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Philetta zickt
#1
Hallo Gemeinde,
meine dienstälteste B2D23A, die seit 5 Jahren täglich spielt, beginnt zu zicken. Es betrifft nur den NF Teil, da ich sie in der Werkstatt fast nur als Verstärker für das Tefi dient. 
Seit gestern beginnt sie in unregelmäßigen Abständen zu krachen, unabhängig ob ein Signal anliegt oder nicht. Sie spielt einige Minuten tadellos um dann wieder für einige Sekunden zu krachen.
Nein erster Gedanke war ein mangelhafter Kontakt an einer Röhre. Aber auch ein kompletter Röhrentausch brachte keine Besserung.
Bevor ich dem Radio zu Leibe rücke wollte ich mal fragen ob jemand von euch eine Idee hat.
Bei der Restaurierung vor 5 Jahren wurde alles getauscht was irgendwie Probleme machen könnte.

Danke euch und einen schönen Feiertag

Gruß, 
Achim
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#2
Das kann im Nf-Teil und Netzteil wirklich ALLES sein. Am ehesten die ECL 86, aber die hast du ja schon gewechselt.
Problem eingrenzen: gitter 1 der Endpentode an Masse legen und dem Schweigen zuhören. Wenn es dann noch kracht liegt die Ursache im Signalweg dahinter (Endstufe), wenn nicht mehr, liegt's davor (Vorstufe).

VG Stefan
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#3
Hallo Achim, 
gelegentliches Krachen hört sich auch irgendwie an nach Kontaktproblemen oder kalten Lötstellen . Einfach mal sacht alles leicht abklopfen, vielleicht kann man es damit eingrenzen.

Gruß Sven
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#4
Hallo Achim,

das sind gefürchtete Fehler. Wie Stefan schon schreibt, da kommt alles in Frage. Meist finden sich diese Fehler in der NF-Stufe. Es sind oft Widerstände, die schlechte Verbindungen haben. Es kann die R C Kombination des Hauptsystems der ECL86 sein. Entweder der Widerstand oder der Elko (eingetrocknet). Auch so einfache Fehler, wie Korrosion der Röhrenpins kommen in Frage. Du mußt von der Endstufe nach hinten suchen.

Das Steuergitter der ECL86 (Hauptsystem) an Masse legen und abwarten, ob das Störgeräusch noch auftritt. Wenn ja, in der Umgebung des Hauptsystems suchen. Auch den Tontrafo evtl. mit ins Kalkül ziehen. Ist die Störung nicht mehr da, geht es weiter nach vorn. Das Steuergitter der ECL86 Triode kurz schließen. usw. Das ist aufwändig, aber auffindbar. Die Widerstände kannst Du vorsichtig abklopfen. Wenn Du Glück hast, entsteht das bekannte Geräusch. Viel Erfolg.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#5
Morgen,

ergänzend möchte ich auch unbedingt zum Messen...elektrischen Prüfen ermuntern ! Da öffnet sich manchmal auch ein Vorhang. Bei der Betriebsspannung beginnen...
Und Kältespray/Fön helfen u.U. auch weiter. Und wie schon gesagt wurde: Es kommt wirklich ALLES in Frage ! Auch Masseverbindungen, die optisch von außen wie neu aussehen, können im Inneren aus den Schichten "Lötzinn - Verzinnung - Metalloxid schwarz - Metalloxid rötlich und schließlich dem Eisen-Bezugspotential" bestehen ^^

Gruß Ingo
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#6
Also,

bei dem Fehlerbild würde ich auf eine Lötstelle tippen. Ich würde da im Anodenzweig beginnen und die entsprechenden Bauteile (ich nehme immer nen Holzstab) antippen - sind ja nicht so viele. 

Thommi
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#7
Danke Jungs.
Hab die Röhren noch mal rausgenommen und mehrmals wieder eingesteckt. Derzeit spielt mein Liebling wieder ohne Störungen.
Vielleicht doch ein mangelhafter Kontakt bei einer Röhre.
Momentan spielt die Philetta noch ohne Rückwand.
Von daher bin ich nur verhalten optimistisch.
Das Phänomen kenn ich noch aus der Anfangszeit der PCs.
Kaum war das Gehäuse zu fing der Kasten wieder das Spinnen an.
Wir werden sehen....

Gruß,
Achim
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