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Mulitband Radio Commander 6100DS
#1
als ich am Wochenende bei meinem Schwager in Peine war und er mir sein recht großes Haus zeigte erwähnte er gleich zu Beginn das es hier keine alten Radios gibt. Dann kamen wir in die Garage und ich zeigte auf ein Kofferradio in einem Regal mit der Bemerkung: Das sieht aber schwer nach einem Kurzwellenempfänger aus!
Seither besitze ich einen Commander 6100DS. Unserem Andreas hab ich es schon gezeigt. Es hatte sogar alte Erinnerungen bei ihm geweckt :-)

Der Tragegurt ist im Moment noch abmontiert, solange die Putzarbeiten noch nicht abgeschlossen sind. Ein Satz Batterien befand sich noch im Gerät. Zum Glück waren sie aber nicht ausgelaufen. Ebenfalls unter dem Deckel lag noch ein Mono-Ohrhörer. Das Radio spielt problemlos. Nur auf den Sonderbereichen empfange ich in meiner Empfangsblase nichts brauchbares. Vielleicht gibt es da aber auch nichts mehr zu empfangen.

   

   

   
Gruß,
Jupp
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#2
Hallo Jupp 

Das schaut aber noch gut aus , sogar die Knöppe sind noch alle vorhanden .  Smile
mit freundlichen Gruss

Uli



Wo alle dasselbe denken , wird nicht viel gedacht .

( Walter Lippmann ) 
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#3
richtig Uli. Es gibt nichts zu tun außer einer porentiefen Reinigung.
Gruß,
Jupp
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#4
Ich liebe solche Geräte.
Da hast du etwas Tolles bekommen, Jupp.
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#5
Hallo Freunde,

ja, dieses Gerät hatte ich vor ca. 25 Jahren auch mal. Das war seinerzeit schon was tolles. Was das alles konnte. BOS-Funk (Feuerwehr, Polizei) und das nicht nur im Unterband. Nein auch Wechselsprechen im Oberband. Flugfunk. Das interessanteste: Seinerzeit waren auf den oberen Frequenzen auch drahtlose Telefone und sogar das Bahntelefon abhörbar. Natürlich war die Kiste verboten. Im KW-Bereich war das Radio gar nicht so leistungsfähig. Aber wie gesagt, zum Abhören war es toll.

Das fielt mir alles an dem Tag ein, als Jupp mir das Radio zeigte. Ich denke mal, heute rauscht es mehr, weil doch vieles digitalisiert wurde. Und gewisse Telefondienste haben ihre Frequenzen sehr weit nach oben verlegt.
Es grüßt Euch aus Peine
     
     Andreas
Nicht nur die Röhren sollen glühen.
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#6
auf UKW ist das Radio jedenfalls sehr leistungsfähig (bis 108MHz). Mit der Kurzwelle, das stimmt, viel kann ich tagsüber in meiner Wohnlage aber auch nicht erwarten.

ein Blick ins Innere. Auf die Käferlandschaft, Batteriefach und den Tragegurt:

   

   

   

   

   
Gruß,
Jupp
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#7
Sieht ja innen auch noch sehr gut aus.
Ja, leider ist mit BOS-Funk und anderen "Abhörfrequenzen" nichts mehr los. Trotzdem ein tolles Radio zum "Rumspielen"
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#8
(28.11.2019, 14:29)Kellerkind schrieb: Sieht ja innen auch noch sehr gut aus.
Ja, leider ist mit BOS-Funk und anderen "Abhörfrequenzen" nichts mehr los. Trotzdem ein tolles Radio zum "Rumspielen"

Es gab Zeiten, da wurde allein die Tatsache das man den Empfang von BOS-Funk bestätigte mit einer Anzeige belohnt. Es gab ja einige Sheriffs die bei einer Verkehrskontrolle und Scanner im Auto gleich mal die eingespeicherten Frequenzen kontrolliert haben. Das war sogar nach der Zeit, als der Kauf und Betrieb solcher Geräte in Deutschland nicht durch "Todesstrafe und Händeabhacken" von der Post belegt war, noch kritisch. Siehe Burgdorfer Scanner-Urteil http://www.hurcks.de/funkempfang/3berich...urteil.htm
Die Geräte waren ja alle bei Conrad und co. gelistet, mit dem Zusatz: Nur für Export! Erst das zusammenwachsende Europa brachte für Deutsche eine Änderung.

Die Interessanten BOS-Sachen gab es außerdem sowieso nur "verschlüsselt", der berühmte Satz von der Leitstelle "Schalten Sie mal um". Damit war das Aktivieren der Sprachverschleierung gemeint. Das NF-Spektrum wurde dabei um eine feste Frequenz einfach gespiegelt und stellte somit den gleichen "Abhörschutz" dar, den das damalige C-Mobiltelefonnetz hatte. Ich glaube fast jeder Scannernutzer hatte damals mindestens soetwas wie einen FX118 (https://www.sander-electronic.de/be00047.html) daheim. Dieses IC gab es bei Conrad und Konsorten meist um 30 - 50 DM/Stück. Mit der Einführung der Intel Pentium Prozessoren waren dann die PCs leistungsstark genug, die Spiegelung der NF um eine beliebige Frequenz rein in Software zurückzurechenen. MAC-Nutzer hatten das schon ein paar Jahre früher und konnten so problemlos den sprachverschleierten BOS-Funk abhören und so Halterdaten und die "Verbrecherkartei" einer Person in Klarsprache mithören. Sicher ist der ein oder andere dann auch mit dem Decoder in den C-Netz Bereich gerutscht und konnte die vielen ICE-Telefone oder mobilen Privatanschlüsse anhören. Pocsag mit dem die Pager unterwegs waren, war nochmal eine andere Sache, die aber ähnlich leicht mitzulesen war. Erst mit Einführung von 2G, also GSM und den D-Netzen war der Privatfunk zumindest erstmal von den Hobbyohren befreit. BOS-Funk sollte erst viele Jahre später, im heutigen Zeitraum, eine Modernisierung erfahren, Sprichwort TETRA. 

Da aber dank SDR, schneller Prozessoren und großer Festplatten selbst digitaler Mobilfunk heute schon wieder für den Privathörer in Echtzeit offen ist, dürfte eine Lösung für TETRA, also digitalen BOS-Funk, sicher auch nicht mehr weit entfernt sein. 
Ich bin sicher das in einigen Botschaften (der USA oder China) in Berlin da schon fleißig mitgehört wird! Sicher macht der BND und unser MAD auch den ganzen Tag nichts anderes. Da möchten sicher einige ehemalige "Gummiohren" nochmal jung sein und diesen "Vereinen" rein aus Technikinteresse beitreten wenn man sich in der Alt-Szene umhört. Es gibt ja immer noch , inzwischen Rentner, die Ihre private Echelon-Station auf dem Dach haben und sich auch im Satellitenbereich austoben.

Gruß Bernhard
Ansprechpartner für Umbau oder Modernisierung von Röhrenradios mittels SDR,DAB+,Internetradio,Firmwareentwicklung. 
Unser Open-Source Softwarebaukasten für Internetradios gibt es auf der Github-Seite! Projekt: BM45/iRadio (Google "github BM45/iRadio")
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