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MENDE 147W
#1
Guten Morgen,

ich war gerade unterwegs, und habe ein Mitbringsel...meine Frau ist natürlich hell begeistert Smiley18 .

Ein 147W von Mende in der schönen Farbe "Fußbodenbraun"
   
Das Netzkabel lädt förmlich dazu ein, einen Stecker ranzufriemeln und zu testen Smiley20 
   
ich denke mal in 1 bis 2 monaten kann ich mich mal darüber hermachen.
Die Beiden Kondensator Blöcke werde ich äusserlich erhalten, bekommen nur ein neues Innenleben.
aber bis dahin ist noch zeit.
   
   
   
   
   
   
   
   
   
mfg Bernd
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#2
Hallo,
toll, der scheint ja noch komplett zu sein,
ein Einkreiser, aus dem Jahr 1937 oder 1938.
Dieses gerät kann man recht gut restaurieren...

Gruß
Rolf
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#3
Nur als Hinweis hier gibt es einen 185 W im Bakelitgehäuse dann währe es schon eine Sammlung http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5035

liebe Grüße

Alexander
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#4
Hallo Bernd,

ich hatte vor 2 Jahren mal solch ein Gerät komplett restauriert. Da bekommst Du gut hin. Die sind recht dankbar die Geräte.

Übrigens das von Alexander vorgestellte Mende Radio ist schon ein Nachkriegsradio. Das hat Rimlockröhren. Auch ein gut zu reparierendes Gerät.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#5
Hallo,
also nö, Bakelitgehäuse gefallen mir garnicht. Holz gefällt mir besser.



und eine Anregung was ich mit dem Radio noch so anstelle habe ich auch gefunden
dank an @saarfranzose

Ich werde einen KEMO UKW Empfänger an den TA Eingang ranpappen,
dazu wird dann die TA Buchse Blind gemacht oder als UKW Antenne Buchse verwendet
Der Band Wähler ist wie geschaffen zum umschalten auf UKW. Die Beschriftung ist unter durchsichtiger Folie nur eingeschoben.

   

Ein bissel gefriemel wird dann nur den Poti mit der Senderskale zu verbinden, aber das pack ich schon.

mfg Bernd
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#6
Hallo.

Ich besitze dieses Gerät auch, ebenso den Vorgänger 151W.

Die üblichen "Verdächtigen" sind in diesem Fall insbesondere:

- die beiden Becher-Kondensatoren -> einer ist ja bereits "geplatzt". Dem Zweiten (6uF + 6 uF) sollte man auch nicht mehr unbedingt vertrauen. Zudem ist der ab Werk etwas gering dimensioniert. Wenn man ihn ersetzt / neu befüllt, sollte man auf 16 uF + 16 uF gehen, das vermindert deutlich den Brumm.

- die Anodenüberbrückungskondensatoren


- dier Kondensator der Netzantenne (der hat einen Einsteckschaltkontakt an der Antennenbuchse)

- und: recht oft ist bei diesen Lautsprechern die Feldwicklung schadhaft.


k.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#7
Nächste Beiträge zum 151W abgeteilt. Bitte hier mit dem 147W fortfahren.

Querverweis zum 147W: http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5036
Querverweis zum 151W von Ivan: http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5062
Querverweis zum 151WL von Vagabund: http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=462
Querverweis zum MS 225W von MIRAG: http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=321
Querverweis zum MS 225W von Reen: http://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=3798
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#8
Auf dem Sammlertreffen in Salzmünde hatten Maren und Snoopy aus dem Nachlass von Klammi einen MENDE 147W angeboten... und ich konnte nicht widerstehen. Sicherlich kein technisch besonders herausstechendes Gerät - aber abgesehen von der hübschen Skala gibt es eben auch einige Besonderheiten.


Hier zunächst die Daten:


Hersteller: MENDE
Typ: Audionempfänger
Baujahr: 1937-38
Röhrenbestückung: AF7, AL4, AZ1
Stromversorgung: 110V, 125V, 150V, 220V, 240
Wellenbereiche: LW, MW
Bedienelemente: links: Rückkopplung - Mitte: Abstimmung - rechts: Antennenkopplung mechanisch gekoppelt mit dem Einschalter /  Seitlicher Knopf: Wellenbereiche - Rückseite: Tonblende
Gehäuse: Holz
Fabrik Nr. 31474
Abmessungen: BHT: 53 cm x 30 cm x 26 cm
Gewicht: ca. 12,5 kg

Das Schaltbild:

   

Eigentlich eine Standard-Schaltung von Geräten dieser Epoche. Was mich aber überrascht hat war die Eingangsschaltung. Bei Langwelle (Schaltkontakt 1 geöffnet) wird zwischen die Wellenschleuse (Der Drehko mit den beiden Pfeilen) und den Hochpunkt des Abstimmkreises ein synchron mit der Abstimmung durchgestimmter Serienkreis eingeschleift. Habe ich so noch nicht gesehen.

Der Aufbau:

Gestern habe ich das Gerät zum ersten Mal geöffnet und  photographiert.

Zunächst die Außenansicht:

           


Der spannende Moment - die Rückwand wird abgenommen:

   

Der elektrodynamische Lautsprecher - vollkommen intakt. Davor der 2 x 6 µF Anodenspannungsblock - natürlich nicht mehr intakt. Er erweckt zwar den Anschein, als wäre er nachträglich eingebaut worden - stimmt aber nicht. Alles Originalverdrahtung!


   

Auf der von hinten gesehen linken Seite des Chassis sitzt der sehr aufwendig gestaltete, gesteckte Sperrkreis, mit umschaltbaren Sperrtiefen für MW und LW.

       

Die folgenden Bilder geben einen Eindruck von Chassisaufbau:

       

Deutlich sieht man den zweigeteilten Drehko. Aber wo ist eigentlich die AF7? Sie sitzt gut geschirmt und schwingend aufgehangen unter dem Abschirmbecher mit dem Lochkreis. Auch die Gitterkombination der Audiostufe ist dort untergebracht.

           

Nun ein Blick unters Chassis:


           

Man glaubt es nicht, aber in diesem Gerät wurde seit 1938 nichts geändert. Die ganze Verdrahtung ist noch original! Selbst der Holzklotz ist original. Er stützt das Chssis gegen den Gehäuseboden ab, damit es sich trotz der vielen Durchbrüche unter der Last des Netztrafos nicht durchbiegt.

Reparatur:

Heute habe ich das Gerät im Schnelldurchgang repariert. Außer den Blockkondensatoren, Kathodenelkos und dem Gitterkondensator der AL4 musste nichts getauscht werden. Bisjetzt hängen die neuen Teile noch lose neben den alten. Bei Gelegenheit werden sie dann versteckt, um das Bild nicht zu verschandeln. Die Röhren sind noch halbwegs intakt und wurden im Gerät belassen.

An meiner 20 Meter Langdraht-Antenne funktioniert das Gerät sehr ordentlich!

Ich hoffe, dass Maren diesen Beitrag liest, damit sie weiss, dass Bernd's Radio in Ehren gehalten wird.
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#9
Sehr schönes Radio, gut. Aber warum schreiben, dass der Hersteller SIEMENS ist, ist es die Firma MENDE ?!
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#10
Hallo, Valeri,
Schreibfehler, den Harald korrigiert wird. Übrigens hier der Bericht von bernd (Klammy) über das gleiche Gerät.
https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5036
Ich rufe morgen Maren an, und mache sie auf das Thema aufmerksam.
Gruß!
Ivan
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#11
Das scheint ein 2-Kreiser zu sein, warum eigentlich sollte man Serien- nicht mit Parallelkreisen koppeln?
Positiv, dass bei diesem Gerät schon auf galvanische Netztrennung Wert gelegt wurde.
VG Micha
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#12
(24.11.2019, 22:15)Valeri schrieb: Sehr schönes Radio, gut. Aber warum schreiben, dass der Hersteller SIEMENS ist, ist es die Firma MENDE ?!

Sorry. das war ein "Copy - Paste" Fehler. Ist jetzt korrigiert.
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#13
Die weißen Kondensatoren erinnern mich an mein Mende 245. Diese sind auch dort verbaut worden.
mal sehen wann ich damit weiter komme.
Habe immer soviel Arbeit, das ich mir eine aussuchen kann. Smile

Grüße Frank, der Moschti
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#14
(24.11.2019, 21:16)radioljub01 schrieb: Heute habe ich das Gerät im Schnelldurchgang repariert. Außer den Blockkondensatoren, Kathodenelkos und dem Gitterkondensator der AL4 musste nichts getauscht werden.

Hallo Harald,

ich besitze das Gerät ebenfalls, bereits seit vielen Jahren, ebenso wie seinen unmittelbaren Vorgänger, den 151WL.
Daher folgender Tipp: bitte den Netzantennenkondensator ("LA") ersetzen oder gleich abknipsen. Er schaltet sich automatisch zu, sofern keine Außenantenne eingestöpselt wird.
_____________
Gruß
klaus

"Nutze das Fachwissen von Experten, aber bedenke stets: Die Technikgeschichte ist voll von Experten und Ihren Irrtümern."

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#15
@Frank: Ja die weißen MENDE Kondensatoren werde ich wohl nicht austauschen - auch wenn die Leckströme schon etwas erhöht sein dürften. Wäre auch wegen der ovalen Bauform schwer, darin moderne Kondensatoren einzubetten.

@Klaus: den LA Kondensator habe ich schon abgeknipst, auch den Trafokiller 2 x 10nF parallel zum Anodenspannungswickel. Letzterer versteckte sich hinter der Pertinaxplatte mit dem Netzspannungsumschalter. Habe ich nur zufällig entdeckt, weil ich ein neues Netzkabel eingezogen habe. Danke trotzdem für den Hinweis!

@Ivan: ja wäre schön, wenn Du Maren benachrichtigt.

Besonders hübsch finde ich an dem Gerät auch die Skalenzeiger. Erst gestern Abend habe ich entdeckt, dass das klare Glasstäbe sind - ein roter für MW und ein grüner für LW. Die waren mit einer so dicken Schmutzschicht bedeckt, dass mir das garnicht aufgefallen war. Jetzt, nachdem sie geputzt sind, leuchten die angestrahlt durch die Skalenlampen wirklich hübsch hinter der Skala.
Ich hatte einen neuen Thread aufgemacht, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. Vielleicht könnte ein Administrator meinen Thread einfach hinten an Klammis anhängen.

https://radio-bastler.de/forum/showthread.php?tid=5036

Müsste ja eigentlich machbar sein. Habe ich bloß nicht dran gedacht.
Grüsse aus Karlsruhe,
Harald
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#16
Hallo Harald,

ich habe wunschgemäß Deinen Bericht an Klammi's gehängt.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#17
"Das scheint ein 2-Kreiser zu sein, warum eigentlich sollte man Serien- nicht mit Parallelkreisen koppeln?"

Der Mende 147, obwohl "nur" Einkreiser, hat durch diese Kombination im Eingang einen praktisch von der Rückwirkung durch die Antenne "befreiten" Schwingkreis. Dadurch kann die Skala in Sendernamen "geeicht" werden. Man hat also eine von der verwendeten Antenne unabhängige Skaleneichung.

Eine ähnliche Lösung im Eingang verwendet der AEG 216W.

Die Beschreibung dazu ist unter "AEG 216W: Eichfähiger Einkreiser" zu finden.

MfG DR
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#18
Halo, Harald,
Ich habe heute mit Maren telefoniert, sie fühlt sich gut und geht bald wieder auf Arbeit. Sie war sehr froh sowohl über den Mende, erinnert sich gut an den “Herren mit der Brille“ der das Radio bekommen hat, als auch über den Grundig. Also eine Ehre für Bernd und Erinnerung an seinen Basteleien.
Gruß!
Ivan
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