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Grundig Konzertgerät 6099
#1
Hallo Freunde
zur Zeit habe ich dieses Gerät für Frank (Benölchen) auf dem Tisch. Er hatte es von Maren aus der Auflösung von Bernd (Klammi) gekauft. Leider kam der gute Bernd nicht mehr dazu dieses HighTech Gerät zu Restaurieren.

Hier mal die Daten aus ORG, das liest sich schon gut was da alles verbaut ist...

Land:   Deutschland / Germany

Hersteller   Grundig (Radio-Vertrieb, RVF, Radiowerke)
Jahr: 1958/1959 Kategorie: Rundfunkempfänger
Röhren 12: EC92 EC92 ECH81 EF89 EM84 EBF89 EF80 EAA91 ECC83 ECC82 EL84 EL84
Hauptprinzip
Superhet allgemein; ZF/IF 460/10700 kHz
Anzahl Kreise 8 Kreis(e) AM     14 Kreis(e) FM
Wellenbereiche Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle und UKW.
Spezialitäten
Betriebsart / Volt Wechselstromspeisung / 110; 125; 220 Volt
Lautsprecher 4 Lautsprecher
Belastbarkeit/Leistung
Modell: Konzertgerät 6099 - Grundig Radio-Vertrieb, RVF,
Material Gerät mit Holzgehäuse
Form Tischgerät, Tasten oder Druckknöpfe.
Abmessungen (BHT) 710 x 430 x 320 mm / 28 x 16.9 x 12.6 inch
Bemerkung Grundig Wunschklang - Register.
Drehbare Ferritantenne. 5 Tasten und 5 Seilzüge für UKW. Mit Dynamik-Expander (funktioniert mit Glühlampe).
Nettogewicht 17.6 kg / 38 lb 12.3 oz (38.767 lb)
Originalpreis 598.00 DM

hier mal die Rückansicht, die Front habe ich vergessen zu Fotografieren

   

dann habe ich mir das Chasis wegen der größe und dem Gewicht aufs Reparaturgestell geschraubt und erstmal alle Kondensatoren getauscht.

   

   

dann sah ich unter den Klangregistertasten auch noch welche

   

das nutzte ich dann auch zur Reinigung der Mechanik

   

drei Federn hatten sich verflüchtigt die aber schnell wieder gefunden wurden

   

jetzt alles wieder an seinen Platz geschraubt und die Scheibe abgenommen, die besteht aus Plastik

so sieht es hinter der Scheibe aus. Das Magische Auge EM84 wird verdeckt vom großen Stellrad für die Ferittantenne, warum man das so gemacht hat?? Sehr Interessant die ganze Mimik für die fünf UKW Festsendertasten die in verschiedenen Farben leuchten, alles mit Stahlseile, hoffentlich reist hier keiner. Das ganze wird auf der Rückseite mit einer Kette angetrieben die überall an den fünf Festtasten über Plastikritzel verbunden sind.

   

   

hier kann man einen Teil der Kette sehen, ich mache morgen noch Bilder davon

   

Jetzt kam der große Moment, Spannung per Trennregeltrafo drauf, lagsam hochgefahren, zwei Birnchen fingen an zu leuchten und dann Qualm. 4 Stunden gesucht und den Fehler gefunden

der rote Draht, volle Spannung vom Siebelko, war sehr kurz und lag am Ausgangstrafo am verkehrten Anschluß, der wurde dann verlängert und mit Schrumpsschlauch ummantelt.

   

morgen gehts weiter.....
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#2
Ich brauche noch Hilfe beim Idendifizieren eines verkohlen Widerstands. Der sitzt genau zwischen zwei Filtern. Also links die EF89 und rechts die EBF89. Ich finde den auf dem Schaltplan nicht. Am Widerstand ist noch links ein gelber Ring erkennbar.

   

hier noch der Schaltplan, wenn ich da ein Bildschirmfoto von mache ist nichts mehr erkennbar


.pdf   Grundig_6099.pdf (Größe: 523,33 KB / Downloads: 49)
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#3
Vielen Dank Dietmar,
das Du Dir jetzt das Radio vorgenommen hast!
Ich habe jahrelang nach diesem Gerät gesucht und bin froh gewesen, als es Maren mir überlassen hat.
Das Radio wird nur selten angeboten und hatte mich sofort mit der umfangreichen Technik begeistert.
Bin gespannt, wie es klanglich rüberkommt und natürlich noch gespannter auf die heutige Fortsetzung.
Viele Grüße
Frank
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#4
Nur der Ordnung halber:
mehr als das war nicht gefragt:

Ich brauche noch Hilfe beim Idendifizieren eines verkohlen Widerstands. Der sitzt genau zwischen zwei Filtern. Also links die EF89 und rechts die EBF89. Ich finde den auf dem Schaltplan nicht. Am Widerstand ist noch links ein gelber Ring erkennbar.

Hallo Dietmar.
Der verkohlte Widerstand ist R51 mit 1Kohm 1/3 Watt
hans
Klug ist jeder. Der eine vorher, der andere nachher.

mike Smiley43
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#5
Ich schätze mal, R51 (1kOhm 1/4 W) ist verbrannt, weil C53 einen Schluß hatte:

   

Aber Vorsicht beim Ersetzen von C53 und C54 (jeweils 4,7nF). Diese Kondensatoren sind Teil der Brückenschaltung zur Schirmgitterneutralisation der EF89. Die hier vermutlich ursprünglich eingesetzten Röhrchenkondensatoren mit sehr kurzen Anschlussdrähten besaßen eine niedrigere Eigeninduktivität als die jetzt verwendeten MKS. Bei unzureichender Neutralisation kann die Stufe schwingen.
In der Fertigung waren beim Einbau der Röhrchenkondensatoren sogar bestimmte Anschluss-Drahtlängen vorgegeben. Man darf nicht vergessen, dass ein gestreckter Draht von 1 cm Länge und 1 mm Stärke eine Induktivität von immerhin 6 nH hat.
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#6
......schätze ich auch erst einmal
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#7
lieber Hans, ganz herzlichen Dank

lieber Harald, deine fachlichen Einwende sind bei mir immer willkommen. Sie haben mich natürlich ins grübeln gebracht. Laut Plan und der ausgebauten ERO100 Papierwickeldinger kann ich aber nur bestätigen das hier zur Neutralisierung eben diese verbaut waren. Wenn dort Röhrchen drinn gewesen wären hätte ich die auch durch solche ersetzt. Die Wimas habe ich auch aus Platzgründen und kurze Anschlußbeine ausgewählt.

   

Auch kann ich ein fürchterliches Schwingen bestätigen bei defektem R51 1KOhm.
Allen nochmals besten Dank. Der nächste Fehler kommt bestimmt wo ich eure Hilfe benötige

Mittlerweile spielt das Gerät. Der Gleichrichter wurde auch ersetzt und die Spannung mit einem Widerstand 150Ohm angepasst. Jetzt beschäftigt mich das Magische Auge. Ich muß mir die Anleitung mal suchen wie das mit der EM84 funktioniert.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#8
Hier noch drei Bilder der Kette

   
   
   
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#9
Hallo Dietmar,
du bist noch nicht fertig mit diesem tollen Gerät!
Wenn es wirklich einwandfrei spielen soll, musst du die Frontlautsprecher ausbauen. Du wirst dann folgendes feststelle: Als Abdichtung zwischen Lautsprecherkorb und Schallwand diente damals ein Streifen Schaumstoff, der vorne am äußersten Rand des Korbes entlang rundherum geklebt ist. Dieser Schaumstoff ist nach 60 Jahren defekt, d.h. hat sich aufgelöst, ist weggekrümelt und dichtet nicht mehr ab. Dadurch pustet der Schalldruck jetzt durch den Schlitz, und eine volle Basswiedergabe ist nicht mehr möglich.
Abhilfe: Schaumstoff entfernen und eine gut bleistiftdicke Gummischnur (die verwende ich) oder einen anderen Dichtungsstreifen einkleben. Wichtig: Auch die Kalottenabdeckung in der Mitte besteht aus krümelndem Schaumstoff. Diese vorsichtig entfernen, Lautspr. dabei nach unten halten, damit bloß keine Krümel in den Luftspalt geraten! Abdeckung danach durch ein Stück eingeklebten Filz oder Stoff ersetzen.

Du wirst den Klangunterschied, besonders bei hoher Lautstärke, sofort merken.

DAS GILT ÜBRIGENS für sehr viele Röhrenradios und für SO ZIEMLICH ALLE GRUNDIGS jener Jahre!

VG Stefan
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#10
Hallo Freunde
@Stefan, nein ich bin noch nicht fertig mit dem Gerät von Frank. Danke für deine Reparaturgedanken. Ich werde die Lautsprecher entsprechend ausbauen. Ich habe so selbstklebende Streifen auf der Rolle die zum Abdichten von Schaltschränken genommen werden, etwa 4mm mal 12mm, keine Fensterdichtungen.
Erstmal muß ich die Kontakte der Tasten die rechts und links in der Schallwand sitzen reinigen. Dynamik Ein/Aus und Anzeige Dynamik/Abstimmung. Überhaupt ist das Gerät sehr versifft. Als hätte es in einer Metallwerkstatt gestanden, irgendein schwarzer öliger Mist überall. Aber das wird schon, denke ich. In der Ruhe liegt die Kraft. Der gute Frank ist da ja auch sehr sehr geduldig und treibt einen nicht.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#11
Hallo Freunde
Das Magische Band hat ein Problem, ich bekomme an PIN1 der EM84 nur ca.-1,5Volt - bei gutem Sender. Wenn ich die Taste Dynamik Ein drücke geht das Magische Band auch zu im Rhytmus der Musik, auch bei der Lautstärke zur Regelung gehts zu.

Ich habe keinen Plan wo ich anfangen soll zu suchen, wer bitte hilft? Also in normal Stellung Abstimmung fehlt mir die Spannung am M.-Band
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#12
Hallo Dietmar,
prüfe mal den Ratioelko auf korrekte Polarität, d.h. + an Masse, in den Schaltplänen wird es leider ab und an, verkehrt eingezeichnet.
Bei gedrückter Dynamiktaste sollte wohl so angezeigt werden....da ich das gerät aber noch nicht aufn Tisch hatte, ist das nur eine Mutmaßung.
M.f.G.
harry


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#13
Danke Harry, das hatte ich natürlich gemacht! Leider fehlt mir durch die vielen Kontakte der Durchblick wo das Signal für die EM überhaupt herläuft. Durch das sehr große Chasis auf dem Gestell muss ich das immer drehen um was zu messen und dabei achtgeben das die drei losen Teile (Antenne, linke Tasten, rechte Tasten aus der Schallwand) keinen kurzen machen
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#14
Hallo Dietmar,
lt. S-Plan generiert die Beschaltung der EAA91 die Ratiospannung u.a. am Pin 5+7, zwischen diesen Pins liegt der Ratioelko mit + an Pin 5 und - an Pin 7, von diesem Pin 7 geht's dann über R38= 150K, weiter zu R39= 150K weiter über R59= 3,3M über Anzeigentaste I a zu I b, dann zum Pin 1 der EM84
D.h. vom Pin 7 der EAA kannst du bis Pin 1 der EM84 ca. 3,6M messen, vorausgesetzt die Widerstände sind Werthaltig und die Kontaktverbindung der Anzeigen Taste I a zu I b mit 0 Ohm durchlässig.
Auch wichtig, das C110=1nF und C39=0,1µF keine Papierwickel und somit nicht Inkontinent sind.
M.f.G.
harry


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#15
Oh, das ist ja klasse Harry, ich werde es morgen testen und hier Posten. Vielen Dank
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#16
Du kriegst das hin Dietmar, ich weiß es.

Viele Grüße

Peter
„Keiner ist perfekt, aber die kölsche sind verdammt nah dran“

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#17
Hallo Freunde
ja Peter, ich hoffe das ich das finde....

@Harry
Gemessen habe ich 3,7MOhm von Pin 7 der EAA und Pin 1 der EM. Das sieht doch gut aus. Jetzt habe ich die Spannungen an der EAA gemessen, Pin 7 -17V und an Pin5 -14V, an Pin1 -6,7V und an Pin2 -6,2V. beim Haussender, die Heizung ist +6,8V
der C110 1nF ist ein keramischer Scheibenkondensator, den bekomme ich mit dem DigiMessgerät so nicht gemessen mit den kurzen anschlüssen, auslöten wird schwer, der C39 0,1µF (104) wurde von mir erneuert.

Ich hab natürlich auch drei EAA91 probiert die ich vorher im Funke getestet hatte.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#18
Hallo Dietmar,

wie groß ist den die Ratiospannung bei stark einfallendem Sender?
Grüße aus dem Odenwald,

Werner


Lesen gefährdet die Dummheit!
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#19
Die Ratiospannung lieber Werner, geht auf 31,.. V hoch, beim stärksten Sender
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
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#20
„Hört sich gut an.“ oder besser, sieht gut/normal aus.
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