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Darling - Verstärker
#21
Zitat:Noch eine Frage: Wie kann ich den Regelbereich des Lautstärkereglers verändern?  Momentan drehe ich etwa 1/8 Drehung und mir fliegen schon die Ohren weg.

verbaut ist ein 50K Poti.

... mit logarithmischer Kennlinie ? Das wäre wichtig.

Gruß Ingo
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#22
Hallo Thommy,
wie Ingo schon geschrieben hat. Ein lineares Poti hat eine lineare Kennlinie. Beachte: beim logarithmischen Poti verläuft die Kurve leicht ansteigend. Evtl. ist das Poti verdreht angeschlossen. Meist sind diese Potis mit E (Eingang); S (Schleifer) und A (Ausgang) beschriftet. Ist das Teil mit E und A vertauscht angeschlossen, fängt die Kurve hoch an.
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#23
Moihoin,

ja es ist log.  Das mit dem falschrum anschließen ist, meine ich, nicht möglich, denn dann würde ja bei Linksdrehung die Lautstärke zunehmen, statt ab.

Thommi
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#24
...dann würde ich drauf tippen, daß die Pegelverhältnisse nicht stimmen, d.h. der Verstärkereingang wird mit zu viel Pegel angeblasen. Das würde dann dazu führen, daß weit vor der Stellung größter Lautstärke massive Übersteuerungen eintreten.

Versuch mal, mit einem festen Widerstandsteiler z.B. ca. 10:1 also -20db) den Einganspegel von vornherein zu reduzieren.
Mit einem Lastwiderstand anstelle des Lautsprechers kannst Du mit einem Tongenerator und Oszilloskop ausmessen, bei welchem Pegel die Aussteuerung der Endstufe maximal ist (verzerrungsfreie (Nenn-)leistung).

Gruß Ingo
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#25
Hi Thommi,
bei richtigem Anschluß steigt die Kurve langsam an (Sinus gesehen). Bei Vertauschen von E und A fällt die Kurve (auch Sinus gesehen). Aber wie Ingo schreibt, mal mit nem Oszi checken. Ich denke, Du wirst fündig. Gutes Gelingen.
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#26
Hallo, 

der Eingangspegel kommt jetzt in der Bauphase von einem schrottigen Tuner (Nikko NT 790). 


Wäre es nicht zielführender ein anderes Poti zu testen?  Meine Überlegung: Das Poti liegt ja zwischen Masse und Signal, der Schleifer ist an g1. Wenn die Lautstärke 0 ist muss der Widerstand zwischen Masse und Schleifer auch 0 sein. Wenn man aufdreht, wird der Widerstand größer, bis er am Ende 50K erreicht. 

Davon ausgehend dass das Poti log ist steigt der Widerstand zu Beginn sehr schnell an. Ein 20K oder 10K Poti müsste eine flache log. Kurve haben und so den Bereich vergrößern.

Eine Idee wäre noch statt der 6SL7 (µ=70) eine 6SN7 (µ=20) einzusetzen, die Pin-Belegung ist gleich. Wäre das nicht eine Variante?  Und vielleicht sogar günstiger wegen
Störungseinstrahlungen?

Thommi
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#27
Hallo,
ein für Lautstärkeregelung geeignetes "log"-Poti steigt im Widerstandswert erst langsam, dann immer mehr an, im Uhrzeigersinn gedreht, ausgehend vom linken Anschlag (= leise).

Viele Grüße, Michael
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#28
Hallo,

..naja, das Poti ist als Spannungsteiler geschaltet, der absolute Widerstandswert des Potis ist damit "erstmal", d.h. im Sinn eines leerlaufend betriebenen Spannungsteilers, völlig egal.
Der hinter dem Poti liegende Verstärker wird prinzipiell von einer drehwinkelabh. Spannung angesteuert, egal ob das Poti 1 Ohm, 100, 50k oder 50MOhm hat.

In Abhängigkeit des Eingangswiderstandes der nachfolgenden Schaltung spielt der Widerstandswert aber schon eine Rolle, aber nicht in Deinem Fall.

(Bei einem Eingangswiderstand von 100kOhm (angenommen) hätte es wenig Sinn, ein 1M-Poti zu nehmen, weil die Spannung schon auf die Hälfte einbrechen würde, wenn das Poti auf 100kOhm am oberen Teilwiderstand eingestellt wäre... so ungefähr).

Andersherum darf das Poti aber auch nicht zu niederohmig sein, weil sonst die Quelle zu stark belastet würde.
Bei CD-Player-Ausgängen und ähnlichen Signalquellen ist 50KOhm schon ganz o.k., für einen Detektorempfänger oder Gitarrentonabnehmer wäre das zu niederohmig... die Signalspannung soll ja nicht durch den Eingang der Verstärkers belastet werden...

(...weiterführend besteht bei breitbandigen Signalen das Problem der kapazitiven Kompensation des Eingangsteilers, wie z.B. beim Oszilloskop... siehe dort).

Ich hatte nun wie gesagt die Vermutung, daß die Signalquelle zu viel Pegel für Deine Verstärkerkette hat. Kann sein, daß zuviel Vorverstärkung die Ursache ist. Der Klassiker war immer das fälschliche Anpusten des PHONO-Eingangs von umschaltbaren Vollverstärkern oder Receivern mit einem gewöhnlichen Audio-Ausgang (CD, Radio, Kassette...), das zerrte manchmal wie sau, ohne daß man es mit dem Lautstärkesteller beeinflussen konnte, einfach weil dieser spezielle Eingang bei vielen "West"-Verstärkern den RIAA-Entzerrer samt Vorverstärker für ein magnet. Abtastsystem an Bord hatte... (Bei Ostgeräten war dieser sehr oft im Plattenspieler selbst vorhanden und dann nat. ein normaler Audio-Ausgang vorhanden)
...manche Gitarreneffektgeräte.... haben am Ein- und Ausgang einen kleinen Umschalter +6dB/-20dB, je nachdem, ob ein aktives oder passives Instrument angeschlossen oder der pegelbedarf der nachfolgenden Kette war..

Die Vorverstärkung anders einzustellen ist schon eine Variante, als erstes würde ich den Pegel mit ohmschem Teiler vorteilen, z.B. 47k und 4,7k in Reihe (...ja..., 39k und 4,7k ist näher an 10:1 ^^), am 4,7k das Signal abgreifen...
Dann kann man ja einen "Pegelplan" erstellen und die Verstärkung der Stufen festlegen...anpassen...

Eine schöne Beschäftigung, dabei kann man ja nochmal repitieren, wie so übliche Pegelverhältnisse in NF-Ketten sind, da bin ich auch nich sehr fit, halt so wie mans grad braucht..

Gruß Ingo
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#29
Vielleicht bekommt man ja mal das Schaltbild mit den Bauteilwerten und wenigstens den Anodenbetriebsspannungen hier gezeigt. So ist das doch alle Raterei!
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#30
Hi Ihr Lieben,
@Thommi, Du solltest erst mal den Ausgangspegel (Eingangspegel im Gerät) messen. Wenn der Pegel zu groß ist, wird Deine Eingangsstufe gnadenlos übersteuert. Dann hilft echt ein Spannungsteiler, wie Ingo vorgeschlagen hat. Ich bin gespannt.
LG aus Schwerin, Holger
Smiley47
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#31
Büddesehr


.jpg   Schaltung thommiamp 2.jpg (Größe: 77,94 KB / Downloads: 58)
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#32
Und UB2/UB3 sind? Einen Laustärkeregler direkt am Steuergitter ohne Koppelkondensator würde ich auch nicht machen. Schon gar nicht, wenn auch die Signalquelle ohne Koppelkondensator angeschlossen wird. Das ist einfach sparen am falschen Ende. Steuergitter sollte einen festen Gitterableitwiderstand (ca. 100...500k) haben und dann über einen Koppelkondensator (50...10n) das Poti angeschlossen sein.
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#33
Hallo, Thommi,

vieles was bisher von meinen Vorrednern geschrieben wurde, geht in die richtige Richtung, einiges ist aber nicht wirklich zielführend.

Ich versuche das mal zusammenzufassen:

Deine Audioquelle wird keinen überhöhten Pegel abgeben, ggf. ein vorhandenes Tapedeck verwenden, um das gegenzuprüfen!
Das das Steuergitter direkt an das Poti gekoppelt ist, ohne Koppelkondensator, macht für den 
Pegel nichts aus.

Aber der Anodenwiderstand der Vorstufe macht etwas aus. und natürlich die Elkos an den Kathoden beider Röhren, also Vorstufe und Endstufe.

Um die Verstärkung kleiner zu bekommen, kann man die Kathodenwiderstände aufteilen, und nur einen der beiden Widerstände mit einem Elko überbrücken. Damit bekommt man eine Stromgegenkopplung, die auch noch hilft, den Klirrfaktor zu reduzieren.

Und ob das Poti 50kOhm hat, oder 1MOhm macht hier nicht wirklich was aus, die Spannungsteilung ist nur vom Drehwinkel abhängig.

Viel Erfolg,

Henning
Schlau ist, wer weiß, wo er nachlesen kann, was er nicht weiß.
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