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Belko ty85 - Signalgenerator - Fragen
#21
Hallo allerseits,

die in dem Gerät vollzogene Schaltungsänderung betrifft wohl nur das Netzteil und sollte (könnte) einige Vorzüge haben. Durch den Brückengleichrichter erhöht sich die Ripple-Frequenz auf 100Hz und auch die am Ladeelko anliegende Gleichspannung ein wenig. Die Parallelschaltung der beiden Elkos wirkt weiterhin für eine geringere Sägezahnspannung am Ladeelko. Die Spannungsstabilisierung macht dieses Gerät zwar nicht zum 'Golf' aber stellt doch eine recht stabile Betriebsspannung bereit. Und um diese Stabilisierung zu erzielen wurde der Vorwiderstand (Siebwiderstand) auf 2kOhm verringert um genügend (Quer)-Strom für die Stabi-Röhre bereitzustellen. Nur wenn durch die Stabi-Röhre genügend Strom fließt kann sie ihre Aufgabe erfüllen. Sie übernimmt dann auch eine erhebliche Siebwirkung - möglicherweise wurde dem Stabi aber noch ein zusätzlicher Elko parallel geschaltet. Das kann man anhand der Fotos nicht erkennen. Schädlich wäre diese Massnahme jedoch nicht. Was die beiden Eros bewirken kann man so auch nicht beurteilen. Aber sie müssen grundsätzlich nicht 'bösartig' sein. - Vielleicht sollte man erst herausfinden wo sie schaltungsmässig eingeordnet sind und welche Aufgabe ihnen zugedacht ist.

Sinnvoll wäre es also das Gerät erst einmal auf Funktion zu testen und die wichtigsten Spannungen, besonders im Netzteil und am Stabi zu messen. Danach hätte man sich immer noch überlegen können im welcher Weise Handlungsbedarf besteht.

Allgemein ist das Teil eben 'nur' ein Signal-Generator mit welchem man sich bei allgemeinen Reparaturen recht gut behelfen kann. - Die Signalform ist, wie bereits gesagt wurde, recht oberwellenhaltig. Da man aber meistens weiss auf welche Frequenz der zu testende Empfänger grob eingestellt ist, sollten die Oberwellen keine Probleme bereiten.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#22
Meine lieben Helfer,,,,, rechtzeitig habe ich auf euch gehört! Heute habe ich die nachträglich eingebauten Kondensatoren ausgetauscht. Gleichzeitig kam das Versorgungspäckchen von Bertold an, so dass zu später Stunde noch ein Funktionstest möglich war. Tatsächlich kam ein Pfeifton aus dem Transistorradio, wenn auch nicht so laut.  Das Gerät funktioniert also, super!  Smiley34  Da war ich wohl zu pessimistisch *sorry*

Auf die schnelle noch die Anodenspannung gemessen: 180 Volt (30 Volt über Nennwert) und 6,6 Volt Wechselstrom an der Heizung. Morgen werden die anderen Messpunkte geprüft. Jetzt gehe ich an die Sache wesentlich optimistischer.

Dankeschön
Nette Grüße

Norbert
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Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. 
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#23
Hallo Norbert,- Strom ist Strom, Spannung ist Spannung. Du hast eine Spannung von 180 Volt gemessen. Am Stabilisator müssen es aber 150 V sein, sonst arbeitet der nicht. Vor dessen Arbeitswiderstand klingt 180 V dagegen logisch.

Könnte es nicht sein, dass Nordberts Gerät einfach eine spätere Version ist? Die 150B2 sitzt ja in einer Print-Fassung auf der Platine, das kann ja dann nicht nachträglich gemacht sein. Die Dioden sind Leistungsdioden aus der damaligen Zeit. Die KT 1800-Kond hättest du lassen können, das sind problemlose Folienkondensatoren. Auch aus der Zeit, wie der Siemens-Elko.
Wenn das Ding funktioniert, würde ich da garnichts dran machen.


VG Stefan
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#24
Hallo Norbert,

nachdem Stefan bereits einiges sagte, nun zu der modifizierten Netzteilschaltung, wie ich sie mir vorstelle im folgenden Bild. Ein Blick (vielleicht auch Foto) auf die Leiterseite der Platine könnte Aufschluss geben ob diese Modifikation mit Stabi bereits werksseitig bestand.
   
In dem SB-Auszug ist auch der Phasenschieber-Generator für den Modulationston und der Modulationsverstärker zu sehen.
Jetzt würde mich noch interessieren, ob parallel zum Stabi, der gestrichelte Elko (C?) eingebaut ist. Ebenso wäre die Lage der (guten) roten Eros interessant. Vielleicht gelingt es dir dies herauszufinden...
Sonst sind keine wirklichen Änderungen an dem Gerät notwendig, wie Stefan ebenfalls bereits erwähnte.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#25
@ Stefan: Der KT-Kondensator war ok, der Siemens-Elko war bei 50µF, anstatt der vorgegebenen 8µF. Die beiden werkseitig eingebauten 10µF-Elkos waren auch jeweils bei 50µF. Die beiden EROS lagen innerhalb der Norm... aber wenn ich schon mal den Lötkolben in der Hand habe Wink

@ Peter: Ich war kurz in der Mansarde um einzuheizen und habe zwischendurch ein paar hochauflösende Fotos erstellt. Die beiden Eros mit jeweils 22nF sind jeweils vor und nach dem 2k bzw. 3K gegen Masse eingelötet. Ein Elko parallel zur Spezialröhre konnte ich nicht wahrnehmen. Danke für Deine Ausführungen und wenn ich später wieder in der Mansarde Platz nehme, werde ich weiter messen.


                       
Nette Grüße

Norbert
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#26
Hallo Norbert,

danke für die Bilder. Anhand der professionellen Nachrüstung der zusätzlichen Pertinaxplatte mit den Lötstützpunkten und der perfekten Vernietung des Befestigungswinkels, könnte es sich tatsächlich um eine serienmässige Nachbesserung handeln. Insofern würde sich eine Dokumentation derselben für andere, welche ein derart modifiziertes Gerät in die Hände bekommen 'entstressend' auswirken. - Die beiden 22nF Eros dienen wohl der HF-mässigen Abblockung der Betriebsspannung. Welche Spannung kannst du denn an dem ersetzen 8µF (jetzt wahrscheinlich 10µF) Kondensator messen? Und welche Spannung misst du an der Stabi-Röhre?

Nachsatz: Die starke Wertabweichung des Siemens-Elkos 'nach oben' kommt mir etwas ungewohnt vor. Hast du denn die neuen Elkos testweise einmal mit dem gleichen Messgerät nachgemessen? Übrigens ist eine Wertzunahme bei Elkos ohnehin merkwürdig; normal verringert sich bei Elkos die Kapazität durch Austrocknung.
Freundliche Grüße, Peter R.
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#27
Ach Peter,,,, an dieser Stelle habe ich nicht gemessen, sondern nur die Werte an der Röhre. Hinter dem 3k-Widerstand betrug die Anodenspannung 145 Volt, hinter der Spezialröhre 153-154 Volt. Also so, wie gewünscht. Die fehlende Messung hole ich morgen nach.

Vielleicht ist es wirklich vom Werk aus modifiziert worden....  Der Hersteller der beiden regulären Röhren ist "Futaba" Japan, so jedenfalls die Aufschrift. Die Spezialröhre hat keine Herstellerangaben, nur u.a. die Aufschrift "Spezial", also deutsch. Auch die ergänzenden Bauteile sind deutsche Produkte. Vielleicht hat der Vertreiber für Deutschland die Geräte getuned? Wenn Du möchtest, kannst Du gerne den Fall bei .org einstellen.
Nette Grüße

Norbert
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#28
Nachsatz zum Nachsatz: *schmunzel*
Jeder Elko, den ich einbaue, wird von mir vorher gemessen, da ich den Dingern nicht traue. Und ja, mit dem gleichen Messgerät von Voltcraft.
Nette Grüße

Norbert
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#29
Ergänzung für Peter: Die Spannung an dem besagten Elko beträgt 180 Volt.

Ich möchte noch auf ein Problem mit dem Gerät hinweisen. Im Wege der Säuberung habe ich u.a. die Messskala abgenommen. Laut E-Mail-Austausch mit Andreas muss bei Rechtsanschlag die Stellung so aussehen:

   



Das funktioniert aber nicht. Wenn man den Drehknauf und die Messskala abschraubt, erblickt man eine "Einstellvorrichtung" mit einer Achse zum Poti (ich weiß leider nicht, wie das richtig heißt). Die Achse wird dann mittels einer Stellschraube fixiert. Bei Anschlag ganz nach rechts, sitzt die Stellschraube mittig unten, so dass man mit einen Schraubendreher nicht heran kommen kann. Auf dieser "Einstellvorrichtung" befindet sich eine Blechplatte, die 3 Schraubgewinde und 3 Hohlräume ohne Gewinde aufweist. Ulkiger weise würden die Hohlräume für die Fixierung der Messskala genau passen. Die "Einstellvorrichtung" ist fixiert und kann nicht verändert werden und damit auch nicht die Befestigungspunkte. Zur Veranschaulichung:

               

Sollte ich neue Bohrlöcher fertigen oder gibt es eine elegantere Lösung?
Nette Grüße

Norbert
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#30
Moin,

Skala so verdrehen das Du an die Schraube kommst und diese ganz leicht lösen. Nur so weit, das die Skala noch nicht ganz lose auf der Welle ist. Jetzt an einen Anschlag drehen und die Skala mit etwas Kraft auf der Welle verdrehen bis es passt. Schraube wieder festziehen nicht vergessen.

Beste Grüße
Peter
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#31
Hallo Norbert,

Peter hat bereits die richtige Vorgehensweise beschrieben. Mit etwas anderen Worten: Du musst die M3 Schraube in der Verbindungsmuffe auf der Drehkoachse soweit lösen, dass noch ein leichter Kraftschluss besteht usw...
Vielleicht noch ein Hinweis: Wenn du für die Grundeinstellung das andere (linke[eigentlich Rechtsanschlag]) Skalenende ins Auge fasst, steht die Fixierschraube oben und ist dann dem Schraubendreher bequem zugäglich. Das macht dann auch die Verdrehung der Muffe auf der Drehkoachse übersichtlicher und leichter (auch leichtgängiger) - die Schraube kann dann ganz gelöst werden. -- In dieser Position ist dann der Drehko eingedreht und es besteht keine Gefahr durch unachtsame mechanische Handhabe dessen Rotor-Platten zu verbiegen.

Somit hast du zumindest eine Grobeinstellung erreicht. Damit das Gerät aber wirklich brauchbar ist muss die ausgegebene Frequenz möglichst exakt den auf der Skala angegebenen Frequenzen  entsprechen. Zu diesem Zweck hat die Skala Langlöcher (auf deinem letzten Bild zu sehen) mit deren Hilfe man diese von aussen fein einstellen kann. Dies sollte am besten bei einer Frequenz in etwa Skalenmitte erfolgen. Zur genauen Einstellung bzw. Kontrolle der Frequenz wäre ein, am RF Ausgang angeschlossener, Zähler die erste Wahl.

Wenn jetzt der Variationsbereich der Langlöcher nicht ausreicht, muss die Grobeinstellung entsprechend nachgearbeitet werden. - Für die beschriebene Feineinstellung wäre meiner Meinung der 300kHz .... 1MHz ein geeigneter Bereich; Zielfrequenz 500kHz oder 600kHz entspricht etwa Skalenmitte.

Anderes Thema: Danke für den nachgereichten Messwert. Demnach ist dieser Elko der Ladeelko und die beiden originalen, sprich auf der Platine, liegen dann parallel zur Glimmröhre (Stabilisator).
Freundliche Grüße, Peter R.
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#32
Erstmal ein Dankeschön an beide Peter Wink))

Das kann doch nicht soooo schwer sein, aber ich bekommen es nicht hin..... *BrettvormKopp*  Sad

1,5 Stunden habe ich es versucht. Sofern die Skala und das Poti richtig saßen, konnte ich nur ein Viertel der Skala ablesen.
Den Linksanschlag konnte ich nicht ausprobieren, weil ich nicht weiß, wo dieser auf der Skala anfängt.
Nette Grüße

Norbert
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#33
Moin Norbert,

verstehe ich das richtig, Du kannst nur noch ein Viertel der Skala verstellen und hast dann wieder einen "Anschlag"? Wenn dem so ist, hat anscheinend der Feintrieb der Skala einen eigenen Anschlag, unabhängig von dem Drehkondensator. Also das gleiche Spiel von vorn, Schraube an geeigneter Stelle lösen, diesmal aber richtig lose, der Drehkondensator sollte sich beim verstellen der Skala nicht mitdrehen. Merken wo der Knopf der Skala steht, z.B. bei der Befestigungsschraube des Knopfes auf einem Aufkleber (auf der Skala) eine kleine Markierung machen. In Anbetracht der Übersetzung des Feintriebes, den Knopf jetzt 2 Umdrehungen entgegen den Uhrzeigersinn ( hoffentlich habe ich richtig herum gedacht) drehen. Schraube wieder Festziehen und testen ob es jetzt vom Weg her passt. Wenn ja, Skala wieder am Anschlag vom Drehkondensator ausrichten.

Beste Grüße
Peter
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