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Mein Röhrenverstärker
#1
Hallo an alle,

nach diesem Artikel:
http://www.jogis-roehrenbude.de/Leserbri...el%201.htm

habe ich meinen Röhrenverstärker aufgebaut.

   

Da der komplette Berechnungsweg für den Verstärkerteil im verlinkten Artikel ausführlich beschrieben ist, musste ich mich damit nicht weiter beschäftigen.

Beim Netzteil bin ich allerdings andere Wege gegangen!

Da ich zwei Trafos hatte, welche je 60V bei ausreichender Strombelastbarkeit liefern, habe ich die Anodenstromversorgung mit Spannungsverdoppler und nachfolgender LC-Siebung aufgebaut.
Ein Industrienetzteil liefert 24VDC für die Röhrenheizungen, jede Röhre hat ihren eigenen Heizstromregler.

Die Stromversorgung ist ausgelagert und mit dem Verstärker über ein Kabel ausreichenden Querschnitts verbunden.

   
Hier die Stromversorgung.
Die Trafos gab vor längerer Zeit mal für kleines Geld bei Po..in.

   
Der Innenaufbau gewinnt mit Sicherheit keinen Schönheitspreis, aber das ganze funktioniert und ist Brummfrei.

   
Und so präsentiert sich das ganze beim abendlichen Musikgenuss.


Viele Grüße

Martin
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#2
Schöne Sache, Martin! Auf noch mehr Bilder würde ich mich freuen.
Gruß!
Ivan
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#3
Nun denn, Ivan.
Hier noch mehr.

   
Löcher gebohrt und Ausschnitte ausgesägt.
Für das zähe Stahlblech der Gehäuseteile habe ich fast ein ganzes Päckchen Laubsägeblätter verbraucht.

   
Das gleiche Blechteil nach dem grundieren und lackieren.

   
Vorbereiten der Röhrenheizung und Montage der Lötösenleiste.
Da die Heizleitungen Gleichstrom führen, müssen sie nicht verdrillt werden.

   
Vormontierte Gehäuserückwand.
Auf der Leiterplatte befinden sich die Heizstromregler, der Spannungsverdoppler mit Ausnahme der Ladekondensatoren sowie Relaissteuerung für die Einschaltverzögerung der Anodenspannung.

Das Gehäuse ist ein 19"-Gehäusebausatz mit 2 Höheneinheiten aus Stahlblech.

Dieser Verstärker war ein Urlaubsprojekt im Sommer 2010.
Seitdem ist er sehr häufig in Benutzung.
Obwohl die Röhren an der Leistungsgrenze betrieben werden, gab es noch keine Ausfälle.


Viele Grüße

Martin
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#4
Danke, Martin,
An einem P-Röhren Verstärker habe ich auch oft gedacht. Mit je 2xPCL805 und zwei Verstufen soll er sowohl Wucht als auch gute Empfindlichkeit am Eingang haben.
Gruß!
Ivan
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#5
Hallo Martin,
Dein Röhrenverstärker gefällt mir sehr gut. Thumbs_up
So einen müsste ich mir auch mal aufbauen. ( PCL 805 habe ich noch einige )

Viele Grüße aus Peine

Detlef
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#6
Hallo Ivan,


Zitat:Mit je 2xPCL805 und zwei Vorstufen soll er sowohl Wucht als auch gute Empfindlichkeit am Eingang haben.

na ja, von 'Wucht' kann man bei 2x 4,5 Watt Ausgangsleistung nicht gerade reden!
Trotzdem sind mit dieser Endstufe an wirkungsgradstarken Lautsprechern Lautstärken zu erzielen, welche allemal ausreichen um mit den Nachbarn Ärger zu bekommen.


In Frank Kneifel's Design arbeiten die Endpentoden der PCL805 als Trioden in Parallelschaltung.
Die Eingangsempfindlichkeit ist jedoch für Line-Pegel ausreichend.
Er hat mit den beiden Kleinsignaltrioden eine zweistufige Vorverstärkung aufgebaut, um noch Verstärkungsreserve für eine Gegenkopplung zu haben.

Für die PCL805 bzw. PCL85 habe ich noch nirgends Kennlinien für die Pentoden gefunden.

Hier muss ich mal meinen µTracer bemühen, und ein paar Kennlinienscharen aufnehmen.


Viele Grüße

Martin
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#7
Hallo Martin.
Die Datenblätter für PCL 85 und 805 ?
https://frank.pocnet.net/sheets/010/p/PCL85.pdf
https://frank.pocnet.net/sheets/124/p/PCL805.pdf

Und überhaupt für alle Röhren
https://frank.pocnet.net/

Den Verstärker hast du ja sehr gut aufgebaut. Aber welchen Sinn machen zwei PCL 805 als Trioden geschaltet, im Eintakt und parallel? Es gibt wohl keine Schaltungsart, die NOCH weniger unverzerrte Ausgangsleistung liefert. Verstehe ich nicht. Warum kein Gegentakter?

VG Stefan
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#8
(28.10.2019, 13:37)Klarzeichner schrieb: ...Aber welchen Sinn machen zwei PCL 805 als Trioden geschaltet, im Eintakt und parallel? Es gibt wohl keine Schaltungsart, die NOCH weniger unverzerrte Ausgangsleistung liefert. Verstehe ich nicht. Warum kein Gegentakter?

VG Stefan

Weil die Vorlage bei Jogi so gestaltet ist und weil man eben wenigstens etwas Ausgangleistung angeben kann. Zwei PCL85/805 liefern im Gegentakter gut 10W Ausgangsleistung bei einemKlirrfaktor, den niemand hören kann, außer man will ihn hören (können).

Aber egal, irgendwie fängt ja jeder mal mit einem simplen SE-Verstärker an. Man kann sich da dann auch mit viel Aufwand was schönrechnen, was dann durch die sich ändernden Kennwerte der Röhren bei deren Alterung im alltäglichen Betrieb alles für die Katz ist.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#9
Die Verdrahtung ist doch gar nicht schlecht!
Im Gegensatz, wie einige industriell gefertigte Röhrengeräte zusammengeschrotet wurden sogar sehr gut.
VG Micha
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#10
Hallo Stefan,


Zitat:Die Datenblätter für PCL 85 und 805 ?

genau die habe ich gesucht und nicht gefunden!

Ich kannte bis dato nur die Triodenkennlinien, wie sie auch in der Beschreibung auf 'Jogi's Röhrenbude' veröffentlicht sind.

In diesen Kennlinien sollte sich ein Arbeitspunkt finden lassen, welcher zur Stromversorgung und erhältlichen Gegentaktübertragern passt.

Dass eine Triodenendstufe bezüglich Leistungsausbeute 'unterirdisch' ist, das ist mir schon bekannt.
Trotzdem macht dieser Verstärker Spaß.

Andererseits habe ich noch eine begonnene Endstufe mit je 4x EL84 Gegentakt rumstehen, bei der ich die Stromversorgung neu aufbauen muss.
Die derzeitige Stromversorgung ist zu Hochohmig (R-C-Siebung) und erzeugt Motorboating.
Ich denke, dass ich die im Winter mal wieder hervorkramen werde.


Grüße

Martin
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