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Experiment Röhrendetektor
#1
Röhre RV12P2000 in Detektor-Schaltung:

Um einen Vergleich zwischen einem Diodendetektor mit Germaniumdiode OA9 und einem Röhrendetektor mit der Röhre RV12P2000 zu haben, habe ich diese experimentell aufgebaut. Eine vorhandene Kurzwellenspule kam zum Einsatz. Der eingesetzte 500pF Drehkondensator erwies sich insbesondere für die Sendereinstellung kapazitätsmäßig als zu groß, aber für einen Hörvergleich als noch brauchbar.
Mit Unverständnis musste ich feststellen, dass sich beim Abschalten der Röhrenheizung kurzzeitig eine Erhöhung der Lautstärke einstellte. Somit versuchte ich mit Verringerung der Heizspannung das Optimum an Lautstärke zu finden. Das ergab sich bei einer Heizspannung der Röhre RV12P2000 zwischen 4V bis 6V. Erst mit dieser Heizunterspannung ergaben sich gleiche Lautstärke im Vergleich mit der Germanium-Diode.
Vielleicht könnten die Radiotechniker zum Sachverhalt "Heizspannung" eine Erklärung finden.

   

   

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#2
Hi,


ein interessanter Versuch. 

Meine Erklärung würde ich an  den Kapazitäten der Diode OA und der Röhrendiode ansiedeln 
Die der Diode ist konstant, nur  an der Röhrendiode variabel. 

Die verschiedenen Heizspannungen bewirken mit Sicherheit eine u. a. Kapazitätsänderung in Richtung Verbesserung der Resonanz - Güte 

Hilfreich wären Versuche mit verschiedenen RV P 2000.

Bin mal gespannt auf die Erklärung der Experten.
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#3
Hallo zusammen,


noch´n Versuch:

je nach Heizspannung hast Du unterschiedliche Emissionen, soweit noch klar...
Das müsste aber bedeuten, das sich zwischen Kathode und Gitter eine ent-
sprechende Spannung am Gitter aufbaut, die dann bei der Gleichrichtung
erstmal überwunden werden muss. Passt jetzt die Anlaufspannung zur Feld-
stärke des einfallenden Senders, hat man die größte Lautstärke.
Ich könnte mir also vorstellen, das diese Einstellung der Heizspannung auch
von der Emissionsfähigkeit der Röhre abhängt.

Gruß,
RE 084
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#4
Hallo Tauber D - Hallo Hans,

bezugnehmend auf eure Aussage habe ich von meinem "Experiment RV12P2000 Kurzwellen-Geradeaus-Empfänger", die Röhren zusätzlich zum Vergleich in den Aufbau Röhrendetektor getestet. Einen hörbaren Unterschied an Lautstärke konnte ich nicht feststellen. Zum detaillierten Zustand der Röhren kann ich keine Aussage machen, ein Röhrenprüfgerät ist nicht in meinem Bestand.

   

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#5
Hallo Wolfhard,


Hast du auch mal eine "echte" Gl.-röhre, z.B. eine EAA91 oder EABC80 probiert ?
Mit der Uheiz wirst du da auch spielen müssen.
Interessant wäre zu erfahren, ob die am Ausgang "lauter" sind, als die Wm-Röhre in Gl.-Schaltung.

Grüße, Obi
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#6
Hallo OBI und Forumer,

da die Röhre RL12T1 in meinem Fundus ist, habe ich das Experiment nun mit einer Triode anstatt der Pentode RV12P2000 wiederholt. Es zeigte sich das gleiche Hörergebnis. Ich bestätige, dass ein Experiment mit einer Diode also ohne zusätzliche Gitter im System z.B. mit der Röhre EAA91 sinnvoll wäre.

   

   

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#7
Hallo Wolfhard,

diese Anlaufspannung, wie sie RE 084 in #3 erwähnt hat, kannst Du tatsächlich messen:
heize die Röhre mit ihrer Nenn- Heizspannung 12,6V und hänge ein Digital- Multimeter zwischen Katode und Gitter, ohne dass sonst noch etwas an der Röhre angeschlossen ist. Dann veringere die Heizspannung bis zu dem Wert, wo die Röhre im Detektor- Versuch am besten ging.

Grüße,
Jacob
Die Sockel sind (schon) an den Röhren !


°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~°

I'm a face without a book !



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#8
Hallo Wolfhard,
das sind interessante Versuche, die Du hier beschreibst,
ist schon fast Grundlagenforschung.  Thumbs_up  Thumbs_up  Thumbs_up

Viele Grüße,
Rolf
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#9
Hallo Jacob, Hallo Rolf und Forumer,

danke für den Hinweis Jacob. Es war nicht meine Absicht den Röhrendetektor neu zu erfinden. Im Internet bin ich auf Aussagen angeblicher Vorteile des Röhren-Detektor zum Dioden-Detektor gestoßen. Das wollte ich in der Praxis umsetzen und musste aber feststellen, dass mit der Heizspannung vorab das Optimum gefunden werden muss um überhaupt gleiche Lautstärke zur Germanium-Diode zu erreichen.

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#10
Hi,

ich finde diese Thematik absolut spannend.

Bei mein Versuch, angeregt durch den Thread,  mit einer EBF 80 , nur die Elektroden der Pentode zusammengeschlossen, konnte auch durch eine Änderung der U f Änderungen an der Lautstärke festgestellt werden.
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#11
Hallo Tauber D und Forumer,

also auch bei anderen Mehrgitter-Röhren ergibt eine Verringerung der Heizspannung (kleiner als Datenblatt) bessere Ergebnisse für eine HF-Gleichrichtung.
Nun steht noch der Versuch aus, das Experiment mit einer reinen Röhrendiode also ohne Beeinflussung durch Gitterelektroden fortzuführen.

Mit freundlichem Gruß,  Wolfhard
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#12
Hallo Wolfhard,


[Bild: IMG_2357.JPG]


Vielleicht auch eine Option ?
Da passt dann der 1:4 Übertrager, eine RES164 und der Trafo aus einem VE dazu.
(Falls man mit Kanonen auf Spatzen schiessen möchte)


Gruß,
RE 084
RE 084 heisst Hans und kommt aus 41844 Wegberg
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#13
Hi,

die ABC 1 kann m. M. durch die Triode schon verfälschen, wenn sie als NF Verstärker dienen soll.
Oder habe ich das missverstanden???

Ich würde gerne mal eine EAA 91 nehmen, ist aber leider keine mehr im Fundus. 

Bin auf neue Experimente schon sehr gespannt.
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#14
Hallo zusammen!

Schaut auch - sofern als Buch vorhanden - mal bitte dazu hier rein: Martin Selber "Mit Radio, Röhren und Lautsprecher": Die Radioröhre als Ventildetektor.

Gruß Michael
Penthode?
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#15
Es gibt auch die einzeldioden welche in den Messpitzen einiger röhrenvoltmeter zum einsatz kamen.
Nur fals diese zufälligerweise vorhanden währe.
Printed on recycled Data
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#16
Hi,


   


©by M. Selber Kinderbuchverlag Berlin
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