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Modifikation eines Euratele Röhrenprüfgerätes RPG 2
#1
Hallo zusammen

Ich bin seit langem im Besitz eines Euratele RPG 2 mit einem selbstgebauten Meßwerk (welches ich bereits einmal in einem anderen
Beitrag vorgestellt hatte).Nun ärgert es mich immer wieder,das man mit diesem RPG viele Röhrentypen nicht prüfen kann,weil es nicht über die entsprechenden Fassungen verfügt.Einen Adapter von Oktal auf Stahl-und Außenkontaktsockel habe ich angefertigt ,aber die 10adrige
Verbindungsleitung ist sehr starr.

Jetzt habe ich kürzlich auf dem Trödel noch ein RPG 2 Schlachtchassis erstanden ( für 5 Euro!,der Verkäufer wußte nicht ,was er da hat),
Es fehlt das Gehäuse und ein Knopf von den Stellhebeln,sonst alles komplett.Kurzer Probelauf und Fehlerdiagnose: Der Netzschalter ist
defekt und die drei verbauten Kohlemassewiderstände haben zu hohe Werte.Nach deren Ersatz ist die Funktion schon mal gegeben.

Aus einem ehemaligen Schulbestand habe ich noch einen leeren Kasten mit Klappdeckel und Schnappverschlüssen,in dem sich früher mal
ein Diaprojektor befand.Dieser Kasten brachte mich nun auf die Idee , dort das RPG mit Anzeigeinstument und diversen Röhrenfassungen
fest einzubauen.So quasi ein RPG 2.2.low budget version.

   

   
Die Beschädigungen in der Kiste sind von den ehemals verbauten Halterungen für den Projektor.

   
Ein Einbaurahmen für das Chassis wurde aus Restbeständen von Alu-Winkelleisten zurechtgeschnitten und ins Gehäuse eingepaßt.

Fortsetzung  folgt

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#2
Weiter gehts.Heute habe ich mir aus einem alten Alublech die Grundplatte für das Gerätechassis zugeschnitten und bearbeitet.

   

   

Leider reicht mein Stufenbohrer nur bis 30mm Durchmesser.Die größeren Ausschnitte mußten mit Lochmuster und Feile hergestellt
werden.

   

Hier sieht man die (fast) fertige Grundplatte


Fortsetzung folgt.

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#3
....und weiter gehts.

Heute wurde der Gehäusedeckel gegen das Abkippen nach hinten mittels dem Rest einer Schiffsleine fixiert.

   


Weiter bekam das Gerät noch ein Dokumentenfach,bestehend aus einem Rest Alublech und zwei Vierkanthölzchen.

   

Das Blech wurde mit Selbstklebefolie beschichtet.

Als nächstes gehts dann an die Technik.Fortsetzung folgt.


Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#4
Heute ging es mit der Technik weiter.

   
Das Chassis von unten.

   
Das Meßwerk mit den Shuntwiderständen auf der Platine.

   
Modifikation des Grundgerätes,speziell die Stromversorgung.
Der defekte Netzschalter wurde durch einen 2-poligen Schalter ersetzt und eine Feinsicherung eingebaut.

   
Das Gerät bekam neue Widerstände.Die Kohlemasseteile hatten sich verändert.

   
Die Meßwerkskala im ersten Probelauf


Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#5
Denk bitte an die Erdung Roman.

Sieht sehr gut aus, haste fein gemacht.
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#6
Das fertige Gerät.Mit Dokumetation.

   

   
Test einer PL 504


Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#7
(23.05.2019, 17:49)Pitterchen schrieb: Denk bitte an die Erdung Roman.

Sieht sehr gut aus, haste fein gemacht.

Der Schutzleiter ist mit allen berührbaren Metallteilen verbunden. Das Gerät hat sogar die VDE 0701 Prüfung mit dem Secutester bestanden.

PE 0,03 Ohm
ISO über Meßbereich ( 20 Megohm)
Schutzleiterstrom um 15µA

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#8
   
Test einer ABC 1

Ich glaube,man kann mit der Kiste arbeiten.


Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#9
Servus,
Sehr schönes Gerät Roman, Kompliment!
Jetzt fehlt unten links noch ein Nuvistorsockel Smiley34
Mit herzlichen Grüssen aus Trient
Volker

Wer mehr über meine Basteleien wissen möchte, kann meine Web Seite besuchen.


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#10
Hallo Volker

Deine beiden UX 6 u 7 Fassungen hast du bestimmt auch wiedererkannt.Eine Nuvistorfassung? Mal schaun.Ist ja alles ausbaufähig.

Beer Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#11
...super gemacht, Roman,
das Gerät wird Dir bestimmt, nützliche Dienste erweisen...

Viele Grüße,
Rolf
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#12
Wow, das ging jetzt fix!
Toll geworden, Glückwunsch!
Gruß,
Uli
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#13
Hallo Roman

Schöne umfangreiche Ergänzung und dennoch übersichtlich.
Gefällt mir. Gute Messerfolge.
Grüße aus Bornheim
Werner

Das größte Vorurteil ist der Glaube, man habe keine Vorurteile.
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#14
Hallo Roman,


Klasse !
Smiley32

Gruß,
RE 084
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#15
Hallo Roman,

ja in er Tat eine tolle Arbeit. So hat man doch einen guten Röhrentester. Ich freue mich, dass Du Erfolg hattest!
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#16
Hallo,

eine blitzsaubere Arbeit, meinen Respekt.

Nur gut dass Werner auch umfangreiche Röhrenprüfer hat.
Sonst wäre ich mal schnell in Hilden...
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#17
Hallo zusammen

Vielen Dank.Es freut mich,daß es euch gefällt. Smile 

In Planung war das Ding schon lange.Jetzt habe ich mal die Zeit gefunden,daran zu schrauben.

Am Anfang war natürlich der Papierkram:

   
Das "Valvotek-Logo" ist eine kleine Spinnerei von mir,das muß aber sein Tongue .

Dei Röhreneinstelltabellen werden im laufe der Zeit noch erweitert.Mit dem Schaltplaneditor konnte ich auch die Euratele-Original-
Einstelltabellen nachempfinden.
Jetzt kann ich mich auch mal wieder den anstehenden Reparaturen widmen.

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#18
....eine Sache noch. Beim Versuch,eine Wehrmachtsröhre zu prüfen,wollte der Zeiger in die andere Richtung ausschlagen.

Einstellung wie folgt:

RV12P2000 Uf 12,6V  Betriebsart T2   Eichung auf 66

Pin 1  Schirmgitter  Schalter auf A
Pin 2  Kathode       Schalter auf C
Pin 3  Heizung        Schalter auf C
Pin 4  Heizung        Schalter auf D
Pin 5  Bremsgitter   Schalter auf C
Pin 6  Anode           Schalter auf A
Pin 7 (Kappe)Steuergitter Schalter auf C 

Nachdem ich dann die Röhre "umgepolt"habe (A und C-Stellungen vertauscht),zeigte das Instrument mir einen positiven,plausiblen Wert an.    

Frage :Sind die Wehrmachtsröhren "negativ" beschaltet?

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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#19
Hallo

Heute habe ich am RPG noch eine kleine Modifikation durchgeführt.Ich habe mittels zweier Telefonbuchsen eine Schnittstelle zur
Messung des Heizstromes eingebaut.Ohne Messung sind die Buchsen über einen Kippschalter gebrückt.

   
Vorn die beiden Buchsen,rechts von der Seitenkontaktfassung der Kippschschalter zur Brückung.

   
Testmessung mit einer EF 94

   
Nebenbei besteht auch Möglichkeit der Heizspannungsmessung.

   
Paßt sogar ziemlich genau.

   
Zuletzt noch ein kleines Gimmick aus einem alten Schubladenknauf. Ein Ziehknopf  für die Wehrmachtsröhren.

Einen Fehler an der Beschaltung der RV12-Fassung hatte ich noch gefunden und beseitigt.Jetzt passen auch dort die Einstellungen.

Grüße
Roman
Grüße aus dem Rheinland
Roman
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