR- 6J5 stammt von der russischen 6С2С ab, bei der die Metallisierung bzw. der Metallsockel tatsächlich auf Pin 8 = Katode liegt, warum auch immer.
Bei der original USA 6J5 liegt das Metall- Gehäuse natürlich und selbstverständlich auf Pin 1.

Jetzt könntest Du wieder Versuche manchen, die Endstufe auf Symmetrie abzugleichen.
Auch gleiche Röhrentypen verhalten sich nie völlig gleich, bei einer bestimmten Steuerspannung ist bei jeder Röhre der Anodenstrom ein wenig anders.

Bei Gegentakt- Verstärkern hat das die Folge, dass bei Vollaussteuerung eine Röhre früher in die Begrenzung geht, als die andere.
Bei der Begrenzung beginnen die Verzerrungen, dies ist also die Grenze für die maximale Leistung.
Bei Gegentakt- Verstärkern ist demnach maximale Leistung erreicht, wenn nur eine Röhre in die Begrenzung geht, die andere aber noch Reserve hätte. Dadurch geht die mögliche maximale Leistung verloren.


Statt dem jetzt 65K Anodenwiderstand könntest Du nun einen 56 kΩ- Widerstand + ein 20 kΩ Trimmpoti einsetzen.
Mit dem Sinus- Generator wird der Verstärker mit ca. 1 kHz angesteuert. Auf den Ausgang kommt statt dem Lautsprecher ein gleich großer Dummy- Widerstand, da Du Dir wohl kaum das 1 kHz- Geheule mit voller Leistung anhören möchtest.
Über dem Dummy- Widerstand siehst Du Dir mit dem Oszi die Sinuskurve an. Bei einer erhöhten Ansteuerung wird irgendwann der Sinus oben oder unten abgeflacht werden. Dann stellst Du das Trimmpoti so ein, dass diese Abflachung nach beiden Seiten gleichmäßig ist, bzw. bei exakt gleicher Höhe einsetzt.
Damit hast Du nun den Verstärker auf seine maximale Leistung abgeglichen.

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Bei amerikanischen Endröhren wird generell für Gitterableitwiderstände 0,1 MΩ „for fixed bias operation“, also für feste Gittervorspannung angegeben, sogar schon für so müde Typen wie die 6F6. Damit werden Probleme von Röhren mit nicht so ganz perfektem Vakuum oder leichter Gitteremission abgemildert. Wegen diesen niederen Wert wurden die Anwender schon davon abgeschreckt, feste Gittervorspannung überhaupt zu verwenden.


Bei vergleichbaren europäischen Endröhren wurde dagegen durchweg 0,5 MΩ für feste Gittervorspannung angegeben. Europäische Röhren wurden enger toleriert und präziser hergestellt als amerikanische, daher auch der höher zulässige Gitterableitwiderstand.
Dadurch wird fraglich, ob für eine in Europa hergestellte 6L6 die 0,1 MΩ „for fixed bias operation“ gültig sind, vermutlich eher nicht.
Die 807 stammt von der 6L6 ab, nicht umgekehrt.


Grüße,
Jacob
Die Sockel sind (schon) an den Röhren !


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