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Philips 630
#1
Hallo Freunde,

unser Jupp schickte mir neulich eine Auswahl an Radios. Kannst Du kaufen schrieb er mir. Ja, am Liebsten hätte ich alle genommen. Ich entschied mich aber für ein recht imposantes Philips-Radio. Den 630. Der Jupp schrieb mir, es fehlt der Lautsprecher, die Rückwand und der Netztrafo. Naja, dachte ich, Du hast alle Teile, also kaufen.

Der Jupp schleppte das schwere Gerät mit zu unserem Sammlertreffen. Auweia ist das groß. So etwas steht bei mir ja nicht lange und dann muss ich "mal schauen". Wie Jupp schon sagte, fehlten besagte Teile. Röhren hatte der Jupp schon einige gehabt. U. A. auch eine RES374. Optisch wie eine RES 164 aber doppelt so leistungsfähig. Die Röhre ist nicht mehr die Beste. Wird aber im Röhrenprüfer als noch brauchbar angezeigt.

Also ab in den Keller und nach einem Netztrafo suchen. Ich fand einen, sogar von Philips. Die Heizspannungen (4 Volt) und auch die Anzahl der zu betreibenden Röhren war identisch. Alles paßt. Jupp hatte im Radio eine komplette Schaltunterlage von Philips liegen.

Der Positionsplan zeigte mir, wo der Netztrafo gesessen hatte. Unter dem Chassis. Sehr beengt. Aber keine Löcher von einem vorherigen Netztrafo. Auch keine Abdrücke. Also bohrte ich neue Löcher und baute meinen Netztrafo ein.

Geprüft wurde er vor dem Einlagern im Keller. Ebenfalls aus dem Lageplan konnte man den Sitz der Gleichrichterröhre sehen. Auch hier eine vierpolige Fassung. Passend für eine RGN1054

Man kommt immer mehr ins Überlegen.... An der 4 poligen Röhrenfassung sind nur 2 Pins belegt. Bei einer 1054 wäre das die Kathode, also + für das Netzteil. Im Gerät keine Aufnahme für Netzelko's. Nun sollte zunächst die Röhrenheizung an den Netztrafo angeschlossen werden. Also, 2 Anschlüsse auf die erste Röhrenfassung - und denkste - von wegen Parallelschaltung. Die Röhren waren in Reihe verschaltet. Nach jeder Röhrenheizung folgte ein Glättungskondensator Ich grübelte letzte Nacht...... so ist das nur bei - richtig - Gleichstromempfängern. Heute prüfte ich weiter. Die Antennen und Erdbuchse besitzt eine Isolierplatte, die die Buchsen vor Berührung schützt.

Auch hat das Gerät nicht den üblichen Spannungswähler. Es ist ein doppelter Steckkontakt.

Das Skalenlämpchen könnte uns etwas verraten. Bei 4 Volt nur ein müdes Glimmen. Bei 9 Volt leuchtet es normal. Ja, das Radio wird wohl ein Gleichstromgerät sein.

Nun hat der Jupp schon fast die gesamten Wechselstromröhren besorgt. Einen Netztrafo habe ich ins Gerät gebaut. Ich möchte das Gerät auf Wechselstrom umbauen.

Aber was finden wir hier wieder? Solch eine 6 polige Stiftröhrenfassung für die Tonröhre.  Die sah ich schonmal. Ich wußte vorher nicht, dass es so etwas gab. Und ich wußte auch, solch eine Röhre habe ich. Eine RENS 1374d, eben 6 polig. Die wollte ich schon längst auf die in Deutschland damals übliche RENS1374d mit seitlicher Schraube für das Schirmgitter am Röhrensockel umbauen. Der Dietmar (DiRu) sagte mir seinerzeit schon, laß die mal liegen. Irgendwann kommt der passende Philips. So würde ich am Liebsten die RENS1374d als Ersatzröhre verwenden.

Das Gerät wird übrigens tatsächlich für Deutschland unter Philips 630C gelistet.

Bis jetzt habe ich die Röhrenheizungen umverdrahtet. Heute würde ich das Netzteil herstellen. Ich bin überzeugt, da erwartet mich noch einiges. Übrigens werde ich dann später, wenn hoffentlich das Radio wieder funktioniert solch steifen Silberdraht, wie im Gerät verwendet, mit Textilschlauch überziehen und anstelle der gelben Litze verwenden. Die ist nur zum provisorischen Aufbau.

So, nun erst mal Bilder

Hier mal das Radio von vorne. Imposante Größe

   

Das gerät von hinten

   

Das Chassis von unten

   

Chassis von vorne

   

Hier mal der Netztrafo, den ich verwenden will.

   

Hier die Anschlüsse an der vermeintlichen Gleichrichterröhrenfassung

   

Die geänderte Heizungsverdrahtung

   

Die 6 polige Tonröhrenfassung

   

Die Abdeckung der Antennen und Erdbuchse

   

Hier Stecker und Buchse für die Stromversorgung

   

   

Ja, soweit erst mal zu meinem Neuerwerb. Das Radio besitzt keine rückwand und auch kein hinweisgebendes Typschild. Ich denke, da geht das mit der "Wechselstromausführung" klar.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#2
Hallo Andreas,
Glückwunsch zu dem tollen Radio.
Das dürfte aber ein 630A sein, also die Wechselspannungsvariante,
während der 630C ein Gleichstromnetz brauchte.

Viele Grüße,
Rolf
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#3
Ja, siehst Du Rolf und da bin ich mir gar nicht so sicher. Wie ich vorher schon schrieb. Man kann gar nicht sehen, dass da mal ein Netztrafo drinnen war. Dann die Reihenschaltung der Stifftröhren. Der komische Anschluß an der 4 Polfassung. Die Skalenlampe leuchtet bei 9 Volt. Bei 4 Volt kaum sichtbar. Ein Typschild, wie bei den neueren SABA's gibt es auch nicht.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#4
...ich glaube, da hast Du recht,
dann wird das wohl mal die Gleichstromvariante gewesen sein...

Viele Grüße,
Rolf
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#5
Hi, Andreas,
Gratuliere zum schönen Radio. Ein Umbau ist nicht einfach - habe mal irgendwann bei einem NORA Paganini versagt. Den werde ich irgendwann wieder unter die Lupe nehmen.
Aber Du bekommst es definitiv - ich wünsche nur positive Überraschungen! Bin gespannt auf deinen nächsten Bericht. Das Gehäuse ist sehr schön!
Gruß!
Ivan
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#6
Hallo Freunde,

ja, Ivan, mit einer Nachtschicht und verschlossener Werkstatt ist es mir tatsächlich gelungen, dem Radio wieder Töne zu entlocken. Wie Du schon schriebst, es war äußerst schwierig. Schlimm sind die gebündelten Kabelbäume und die unisolierten Drähte, die mitunter hohe Spannungen führen. So nebenbei waren auch noch einige Bauteile defekt. Aber es ist wie mit jedem anderen Radio, das ich gemacht habe auch, wenn man die Schaltung durchblickt, dann ist man in der Lage an solch einen Umbau zu gehen.

Wenn man sich die Chassisunterseite weiter oben ansieht, dann sieht man Drähte, irgendwie nach einem gewissen Schema verlegt. Aber zum einen war hier viel defekt. Einige Drähte mußten zusätzlich verlegt werden. Ich habe ein Netzteil, incl. Netztrafo verbaut.

Mal schauen, ob ich Euch morgen mal den "Drahtverhau" zeige. Es sind viele provisorische Leitungen, die jetzt ordentlich verlegt werden wollen. Ich verwende wie Philips steifen Silberdraht mit Teflonschlauch überzogen. Sämtliche Kondensatoren sind noch original. Auch die Koppelkondensatoren. Auch sie müssen ersetzt werden. Die Tonröhre ist jetzt eine RENS1374d mit 6 Sockelstiften. Die Röhre muss sicher technisch neu angepaßt werden. Original befand sich eine RENS1823d in dem Gerät.

Aber das Radio empfängt wieder beide Sendebereiche. Also MW und LW. Sehr sauber und trennscharf. Ist halt ein Vierkreiser.

Das Lautstärkenpoti ist natürlich wieder der Wahnsinn. Mich wundert, dass Philips hier keine Regelröhre verbaut hat. Ich habe eine RENS1264 verwendet.

Dietmar (DiRu) wenn Du hier mit liest: Wärst Du evtl. - falls vorhanden - so nett und könntest hier das Schaltbild vom Philips 630C (Gleichstrom) laden?
Also es wird hier wieder interessant. Und ich freue mich, dass ich wieder ein interessantes Radio habe.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#7
Hallo Andreas  Smile

Erstmal meinen Glückwunsch zu diesem tollen Radio, das ist ja echt ein dolles Ding, finde ich  Angel
Kannst Du bitte mal die Maße aufschreiben, wie groß es ist? Die sind nicht mal bei RM.org zu finden
(außer ich hab falsch geguckt?). Würde mich wirklich interessieren, es sieht ganz schön groß aus....

Wenn es wirklich einstmals ein Gleichstrom~Radio war: hatte es dann damals B-Röhren gehabt (mit 20V) ???
Vielleicht hätte das irgendwie zu dem Skalenlämpchen gepaßt, das ja erst bei höherer Voltzahl ordentlich leuchtet???
Oder hab ich da einen Denkfehler?

Aber toll, daß Du dem Gerät schon Töne entlocken konntest. Ich lese weiter mit, das ist schon interessant,
wie Du aus dem Gleichstrom~Radio ein Wechselstrom~Radio machst  Maus Und ich hoffe & drücke die Daumen,
daß es gelingt. Es ist wohl ein Radio, das zu Deinem Geschmack paßt, alt genug ist es ja mit Bj. 1932 / 1933.

Herzliche Grüße, von Peter
~~~~~ DE - MV  /  Connected ~~~~~
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#8
"Dietmar (DiRu) wenn Du hier mit liest: Wärst Du evtl. - falls vorhanden - so nett und könntest hier das Schaltbild vom Philips 630C (Gleichstrom) laden?"

Andreas, den Philips 630C gibt es nicht bei ART. Nur den 630A. Und der sei schaltungsmäßig identisch mit dem 620A. Den Plan vom 620A gibt es in der 1. Ergänzungslieferung der ART Schaltbilder.

So, im Lange-Nowisch gibt es eine Schaltung vom 630C. Habe neu gescannt. Die bisher vorhandene Schaltung im RM.org ist kaum brauchbar.

   

Zum Vergleich nun aber doch noch den Schaltplan vom 620A. So, wie es aussieht, ist die Schaltung im HF Teil ziemlich identisch. Und eventuell auch genauer als im LN Plan?

   

Weiterhin viel Erfolg!

Gruß, Dietmar
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#9
Hallo lieber Dietmar,

vielen Dank für Deine Mühe. Das mit den beiden Schaltbildern ist schön, dann hat man den Vergleich vor Augen.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#10
sorry, ich hätte dran denken können ausführliche Pläne zur Verfügung zu stellen

Philips-620-630.zip

ich hatte damals auch schon den Gedanken das da nie ein Trafo drin war. Ich hatte aber kein Bildmaterial gefunden welches meine Annahme bestätigt hätte. Jetzt bin ich froh das ich noch nichts dran gebastelt habe, obwohl das Radio mehr als 10 Jahre hier in der Wohnung stand. Oft ist es gut wenn man die Radios einfach so belässt wie sie eintreffen, und die Röhren, die ich schon zusammengesucht hatte, sind ja auch nicht verloren.
Gruß,
Jupp
-----------------------------
wenn man nur den Hammer kennt, sieht jedes Problem aus wie ein Nagel
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Zensur findet im Endgerät statt (CCC)
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#11
Hallo Jupp,

danke für die Daten! Im Radio lagen ja schöne Pläne. Die sind schon sehr hilfreich. Allerdings beziehen sie sich auf die Wechselstrom-Ausführung. Naja, nun ist es ja fast schon eine Wechselstrom-Variante. Ich hätte das Radio auch auf Gleichstrom-Betrieb erhalten können. Davon habe ich jetzt aber schon einige. Außerdem ist dieser Umbau schon wieder sehr reizvoll.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#12
Hallo Freunde,

Mittwoch-Abend habe ich mir mal wieder mein Philips-Radio vorgenommen. Ich habe es wirklich ans Laufen bekommen. Aber die erste Empfangsstufe mit dem bekannten Lautstärkenregler macht dicht. Wer sich hier noch mal einlesen möchte, hier ein Link auf die Ausführungen vom Dietmar (DiRu) im Radiomuseum.org. https://www.radiomuseum.org/forum/hf_lau...ser_1.html

Ich hoffe, der Dietmar und der Hans lesen auch hier mit. Vielleicht bekomme ich doch noch die Eingangsstufe zum Spielen. Was mich stutzig macht, ist vorab schon mal, dass das Gerät in der Eingangsstufe keine Regelröhre besitzt. Lediglich eine RENS1264.

Dann macht mich sehr stutzig, dass der Poti Schleifer über einen o,5 µf Kondensator an die Eingangskreise und so an das Steuergitter der 1 Röhre geht. Im Mende Weltklasse z. B. ist hier ein Widerstand vorgesehen.

Ich habe die Schaltung des Philips 630 C für meinen Umbau auf Wechselstrom zum größten Teil so belassen. Nun ist ja die Kathode der 1. Röhre durch den Spannungsteiler "höher gelegt". Das wirkt sich ja widerum auf die Röhrenheizung aus. Ich habe den Heizkreis der gesamten Röhren an den 4 Volt ~ Anschluß des Netztrafo's gelegt. Den Mittelteil der Heizung habe ich mit Masse verbunden. Wäre es hier evtl. besser einen Entbrummer zu verwenden?

Ich weiß, Fragen über Fragen. Aber ich bin im Moment mit dem weiteren Umbau etwas ratlos. Vielleicht könnt Ihr mir helfen? Smiley61
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#13
"Dann macht mich sehr stutzig, dass der Poti Schleifer über einen o,5 µf Kondensator an die Eingangskreise und so an das Steuergitter der 1 Röhre geht. Im Mende Weltklasse z. B. ist hier ein Widerstand vorgesehen. "

Im ART Schaltplan sieht das so aus: Der Schleifer des Potis ist nicht mit dem 0,5uF Kondensator verbunden. Vielmehr mit einem 1MOhm Widerstand, dessen anderes Ende am "Fußpunkt" des Eingangs-Bandfilters liegt. Über die LW und die MW Spule des 2. Eingangs-Kreises gelangt die Regelspannung zum Gitter der RENS1264.

Wäre der Schleifer des Potis tatsächlich mit dem 0,5uF Kondensator verbunden, wäre er ja unmittelbar mit der Kathode der RENS1264 verbunden. (Hier die aktuelle Schaltung des Gerätes überprüfen!)

Warum Philips als HF Stufe eine RENS1264 vorgesehen hat, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Tatsache ist jedoch, daß die Regelsteilheit mit der RENS1264 größer ist als z.B. mit einer RENS1294.

Ein Beispiel, wo die RENS1264 zur Handregelung verwendet wird, ist der Staßfurt 5W. Hier allerdings ist das Poti zur Regelung im Schirmgitter angebracht.

   

Das Beispiel zeigt, daß man mit einer RENS1264 durchaus eine Lautstärke-Regelung machen kann. Daher ist es wohl kein prinzipieller "Fehler" von Valvo (oder den Zeichnern der Schaltpläne), wenn die regelbare HF-Stufe mit einer RENS1264 bestückt ist.

Gruß, Dietmar
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#14
Hallo Dietmar,

vielen Dank für Deine Hilfe. Heute Abend will ich mal die Schaltung daraufhin überprüfen. Vorher komme ich leider nicht dazu. Morgen werde ich mich mal bei Dir melden und Resultate verkünden.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#15
Hallo Freunde,

ja, kaum fragt man den Dietmar (DiRu), dann macht man es richtig. Ja ich weiß, das ist allgemein bekannt! Ich habe die Schaltung nach Dietmar's Empfehlung geändert. Das Ganze dauerte ca. 5 Minuten. Gerät angeschlossen. Antenne in die Buchse - spielt. Und wie! Ich habe allerdings experimentiert. Mit besagter RENS1264 (keine Regelröhre) nimmt die Lautstärke erst im letzten Drittel des Drahtpotis Fahrt auf. Dann verwendete ich eine Regelröhre RENS1214. Die Lautstärke läßt sich ganz hervorragend, vom Anfang des Potis an, kontinuierlich lauter regeln. Das funktioniert so, wie die späteren niederfrequenten Regelungen. Ich denke, die RENS1214 ist hier die richtige Wahl.

Lieber Dietmar, Du hast mir wieder mal einen großen Dienst erwiesen. Vielen Dank dafür. Ich freue mich jetzt über mein tolles Philips-Radio. Tja, hätte ich den Dietmar vorher gefragt, hätte ich mir viele Stunden Grübelei erspart....
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#16
(23.08.2019, 02:05)Andreas_P schrieb: . Tja, hätte ich den Dietmar vorher gefragt, hätte ich mir viele Stunden Grübelei erspart....

Ich würde mal sagen lieber Andreas: Das war Gehirnjoging Smiley58
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#17
" Dann verwendete ich eine Regelröhre RENS1214. Die Lautstärke läßt sich ganz hervorragend, vom Anfang des Potis an, kontinuierlich lauter regeln. Das funktioniert so, wie die späteren niederfrequenten Regelungen. Ich denke, die RENS1214 ist hier die richtige Wahl."

Das hast Du gut gemacht! Die RENS1214 läßt sich wegen ihrer Exponential-Kennlinie "gleichmäßiger" regeln. Alternativ kannst Du da auch noch die RENS1294 ausprobieren.

Mit der RENS1214 ergeben sich ähnliche Verhältnisse bei der Regelung wie beim Siemens 46W. Bei meinem Siemens 46W habe ich die RENS1214 (schon vor Jahren) durch die RENS1294 ersetzt.

Gruß,
Dietmar
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#18
Ich dürfte mir gestern die gute Arbeit von Andreas vor ort anschauen. Klar haben wir auch über die Regelung diskutiert und ich freue mich dass jetzt alles O.K. ist. Das Gehäuse ist auch eine Herausforderung - ich verrate nichts mehr - Andreas wird das aber berichten.
Gruß!
Ivan
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#19
"Aber die erste Empfangsstufe mit dem bekannten Lautstärkenregler macht dicht."
"Mit besagter RENS1264 (keine Regelröhre) nimmt die Lautstärke erst im letzten Drittel des Drahtpotis Fahrt auf. "

Nachtrag:

Ist dieser "bekannte Lautstärkeregler" noch original - oder wurde dieser bereits ersetzt?

Da es früher Potis mit allen möglichen Widerstands-Kennlinien gab, ist es denkbar, daß ein "originales Poti" genau so eine Kennlinie hatte, die die Regelkennlinie der REN1264 "ausgeglichen" hat.

Die Frage läßt sich vermutlich nur eindeutig beantworten, wenn es gelingt, ein Gerät mit einem eineindeutig originalen Poti zu finden.

Gruß,
Dietmar
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#20
Hallo Freunde,

die große Hitze ist vorbei und endlich geht es mit der Berichterstattung vom Radio weiter.

@ Dietmar (DiRu) wir hatten ja bereits darüber am Telefon gesprochen. Das 3 Kiloohm-Drahtpoti ist noch original. Da sind mechanisch so viele Anbauteile dran, so dass ich froh über diesen Zustand bin.

Ich hatte natürlich als Alternative zur RENS1214 mal eine RENS1294 als Ersatz geprüft. Diese Röhre hat ja eine größere Verstärkung. Beim Nachregulieren verändert sich die Lautstärke sehr sprunghaft. Man könnte das auch hinnehmen, aber mit der RENS1214 ist eine Veränderung der Lautstärke viel besser möglich. Also hier in der Schaltung ist die RENS1214 besser geeignet.

Das Radio hatte übrigens bei der Tonwiedergabe einen unangenehm verzerrten Ton. Gerade im oberen Bereich. Im Gerät fehlte der Originallautsprecher. Den Lautsprecher schenkte mir der Detlef(Radionar). Aber der Übertrager war das große Problem. Muss er doch einen Wechselstromwiderstand von 16 Kiloohm besitzen. Nun findet mal solch einen Tontrafo. Ich suchte, wie verrückt. Vorher betrieb ich das Radio mit einem EL84-Tontrafo.

Aber im Schrott: Der Ivan brachte mir mal einen defekten Telefunken-Lautsprecher und einen von dort abmontierten Tontrafo. Vom Gerät her wußte ich, dass dort eine RENS1374d betrieben wurde. Der Tontrafo war auch intakt. Ach was hat das alte Radio für einen schönen Ton. Um den Tontrafo einzubauen, mußte ich die Halterung etwas ändern.

Nun war es an der Zeit, die Verdrahtung schön ordentlich herzustellen. Das war auch schnell erledigt. Ja und so, ist das Radio so nach und nach fertig geworden. Gestern war der Semir bei mir, wir hatten das Radio mal gründlich getestet. Auch der Semir hat Klang und Empfang von dem Radio sehr gelobt.

Hier mal ein paar Bilder:

Ende des Drahtverhaus. Hier in dem Gerät liegen spannungsführende und zur Masse gehende Kabel in Eintracht dicht beieinander. Nein, die sind und waren nie isoliert. Die waren alle blank. Es gabe wahre "Kurzschlußorgien. Ich habe die gefährlichen Versorgungen mit Teflonschlauch isoliert.
Aber auch durch meine provisorischen Schaltungen konnte ich Kurzschlüsse nicht immer vermeiden.

   

So sieht das Chassis jetzt aus:

   

   

Also ich will nicht angeben. Aber so sieht man doch gar nicht, dass hier etwas geändert wurde. Ich habe es nicht bereut, das Gerät auf Wechselspannung umgerüstet zu haben.

Hier der Lautsprecher vom Detlef

   

Der Tontrafo vom Ivan. Eine Montageplatte hatte ich angefertigt.

   
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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