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AM Stereo Motorola C-QUAM mit FL2000 Grafikkarte
#1
Hallo Bastelfreunde.

Ich habe mich nochmal mit GNU-Radio an Motorola C-QUAM getraut. Als Grundlage dient die GNU-Radio-Implementierung des Nutzers Jowijo https://github.com/jowijo/cquam der einen Lösung für HackRF Sender umgesetzt hat. 

Sein Quelltext:
.txt   cquam.grc.txt (Größe: 34,75 KB / Downloads: 13)
   


Diese Umsetzung wurde wohl auf mehreren C-QUAM Radios erfolgreich getestet. Wir selbst brauchen eine Änderung im Sendeteil. Ich habe mich mal daran versucht.

   

.txt   cquam_modifiziert.grc.txt (Größe: 23,27 KB / Downloads: 14)
   

Erste Tests sind ganz positiv! Ich kann das Programm in Echtzeit laufen lassen ohne das es im Sendezweig zu dropouts kommt. 
Der Empfang mit einem HF-Up-Konverter , RTLSDR und Sodira ist positiv verlaufen. Es wird sofort <<Stereo>> erkannt und beim Einschalten vom C-QUAM Demodulator kommt ein guter Stereoeffekt aus den Lautsprechern. Auch die Kompatibilität zu Mono-Empfängern ist gegeben, ich kann mit allen Mittelwellenradio den Sender gut in Mono hören.

   

Bei meinem "leicht" defekten C-QUAM Autoradio muss ich den Piloten etwas erhöhen, damit er zuverlässig in den Stereo-Modus schaltet. Auch hier ein guter Stereoeffekt, nicht ganz so ausgeprägt wie bei Sodira, aber deutlich hörbar. 

Der Versuch die C-QUAM Implementierung von old aus dem Nachbarthread für FL2000 abzuändern habe ich noch nicht geschafft. Sein Programm will bei mir nicht in Echtzeit laufen, egal wie ich mich anstrenge die Samplerate "passend" zu machen. Ich versuche es aber weiter.

(wird bei weiteren Erkenntnissen fortgesetzt)
Otto.
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#2
Noch im Nachgang. Bei meinem Programm oben werden am Ausgang IQ Werte geschrieben, also qiqiqiqiqiq....... Mit solch Format kann man bequem in viele SDR Programme reingehen um die Aussendung live wieder zu dekodieren. Fūr FL2k_tcp rechnet man die Werte wieder ins RAW Format fūr einen Kanal um. Bernhards Modifikation des fl2k_tcp macht das einfach möglich. Das Standard fl2k_tcp braucht direkt das RAW Format. Hier muss man vor dem TCP_Sink einen Complex to real und Float to Char Baustein benutzen. Im Rational Resampler ist dann ein Verhältnis von 8.82M zu 44.1k zu wählen. Vielleicht wird dann die Funktion des Upsamplers klarer.

Otto.
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#3
Ich habe auch mal etwas rumprobiert.
   

.txt   c-quam20190717_03.grc.txt (Größe: 30,82 KB / Downloads: 12)
Habe Probleme beim Oszillographieren der HF. Da muss ich Ballast abwerfen,
damit das Oszillogramm läuft. Ob die Version so bei Dir läuft?
Bitte teste mal. Die Werte vom Rational Resampler sind mir unverständlich.

LG
old.

Korrektur:

.txt   c-quam20190717_004.grc.txt (Größe: 30,83 KB / Downloads: 10)
.
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#4
Hallo old,

ein paar Anmerkungen was ganz sicher Probleme an deinem Programm machen wird.
Du gehst hinter dem Multiply 0.5 des R+L Zweiges (läuft mit 44.1k) ohne Upsampling auf
den Modulator bzw. auf die Signal Source, die den Träger ja schon mit 8.82MSPS
generiert! Hier muss ein Upsampling erfolgen. Faktor im Resampler 8.82M/44.1k !
Zusätzlich würde ich das Modulationssignal unbedingt mit einem Tiefpass in seiner Bandbreite
begrenzen. Ohne diesen TP muss das Sendematerial nämlich schon MW-tauglich vorliegen damit
das in die Seitenbänder und durch die Filter im Empfänger passt. So ein Sendematerial würde
dann aber keiner mehr mit 44.1k gesampled auf der Festplatte vorliegen haben, da das
meiner Meinung nach auch eine Platzverschwendung wäre.

Ich muss mal schauen, irgendwo habe ich ein Programm geschrieben was den Header einer
WAV ausliest! Daraus könnte man einen Signalblock ableiten, der seine Samplerate automatisch
aus der WAV erkennt und in einer Variablen (hier sample_rate_AF) den anderen Komponenten bereitstellen kann.
Oder kann das der aktuelle WAV-Source Block schon? Muss ich nachschauen, kann ich so beim Drübersehen
nicht sagen.

Die HF solltest Du mit dem Oszi bzw. SA in GNU Radio noch anzeigen können! Deine virtuellen Geräte werden
wohl nur nicht hochkommen, weil sich kein Client auf dein Server Sink: localhost:1267 verbunden hat. Das
Programm dürfte nämlich solange mit der Ausführung warten und damit gibt es auch keine Messgeräte.
Da du noch keine Sendehardware hast(?), könnte eine Verbindung mit nc funktionieren. Eventuell auch
mit einem Webbrowser, wenn das für Dich einfacher ist. Der Webbrowser dürfte dann einen unendlichen Download
deiner Samples in eine Datei einleiten. Praktisch wegschreiben der HF-Daten mittels Echtzeitdownload über einen Webbrowser.
Versuche es einfach mal.

Achso was hinten wirklich am SDR rauskommt habe ich nicht geprüft. Dazu bin ich heute "kopftechnische" nicht mehr in der Lage.
Muss an der Matratze horchen gehen.

Gruß Bernhard und gute Nacht.
Ansprechpartner bei Fragen zum Umbau oder zur Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Ein Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios: https://github.com/BM45/iRadio
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#5
Ja, da fehlt noch ein Rational Resampler.
Ich warte jetzt erstmal auf die Hardware.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die USB-Anschlüsse auf
der Karte langsamer sind als die blauen am Rechner selbst.

LG
old.
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#6
(20.07.2019, 08:54)oldeurope schrieb: Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die USB-Anschlüsse auf
der Karte langsamer sind als die blauen am Rechner selbst.

Hallo Darius,

das kann sein, da die USB Anschlüsse Farbkodiert sind. Schwarze USB Buchsen sind in der Regel USB 2.0 mit maximal 480Mbit/s. Diese haben 4 Kontakte +, Masse und D+/D-

USB Buchsen mit blauem Innenteil sind USB 3.0 oder 3.1 Anschlüsse. Diese haben die normalen 4 Kontakte vorne aber im Hinteren Bereich noch weitere 5. Über diese laufen dann zusätzliche Datenkanäle die eine höhere Übertragungsrate ermöglichen. Um diese zu nutzen muss dann aber auch der USB Stecker diese Kontakte haben. Steckst Du einen Stecker mit dem normalen schwarzen Innenteil dran, verbindet sich der Stecker nur mit den 4 Standardkontakten und die Geschwindigkeit entspricht USB 2.0.

Es gibt übrigens ein Analyseprogramm im Netz (hab vergessen wie es heißt) das Du kostenlos bekommst welches Dir die angeschlossenen Geräte am USB zeigt und auch deren Geschwindigkeit auswertet. Wenn dort "SuperSpeed" steht ist es USB 3.0. Kabel die Superspeed unterstützen haben auf dem Stecker eine "SS" Kennzeichnung.
Viele Grüße
Semir
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"Alle sagten: Das geht nicht. Dann kam einer der wußte das nicht, und hat es gemacht."
(Prof. Hilbert Meyer, Uni Oldenburg)
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