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Schaub Lorenz Intercontinental
#1
Hersteller: Schaub Lorenz
Typ: Weltempfänger
Modell: Intercontinental
Baujahr: 1966 / 1969
Stromversorgung: Netzspannung (110; 130; 150; 220; 240); Batterie Typ D 6x1.5V; DC 6-12V
Wellenbereiche: LW. MW, 5xKW, UKW 
Bedienelemente: Feintrieb für AM
Abmessungen (BxHxT): 37 x 24 x 15 cm
Gewicht: 6 kg

Geprüft und spontan erworben kam mir gestern dieser Schaub Lorenz Intercontinental ins Haus.

.jpg   IMG_3525.jpg (Größe: 160,63 KB / Downloads: 627)

Der Klang und die massive Erscheinung beeindruckten sofort. Die Empfangseigenschaften auf UKW sind m.E. sehr gut. Auf AM konnte er auch überzeugen. Eine große Teleskopantenne rundet die imposante Erscheinung ab. Leider fehlt wie so häufig die zum Radio gehörende Plexiglasabdeckung für die Front. 

Es wartet mit einigen interessanten Features auf - als da wäre die Feldstärkeanzeige und Klangregelung
   

sowie die mechanische Feinabstimmung für AM über einen Drehknopf (Mitte) der zur Aktivierung zunächst leicht herausgezogen werden muss. Obendrein gehört ein Bandbreitenfilter dazu, AFC und Phono. Volle Hütte Cool  Die Taste für LW ist leider unvollständig erhalten.

.jpg   IMG_3522.jpg (Größe: 70,61 KB / Downloads: 626)

Die Skala reiht sich in den Reigen des Imposanten nahtlos mit ein:
   
   

Bilder des Innenlebens möchte ich hier und jetzt nicht anfertigen, obgleich dieses samt Trommeltuner sicherlich interessant wäre. Die Demontage des Radios ist dafür leider zu aufwändig - Skala, Teleskopantenne sowie die Frontknöpfe müssen dafür laut rm.org entfernt werden. Insgesamt ein Radio, dass wohl in Konkurrenz zum Grundig Satellit stehen sollte.
---
Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet...Dirk
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#2
Hi Dirk, ein tolles Gerät. 5x KW ist sehr reizvoll.
Immer guten Empfang und viele Grüße - Uwe
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#3
Hallo Dirk,

Besonders gefällt mir der Trommelkanalwähler mit den umschaltenden Skalen und die kleine AM-Feinskala.
Das gibt es auch bei kommerziellen Empfängern.
Einen BFO hat er wohl leider nicht?

Danke fürs zeigen.


Viele Grüße,

Axel  Smile
Womit fährt der Norweger zur Mittagspause...?
...Na mit einem Fjord Siesta! Wink
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#4
Hallo, Zusammen,
Ein solches Gerät habe ich auch, es handelt sich um ein Erbstück aus der Familie. Der Erstbesitzerwar Professor für Geologie, und hatte Ausgrabungen in Griechenland, und wollte Nachrichten aus Deutschland hören.

Ich habe dazu den Frontdeckel ( Holz, mit Kunstleder bespannt, innen mit Zeitzonenanzeige ), die Anleitung, und die sonstigen Originalpapiere.

Einen BFO hat mein Gerät auch nicht. Dieser war als Nachrüstung erhältlich, und wurde in die Rückwand eingebaut. Die Bedienung dürfte dann umständlich gewesen sein...

Bei meinem Gerät war der AM Drehko kpl. fest. Ich mußte diesen ausbauen, dazu mußte das Chassis aus dem Gehäuse heraus. War aber alles machbar.

Die Empfangsleistungen dieses Gerätes sind beeindruckend, insbesondere auf Kurzwelle hört dieses Gerät "das Gras wachsen".

VG Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
Nur Messungen liefern Fakten, alles andere ist Kaffeesatz.
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#5
Hallo Henning und alle Interessierten,
richtig - BFO ist lediglich "vorbereitet", wie es auch auf rm.org steht. An den Empfangsleistungen gibt es auf allen Wellen nichts auszusetzen. Wie erfreulich, dass es noch komplette Exemplare mit dem Frontdeckel gibt. Obgleich dieser bei mir fehlt und die eine Taste etwas in Mitleidenschaft gezogen ist (evtl. irgendwann per 3D Druck zu retten), ist das ein Radio, das ich nicht mehr abgeben werde. Die inneren Werte sowie der typische Schaub-Lorenz Klang wissen zu begeistern.
---
Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet...Dirk
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#6
Ich habe ja kurz schon mal die Klangeigenschaften genießen dürfen.
Der ist echt alltagstauglich, denn er macht auch optisch richtig was her!!!
Glückwunsch!!!
(Und Glück für dich, dass ich schon eingedeckt war) Smiley20
Einen schönen Gruß aus Haltern am See

josch
Jochen Schwabe

Vor dem Rundfunk gab es den Mundfunk. (Henri Nannen)
Man kann nie wieder was verlieren, wenn man weiß, wo irgendwo ist.
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#7
Seit ein paar Tagen steht bei mir auch so ein schönes Gerät. Ich konnte es in ebay für etwas über 30€ inkl. Versand erstehen.
Auf zwei der großen Drehknöpfe fehlt der schwarze Aufsatz. Die Antenne ist ganz unten abgebrochen, und das unterste Segment ließ sich vom nächst Kleineren Abziehen.
Auch bei meinem Gerät ist kein BFO vorhanden und die Frontabdeckung fehlt.
Der AM-Drehko war schwergängig und hatte etwa ab Mitte der Skala einen Plattenschluss. Ausbau des Drehkos nicht empfehlenswert, da der extrem verbaut ist. Glücklicherweise konnte ich die Anschlüsse ablöten und mit einem Netzteil 30V die Fehlerstelle ermitteln. Von der Front aus ließ sich die betreffende Platte des Rotos (2. von außen) nachbiegen.
Die Sicherung war mit Kaugummi-Silberpapier "repariert", ein Fehler lag aber nicht vor.
Das Gerät wurde einige Zeit in feuchter und staubiger Umgebung gelagert. Außerdem war es von einer braunen Schicht überzogen.
Nach die Technik soweit wieder in Stand gesetzt war, habe ich das Gehäuse komplett zerlegt und gereinigt. Das einst zwischen der Lautsprecherblende und der HartfaserSchallwand befindliche Schaumstoffpolster hatte sich zerbröselt. Ich ersetzte es durch schwarzen Baumwollstoff, den ein ausgedientes T-Shirt spendete. Die Lautsprecheröffnung habe ich ausgeschnitten.
Mit dem Messsender auf +/-2,5kHz der ZF und eingespeist an der von Schaub-Lorenz vorgesehenen stelle war der Empfang einiger Stationen im 80m Band kein Problem. Der Empfänger bleibt stabil auf der Frequenz.
Die mechanische Feinabstimmung funktioniert nahezu Schlupffrei und gut dosierbar.
Schaubtypisch ist auch hier wieder der Skalenhintergrund aus einem nachleuchtenden Kunststoff gefertigt.

Bei Radiomuseum.Org ist die Schaltung des BFO samt Einbauanleitung vorhanden.
Diesen BFO möchte ich nachbauen und mit dem Gerät verwenden. Allerdings möchte ich dafür kein Loch in die Rückwand schneiden. Ich möchte ihn so bauen, dass er vor dem Radio verwendet und bei Nichtgebrauch im Batteriefach verstaut werden kann.

Das Radio hat übrigens keinen Trommeltuner, sondern einen Drehschalter mit mehreren Ebenen, die auf einer langen Welle im Gerät verbaut sind. Aber dennoch dreht sich die Skala beim Umschalten der KW-Bereiche mit und zeigt den jeweiligen Frequenzbereich an.
Smiley47
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#8
Servus.
Vielen Dank für die Vorstellung des Interconti Thumbs_up
Mein erstes Exemplar habe ich vor ca. 40 Jahren für 5 DM auf dem Flohmarkt gekauft.
Natürlich ohne Deckel Smiley57
Irgendwann kam ein zweiter vom Sperrmüll dazu und dann kaufte ich tatsächlich noch ein schönes Gerät mit Deckel und eingebautem BFO Smiley20
Aller guten Dinge sind Drei Smile
Schöne Grüße, Bernd
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#9
Aus meinem Schlachtteilebestand hab ich inzwischen ein Bandfilter ausgesucht, das für die ZF passen sollte.

Ermittelt wurde Der nach folgendem Verfahren:
Prüf-/Mess-Sender an die eine Seite des Bandfilters anschließen, Oszilloskop an die andere Seite.
Die Frequenz des Mess-Senders so lange verstellen, bis auf dem Oszilloskop die maximale Spannung angezeigt wird.
Das hat bei mir bis jetzt immer gut funktioniert.

Die Frage ist, ob ich an Stelle der AA112 auch 1N4148 verwenden kann und ob die Schaltung auch mit einem BCxxx Siliziumtransistor korrekt arbeitet. Vom Frequenzbereich her dürfte ein BF-Typ nicht notwendig sein...
Smiley47
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#10
Von mir mal für alle Mitleser nur die Kurzanleitung:

   

und nicht vergessen: Klick auf das Bild und schon wird es groß.... Shy

Nette Grüße - Alfons
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#11
Das sind die Unterlagen zum BFO:
       

und hier das vorläufige Layout für Lochraster:
   
   

die zwei mal drei diagonal angeordneten Lötnägel (jeweils rechts der Kippschalter) sind die Anschlüsse für die Potentiometer (Mittelpin = Schleifer)

Die Stückliste (Filter nicht angegeben)
C901 Keramik RM5, 100nF
C902 MKS 2 / RM5 / B=2,5, 10n
C903 Keramik RM2,5, 100p?
C904 Keramik RM2,5, 680

D901 1N4148  100V/0,2A/4nS, 1N4148  100V/0,2A/4nS
D902 1N4148  100V/0,2A/4nS, 1N4148  100V/0,2A/4nS

R901 Widerstand 0207, 3k9
R902 Widerstand 0207, 1k5
R903 Widerstand 0207, 47k
R904 Widerstand 0207, 680
R905 Widerstand 0207, 47k

S901 Kippschalter 1x Um
S902 Kippschalter 1x Um

T901 BC327-25 PNP 50V 0,5A 0,625W 100Mhz, BC327

Heute Nachmittag werde ich das mal aufbauen. Mal sehen, ob's funktioniert.
Smiley47
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#12
Moin.

Ich bin neugierig, war der BFO-Nachbau erfolgreich?



Wer noch eine Teleskopantenne sucht, hier gibt es ein Gerät (Zitat) "Von Radio Liebhaber gepflegt."

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze...8-172-4509



Die Antenne sieht gut aus und alle Knöpfe sind dran. Die Schrauben der Skala wurden wohl zu festangezogen. Immerhin mit originaler Anleitung und Schaltplänen Thumbs_up

Auffallend ist, das neben der (unerwähnt gebliebenen) fehlenden Frontklappe dem Liebhaber auch die Leuchtscheibe hinter der UML-Skala verloren gegangen ist Smiley26
Schöne Grüße, Bernd
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#13
Der Nachbau hat leider nicht richtig funktioniert. Mit dem Variometer hat sich die Frequenz kaum verändert, dafür aber die Amplitude. Nach vielen Experimenten habe ich den Nachbau aufgegeben.
Ich hab noch eine BFO-Schaltung, die mit einem Filter aus einem Transistorradio arbeitet und bei mir sehr gut funktioniert.
Leider habe ich den Schaltplan in den Weiten meiner Festplatte nicht mehr gefunden und nachgezeichnet. Ich weiß auch nicht mehr woher ich die Schaltung habe.


   

Wie gesagt, funktionierte dieser Oszillator beim Nachbau auf Anhieb und liefert ein sauberes Sinus-Signal.
Beim erneuten Nachbau habe ich HF-Übertrager und Transistor gesockelt, damit ich die Möglichkeit habe, testweise verschiedene Bauteile verwenden zu können.

.jpg   BFO - unbekannte Herkunft - Aufbau getestet - funktioniert - Aufbau.jpg (Größe: 83,35 KB / Downloads: 49)

Als Sockel habe ich einzelne Pins von einreihigen Präzisions-IC-Fassungen verwendet. Das funktioniert prima.
https://www.reichelt.de/praezisionsfassu...5.html?r=1
Die Pins stecke ich an die Stifte des Filters, positioniere ihn auf  der Platine und löte die Pins dann fest.
Smiley47
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