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Funke W19 Röhrenprüfgerät auf korrekte Funktion prüfen und ggfs. instand setzen? GE
#1
Hallo liebe Radiobastler,

in der von mir aufzulösenden Röhrenradiowerkstatt ist ein Funke W19 Röhrenprüfgerät, von dem ich jedoch leider nicht weiß, ob es korrekt funktioniert. Es stand vermutlich etwa 10 Jahre unbenutzt im Keller. Bisher habe ich es deshalb aus Sicherheitsgründen noch nicht an den Strom angeschlossen.

Da ich aus der Erbmasse unter anderem hunderte von Röhren verkaufen muss, dachte ich mir, dass ich diese Röhren, vor dem Verkauf, mit dem Funke auf korrekte Funktion überprüfen kann. Das geht natürlich nur, wenn das Prüfgerät selbst einwandfrei funktioniert.

Gibt es jemand aus dem weiteren Umkreis von Gelsenkirchen (+ ca. 50-60 km), der mir gegen eine entsprechende Gebühr helfen kann? Das Gerät würde ich selbstverständlich auch gerne bringen.

Dann steht natürlich noch die Frage im Raum, ob ich als Laie (lernfähig und nicht gänzlich blöde), übehaupt die Röhren mit dem W19 prüfen kann, oder ist das eine Wissenschaft, die eine jahrelange Erfahhrung und umfangreiches Wissen voraus setzt, oder könnte das in einem Crash Kurs vermittelt werden?

Gruß Karsten

Bei Interesse bitte eine PN senden. Danke!

                                           
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#2
Karsten, ruf mich bitte mal an, das klären wir am TEL
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#3
Das wird das einfachste sein,
Befor hier jeder seinen senf dazu gibt.

Kleiner typ. alle röhren vom selben typ hintereinander testen. So braucht man nicht jedesmal die Karte wechseln.
Ist etwas lästig.
Original verpackte röhren braucht man nicht testen, weil Fabrickneu.
Hat die röhre im Karton die selbe kontroll nummer ist das testen in der regel auch nicht notwendig.
Alles was lose aufgehoben wurde, sollte man testen
Printed on recycled Data
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#4
Ob sich der Aufwand bei Standardröhren rentiert?
So ein Test dauert ganz schön lange, selbst mit dem RoeTest.
Evtl. ginge es schneller die Röhren in einem Radio Chassis einfach auf Funktion zu testen. Ob sich die Angabe der Messwerte bei einem Verkauf rechnet ist bei billigen Röhren die Frage.

Gruß,
Achim
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#5
Hallo, Zusammen, für sehr wichtig halte ich eine Sichtkontrolle des Inneren, und ein schonendes erstes Einschalten. VG Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
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#6
Hallo.

Drei Tipps hätte ich, als langjähriger Besitzer eines Funke W19S:

1) Den Netzspannungswähler von 220 Volt auf die heute üblichen 230 Volt stellen. Schont den Trafo.

2) Kritisch ist der im Inneren verbaute Netzelko von 8 uF, falls der nicht schon ersetzt wurde.

3) Keine AZ41 prüfen. Das ist die einzige Röhre, bei der auf Grund unterschiedlicher Sockelverschaltungen Gefahr für das Gerät heraufbeschworen werden kann. Alle anderen Röhren zu prüfen ist kein Hexenwerk.


k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#7
(23.09.2019, 19:31)achim schrieb: Ob sich der Aufwand bei Standardröhren rentiert?
...

Aber sicher „lohnt“ sich der Aufwand, weil mit einem W19 geprüfte Röhren von unerfahrenen Käufern immer gerne für einen hohen Preis gekauft werden. Werben doch viel Röhrenverkäufer damit, dass die angebotenen Röhren mit einem W19 als „gut“ geprüft wurden, obwohl das Angebot (natürlich meist) ohne jede Gewährleitung und Rückgabe von „Privat“ ist. Ob eine so angebotene Röhre vor dem Verkauf jemals mit einem W19 geprüft wurde, kann man ja als Käufer eh nicht nachvollziehen, außer man kann den Verkäufer aufsuchen und es sich zeigen lassen.

Augen auf beim Röhrenkauf oder Röhrenkauf ist Vertrauenssache.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#8
So, hier ein kurzes Feedback zum W19:

Mit Hilfe von Dietmar (VIELEN HERZLICHEN DANK), ist es mir gelungen, die Spannung auf 240V umzuklemmen und das Gerät in Betrieb zu nehmen.

Den Elko konnte ich leider mangels eines Kapazitätsmessgerätes nicht überprüfen. Da der so im Gerät verbaut ist, hätte ich aber auch nicht gewusst, wie ich da ran kommen sollte, um den zu prüfen.

Was passiert, wenn der Elko defekt ist? Funktioniert dann das Gerät dann gar nicht, oder misst es eventuell falsch? Entschuldigung, falls die Frage blöd erscheint, aber ich habe mein Elektrotechnikstudium 1986 im 2. Semester abgebrochen.

Das Gerät scheint einwandfrei zu funktionieren, soweit ich das als Laie überhaupt beurteilen kann. Ich habe gleich eine Röhre (UL41) geprüft, die bereits einen Aufkleber "Gut" hatte. Die Ergebnisse und Bilder vom Innenleben hier als Fotos:

   
   
   
   
   
   

   
   
   
   

Gruß Karsten
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#9
Du könntest eine oder mehrere auf dem W19 getesteten Röhren an jemanden schicken der ein zuverlässiges RPG besitzt und da könnte man dann gegentesten .
So wurde das schon mal gemacht. Da wurden die gleichen Röhren von einem zum anderen geschickt und die Ergebnisse dann verglichen.

Gruß,
Achim
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#10
Hallo Achim,

das ist eine gute Idee. Vielleicht schreibt mir ja einer eine PN und ich kann ihm ein oder zwei von mir getestete Röhren schicken, die er dann mit seinem RPG vergleichen kann.

Eben bin ich ich auf die Seite Funkew19.de gestoßen und habe dort die Abschnitte "Tipps zum Kauf eines W19" und "Der Selbsttest" gelesen. Jetzt ist mir immer noch ganz schwindelig. Ich bin gerade am Überlegen, ob ich mich jetzt besser mal richtig besaufen soll, nachdem ich gelesen habe, was man alles testen sollte und was da alles kaputt sein kann an dem Gerät. Das überfordert mich doch ziemlich.

Grüße aus Gelsenkirchen
Karsten
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#11
(24.09.2019, 10:53)Karsten schrieb: ......Den Elko konnte ich leider mangels eines Kapazitätsmessgerätes nicht überprüfen. Da der so im Gerät verbaut ist, hätte ich aber auch nicht gewusst, wie ich da ran kommen sollte, um den zu prüfen.

Was passiert, wenn der Elko defekt ist? Funktioniert dann das Gerät dann gar nicht, oder misst es eventuell falsch? Entschuldigung, falls die Frage blöd erscheint, aber ich habe mein Elektrotechnikstudium 1986 im 2. Semester abgebrochen.

Karsten,

der Elko ist 53 Jahre alt. Zumindest sieht er auf dem Foto wie ein Originalteil aus, das noch nicht angerührt wurde. Hier würde ich, wenn es mein Gerät wäre, auch nicht mehr "messen", sondern gleich durch ein hochwertiges Neuteil ersetzen. Das sind "Groschenbeträge".

Ein alternder und damit defekt werdender Elko kann das Netzteil nachhaltig schädigen. Da Du aufmerksam auf Funkew19.de die Tipps gelesen hast, weißt Du, dass ein geschädigtes Netzteil einen ziemlichen GAU darstellen würde.

Ist so ähnlich wie bei Autoreifen: man kann natürlich auf seinem Porsche die Originalreifen von 1966 drauflassen, aber sollte man es wirklich machen, wenn das Fahrzeug alltagstauglich sein soll?

Wenn Du Dir den Ersatz nicht zutraust: Ein Forenmitglied in Deiner Nähe wird dies sicherlich für Dich machen können.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#12
Elkos auf jeden Fall vor dem nächsten einschalten austauschen, wurde ja oben schon beschrieben.
Ansonsten kannst du dich beruhigen. Du musst nicht alles mögliche austesten, was auch auf der Homepage über Funke drinsteht. Das kann man nach und nach machen, wenn etwas nicht richtig anzeigt.
Wichtig ist, die richtige Karte für die richtige Röhre in die richtige Röhrenfassung stecken.
Beachte auch die Hinweise die auf der Karte stehen, da kann unter Umständen wichtiges drauf stehen.
Zum Beispiel, erst mit Karte 0815 Prüfen, oder ähnliches.
Also keine Angst vor dem Gerät. Aufpassen sollte der Zeiger des Instumentes nach links in den F Bereich ( Fehler ) kommen gleich wieder abschalten und die Röhre nicht weiterprüfen !
Das aber und einige andere Tipps steht in der Betriebsanleitung des Gerätes drin. Die solltest du auf jeden fall durchgelesen haben.

Aja, verwende keinerlei Kontaktsprays im inneren des Gerätes oder an den Röhrenfassungen !
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#13
Vielen Dank für die wertvollen Tipps. 

In der Theorie würde ich mir schon zutrauen, den Elko auszulöten. In den 80ern habe ich so einiges gelötet und unter anderem an meinem C64 mal den Prozessor ausgelötet, weil der nicht gesockelt war und anschließend einen entsprechenden Sockel wieder eingelötet. Allerdings liegt der Elko in dem W19 total zugebaut an einer Stelle, wo man nicht ran kommt. Jemand eine Idee wie ich da ran komme ohne das gesamte Gerät zu zerlegen?

Es wäre klasse, wenn jemand aus dem Umkreis von Gelsenkirche (bis ca. 50/60 km, oder auf der Durchreise), gegen entsprechende Bezahlung, gerne auch z.B. im Tausch gegen eine benötigte Röhre, den Elko zu tauschen und vielleicht das Gerät noch mal durchsehen könnte. Sollte sich da jemand erbarmen, bitte eine PN schreiben.

Gruß Karsten
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#14
Das sieht schlimmer aus als es ist. Die Verdrahtung des Elkos verfolgen, vorne scheint der Pluspol, hinten den Draht verfolgen, gegebenenfalls die Verdrahtung aufschneiden um hinten an den Draht zu kommen. Ich habe einen 10yF dort eingelötet spannungsfestigkeit gucken!

Röhren zum Testen kannst du mir senden, fünf Stück sollten reichen! Deine Werte auf einen Zettel dazulegen!
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#15
   

Da komme ich mit den Fingern gar nicht hin. 

Smiley57
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#16
Dann entnehme das Chassis aus dem Holzgehäuse, sind bestimmt nur sehr wenige Schrauben.
So kommst Du rundum an alle Bauelemente ran.

Irgendwie ist ja auch alles mal eingebaut worden.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#17
Hallo Peter, das ist leider nicht richtig. Die Funke RPG 18 und 19 sind alles andere als Service freundlich.
Gruß
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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#18
(25.09.2019, 09:49)Karsten schrieb: Da komme ich mit den Fingern gar nicht hin. 

Deswegen mein Hinweis auf den Bastlerkollegen. Man muss sich solche Reparaturen zutrauen; Erfahrung hilft maßgeblich, denn in Radios ist manches auch extrem seviceunfreundlich verbaut.


Hier ein Foto zur besseren Ansicht der 'Baustelle':
http://funkew19.de/html/der_ladekondensator.html

Es ist nicht unlösbar. Habe mein Gerät ca. 1987 erworben (W19S). Dieser Kondensator war das erste, was rausflog, da er bereits damals den Zeiger des Instruments zum Zittern brachte, sobald eine Röhre geprüft wurde.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#19
Franz hat leider recht. Ein RPG ist kein Radio.
Hier gibt es kein chassis was in grosserien gefertigt wurde
Im Gäret ist alles ziemlich eng gepackt und man kommt nur schwierig an die nötigen stellen drann.
Zumal auch noch fast alles vor dem Verlöten an das Geheuse direckt angeschraubt wurde.
Für den aufbau Optimal, für den rückbau eine fummelige sache, zumal auch noch irgend wo ein draht abbrechen kann und man hinterher den Scherlock spielen muss um rauszukriegen wo der hingehörte (wenn man das malör überhaubt bemergt hat.)
Printed on recycled Data
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#20
Der + Anschluss des Kondensators ist vorne unten am 1000 Ohm Lastwiderstand, also zum Löten wie auf dem Präsentierteller.

Der – Anschluss des Kondensators ist hinten unten am 40 Ohm Lastwiderstand. Drückt man die übrigen Anschlussdrähte etwas bei Seite kommt man auch ohne Gynäkologe zu sein an den hinteren – Anschluss zum Löten heran.

Hab ich bei meinem W19S auch schon gemacht, sind also keine Vermutungen.

   

Grüße vom Westerwald
Klaus
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