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Radio Frequency Messgerät
#1
vom Flohmarkt.. so richtig schlau werde ich daraus nicht. Vielleicht ist es eher was esoterisches?

   

   

   
Gruß,
Jupp
-----------------------------
das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

I love making things and I believe that anyone can make things, anyone can become a maker (educ8s)
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#2
Hallo Jupp 

Du findest immer schöne Sachen auf dem Flohmarkt . 

Hier im Ruhrgebiet gibbet nur Antike Handyhüllen und so einen Kram .   Dodgy
mit freundlichen Gruss

Uli

Erzähle es mir – und ich werde es vergessen.
Zeige es mir – und ich werde mich erinnern.
Lass es mich tun - und ich werde es behalten.

(Konfuzius)
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#3
ja richtig, Uli. Irgendwas findet sich hier immer.

zu diesem Ding hier wurde ich auch fündig:

Zitat:THIS WAS USED IN CONJUNCTION WITH THE T1154 AM RADIO TRANSMITTER USED IN THE WW2 BOMBERS

IT IS IN USED WORKING ORDER AND DATED 1942 THIS IS PART OF MY FATHERS COLLECTION

SANGAMO WESTON THERMO AM AE AMP METER T1154 1942
Gruß,
Jupp
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das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

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#4
Hallo Jupp,
das ist ein Antennenstrom- Meßgerät für einen Sender, das nach dem Hitzdrahtprinzip arbeitet. Es wird direkt in die Antennenleitung geschleift. Normale Drehspul- oder Dreheisenmeßwerke kann man ja als HF- Strom- Meßgeräte nicht nehmen, da ihre Spulen bei HF sofort als Drosseln fungieren und den Strom sperren.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#5
"Antennenstrom- Meßgerät für einen Sender"

Richtig, sehe ich genau so. "AE amps" sind "aerial amperes", also Strom in die Antenne. Es gibt auch zwei Taster für "in circuit", also eingeschleift und "shorted" also kurzgeschlossen, damit das Meßgerät keine Verluste verursacht.

"Thermo couple" bedeutet Thermokreuz. Die im Meßgerät in Wärme umgesetzte HF Leistung erzeugt im Thermokreuz eine "Thermospannung", die mit Hilfe eines Drehspulinstruments angezeigt wird. Die "Drehspule" ist im Bild zu erkennen.

MfG DR
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#6
Hallo,

ich würde noch einen Schritt weiter gehen und vermuten, das man das
das Stehwellenverhältnis ermitteln kann.

Damit die Antenne wellenwiderstandsmäßig angepasst wird.
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.

P.S.
für Dateiaustausch bitte an  jermel[at]gmx.net senden.
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#7
"das man das das Stehwellenverhältnis ermitteln kann."

Lieber "Daniel", das solltest Du mal erläutern, wie das mit diesem Gerät funktionieren soll.
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#8
scotty und diru haben die Funktion von dem Gerät (falls es denn funktioniert) vollständig beschrieben. Der Zweck: zu sehen, wieviel Strom bei einer vorhandenen Antenne (und damit durch Multiplikation mit der anliegenden Spannung Leistung) vom Sender an die Antenne abgegeben wird. Es ist also gut geeignet bei einem etwa die richtige Einstellung des "Tankkreises" (Pi-filter) zu überprüfen und die auswirkungen der anderen Sendereinstellungen zb Anodenspannung zu überprüfen. Selbstverständlich wird das Instrument, wenn der Antennstrahler ab ist, keinen Strom anzeigen und bei verringerter Antennenleistung (rücklauende Ströme) weniger anzeigen. Das ist aber noch kein (Sthwellen) Verhältnis. Zu einem "Verhältnis" braucht es immer zwei Werte, die eben ins Verhältnis gesetzt werden. Vor- und Rücklaufende Welle. Dazu braucht es einen Richtkoppler, der dann an zwei Dioden zwei Werte ausgibt, die an zwei Instrumenten abgelesen Vor- und rücklaufende Ströme getrennt anzeigen. Die beiden Instrumente kann man in einem Kreuzzeigerinstrument vereinigen. Da es sich hier um gleichgerichtete Ströme handelt, werden hierfür Drehspulmeßwerke - oder ihre modernen Aquivalnte verwendet.
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#9
Hallo.
In der tat habe ich da über das Ziel hinaus geschossen, zumal bei den Frequenzen bzw. Wellenlängen mit welchen die Antennen befeuert wurden, sind die Stehwellen zu vernachlässigen.

Zumal auch keine Gleichrichtung stattfindet.
Ich ließ mich davon in die Irre führen, wenn wir die Senderendstufen im 2 m Band anpassten, wurde neben dem Strom quasi die Sendeleistung gemessen. Was bei den niedrigen Frequenzen völlig ausreichte.
Aber im 2 m Band z. B. durch das gezielte Ablängen der Antennenstabes das Vorwärts - Rückwärtsverhältnis optimiert.
Das gezeigte Gerät ließe diese Messung nicht zu,  dem thermodynamischen Messwerk ist wohl die Richtung egal.

Ich hätte sorgfältiger lesen sollen.
Gruß vom Jürgen

Kaum macht man es richtig, schon gehts.

P.S.
für Dateiaustausch bitte an  jermel[at]gmx.net senden.
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#10
danke für eure Erklärungen! Natürlich ist das Messgerät für den Hobbybereich nicht zu brauchen, damit hab ich aber auch sowieso nicht gerechnet. Es ist trotzdem ein schönes Vitrinenstück und nun weis ich wenigstens etwas über die ursprüngliche Funktion.
Gruß,
Jupp
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das Austreten von Rauch ist betriebsbedingt und unbedenklich

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#11
Servus,
Kaufe dir noch eine B-17 oder B-29 dazu, dann kannst du es auch gebrauchen. Smiley34
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#12
Hallo Jupp,

vom Prinzip her kann man das Gerät auch im Hobby-Bereich einsetzen, weil man damit sowohl Gleich- als auch Wechselströme* (letztere weitgehend frequenzunabhängig)  messen kann. Bei Wechselspannungen hat es sogar, aufgrund des Thermoprinzips,  den Vorteil den echten Effektivwert anzuzeigen. Entsprechend der Skalierung sollte es bis 5A brauchbar sein.

Wenn es denn funktionieren sollte, wäre zu empfehlen den mechanischen Nullpunkt exakt einzustellen - geht, wie auch bei den meisten anderen Analogmessgeräten, an der 'Schlitzschraube' unterhalb des Messwerkes.


*Aufgrund Wolframs Hinweis korrigiert
Freundliche Grüße, Peter R.
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#13
Hallo Peter,
Du schriebst: "... weil man damit sowohl Gleich- als auch Wechselspannungen (letztere weitgehend frequenzunabhängig) messen kann. ..." Das vorliegende Meßgerät ist als reiner verlustarmer Strommesser konzipiert. Das Thermokreuz wird dazu m.E. durch einen sehr niederohmigen Heizdraht aktiviert, durch den der gesamte Antennenstrom fließt. Deswegen auch die sehr massiven Steckverbindungen des Gerätes.
Wenn Du mit dem Gerät Spannungen messen willst, mußt Du die Konstruktion des Meßwandlers, also des Thermokreuzes, grundlegend dahingehend verändern, daß Du es, wie für eine belastungsarme Spannungsmessung notwendig ist, mit einer wahnsinnig hochohmigen "Heizung" versehen mußt. Hochohmigkeit und Aufheizung schließen sich eigentlich gegenseitig aus, das kriegst Du nicht hin.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#14
Die Thermoinstrumente haben auch heute noch bei allen möglichen Leuten die senden, realen Gebrauchswert. Weil DU siehst mit einem Blick, wieviel - und ob- Strom von der Station abgegeben wird. Und natürlich kann man auch sehen, welchen Einfluss die Antennenlänge ( hier die Frage 2 Meter Antenne) auf den maximalen Strom hat: im Resonanzfall, also genau der richtigen Antennlänge wird der Strom am Instrument seinen maximalen Wert erreichen. Nur: das kann ein Suboptimum sein, wenn etwa wegen Fehlanpassung trotzdem noch Stehwellen zurück ins Gerät gebracht werden. Funkamateure jedenfalls suchen auf Messen und Märkten immer wieder gerne und meist vergeblich nach diesen raren Teilen. Das Innenleben ist übrigens Überlastungsempfindlicher als Drehspulinstumente.
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#15
Doch, der Thermokreuz ist weiterhin recht brauchbar. Nur so wissen wir von Leistungspegel wie Einheit "0dbm" 1mW HF Leistung.

In Hochfrequenz ab 10-100Mhz ist Impedanz in der Regel 50 Ohm. Da wirst du kaum Messgerät, der hohe Frequenz UND Hochohmigkeit gleichzeitig beherrscht.


Grüss
matt
Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.
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#16
Weiteres zu Thermokreuz ist zu finden unter:

MfG DR
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#17
Nachdem ich erst in meinem geistigen Oberstübchen und dann im Lager gekramt hatte, kam dieses neuwertige Antennenstrommeßgerät, noch in Originalverpackung, zum Vorschein.
Ein HF- Amperemeter der Fa. Weston Electrical Instrument Corp., Newark, USA. Anzeigebereich 0-1A, einsetzbar bis 65MHz bei 2% frequenzabhängigem Fehler.

   

   

Heutzutage verwendet man zur Anzeige des Antennenstromes einen kleinen Ringkern als Strom- Spannungs- Wandler. Die Antennenleitung wird durchgesteckt, sekundär kommen einige Windungen Draht drauf. Nach Gleichrichtung mit einer Schottky- diode und etwas Glättung kann der Antennenstrom dann mit einem empfindlichen Drehspulmeßwerk angezeigt werden.
Viele Grüße

Wolfram

"... Bei uns tut jeder, was er kann. Aber nicht jeder kann, was er tut. ..."
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#18
Hallo allerseits,
ich meinte natürlich Strom-Messungen, sorry.
Freundliche Grüße, Peter R.
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