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Radiola 521 Bat. - Vorstellung und Reparatur
#1
Mein Radiola 521 Bat. zeigte einen interessanten Fehler. Außer der Reparaturbeschreibung folgt erst eine kurze Vorstellung des Gerätes.


   


   


   



Hersteller: Svenska Radioaktiebolaget, Stockholm
Typ: Rundfunkempfänger
Modell: 521 Bat.
Baujahr: 1951
Röhrenbestückung: MDK40, 2 x MDAF40, MDAF41, MDL41
Stromversorgung: 90 V; 1,5 V Gleichspannung
Wellenbereiche: LW, MW, KW
Bedienelemente: Lautstärkepoti, Drehknopf für TA (Kombination) und Wellenbereiche
Gehäuse: Holz
Anschlussmöglichkeiten Rückseite: Antenne und Erde
Abmessungen: 360 x 240 x 140 mm
Lautsprecher: 1 Frontlautsprecher



Es war mal wieder der berühmte „Vorführeffekt“. Als Beispiel für ein typisches Röhrenbatteriegerät aus den 40er/50er-Jahren wollte ich es einem Bekannten vorführen. Das Gerät verzerrte auf allen Wellenbereichen leicht. Das sollte eigentlich kein ernst zunehmendes Problem sein – dennoch habe ich ein Weilchen nach der Fehlerursache gesucht.

Das NF-Teil funktionierte, wie ein Test mit dem Tongenerator ergab. Allen Spannungen waren im „grünen Bereich“. Ein Auswechseln der Demodulatorröhre MDAF40 brachte auch nichts. Die Regelspannungserzeugung  funktionierte grundsätzlich auch. Mein Oszilloskop brachte es schließlich an den Tag: Auf der Regelspannung waren trotz Siebung mit 100 pF, 5,6 M, 10 nF eindeutig Modulationsanteile zu erkennen ….. das konnte und durfte nicht sein. Als Ursache stellte sich dann der 10 nF (blauer Kreis) heraus, der fast keine Kapazität mehr hatte.
Im nachfolgenden Schaltbild habe ich den Weg der Regelspannung eingezeichnet. Die grundsätzliche Funktion der Regelung lässt sich leicht prüfen: Hochohmiges Voltmeter an das Pin 6 der MDK40 bzw. der MDAF40. Je nach Feldstärke des eingestellte Senders muss hier die Gleichspannung schwanken. Je stärker der Sender, um so größer wird die negative Spannung.

Sehr schön finde ich die vielen Strom- und Spannungsangaben im Schaltbild. Dies hilft bei der Fehlersuche.



   




Das Gerät ist grundsätzlich nicht sehr servicefreundlich aufgebaut. Unzählige Schrauben und zwei Klemmstücke sind zu lösen. Zerlegt sieht das dann so aus:



   



Seinerzeit bekam ich zwei Batterien zum Gerät:


   


Die zylinderförmige Batterie lieferte die 1,5-V-Heizenergie. Die 90-V-Batterie passt mechanisch nicht in den unteren Teil des Gehäuses ..... dazu ist sie zu dick.

Das Gerät arbeitet mit den zwei eingebauten Rahmenantennen sehr gut. Insgesamt macht es auch einen stabilen Eindruck.

Es handelt sich um mein erstes und einziges schwedische Gerät. Die Abgleichanleitung liegt auch vor ..... natürlich auf schwedisch.
Grüße aus dem Odenwald,

Werner


Lesen gefährdet die Dummheit!
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