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Konzertsender
#1
Hallo zusammen,
in den vergangenen Tagen habe ich mich nun endlich um die Fertigstellung meines “Konzertsenders“ gekümmert.
Ihr erinnert euch, der Bernhard (Bernhard45) hatte ihn im März dieses Jahres vorgestellt:
https://radio-bastler.de/forum/showthrea...zertsender

Ich hatte den Bausatz  vor etwa einem Jahr erworben und natürlich auch sofort zusammengebaut.
Dank der übersichtlichen und gut beschriebenen Anleitung, war das überhaupt kein Problem.
Die Leiterplatte funktionierte, doch die Fertigstellung habe ich erst, wegen Zeitmangels, etwa ein Jahr später vorgenommen.
Hier die aufgebaute Leiterplatte:
   
   

Mein Konzertsender sollte auch etwas anders aussehen, als der vom “GFGF“:
Kompakte Bauweise, nur ein Gehäuse,
Netzteil eingebaut
und integrierte Frequenzanzeige

Da ich schon meine beiden anderen Senderchen in einem Holzgehäuse untergebracht hatte,
sollte auch mein Konzertsender in solch einem Gehäuse eingebaut werden.

https://radio-bastler.de/forum/showthrea...#pid104070
https://www.radio-bastler.de/forum/showt...?tid=12747

Dieses Gehäuse musste also -
die “Konzertsender-Leiterplatte“,
vier “China Module“ als Audioquellen,
einen Frequenzzähler
und das 12V-Netzteil
aufnehmen.

Nachdem ich den
Frequenzzähler:
(PLJ-8LED-H RF Signal Frequency Counter Cymometer Tester Module 0.1~1000MHz)
und die 4 Audiomodule:
(dc 12V Digital LED Bluetooth MP3 Player audio decoder board FM WMA/WAV for car)
erhalten hatte, konnte ich auch eine passende Box ordern:
Allzweckbox:  1,9l  18cm x 16cm x 9cm
   

Als nächstes kam die Frontplatte an die Reihe,
da waren mal wieder ein paar ungeliebte Laubsägearbeiten angesagt.
   
   

…natürlich bekam die Platte auch eine Beschriftung:
   

Im Gegensatz zu meinen beiden anderen Senderchen, sollte diese Box auch etwas Farbe bekommen.
Hier die lackierte Box mit schon eingebautem 12V-Netzteil und der Anschlussplatte für Erde und Antenne:
   
   

Fortsetzung folgt
Viele Grüße,
Rolf
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#2
Hallo Rolf,

ein interessantes Projekt, das ich als GFGF-Mitglied auch verfolgt habe. Die Platine ist ja unwahrscheinlich umfangreich. Ich freue mich auf weitere Berichte.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#3
Hallo, Rolf,
die Platine kenne ich auch, habe es mir nicht zugetraut die vielen feinen Teilen in Griff zu bekommen. Respekt vor allem für die Platine. Ich würde dann drin einen HiFi - NF Geber einbauen.
...so ein Frequenzmesser habe ich auch zu Hause und nie in Betrieb genommen. Würde dann von Dir abkopieren wo und wie ich ihn anschließe. Big Grin
Gruß!
Ivan
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#4
…als nächstes komplettierte und verdrahtete ich die Frontplatte,
hinzugekommen ist noch ein Schalter, mit dem ich den Frequenzzähler ein- und ausschalten kann.
Hier die fertige Platte:
   
   

Zwischenzeitlich hatte ich noch vier SD-Karten mit Musik und Tondokumenten, aus den
20er und 30er Jahren, bespielt. So ein 4-fach Sender will ja schließlich auch moduliert werden:
   

Da die 4 Audio-Module ein Stereo-Signal liefern, habe ich jewieils die beiden Stereo-Kanäle, über je einen
560 Ohm Widerstand, zusammengeführt.
Hier die NF-Leitungen:
   

Danach stand einem Probelauf nichts mehr im Wege, wobei im Prinzip auch alles funktionierte,
aber ein paar Probleme traten dann doch auf:

…der Kühlkörper, auf dem der LM317 montiert war, wurde recht heiß.
Also nahm ich ein größeres Kühlblech und änderte die Schaltung gleich auf einen 12V-Festspannungsregler (L78M12).
   

…bei meinen 4 Audio-Modulen handelt es sich um 2 mit und 2 ohne Bluetooth.
Eigenartigerweise war der abgegebene NF-Pegel bei den Modulen ohne Bluetooth,
so gerade unterhalb der benötigten 500mV.
Diesen Pegel wollte ich mit einem kleinen NF-Verstärker etwas anheben.
In meiner Grabbelkiste hatte ich noch einige “PAM8403 Stereo-Verstärker“.
Das sind kleine NF-Verstärker Module, die mit etwa 3V bis 5V versorgt werden müssen.
Einer recht also aus, um 2 Mono-Kanäle zu verstärken.
Hier der 20 x 30mm große Baustein:
   

Und hier seine Schaltung:
   

Für meine Zwecke musste ich die Ausgänge so verschalten:
   

Ich hatte mal gleich 2 Verstärker umgebaut:
   

Die 5V Versorgungsspannung holte ich mir von der Konzertsender-Leiterplatte.
Mit dieser Maßnahme war das Problem des zu geringen NF-Pegels behoben.

…das 3. Problem war schon etwas kniffliger, bei der Wiedergabe im Radio, war der Musik ein 50Hz-Brummen überlagert.
Vom 12V-Netzteil konnte das nicht kommen, die 12V waren absolut “ruhig“.
Vielleicht eine Brummschleife?
Ich habe jedenfalls an allen in Frage kommenden Stellen gemessen, bis mir der Zufall zur Hilfe kam:
Als ich während des Betriebs, den Kühlkörper des 12V-Netzteiles, mit dem Finger berührte,
war das Brummen verschwunden!
Da fiel mir ein, dass in vielen Netzteilen ein Kondensator von der Primärseite des Netztrafos, gegen
Masse geschaltet ist.
Und genau so war es, nach Einbau eines 4,7nF Kondensators von der Netzseite des Trafos gegen Masse (-), war kein Brummen mehr zu vernehmen.
Hier der Kondensator:
   

Fortsetzung folgt,
viele Grüße,
Rolf
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#5
Hallo, Rolf,
Ein sehr schönes Gerät mit viele Möglichkeiten hast Du gebaut! Viel Spaß damit!

Ich vermute, dass Brummen vom PAM 8403 Verstärker kommt - er ist ein Klass D Verstärker - sehr beachtliche Verstärkung aber ein Störsender.
Ich habe so ein Teil auch, in Bluetooth LS funktioniert bestens mit 3,3V, aber als Radioverstärker verursacht bei mir Geräusche. Aber Du hast es mit dem Kondensator im Griff bekommen Thumbs_up
Gruß!
Ivan
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#6
Hallo Ivan,
dass das Brummen vom PAM8403 kommt, hatte ich auch vermutet, deshalb habe ich den Sender
auch mal ohne diesen Verstärker betrieben, aber das Brummen blieb...

Viele Grüße,
Rolf
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#7
Wahnsinn, was Du alles so machst. Vom KE bis zum Fummelgelöte bei diesem Sender. Respekt!
Beste Grüsse

Thorsten


"Das Leben ist nichts weiter als das Proben für eine Vorstellung, die niemals stattfindet."

(Die fabelhafte Welt der Amelie)
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#8
Hallo, Rolf,
Ein tolles Projekt!! Wo hast Du den Frequenzzähler angeschlossen?
Gruß!
Ivan
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#9
Smiley32Gruß Pitter
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#10
Schön das Du es nachbaust Rolf! Der PAM8403 ist als reiner Modulationsverstärker sicher nicht die beste Wahl und die geeignete Leistungsklasse. Der PAM8403 ist eher als Endstufe für direkten LS-Anschluß angedacht. Wenn unbedingt der Modulationspegel angehoben werden muss, dann reicht da auch ein einfacher einstufiger Wald-und Wiesen-Transistor, welcher als einfacher Klasse A arbeitet und keine EMI/EMV-Problematik provoziert.

Falls Du mal Live-Zuspielungen für deinen Konzertsender haben willst, hast Du die Möglichkeit für knapp 20 Euro einen USB-DAB+ Empfänger einfach aufzustecken, siehe hier: https://www.teltarif.de/dab-plus-radio-a...77440.html

Gruß Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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#11
Statt „aufwändiger“ Transistorschaltung könnte man auch einen einfachen analogen Stereo-Amplifier IC wie z.B. den NJM2073 im bastelfreundichen DIP8 verwenden.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#12
Hallo,
Ihr habt natürlich recht, der PAM8403 ist bestimmt nicht die beste Wahl,
aber ich hatte die Dinger nun mal in der Ecke liegen und es funktioniert.
Ich werde ihn natürlich irgendwann mal ersetzen...

Viele Grüße,
Rolf
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#13
…nachdem das Ganze nun zu funktionieren schien,
stand dem Einbau in die Holzbox, nichts mehr im Wege.
Die Senderleiterplatte musste nur so eingebaut werden, dass die “Mäuseklaviere“ zur Frequenzeinstellung, noch von außen bedienbar sind.
Dazu hatte ich auf der rechten Seite der Box, einen rechtwinkligen Ausschnitt ausgesägt,
auf diese kommt dann die, dem Senderbausatz beigelegte Blende.
Auf der anderen Seite der Leiterplatte, hatte ich die BNC-Buchse entfernt, da ich den HF-Ausgang
direkt über eine Entkopplungsschaltung (Nachbildung einer einfachen Messantenne),
mit dem Anschlussblock (Antenne und Erde) verbinden wollte.
Anmerkung:
Dieser Konzertsender ist an sich nicht dafür gedacht, einen oder mehrere Radioempfänger per Antenne zu versorgen, dazu ist seine Ausgangsleistung zu gering, ferner wäre es schwierig,
eine Antenne auf vier verschiedene Frequenzen abzustimmen.
Daher ist die optimale Lösung, eine direkte Verbindung,
per Antennen- und Erdleitung, mit dem Radioempfänger.


Gehalten wird die Leiterplatte auf der linken Seite, durch eine Holzleiste.
In diese hatte ich 4 Löcher gebohrt, welche die 4 Chinch-Buchsen aufnahmen und somit die Leiterplatte fixieren.

Hier die eingebauten Komponenten, links die Leiste, welche die Leiterplatte hält:
   

…auf der anderen Seite, die “Mäuseklaviere“ mit der Blende, die die Leiterplatte auf der rechten
Seite fixiert:
   

…die Ankopplungsschaltung:
   
   

…man könnte natürlich auch mehrere Empfänger anschließen:
   

…den Frequenzzähler habe ich wie folgt mit Signalen versorgt:
   

…der Konzertsender mit angeschlossener Bedienplatte:
   

…und jetzt in Betrieb:
   

…und hier noch der Prinzip-Schaltplan:
   

Ich habe mich auch mal als Kameramann versucht,
hier ein kleines Video, wie der “Konzertsender meinen „“Loewe EB100“ versorgt:



Viele Grüße,
Rolf
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#14
Hallo, Rolf,
Beeindrückend!!! Wie kannst Du auf verschiedenen Frequenzen gleichzeitig senden? Wieso sind die Bluetoothmodule direkt und die andere über den Verstärker an dem Sender dran? Haben die mehr Pegel?
Klasse!!! Thumbs_up Thumbs_up Thumbs_up
Gruß!
Ivan
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#15
Oh, das sind 4 Sender in Einem!!!

...so ist es wenn man erst das Video schaut und dann liest... KopfWand Smiley58
Gruß!
Ivan
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#16
Hi Rolf,

ist doch was Schönes geworden. Mir wäre der Aufwand zu hoch. Viel Spaß mit verschiedenen „Konzerten“ auf verschiedenen Frequenzen.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#17
Ganz tolle Sache!

Aber auch mir wäre das zu viel Bastelei. Ich bin manchmal froh wenn ich in der Woche mal eine Stunde Zeit für das Hobby habe. Da würde so ein Gerät wieder angefangen in irgendeiner Schublade enden... Smiley26
Gruß aus Bremen

Enno
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#18
Doch, so was lohnt sich. Das ist zwar ohne Antenne für mich undenkbar, aber eine wunderbare Sache. Ich denke schon wie ich meine Sender in Parallelbetrieb versuche zu nehmen. Wenn anderes nicht geht, dann mehrere Antennen halt...
Gruß!
Ivan
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#19
Ich finds auch prima !! Schöner Aufbau, auch das Programm paßt so schön zu dem Empfänger.
Es hat schon was, wenn man mehrere Sender einstellen kann, ich wünschte, ich hätte so etwas für meine TV-Aufbauten: 2 Testbilder PAL u. SECAM, Ekel Alfred u. "Lebensträume - MAX GRUNDIG" wären meine spontanen Favouriten...

Gruß Ingo
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#20
Hallo Rolf,
das ist wirklich beeindruckend. Ich wollte, ich könnte das auch.
Gruß Franz
eh isch misch uffreg isch mirs lieber egal
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