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Spannungsfestigkeit von Styroflexkondensatoren
#1
Hallo zusammen,
 
momentan bin ich am Überholen eines wirklich sehr gut erhaltenen
 
Nordmende Elektra Z13 2/613.
 
Das Gerät war innen nur leicht eingestaubt, mit einem weichen Pinsel und einem starken Gebläse bekam ich das Chassis völlig frei. Alles glänzt wie neu, selbst die Ero-Teer/Wachs-Papierkondensatoren sehen neuwertig aus.
 
Gut, sie sind nahezu 60 Jahre alt und die Werte lagen alle weit über dem Nennwert, deshalb habe ich fast alle ausgetauscht.
 
Falls die jemand aushöhlen will? Ich schicke sie gerne zu!
 
Übrig sind noch die folgenden Kondensatoren (rot gekennzeichnet)!

   

Für den C154 (100pF,  400V=) habe ich von den pF  passende Styroflexkondensatoren, die ich gerne einsetzen würde. Es stellt sich aber die Frage, ob diese auch die Spannung von 400V= vertragen. Für den C142 habe ich entsprechende Folienkondensatoren, die 630V= vertragen. Auch für den C143 habe ich passende Austauschteile.
 
Meine 100pF Kondensatoren (davon habe ich mehr als 50 Stück aus einer Werkstattauflösung):

   

Zu den Styroflexkondensatoren habe ich folgende Informationen:
 
--
@admin: Ich hoffe, ich begehe damit keinen Verstoß gegen irgendwelche Regeln!
Wenn doch, eingreifen, löschen, streichen …..
--
Folienkondenser Farbcode (Tech Talk: sonstiges)
verfasst von audion, Jena, 13.08.2010, 19:28
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/fo...p?id=54321
Habe in meinen Unterlagen diese Kopie gefunden. Vielleicht hilft sie dir weiter.

Styroflex-Kondensatoren Kennzeichnung

Daten zur Spannungsfestigkeit Gleichspannung:

a= 50V
b= 125V
c= 160V
d= 250V
e= 350V
ohne= 400V
f= 500V
g= 700V
h= 1000V
i= 630V
m= 10V
t= 63V
r= 25V

Wechselspannungsfestigkeit:

u= 250V
v= 350V
w= 500V

Toleranz (Angaben ohne Vorzeichen sind + und - ):

C= 0,25pF
D= 0,5pF
F= 1%
G= 2%
J= 5%
K= 10%

M= 20%
S= +50% -20%
W= +80% -20%
Z +100% -20%

eine Seite farbig:

Blau = 25V

Gelb = 63V
Rot = 160V

Grün = 250V
Braun = 400V
Schwarz = 630V
Orange = 1000V

 
---
http://www.jogis-roehrenbude.de/forum/fo...p?id=54321
Frage zu DDR-Styroflexkondensator (Small Talk: Off Topic)
verfasst von holm[img=21x16]file:///C:\Users\Wolfgang\AppData\Local\Temp\msohtml1\01\clip_image001.gif[/img] [img=35x16]file:///C:\Users\Wolfgang\AppData\Local\Temp\msohtml1\01\clip_image003.gif[/img], 15.04.2011, 08:19
blau 25V-
gelb 63V-
rot 160V-
grün 250V-
braun 400V-
schwarz 630V-
orange 1000V-

KT Polyesterfolie
MKL metallisierter Lackkondensator
KS Polystyrolfoliekondensator


d dämpfungsarm

Quelle: Finke, Bauteile der Unterhaltungselektronik

 
 
--
 
So, und jetzt meine Frage:
 
Das H auf den Kondensatoren deutet wohl auf die Genauigkeit hin, also 2,5 Prozent. Richtig?
 
Aber kann anhand der von mir gescannten Kondensatoren eine Aussage zur Spannungsfestigkeit gemacht werden?
 
 
Ich danke schon jetzt für die Unterstützung, werde mich nach einer Fahrradwoche in der Pfalz um den 23.09. wieder melden.
 
 
Ich wünsche allen eine gute Nacht,
 
 
Wolfgang aus Südbaden
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#2
Moin moin Wolfgang,
mbMn sind die in der ehem. DDR gefertigten, bei schwarzer Beschriftung mit 630 V und die roten mit 160V DC belastbar
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#3
Hallo Harry,

würde passen, habe ich auch schon vermutet. Allerdings heißt es in der obigen Beschreibung eine SEITE farbig:
..
Rot = 160V
Schwarz = 630V
..

Und von den Styroflex die auf einer Seite entsprechende Farben aufweisen, habe ich ebenfalls viele.

Was Du sagst, liegt nahe, wenn wir Klarheit reinbekommen, ist allen gedient.

Danke,

Wolfgang
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#4
Die von der damaligen DDR Fertigung haben alle Stirnseitige Farbmarkierungen. So wie oben bereits in der Liste erwähnt. Das ist auch gleichzeitig der Außenwickel mit markiert. bei den ganz kleinen Bauformen muss man genau hinschauen um die Farbe erkennen zu können. Ab und an ist auch farblich ein Aufdruck drauf der die Spannungsfestigkeit angibt. Grün dann 250 Volt, rot eben 160 Volt.
In der Regel sind die Kondensatoren schon zu erkennen woher die stammen. Smile
Alles andere dürften aus dem anderen Teil Deutschlands, oder Ausland kommen.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#5
Es kann auch sein das da so gut wie kaine spannung in der Schaltung anliegt, und man alles mögliche verbauen kann
Es wurde ein bestimmter spannungswert eingetragen, weil er eben typisch und standarisiert ist. Schaut man sich die werte an, sind alle mit 400v angegeben.
Ich kenne das von einer Saba, da wurden 125V Typen eingebaut, obwohl dort gerade mal 9v Spannung anstehen.
Printed on recycled Data
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#6
Morgen,

Frank, alles richtig, aber das betrifft nur die Styroflexe im ... nF-Bereich (durchaus auch 220..470pF), die für den pF-Bereich für Schwingkreise waren oft nicht so gekennzeichnet (Stirnseitenfarbe) und man kann auch nicht immer gut erkennen, wo die herstammen.

Ansonsten würde ich auch prüfen, welche Spannung überhaupt anliegt, dann kann man auch etwas niedrigere Spannungsfestigkeit einbauen.

Gruß Ingo
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#7
Hallo Ingo,
 
mit der Mitteilung von Harry
 
-- bei schwarzer Beschriftung mit 630 V und die roten mit 160V DC belastbar
 
und der Bestätigung von Frank
 
-- Die …DDR …haben alle Stirnseitige Farbmarkierungen. (…)  bei den ganz kleinen Bauformen …(ist) …. Ab und an ist auch farblich ein Aufdruck drauf der die Spannungsfestigkeit angibt. Grün dann 250 Volt, rot eben 160 Volt.
 
kann ich gut leben! Ich verstehe auch Deinen Betrag als Bestätigung der obigen Farbaussagen zur Spannungsfestigkeit.
 
Da nF-Typen regelmäßig etwas größer sind als die pF-Typen, beziehe ich Deine Aussage darauf, dass die NF-Typen noch meist die seitliche Farbkennzeichnung aufweisen, die kleineren pF-Typen wegen der schmalen Seiten eher einen entsprechenden farbigen Aufdruck.
 
Mir reicht das! Damit kann ich gut leben.
 
Zum Hinweis von Chingachgook, die Spannungen zu messen:
 
Darauf bin ich nicht gekommen. Das werde ich künftig beachten (Lernerfolg!), wenn ich die geforderte Spannungsfestigkeit im pF-Bereich nicht besitze.
 
Im 100pF-Bereich bin ich mit meinen Bestand aber wohl für die Zukunft gesichert.
 
 
Ich danke Allen,
 

Wolfgang aus Südbaden
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#8
Was mir nicht klar ist, warum du die Styroflexe auswechseln willst. Das sind schließlich keine Problembauteile. Aktionismus?

VG Stefan
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#9
Guter Punkt Stefan
Auf das bin ich selber auch nicht gekommen. Normalerweise sind Styroflex Ja immer in ordnung.
Einfach mal auf isolation prüfen und dann wieder original einbauen.
Printed on recycled Data
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#10
Zugegeben,

ich habe es nicht ganz deutlich formuliert !!, aber selbst aus der Tabelle (Werte der Kondensatoren) ergibt sich doch, dass es Papierkondensatoren sind, die ich austauschen will!

Dass im Chassis vorgefundene Styroflexe als Glücksfall gelten und selten bis nie auszutauschen sind, ist mir bekannt!

Und die Fragestellung war auch nur, wie spannungsfest die im Bild gezeigten, zum Austausch für die Papierkondensatoren vorgesehenen Styroflexe sind.

Diese Frage der Spannungsfestigkeit ist ausrauchend beantwortet, wie ich schon schrieb! Dafür vielen Dank!

--

Von reinem (durch fehlende Kenntnisse verursachten …) Aktionismus bin ich mittlerweile (auch durch Eure Hilfe!!!) ziemlich weit weg!



Ich wünsche Allen ein ganz tolles Wochenende,


Wolfgang aus Südbaden!
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#11
So, nun der letzte Beitrag zu den Styroflexen!

Ich habe den " weisen Rat " des allerletzten Radio-Mohikaners (Chingachgook) berücksichtigt und die Spannungen an den drei Kondensatoren gemessen. Es lagen maximal 60V= an.

Da es sich um Abfolge der "Anondenspannung" handelt, kann sich dieselbe selbst beim Einschalten (Trafo wurde auf 240V eingestellt), mit dem Faktor 1,41 nur kurz auf ca. 85 Volt erhöhen! Wenn die Röhren Heizen, reduziert sich die Spannung wieder auf die etwa 60Volt!

Eingebaut habe ich rot beschriftete oder auf der Seite rot gekennzeichnete Kondensatoren mit entsprechenden F-Werten.

--

Der Hinweis, die jeweiligen Spannungen an den betreffenden Bauteilen auszumessen, ist goldwert. Damit erhöht sich der Anteil der von mir an den LS- und Tonreglern, aber selbst im HF-Bereich einsetzbaren Kondensatoren um einen releativ großen Faktor.

--

Somit erneut Dank an alle Unterstützer,

Wolfgang aus Südbaden
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#12
Guten Abend Wolfgang,

Es ist ein Trugschluss, die Spannungen im Normalbetrieb als maximale Spannung anzunehmen. Zieh mal die EABC80 und schon misst man mit einem hochohmigen Messgerät (Eingangswiderstand im Messbereich von wenigstens 250V muss mehrere MegaOhm betragen, weil die Schaltung an der Stelle relativ hochohmigen ist) die ca.230V, die auch am Schirmgitter der EL84 anliegen. Zieht man alle Röhren, dann misst man die höchstmögliche Spannung an den Kondensatoren, die dann über 300V liegen wird. Für diese Spannung sollten die Kondensatoren ausgelegt sein und wurden von Nordmende so auch richtigerweise mit etwas Reserve als 400V dimensioniert.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#13
Guten Abend Kalle,

ich bin ein relaltiver Neuling, kapiere Einiges, nicht ALLES, aber Deinen Hinweis mit dem Ziehen aller Röhren schon!

Dass nicht ALLE Röhren auf einmal entfernt werden, erscheint mir beim Testen logisch!

Aber ich habe auch schon mehrfach gelesen (und es auch so gemacht), dass man alle Röhren (einzeln) im Betrieb austauschen kann! Wenn dann mit der anderen Röhre Empfang/Funktion da ist, ist sicher nicht alles gut, aber man ist auf der Spur!

Im Betrieb eine EABC80 gegen eine Referenzröhre getauscht, habe ich mehrfach.

Da ich derzeit meist auch gleichzeitig mit meinem "Zwischensockel" die Spannungen der Röhre überprüfe, geschieht das in der Neuzeit nicht mehr! ---> Weil ich ja auch die Röhre im Zwischensockel wechseln muss, und das geht nur Spannungsfrei ....!
--

Kalle, warum hast Du Deine Weisheit nicht schon auf den Vorschlag von Chingachgook vom --  12.09.2019 -- eingebracht! ??

Jetzt habe ich die zu niedrigen Spannungswerte verbaut und muss hoffen, dass die EABC80 nicht im Betrieb getauscht wird.

Liebe Grüße,


Wolfgang aus Südbaden
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#14
(22.09.2019, 19:54)wolfer1952 schrieb: Guten Abend Kalle,

ich bin ein relaltiver Neuling, kapiere Einiges, nicht ALLES, aber Deinen Hinweis mit dem Ziehen aller Röhren schon!

Dass nicht ALLE Röhren auf einmal entfernt werden, erscheint mir beim Testen logisch!
...
Kalle, warum hast Du Deine Weisheit nicht schon auf den Vorschlag von Chingachgook vom --  12.09.2019 -- eingebracht! ??
...

Hi Wolfgang,

die Betriebsart ohne Röhren entspricht etwas extremer dem Einschaltzeitpunkt mit kalten Röhren, wenn diese noch keine Emission haben und noch kein Strom fließt. Dieses Extrem müssen die Komponenten einer Schaltung aushalten können.

Am 12.9. und auch davor hab ich den Thread nicht gelesen, weil ich die Kennzeichnung der Spannungsfestigkeit von Styroflex-Kondensatoren kenne. Hab das hier erst heute aus Langerweile gelesen. Aber ich fasse das von dir auch nicht als Vorwurf auf, wie ich dir auch keinen Vorwurf mache, dass du (noch) nicht alles (wichtige) beim Basten an Röhrenschaltungen weißt. Aus Fehlern lernt man nur und erstmal geht es ja im Normalbetrieb scheinbar gut.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#15
Hallo Ich melde mich wieder zum beitrag.
Kalle hat recht. Messen bringt da nicht fiel.
Was ich meinte ist das man sich die Schaltung anschauen muss um zu wissen was da eigentlich an Spannung notwendig ist.

Wie gesagt. An der Automatick wicklung einer Saba stehen 15v an. Welche dann am ende nur 9V= darstellen.
Der verbaute kondensator wahr ein 125v typ.
Ist nur ein beispiel.
Diese wahren als Standard wert vorhanden , und wurden so verbaut. Denn es gab ja nichts mit weniger spannung.

Um sicher zu gehen, sollte man einen blick auf die Schaltung werfen um zu wissen was der Kondensator eigentlich an spannung aussgesetzt ist.
die Roten 160v typen sind da schon ein bischen knap wenn es sich um Anodenkondensatoren handelt.
Printed on recycled Data
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