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Radio-Grammophon "Akord 102'71"
#1
Hallo! Lassen Sie mich auch bulgarisches Radio mit einem Plattenteller zeigen. Es wurde um 1971 gebaut und sein Chassis wird in anderen bulgarischen Radiosendern verwendet. Ich habe auch einen FM-Konverter für das 88-108-MHz-Band installiert. So sieht es aus:
                                                               
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#2
Hallo Valeri,

was für eine interessante Schaltung: Die UKW-Abstimmung wird als Kurzwellenlupe mitbenutzt, indem ein Variometer in Reihe zur Kurzwellenoszillatorspule mit dem UKW-Variometer mitabgestimmt wird. Eine interessante, ökonomische Lösung, die mir sehr gefällt, auch wenn dem Radio eine weitere ZF-Stufe und weitere ZF-Filter zur besseren Selektion und Verstärkung gut getan hätten. Auch der NF-Verstärker ist mit gehörrichtiger Lautstärke, in die eine Gegenkopplung zum Ausgangstrafo einbezogen ist, gut konstruiert. Eine separate Wicklung für das Schirmgitter der Endstufenröhre (evtl. zur Verbesserung der Linearität(?)) habe ich so auch noch nicht gesehen.

Viele Grüße

Ingo.
Die Konvergenz der Apokalypse führt unweigerlich zur Hybris.
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#3
Hallo Valeri,

Danke, dass du uns dieses Gerät incl. Schaltbild vorgestellt hast; es gab also auch in anderen Ländern interessante Geräte. Der Chassisaufbau und die Schaltungstechnik entspricht durchaus dem damaligen Standard deutscher Produktion.

Die Anzahl der ZF Stufen war bei uns in den Standartgeräten auch nicht üppiger. Also alles ist gut. Das zusätzliche Variometer Element war auch hier in den Telefunken UKW-Mischteilen Standard. Diese UKW-Teile wurden gerne auch von zahlreichen anderen namhaften Firmen verwendet. Die meisten aktivierten die dritte Variometer Einheit als Kurzwellenlupe - andere ließen sie einfach ungenutzt.

Aussergewöhnlich ist bei diesem Gerät die getrennte Wicklung auf dem Ausgangsübertrager für die Schirmgitter Gegenkopplung. Das ist eine echte Besonderheit - das sagte aber Ingo bereits...
Freundliche Grüße, Peter R.
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#4
Dieses Modell des Accord 102 '71 hat nur einen Lautsprecher.
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#5
Aber aus einem solchen Urzustand wieder ein so schönes Gerät daraus zu zaubern: alle Achtung Smiley20
Herzliche Grüße

Pitter
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#6
Danke, das Radio ist familienfreundlich. Ich beschloss, es für schöne Erinnerungen an meine Kindheit wiederherzustellen.
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#7
Ein NF-Gegenkopplungsabzweig am Secundärausgang des NF-Übertragers sieht man selten, jedoch kompensiert dies auch die Nichtlinearitäten des AÜ, denn eisenlose Endstufen konnten sich ja eh nicht so richtig mit Röhrenendstufen anfreunden.
Hattet ihr in Bulgaria allgemein, bzw das Gerät auch den OIRT Frequenzplan?
Ich war 1980 in Varna und konnte mit einem kleinen billigen Taschenradio problemlos bulgarische Sender in AM auf MW empfangen und einige türkische. FM zwischen 87-100 MHz jedoch nicht.
Seitdem, sorry, ist es mir leider bisher nicht wieder gelungen, euer schönes Land zu besuchen.
PS: Ich hätte damals in Varna in einem Elektronikladen das erste Mal in meinem Leben - damals war ich schon 6 Jahre Fernmeldetechniker - ein Tastwahltelefon für 400 Lewa kaufen können, jedoch hatte ich weder das Geld, noch einen Telefonanschluss und kaum jemanden, welchen ich hätte schnell anrufen können.
VG Micha
Historische Radios zu reparieren ist gut machbar durch die problemlose Schaltungsentflechtung, scheitert final leider oft daran, das Skalenseil wieder zu montieren ...



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#8
Thanks colleague, Bulgaria is a nice country, but it is a little difficult to live in it. By 1989, VHF was OIRT (63-73MHz), after the changes and the fall of communism the standard was now CCIR (88-108 MHZ). In recent years (until 1989) many radio and television sets and computers were manufactured in Bulgaria, but they were expensive.
(Varna is the pearl of our Black Sea coast.)
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#9
Hallo

Ähnliche ,ohne Plattenspieler, bulgarische Radios gab es auch in der ehemaligen DDR zu kaufen . Sie waren unter den Namen Melodia M10 C2 bekannt.

Mfg. Dietmar
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