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Projekt: Universum FK100R mit DVB-T2
#41
Hallo Daniel,

100nF ist viel zu wenig ! Nimm mal einen Elko oder Folienkondensator mit 5...10µF.

Du betreibst den T201 als Emitterstufe, der muß 5 MHz verstärken, da kann es sein, daß der BC239 nicht reicht... aber mach erstmal den Koppel-C größer ! Für die Invertierung des Videosignals gibts eventuell fertige ICs.
Eine SIgnalinvertierung ist ne ganz andere Hausnummer als ein Impedanzwandler (Kollektorschaltung = Emitterfolger, ist etwas irritierend... ), hier genügt ein beliebiger BC. Bei der Emitterschaltung (also Emitter als gemeinsame Masse und Signal am Kollektor) muß die Grenzfrequenz des Transistors ein Vielfaches des zu übertragenen Signals sein, 10-fach oder so hab ich in Erinnerung (oder 8...10... müßt ich schauen).

Aber laß Dich nicht entmutigen: Eine ordentliche Videosignalverarbeitung ist alles andere als einfach ! Man denkt immer, es funktioniert doch bei Geräten ganz einfach, SCART...AV-Kabel rein und gut. Man muß sich nur mal die große Bandbreite überlegen, die phasenrichtig übertragen werden muß !
Ich hab an solchen Stufen auch schon das eine oder andere Mal ganz schön Arbeit reinstecken müssen, weil ich dachte, die Probleme stecken doch in den HF-Stufen, wenn einmal das Videosignal da ist, ist alles NF... denkste ^^ Kurzwelle ist das, genaue Gleichspannung...Mittelwelle...Kurzwelle ^^ das sind andere Problemwelten, aber deshalb nicht einfach.

Also das FBAS-Signal verdient schon Respekt.

Ich würde zum Probieren nicht an der Platine löten, bau das erstmal fliegend auf bis es ordentlich geht (Kupferleiterplatte mit Manhatten-style). Nur ne Empfehlung.

Gruß Ingo
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#42
Hallo Ingo,

den BC239 wählte ich, da der auch in der gleichen Stufe beim Grundig FG5 verwendet wird.
Die 100nF hatte ich aus Kalle's Vorschlag übernommen. Im Universum werden 10µF verwendet.
Ich Versuche da mal verschiedene Kapazitäten im µF-Bereich...
Smiley47
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#43
Mit 10µF wird das Bild wesentlich besser - was ich auch gestern bereits vorab feststellte. Allerdings sind die schwarz-weiß-Übergänge immernoch unsauber. Mit 100µF bessert sich das nochmal etwas, aber das Bild erreicht nicht die Qualität, wie bei galvanischer Einspeisung.
Ich hatte mit dem alten Modul (was ja die gleiche Schaltung hat) bereits mit dem Video-Signal eines DVB-S Receivers experimentiert, das Bild war absolut in Ordnung.
Nun stellt sich die Frage, was will ich, was brauche ich und wo will ich hin?
Das meine Umsetzung bis jetzt nicht gerade elegant ist, das ist mir durchaus klar. Wenn nun der Aufbau ohne 75 Ohm-Abschluss mit dem DVB-T2 Receiver problemlos funktioniert, das Bild gut ist und sich durch die Schaltung keine Risiken eines Schadens ergeben (was ich nicht beurteilen kann), dann muss ich eigentlich keine Klimmzüge machen, um die Schaltung nur wegen des 75Ohm-Abschlusses umzubauen. Ein Video-Monitor muss das Gerät nicht werden.
Das soll nicht heißen, dass ich Euere Tips und Hinweise ignoriere. Die Frage ist eben nur, ob sie für meinen Einsatzzweck nötig sind, gerade weil das Ersatzmodul soweit schon aufgebaut ist und der Fernseher bildtechnisch gut funktioniert. Weitere Änderungen und Anpassungen würden vielleicht ein komplett neues Modul erfordern.

Daher möchte ich zunächst mal mit dem DVBT-2 Empfänger an der Schaltung experimentieren und den NF-Teil in Betrieb nehmen. Wenn es dort zu Problemen kommt, die eine Neukonstruktion des Moduls erfordern, werde ich wohl mit Drahtigel weitere Versuche durchführen...

Davon mal abgesehen: Ich habe ja noch drei oder vier zerlegte FK100R Schlachtgeräte rumliegen. Die liefern genügend Ausgangsmaterial für eine komplette Neuentwicklung Smile
Smiley47
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#44
Du solltest, wenn Du mit Koppelkondensator arbeitest, die Basis passend vorspannen. Nur 12k nach +12V ist da nicht ausreichend. Wenn die 12k nach +12V bleiben, dann löte mal noch 2,4k ... 6,8 kOhm nach Masse (Vielleicht einen Einsteller nehmen).

VG Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#45
Danke Ingo,

das werde ich ausprobieren Smile
Smiley47
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#46
Ingo, der Tipp ist prima! Von der Basis T201 liegt nun ein 10kOhm-Poti. Schon bei Maximum ist das Bild nun prima scharf! Bis ca. 1/3 bis 1/2 kann ich den Widerstand herunterziehen, was sich etwa ab 2/3 am Bild bemerkbar macht - vor allem im Kontrast, der mit sinkendem Widerstand des Trimmers weicher wird.
Jetzt kann ich mit dem Videopegel deutlich weiter variieren, ohne dass es Verzerrungen in der Geometrie gibt.
   
Smiley47
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#47
Der 100uF Koppelkondensator am FBAS-Eingang sollte/muss endersherum gepolt angeschlossen sein, weil an der Badis des nachfolgenden Transistors ja eine positive Spannung vorhanden ist und am FBAS-Eingang der 75 Ohm Abschlusswiderstand nach Masse vorhanden ist. Die 100nF hab ich nur geraten, ohne den/die Basiswiderstände zu beachten. 10uf sollten aber bei den angegeben Werte auch reichen.

Ja, es fehlte noch die Einstellung der passenden Basisspannung des Arbeitspunktes des Inverter-Transistors.
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#48
Gestern habe ich die Schaltung dann mit dem Signal aus dem vorgesehenen DVB-T2 Empfänger versorgt. Das Bild ist soweit OK, leider gibt es Verschiebungen der Zeilen in horizontaler Richtung, besonders bei größeren weißen Flächen.
Bei härteren Bildübergängen springt außerdem das Bild manchmal nach unten, so daß die Austastlücke zu sehen ist. Dieser Zustand bleibt dann stabil, bis zum nächsten Bildwechsel. Vermutlich sind die entsprechenden Impulspegel innerhalb meiner Schaltung nicht sauber.
Wenn das Bild korrekt ausgerichtet ist, habe ich weiße schräg verlaufende Linien im oberen Bildteil - ähnlich Rücklaufstreifen. Es sieht so aus, als wäre es ein Videotext-Signal in der Austastlücke, was über das Bild geschrieben wird. Ist das Bild in vertikaler Richtung versetzt (der erwähnte Bildsprung) und die Austastlücke im oberen Bilddrittel zu sehen, dann sind diese Streifen weg.
Ich vermute mal, dass die Bildimpulse, die den Kippgliedern angeboten werden nicht sauber sind.
Mit dem FG5 treten diese Probleme nicht auf. Ich werde mal ein Grautreppentestbild über USB vom Empfänger aus einspeisen und die Bildsignale mit dem Scope festhalten...
Smiley47
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#49
Schau dir die Pegel an den Anschlüssen 13 und 9 mit dem Oszillografen an und Vergleiche sie mit den Angaben des Originals. Warum ist R304 ein 1k Widerstand, wo im Original nur 220 Ohm verwendet werden? Das könnte auch Auswirkungen auf die nachfolgende Synchronisationsschaltung haben. Auch in der Synchronisationsschaltung die angebenenen Punkte mit dem Oszillografen messen!

Es kann gut sein, dass die Inverter-Stufe das Signal zu sehr beeinfluss bzw. begrenzt.
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#50
Mit R304 hast Du völlig recht! Da ist mir beim Zeichnen ein Fehler unterlaufen. Ich habe den Wert vom einst daneben gezeichneten Widerstand übernommen, das war natürlich falsch! Eigentlich müsste R304 nach dem alten Plan R305 sein, und der hat korrekterweise 220 Ohm!
Smiley47
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#51
Mit dem 220Ohm Widerstand sind die Probleme weitgehend verschwunden. Nur die weißen Streifen tauchen hin und wieder auf, aber das hängt vom Bildinhalt ab.
Speiße ich ein Testbild vom USB-Stick mit dem Receiver ein, sind die Streifen nicht da.
Vielleicht überträgt der Receiver über das Videosignal auch den Videotext in der Austastlücke mit. Einer meiner Sat-Receiver macht das auch und so kann ich mit dem Fernseher selbst Videotext sehen.
Nächster Versuch ist ein Video, dass ich vom Receiver aus über USB abspiele. Mal sehen, ob die Streifen dann weg sind...

An dieser Stelle vielen Dank an Euere Hilfe. Ohne die wäre ich nicht so weit gekommen!
Smiley47
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#52
Die Streifen kommen auch bei Videos. Vielleicht liegt das Problem an der Bildgeometrie...
Smiley47
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#53
Daniel, wenns geht, mach doch mal ein Bild von dem Bild mit Streifen, ich denk auch wie Kalle anhand Deiner Beschreibungen, daß das Signal irgendwo verzerrt wird, das führt zu diesen bildabhöngigen Synchronisationsverlusten und z.B. Streifenbildung, vielleicht auch, weil sich der Arbeitspunkt der Stufe signalabhängig ändert...

Das BAS-Signal muß immer korrekt aussehen, das war auch immer das Kriterium bei meinen Experimenten mit Bild-ZF-Verstärkern. Hier  hatte ich z.B. auch das Problem mit schlechtem Signal, in meinem Fall ein Übersteuerungsproblem ! Das heißt, die ersten Verstärker waren ganz ohne Regelspannung bzw. Beeinflussung der Eingangssignalstärke. Wenn ich in Richtung "mehr Signalampltude" kam, wurden die Sy-Impulse abgeschnitten und ich dachte tagelang, das läge nur an falschem Abgleich, was ja zum Teil stimmte (...weil Abgleich auf Signalmaximum hier falsch ist...), aber es lag in diesem Fall hauptsächlich an fehlender Steuerungsmöglichkeit der Verstärkung ! Nach dem Nachrüsten einer einstellbaren Vorspannung für den ersten Transistor ließ sich alles in Kürze ordentlich einstellen...

Beim Probieren mit den Stufen also immer einen Oszi an den "Signalausgang" anschließen ! Zum Vergleich direkt am Videosignalzuführung messen, am besten mit 2-Kanal-Oszi, wenn vorhanden oder 2 Oszis...

Gruß Ingo

edit1: Oder meinst Du die schrägen Linien im zweiten Bild von Posting Nr. #40 ? Die kannst Du erstmal ignorieren !! Das ist ein ganz anderes Problem und hängt mit der Austastung des Vertkalrücklaufes zusammen. Ganz eigene Baustelle wäre das (später zu erörtern...), hier erstmal völlig unwichtig !!
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#54
Du könntest auch mal mit den Werten der Widerstände R519 (... etwas vergrößern) und R518 (... etwas verkleinern) und ggf. R609 (... evtl. etwas verkleinern) experimentieren, die die Ströme für die Dunkeltastung (die erfolgt wohl über den Emitter der Videoendstufe) bestimmen.

Gruß Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#55
Hallo Ingo,

Du vermutest also auch wie ich... Ich würde ihm hier später ohnehin raten, einen definiert einstellbaren Dunkeltaststufe zu bauen, weil ältere TV-Geräte durchaus dazu neigen, bei modernen Signalen mit zu viel Informationen im Vertikalrücklauf diese Informationen (z.B. Videotextzeilen) ins Bild einzublenden.

Beim Eckhard Etzold gabs dazu was:

http://bs.cyty.com/menschen/e-etzold/arc.../uvb_d.htm

So aufwendig muß es vielleicht garnicht werden, ich würde einen Monoflop mit 4000-er CMOS oder so bauen und den mit dem VK-Impuls triggern... und das Signal am Emitter der Videostufe einspeisen, eine elegante Form der Dunkeltastung beim LUXOMAT VT (letzte Reihe mit Schaltnetzteil...) In dem Videozweig war sogar die von Dir angesprochene getastete Schwarzwertklemmung mit drin wobei die Gleichspannungs-Brückenschaltung vom LUXOMAT VT130 auch sehr gut funktioniert hatte, die hatte aber auch den Schwarzwert vom Demodulator... bei Koppel-C braucht man schon die getastete Klemmung.

Gruß Ingo
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#56
Hallo zusammen,

zuerst mal vielen Dank, dass Ihr es mit mir bis hier her ausgehalten habt Smile
Keine Angst! Das sind nicht die letzten Worte... Wink
Ich konnte nur die letzten Tage keine Videotechnik mehr sehen und musst mal was anderes machen (musste ich sowieso).

Seit gestern Mittag steht ein Mende 198WL Chassis auf der Werkbank. Das Gerät besitze ich schon seit gut 25 Jahren. Ein guter Freund schenkte es mir damals - da war ich so 15-16 Jahre alt - zusammen mit einem W48. Der liebe Freund und Fernsehtechniker ist vor ein paar Jahren leider viel zu früh an Leberkrebs gestorben (Bundeswehr-Radar + Kälteanlagenbau haben ihr ihriges dazu getan). Beim Jürgen durfte ich immer in der Fernsehwerkstatt dabei sein und auch mal den Kopp in so eine Kiste halten Wink. Über die Jahre habe ich vieles aufgeschnappt und profitiere auch heute noch. Aber ich schweife mal wieder ab... Nur soviel dazu noch: Seit 25 jahren will ich diesen Kasten endlich zum Leben erwecken - auch als gute Erinnerung an einen alten Freund. Seit heute Nacht rauscht und pfeift der Mende schon wieder. Aber mehr dazu an anderer Stelle demnächst.

Zurück zum Universum:
Ein Schirmbild vom Bildschirm werde ich nachreichen. Inzwischen habe ich - in einer schlaflosen Nacht - ein wenig in "Fernsehtechnik ohne Ballast" geschmökert (die rote Ausgabe von 1973) und mich über die einzelnen Impulsstufen des Videosignals belesen. Vielleicht gibt's nochmal ein neues Modul - aber erst will ich noch mit dem aktuellen Aufbau weiter machen.
Im Buch wird das IC TAA790 beschrieben. Damit ließe sich bestimmt was Schönes anstellen für den Universum.

Ich werde natürlich weiter berichten! Nochmals Danke für Euere Hilfe bei der Suche der (selbstgemachten) Fehler und der Ideengebung! Smile

Gruß,
Daniel
Smiley47
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#57
Kurzes Update:

Ich habe die beiden Transistoren gegen andere Typen ersetzt.
T201 ist nun ein BC546A. Damit ging die Schaltung schon wesentlich besser: Das Bild war viel schärfer und ich konnte den Kontrastregler fast auf Null zurückdrehen.
T301 ist nun ein BC556. Nun sind die weißen Streifen im oberen Bildbereich weg.
Die Helligkeitsdynamik ist nun viel besser. Ebenso die Schärfe.
Vielleicht versuche ich mal Transistoren, die noch höhere Frequenzen schaffen. Mal sehen, was da noch herauszuholen ist.
Wenn ich morgen dazu komme, mache ich Fotos und stelle sie hier ein.
Smiley47
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#58
Hi Daniel,

die Grenzfrequenzen der modernen Si-Transistoren werden da nichts gebracht haben, aber die unterschiedlichen Arbeitspunkte der verschiedenen Transistoren. Der Inverter mit T201 darf eigentlich gar keine Verstärkung haben, wenn man ein normgerechtes 1Vss SCART-Signal der Basis zuführt, aber die nachfolgende Schaltung wie im Schaltbild angegeben nur für 0,5Vss dimensioniert ist. Die Videoendstufe mit T301 hingegen muss bei deren Betriebsspannung ziemlich grenzwertig ausgesteuert werden, um die im Schaltbild angebenene Ansteuerspannung für die Bildröhre erzeugen zu können. In beiden Fällen alles möglichst linear und ohne Begrenzung der Signale.

Bei einer (stark) gealterten Bildröhre kann man aber in gewissen Grenzen die Bilddarstellung mit besseren bzw. höheren Videosignalen etwas verbessern wollen.

Gruß

(Reflex-)Kalle
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#59
Hallo Daniel,
Grüße vom Albert "technische Skulpturen"
Wenn ich auch etwas dazu beitragen darf, wie wärs mit einer AGC.
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