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Saba Villingen WIII/T1 Musiktruhe
#1
Guten Abend Zusammen Smiley32 ,

ich habe diese Woche eine schöne, kleine Musiktruhe Saba Villingen WIII/T1 zum "Entsorgen" geschenkt bekommen.

Alle Unterlagen bis auf den Schaltplan und Abgleichanleitung sind dabei.

Laut dem Vorbesitzer ist das Radio während es Betriebes ausgegangen und hat verschmort gerochen.

Flux eingepackt und ab nach Hause damit, auf den ersten und zweiten Blick keine verbrannten Bauteile gefunden. Die schwarzen Kondensatoren und einen 100 uF Silberling von Siemens getauscht und sieh da, die gute spielt wieder.

Beim Plattenspieler (Dual 275) waren die Gummilager ausgehärtet und gerissen, Ersatz konnte ich in der Bucht günstig erwerben. 

Die Lager / Drehpunkte habe ich mit Balistol wieder gangbar gemacht bzw. geölt. Der Motor schnurrt wie er soll und auch der Quecksilberschalter ist in Ordnung. Dank Antons Hinweis (Dankeschön) habe ich die zerbröselten Leitungen zum Quecksilberschalter auch noch erneuert.

Beim Anschluss des Plattenspielers an die Masse des Radios gab es einen Kurzschluss, den Grund dafür habe ich noch nicht gefunden Smiley7 . Bei UKW liegen ca. 20-30 Sekunden nach dem einschalten am TA 230 V an, bei dem K, L, M ca. 250 V und bei "Plattenspieler" 11 V (Gleichspannung).

Den Schaltplan habe ich bei Ebay erworben und im Netz gefunden, die Lösung für meinen Fehler leider noch nicht.

Könnt Ihr helfen bzw. habt ihr eine Idee woran es liegen kann Smiley61 ?

Dankeschön und Grüße aus dem Münsterland

Christian

                                                                           
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#2
Hallo Christian,

ich glaube, den Fehler hatte ich bei meiner SABA Villingen W3-T10 auch mal.

Schau Dir mal den Bereich des Schalters U2,U3 / T5, T6 vom Tastenaggregat an.
Da wird, bei U2, T5 die Anodenspannung für Mittelwelle oder UKW geschaltet.

Bei meinem Radio hatte sich im Pertinax des TA-Schaltstreifens eine Kohlebrücke gebildet, die den Fehler verursacht hatte.
Somit schlug Anodenspannung auf den TA- Eingang durch.

Ich meine, das noch Schalterkontakte frei waren, oder so, und ich die Sache wieder trennen konnte.
Es war relativ einfach zu lösen.
Hab aus Gründen gerade keine Lust, meine auseinander zu bauen um zu schauen, wie ich es gelöst habe.

Das könnte auch die Fehlerbeschreibung des Vorbesitzers bestätigen, daß es verschmort gerochen hat.

Vielleicht bringt Dich dies in die richtige Richtung.

Gruß von auch Christian   Smile


UKW darf nicht sterben!
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#3
Dankeschön Smiley58 ,

genau das war der Fehler  Smiley34 .

Dank Zündkerzenbürste, Bremsenreiniger und alter Zahnbürste alles wieder bei 0 Volt.

Christian

           
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#4
Gerngeschehen  Smiley53

Das scheint wohl eine Schwachstelle zu sein.

Ich würde da evtl. noch etwas mehr weg schleifen oder feilen, damit sich die Kohlebrücke nicht nochmal bildet. Ist so wie Karies Wink

Will Dich aber auch zu nichts überreden.


Die SABA Villingen Truhe ist echt der Hammer, was sie mit ihren 4Watt Ausgangsleistung,
aus einer EL41, für einen Sound zaubert Cool


Wenn Du kannst, stell sie mal im 45° Winkel in die Ecke eines großen Zimmers.
So, daß die Hinterseiten der Seitenwände ca. 10cm Abstand zu den Zimmerwänden haben.
Dadurch entsteht eine Art Klipsch Horn. Und das ganze Zimmer ist schön Bassgeflutet. Cool
Auch Jazz- Aufnahmen klingen total detailliert und räumlich.


Hab mir für den Dual- Plattenspieler auch noch die 10er- Abwurfwalze besorgt.
Mit ein paar tollen 45ern ist es dann schon fast eine kleine Jukebox  Smile



Viel Spaß damit.

Gruß, Christian


PS: Du hast nicht zufällig einen Sachsenwerk „Rembrandt“ bei Dir?
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#5
Moin Zusammen,

auf der Werkbank war alles funktionstüchtig, dann eingebaut und kein Ton mehr  Huh .

Auf UKW nichts, L,M,K rauschen und "TA" ein pulsierendes brummen, ich bekomme die Krise.

Der Tonarm des Plattenspieler zieht ab zur Mitte und bleibt nicht in den "Rille"  Smiley26 .

Bin für jeden Tipp dankbar.

Grüße aus dem Münsterland

Christian
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#6
Moin,

und du bist sicher dass du nicht beim Einbau unters Chassis gegriffen und eventuell etwas verbogen hast und somit etwas kurzgeschlossen hast?
Pack ihn noch mal auf die Werkbank und schau alles nochmal genau an.

Was den Plattenspieler angeht.  Das gibts mehrere Ursachen, der kann keine oder eine abgebrochene, verschlissene Nadel haben oder zuviel oder zuwenig Auflagekraft.  Nicht zuletzt spielt er wenn überhaupt nur 78er und Mono-Vinyls die haben eine breitere Rille als unsere üblichen Stereoplatten - auch das kann dafür sorgen dass der Tonarm abhaut.

Thommi
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#7
Hallo Christian,

habe hier mal drübergelesen. Dabei möchte ich noch einmal auf den ursprünglichen Kurzschluss-Fehler zurück kommen. Die Schmorstellen im Tastensatz sind bei Saba oft zu finden; sie verursachen  Knistern und Knacken, sind aber nie Ursache für ansprechende Sicherungen.
Hier vermute ich als Übeltäter eher die Ableitkondensatoren im Netzeingang. Diese solltest du sofort ersatzlos entfernen - sie könnten sonst dein Wohlbefinden gefährden! Bei manchen Geräten sind diese gut versteckt, kann daher mit etwas Sucharbeit verbunden sein. Zur näheren Erläuterung noch ein SB-Ausschnitt - die Verdächtigen sind rot eingekreist. Es handelt sich dabei gerne um einen Kondensator mit drei Beinen.

Also bevor du weitermachst weg mit dem Ding!!

   

Nachtrag: Bild - Der muss es sein!
   

Noch ein Nachtrag: Falls du das Teil auf dem Tisch wieder am Laufen hast, solltest du dringend noch einige wichtige Kondensatoren wechseln. Es könnten sonst Folgeschäden auftreten bei denen kaum noch beschaffbare Teile (z.b: AÜ, Endröhre) versterben. - Nach deinen Chassisbildern zu urteilen besteht da einiges an Handlungsbedarf; besonders im Bereich um die Endröhre.

Noch ein SB-Auszug mit den wichtigsten Tauschkandidaten - rot verursachen Folgeschäden, orange keine direkte Gefahr sollten aber auch erneuert werden.
   
Alle anderen Kondensatoren dieser Bauform stellen zwar keine direkte Bedrohung dar, sollten aber trotzdem ersetzt werden. - Im Bereich der Tastatur mit dem Kariesbefall hast du ja bereits einige Kondensatoren ersetzt ('geVolkert'), dies sollte beim gesamten Chassis weiter durchgezogen werden.

Noch'n Gedicht: Der andere Christian schrieb: -Ich würde da evtl. noch etwas mehr weg schleifen oder feilen, damit sich die Kohlebrücke nicht nochmal bildet. Ist so wie Karies - Da hat er Recht! Auch ein kleiner Fräser kann da hilfreich sein - auf jeden Fall sollten zwischen den Kotaktträgern keine Kohlereste mehr erkennbar sein
Freundliche Grüße, Peter R.
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#8
Guten Abend Zusammen Smiley32 ,

ich hatte schon vorher sämtliche "Übeltäter / Kondensatoren" getauscht, daran lag es nicht. Ich habe bei der "Kariesbehandlung" trotz Bilder 2 Leitungen vertauscht, das Radio funktioniert wieder tadellos Smiley32 . Die Stelle mit dem "Karies" habe ich im Anschluss mit "Lötlack" versiegelt, da sollte nichts mehr passieren (hoffe ich). Für den Plattenspieler habe ich mir noch neue Nadeln besorgt, der Tonarm rutscht nicht mehr über die Schallplatte. Am Tonkopf höre ich auch die Musik aber wenn ich die beiden Stecker in das Radio stecke, kommt kein Ton bzw. ein leichtes brummen. Mit einem anderen Plattenspieler (Dual 1004) funktioniert auch der TA Eingang "sauber" bzw. ohne Probleme. Die Frage ist woran kann es bei dem Dual 275 noch liegen Huh , die Leitungen zum Quecksilberschalter hatte ich auf Antons Rat hin schon erneuert.

Dankeschön  Shy

Grüße aus dem Münsterland

Christian
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#9
Bitte mal ein Bild vom System, das Teil wo die Nadel dran ist! Ich denke das ist taub.
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#10
Hallo Christian,
Plattendreher haben idR sehr oft einen NF- Kurzschließer, damit das Radio solange lautlos bleibt bis der Tonarm auf dem Plattenanfang aufgesetzt ist, am Plattenende dann oft wieder lautlos, dieser Kurzschließer ist als Schalter ausgeführt und somit auch einstellbar.
Möglich aber auch, das die Tonleitung d.h. das Koaxkabel im Tonarm defekt ist, d.h. dann kurz geschlossen oder abgerissen ist.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#11
Ups, so schnell kann ich dann auch nicht schreiben ;-)

Hallo Christian,

also entweder ist das Tonabnehmersystem an Deinem Plattenspieler defekt oder der 3 Stufenschalter
für die „Frequenzganganpassung“ hat Kontaktprobleme.
Hat meiner auch ab und zu.
Ein paar mal hin und herbewegen und dann geht es meistens wieder.
Das ist etwas wackelige Mechanik dieser Schalter.

Die Bananenstecker vom Plattenspieler, hast Du am Radio richtig herum eingesteckt?

Wenn es nur brummt, fehlt wohl irgendwie die Masse.

Oder Kontaktprobleme am Tonabnehmersystem im Tonarm?

Das müsste sich aber alles Ohmsch durchmessen lassen.


Gruß,

Christian
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#12
Moin Zusammen,

anbei die Bilder vom Tonabnehmer, Stecker sind richtig herum eingesteckt gewesen.

Welche Widerstandswerte sollte ich messen können?

Grüße aus dem Münsterland

Christian

                           
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#13
Moin moin,
nehme das System heraus und schalte dein DMM auf Widerstand Messung ca. 2K, mit einer Messstripe dann an den einen Bananenstecker und der anderen am Systemkontakt im Tonarm, ca. 0 Ohm sollten angezeigt werden, dann die erste Messstripe an den anderen Bananenstecker, nun sollte unendlich angezeigt werden.
Am anderen Systemstecker dann dieselbe Prozedur, die Ergebnisse sollten dann ebenfalls die selbigen sein.
Falls ja, wäre zumindest die Kabel Verbindung i0.
M.f.G.
harry


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Es ist keine Schande, nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.
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#14
Die Nadel sollte so aussehen
bitte bei den Bildern rechts runterscrollen, das letzte Bild in der Rubrik

oder hier
https://radio-bastler.de/forum/attachment.php?aid=16361
https://radio-bastler.de/forum/showthrea...t=Dual+275
mit freundlichen grüßen aus Dielfen (Siegerland)
Dietmar
Wenn einer dem anderen hilft ohne daraus Profit schlagen zu wollen dann sind wir auf einem guten Weg
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#15
@Dietmar

Die Nadel ist schon richtig, es ist ein CDS1 System welches auch im Dual 1002 verbaute wurde.

https://www.radiomuseum.org/r/dual_cds_1.html

Grüße aus dem Münsterland

Christian
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